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	<title>Heideweiher - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T03:17:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heideweiher&amp;diff=373686&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dwains Bandersnatch: Diskussion:Hochmoor#Lemma und Redundanzen</title>
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		<updated>2025-02-10T14:03:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Diskussion:Hochmoor&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Diskussion:Hochmoor (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion:Hochmoor#Lemma und Redundanzen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Region Hannover Blankes Flat.JPG|mini|Heideweiher [[Blankes Flat]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LittorellaUniflora.jpg|mini|[[Strandling]] in der Flachwasserzone eines sandigen Weihers]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heideweiher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden natürliche oder naturnahe, schwach saure und nährstoffarme (oligotrophe) Flachwasserseen innerhalb der in erster Linie [[Saaleeiszeit|saaleglazialen]] [[Moräne|Altmoräne]]n-Sandgebiete im nordwestlichen [[Mitteleuropa]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung der weitaus meisten [[Heide (Landschaft)|Heide]][[Weiher (Gewässer)|weiher]] dürften [[periglazial]]e Windausblasungen gewesen sein (Deflationswannen): über den nicht verwehbaren und wasserundurchlässigen bzw. -stauenden [[Bodenschicht]]en aus [[Lehm]], [[Tonminerale|Ton]] oder [[Ortstein]] wurden die feinen [[Sedimentation|Sediment]]e verweht, so dass flache Mulden zurückblieben. Einige Heideweiher verdanken ihre Existenz auch Eissprengungen am Ende der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]], die zur Entstehung eines [[Toteisloch]]s oder [[Soll (Gewässer)|Solls]] führten. Andere wiederum gehen auf einen [[Erdfall]] ([[Vallenmoor]]) zurück. In einigen seltenen Fällen können Heideweiher aber auch aus einem abgeschnürten [[Altarm]] hervorgegangen sein, wie z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Sudendorfer Vennepohl]] (Altarm der [[Bever (Ems)|Bever]]) oder das [[Blankes Flat|Blanke Flat]] (Altarm der [[Leine (Aller)|Leine]]). Durch anthropogene Nutzung (Torfstich, Viehtränke) sind viele dieser Weiher in jüngerer Zeit neu entstanden bzw. als Offengewässer wiederhergestellt worden. Damit Heideweihern entstehen können, muss im Untergrund eine wasserundurchlässige Stauschicht liegen ([[Podsol]]-Ortstein, Tonlinsen). Im Laufe der Zeit können sie sich durch Verlandung weiter zu kleinen Heidemooren ([[Zwischenmoor]]en) entwickeln, die oftmals eine hochmoorartige Vegetation aufweisen. Unter bestimmten Umständen (hohe Niederschlagsrate bzw. deutlich [[humid]]e Klimaverhältnisse) können aus diesen Heidemooren echte, regenwassergespeiste [[Hochmoor|Hochmoore]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzes Wasser Wesel 2.jpg|mini|Das Schwarze Wasser bei Wesel. Blick auf den von Dünen umgebenen Weiher]]&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands bleiben Heideweiher, die regional auch als [[Schlatt (Gewässer)|Schlatt]], Flat(t), Päule oder Pool, bzw. Pohl ([[Plattdeutsch|niederdeutsch]] für „Pfuhl“) bezeichnet werden, auf die klimatisch atlantisch geprägten Altmoränen-Sandgebiete [[Nordwestdeutschland]]s beschränkt. Sie sind vor allem im [[Münsterland]] ([[Kletterpoth]], [[Lasthauser Moor]]), in der [[Senne]] ([[Kampeters Kolk]], [[Langenbergteich]], [[Weckers Heideteich]]), am Niederrhein ([[FFH-Gebiet Schwarzes Wasser|Schwarzes Wasser]]), der [[Lüneburger Heide]] ([[Stichter See]], [[Ahlftener Flatt]]), dem [[Emsland]] ([[Ahlder Pool]], [[Süd-Tannen-Moor]], [[Mickelmeer]]) und der [[Wildeshauser Geest]] anzutreffen. Heideweiher finden sich aber auch in den entsprechenden Landschaften [[Dänemark]]s, [[Belgien]]s und der [[Niederlande]]. Einer der größten im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist das [[FFH-Gebiet Schwarzes Wasser|Schwarze Wasser]] bei Wesel am [[Rhein#Niederrhein|Niederrhein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GentianaPneumonanthe Gildehauser Venn.jpg|mini|hochkant|[[Lungen-Enzian]] im [[Gildehauser Venn]]]]&lt;br /&gt;
Heideweiher verfügen über eine spezifische, an das nährstoffarme Milieu angepasste Flora. Viele der hier vorkommenden Arten, wie z. B. [[Strandling]] (&amp;#039;&amp;#039;Littorella uniflora&amp;#039;&amp;#039;), [[Vielstängelige Sumpfbinse]] (&amp;#039;&amp;#039;Eleocharis multicaulis&amp;#039;&amp;#039;) und die vom Aussterben bedrohte [[Wasser-Lobelie]] (&amp;#039;&amp;#039;Lobelia dortmanna&amp;#039;&amp;#039;), sind auf Sanduntergrund angewiesen. Sie verschwinden, sobald sich eine Schlammschicht entwickelt. Am Rand der Gewässer finden sich selten das auf stark atlantische Klimaverhältnisse angewiesene [[Sumpf-Johanniskraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Hypericum elodes&amp;#039;&amp;#039;) und regelmäßig der [[Gagelstrauch]] (&amp;#039;&amp;#039;Myrica gale&amp;#039;&amp;#039;), ein weidenähnliches Gebüsch, das ätherische Öle enthält. Die Weiher werden oftmals von Feuchtheide umgeben, deren Charakterart die [[Glocken-Heide]] (&amp;#039;&amp;#039;Erica tetralix&amp;#039;&amp;#039;) ist, sowie von [[Blaues Pfeifengras|Pfeifengras]]fluren (&amp;#039;&amp;#039;Molinia caerulea&amp;#039;&amp;#039;). Hier wachsen unter anderem auch der [[Lungen-Enzian]] (&amp;#039;&amp;#039;Gentiana pneumonanthe&amp;#039;&amp;#039;), der [[Sumpfbärlapp]] (&amp;#039;&amp;#039;Lycopodiella inundata&amp;#039;&amp;#039;) sowie [[Rundblättriger Sonnentau|Rundblättriger]] und [[Mittlerer Sonnentau]] (&amp;#039;&amp;#039;Drosera rotundifolia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;D. intermedia&amp;#039;&amp;#039;). Das im Frühsommer in großer Zahl weiß-fruchtende [[Schmalblättriges Wollgras|Schmalblättrige Wollgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Eriophorum angustifolium&amp;#039;&amp;#039;) verleiht den Heideweihern einen eigentümlichen Reiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna ==&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer zumeist geringen Größe und des niedrigen Bewuchses sind Heideweiher für die [[Avifauna]] nur von untergeordneter Bedeutung. Häufiger sind [[Zwergtaucher]] und [[Krickente]] anzutreffen. Fische fehlen in den recht [[pH-Wert|sauren]] Gewässern völlig. Unter den [[Amphibien]] sind [[Moorfrosch|Moor-]] und [[Teichfrosch]] bzw. [[Kleiner Wasserfrosch]] sehr typisch; an [[Reptilien]] bewohnen [[Kreuzotter]], [[Schlingnatter]], [[Blindschleiche]] und [[Waldeidechse]] die Umgebung der Heideweiher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Die Heideweiher sind heute besonders durch zunehmende [[Eutrophierung|Nährstoffanreicherung]] aus der Landwirtschaft (auch diffuse Einträge über den Luftweg) und die allgemeine Grundwasserabsenkung in ihrer Existenz stark bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.bentheimer-landschaf.de/die-heideweiher/ Heideweiher bei bentheimer-landschaf.de]&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Tobias Böckermann]]: [http://www.bentheimer-landschaf.de/heideweiher.pdf &amp;#039;&amp;#039;„Auf der Suche nach den alten Himmelsteichen“&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 599&amp;amp;nbsp;kB). Erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Osnabrücker Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, März 2010.{{Toter Link |date=2022-10-02 |url=http://www.bentheimer-landschaf.de/heideweiher.pdf}}&lt;br /&gt;
* Claus-Peter Hutter (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Seen, Teiche, Tümpel und andere Stillgewässer. Biotope erkennen, bestimmen, schützen.&amp;#039;&amp;#039; (Biotop-Bestimmungs-Bücher). Stuttgart 1993, S. 13 u. 81.&lt;br /&gt;
* Klaus Kaplan (1993): &amp;#039;&amp;#039;Heideweihergefährdung durch Immissionen. Zur Situation der nährstoffarmen Stillgewässer und ihrer Pflanzenarten.&amp;#039;&amp;#039; – LÖLF-Mitteilungen Nr. 1/93, S. 10–17.&lt;br /&gt;
* Hans-Gerhard Kulp u.&amp;amp;nbsp;a. (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Oligotrophe Stillgewässer in der nordwestdeutschen Geest – Bedeutung und Schutz des Wollingster Sees und des Farger Heideweihers&amp;#039;&amp;#039; (Bremer Beiträge für Naturkunde und Naturschutz, Band 11). Bremen 2019.&lt;br /&gt;
* Hans-Christoph (1990): &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen zum Schutz oligotropher Stillgewässer.&amp;#039;&amp;#039; – Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen 22. Hannover.&lt;br /&gt;
* Hans-Christoph Vahle (1995): &amp;#039;&amp;#039;Oligotrophe Heideweiher als anthropogene Ökosysteme.&amp;#039;&amp;#039; – Natur und Landschaft 70 (7): 295–301.&lt;br /&gt;
* Rüdiger Wittig (1980): &amp;#039;&amp;#039;Die geschützten Moore und oligotrophen Gewässer der Westfälischen Bucht: Vegetation, Flora, botanische Schutzeffizienz und Pflegevorschläge.&amp;#039;&amp;#039; – Schriftenreihe der Landesanstalt für Ökologie, Landschaftsentwicklung und Forstplanung Nordrhein-Westfalen, Band 5. Münster-Hiltrup.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weiher| Heideweiher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dwains Bandersnatch</name></author>
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