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	<title>Heilanstalt Strecknitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:02:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grenzpfahl: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-07-02T08:50:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heilanstalt Strecknitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Psychiatrische Klinik]] in der Hansestadt [[Lübeck]]. Sie wurde vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingerichtet und bestand bis in die Zeit des [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte der Psychiatrie in Lübeck ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WP Carl Philipp Gütschow.jpg|mini|Carl Philipp Gütschow]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HANSif1268 Lübeck Heilanstalt Strecknitz.jpg|mini|Die Heilanstalt in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurden psychiatrisch Kranke vor dem [[Burgtor (Lübeck)|Burgtor]] und dem [[Mühlentor (Lübeck)|Mühlentor]] außerhalb der [[Lübecker Stadtbefestigung]] in gegen das Wetter ungeschützten „[[Tollkiste]]n“ verwahrt. Der Lübecker Ratsschreiber [[Peter Monnik]] setzte sich 1479 für die Unterbringung in einem der inneren Türme des [[Mühlentor (Lübeck)|Mühlentores]] der Lübecker Stadtbefestigung ein. Erstmals 1601 errichtete der Rat der Stadt beim Siechenhaus St. Jürgen ein [[Psychiatrische Klinik|Tollhaus]], mit Zellen, in denen die Insassen städtisch verpflegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Zuge der [[Aufklärung]] setzte sich im 18. Jahrhundert ein Verständnis für eine menschenwürdige Verwahrung bei geistlichem Beistand durch und es kam in Lübeck im Jahr 1788 zum Bau einer [[Irrenanstalt]] in der Wakenitzstraße,&amp;lt;ref&amp;gt;Das Gebäude besteht nach mehreren Umbauten im 19. Jahrhundert heute noch und steht unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich aus bürgerlichem Engagement und Spenden erhielt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam etwa ab 1815 auch das Verständnis für eine Behandlungsbedürftigkeit der Insassen hinzu und der Lübecker Mediziner [[Carl Philipp Gütschow]]&amp;lt;ref&amp;gt;in den &amp;#039;&amp;#039;[[Buddenbrooks]]&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Dr.&amp;amp;nbsp;Grabow&amp;#039;&amp;#039; erwähnt; Sohn des [[Maire]] und Stadtsyndikus [[Anton Diedrich Gütschow]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (1794–1838) wurde 1819 zum Vertragsarzt der Einrichtung bestellt. Unter seinem Nachfolger [[Bernhard Georg Eschenburg]] (1811–1886)&amp;lt;ref&amp;gt;Anstaltsarzt 1838–1886&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte erstmals von einem psychiatrischen Krankenhaus im modernen Sinne gesprochen werden, das 1858 dann vom Lübeckischen Staat als Träger übernommen wurde und bis zur Eröffnung der neuen Heilanstalt Strecknitz durch deren ärztliche Leiter Oskar Wattenberg und Johannes Enge Bestand hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heilanstalt Strecknitz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – Mühlenpfordt – UKSH – Psychiatrische Klinik – Heilanstalt Strecknitz – 1.jpg|mini|Der Turm der Anstalt]]&lt;br /&gt;
Die Heilanstalt wurde 1912 nach den Entwürfen von [[Carl Mühlenpfordt]] durch den Lübecker Oberbaurat [[Johannes Baltzer (Architekt)|Johannes Baltzer]] im Stil der [[Heimatschutzarchitektur]] unter thematischer Anlehnung an die großen Gutsanlagen&amp;lt;ref&amp;gt;als [[Putz (Baustoff)|Putzbauten]], siehe Abbildung des Turms&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Ostholstein]] auf dem Gelände des Lübecker [[Gut Strecknitz|Stadtgutes Strecknitz]] errichtet. Das Reform-Konzept fand breite Anerkennung und die Anstalt betreute 1500 Patienten. Ein mit der Schwesterstadt [[Hamburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Geschichte der Hamburgischen &amp;#039;&amp;#039;Irrenanstalt Friedrichsberg&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Krankenhaus Eilbek]] mit Fremdlinks zur Geschichte der Psychiatrie in Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; geschlossener Staatsvertrag führte 1930 zur Erweiterung der Bettenkapazität&amp;lt;ref&amp;gt;Diese [[Backstein]]bauten werden heute entstehungsgeschichtlich &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Häuser&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Kosten Hamburgs um 400 Betten, die mit Patienten aus Hamburg belegt wurden, die dort wegen Überfüllung der entsprechenden Einrichtungen nicht mehr aufgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1941 wurden 605 Insassen der Heilanstalt Strecknitz auf Veranlassung der Nationalsozialisten abgeholt, nach [[Heilanstalt Eichberg|Eichberg]] bzw. auch nach [[Klinikum Weilmünster#Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus|Weilmünster]] in Hessen gebracht und dort ermordet ([[Aktion Brandt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umnutzung ==&lt;br /&gt;
Die so frei gewordenen Gebäude wurden 1943 mit Opfern der Luftangriffe auf Hamburg im Rahmen der [[Operation Gomorrha]] belegt und als Hamburger Ausweichkrankenhaus genutzt, da das dortige Krankenhaus Eilbek zerstört war. Noch im Krieg erfolgte die Umnutzung zum Krankenhaus Ost der Hansestadt Lübeck, deren Bevölkerungszahl zunächst durch die Rüstungsindustrie, dann aber zunehmend durch den Zustrom von Flüchtlingen sich über den Krieg nahezu verdoppelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Einwohnerentwicklung von Lübeck]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Städtischen Krankenhaus Ost wurde die Medizinische Akademie und damit die heutige Universität. Die verbliebenen Gebäude werden so heute von der [[Universität zu Lübeck]] und dem [[Universitätsklinikum Schleswig-Holstein]] genutzt, der Wasser- und Uhrenturm der ehemaligen Heilanstalt ist heute das gemeinsame [[Mahnmal]] und [[Wahrzeichen]]. Er erhielt 1912 die 1650 vom [[Ratsgießhaus|Ratsgießer]] [[Anton Wiese]] gegossene &amp;#039;&amp;#039;Rats- und Kinderglocke&amp;#039;&amp;#039; der [[Marienkirche (Lübeck)|Marienkirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Psychiatrien in Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ZeitschrBauwesen |Autor=Baltzer |Titel=Die neue Heilanstalt Strecknitz bei Lübeck |Jahr=1913 |Heft=10 |Spalten=545–568 |zlb=274}}&lt;br /&gt;
* Peter Delius: &amp;#039;&amp;#039;Das Ende von Strecknitz: die Lübecker Heilanstalt und ihre Auflösung 1941; ein Beitrag zur Sozialgeschichte der Psychiatrie im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Kiel 1988 (Veröffentlichungen des Beirats für Geschichte der Arbeiterbewegung und Demokratie in Schleswig-Holstein, Band 2). X, 268 S.&lt;br /&gt;
* [[Antjekathrin Graßmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Irrenhaus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Heilanstalt Strecknitz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeck-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Schmidt-Römhild, Lübeck 2006, ISBN 3-7950-7777-X.&lt;br /&gt;
* Kathrin Schepermann, Horst Dilling: &amp;#039;&amp;#039;Schicksale Psychiatrischer Patienten der Lübecker Heilanstalt Strecknitz im Dritten Reich:&amp;#039;&amp;#039; Schmidt-Römhild, Lübeck 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/zeitreise/Zeitreise-Deportationen-von-psychisch-kranken-Menschen,zeitreise3480.html Deportationen von psychisch kranken Menschen.] [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]], Zeitreise.&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-luebeck.de/universitaet/im-ueberblick/profil/geschichte/heilanstalt-strecknitz.html Geschichte der Heilanstalt Strecknitz.] Universität Lübeck&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.uni-luebeck.de/universitaet/im-ueberblick/profil/geschichte.html&lt;br /&gt;
   |titel=Geschichte&lt;br /&gt;
   |werk=&lt;br /&gt;
   |hrsg=[[Universität zu Lübeck]]&lt;br /&gt;
   |datum=&lt;br /&gt;
   |abruf=2019-04-12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53.83784|EW=10.70866|type=landmark|region=DE-SH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiatrische Klinik in Schleswig-Holstein|Strecknitz, Heilanstalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Krankenhaus in Schleswig-Holstein|Strecknitz, Heilanstalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Moderne in Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Heimatschutzstils in Lübeck|Strecknitz, Heilanstalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialgeschichte (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Lübeck-St. Jürgen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitswesen (Lübeck)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grenzpfahl</name></author>
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