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	<title>Heftung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T18:40:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heftung&amp;diff=198917&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 18. Oktober 2025 um 04:01 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-18T04:01:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Befestigung, im engeren Sinne insbesondere eine, die [[Heftnaht|nähend]] erfolgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mackensen&amp;quot;&amp;gt;Lutz Mackensen: &amp;#039;&amp;#039;Großes Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das zugrundeliegende Verb &amp;#039;&amp;#039;heften&amp;#039;&amp;#039; ist im Deutschen bereits im Althochdeutschen des 8. Jahrhunderts belegt. Das Verb ist ein [[Faktitivum]] zum ebenfalls seit dem Althochdeutschen verwendeten Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;haft&amp;#039;&amp;#039; „gefangen, gebunden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, 24. Auflage, 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[chirurgische Naht]] wurde im Mittelalter als &amp;#039;&amp;#039;Haft&amp;#039;&amp;#039; und das Nähen einer Wunde als &amp;#039;&amp;#039;Heften&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 400 (&amp;#039;&amp;#039;heften&amp;#039;&amp;#039;: dort „durchtrennte Weichteile, Sehnen u. a. durch eine Naht zusammenfügen, eine chirurgische Nahrt ausführen, nähen“). Dieter Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Zwei wundärztliche Rezeptbücher des 15. Jahrhunderts vom Oberrhein. Teil I: Text und Glossar.&amp;#039;&amp;#039; Horst Wellm, Pattensen/Han. 1985, jetzt bei Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 34), ISBN 3-921456-63-0, S. 188 und 190.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Heftung als eine (nur) punktförmige Verbindung findet sich neben dem Nähen beispielsweise auch beim Fixieren von Metallteilen durch einzelne Schweißpunkte. Punktuelle Verbindungen liefern auch die [[Heftklammer]] und die [[Heftzwecke]] (Reißzwecke). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Heftung (Buch)|Heften von Büchern]] geschah ursprünglich, ähnlich wie beim Nähen, durch einen &amp;#039;&amp;#039;Heftfaden&amp;#039;&amp;#039; oder durch &amp;#039;&amp;#039;Heftgarn&amp;#039;&amp;#039;. In diesem Zusammenhang ist die &amp;#039;&amp;#039;Heftnadel&amp;#039;&amp;#039; die Nadel eines [[Buchbinder]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mackensen&amp;quot;/&amp;gt; Diese Heftung wird auch heute noch eingesetzt und heißt [[Fadenheftung]]. Der Begriff [[Heft (Papier)|Heft]] in der Bedeutung „Schreibheft“ entstand im 16. Jahrhundert als Rückbildung zu &amp;#039;&amp;#039;heften&amp;#039;&amp;#039; (Faktitiv zu althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;haft&amp;#039;&amp;#039; ‚gefesselt‘) und bedeutet insofern „das Geheftete“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot;/&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;Heftrand&amp;#039;&amp;#039; ist ein freigelassener Rand bei Brief- und Druckbögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abheften ==&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Hefter&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise eine &amp;#039;&amp;#039;Heftmappe&amp;#039;&amp;#039; ist eine Ablagemappe für Schriftstücke (Papier).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mackensen&amp;quot;/&amp;gt; Von Ausnahmen abgesehen (vgl. [[Badische Aktenheftung]]) werden heute zur Ablage [[Aktenordner]], [[Hängeordner]] oder [[Schnellhefter]] verwendet. Beim Abheften von Dokumenten wird unterschieden zwischen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kaufmännische Heftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das aktuelle Schriftstück liegt obenauf und die älteren Schriftstücke folgen chronologisch darunter.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amts-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Behördenheftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das älteste Schriftstück oben, die neusten Schriftstücke werden ans Ende der Akte geheftet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz]] (EKBO): &amp;#039;&amp;#039;Richtlinien des Konsistoriums für das Registratur- und Aktenwesen der evangelischen Kirchengemeinden in Berlin-Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.kirchenrecht-ekbo.de/document/52 online → Führung der Akten → Innere Ordnung der Aktenbände], abgerufen am 10. September 2022).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine Sonderform ist das [[Schuppen von Dokumenten]], bei der Dokumentenseiten zusammenhängend gestempelt werden, um Manipulationen zu erschweren. Keine Heftung im eigentlichen Sinn, sondern eine Sonderform der Bindung ist die [[Badische Aktenheftung]] oder Badische Lochung, die Dokumentenseiten ebenfalls mittels einer [[Aktenschnur]] verbindet und so Manipulationen erschweren soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2017 Zszywacz biurowy.jpg|mini|Büroheftapparat]]&lt;br /&gt;
Beim Heften wird die meist U-förmige Heftklammer an den beiden Schenkeln so umgebogen, dass diese in etwa parallel zum Klammernrücken zum Liegen kommen. Je nach Heftmethode stehen die Klammernschenkel dabei halbkreisförmig ab oder liegen flach an.&lt;br /&gt;
Die beiden Klammernschenkel umfassen dadurch das Heftgut, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Papier, Pappe, Leder etc. Es sind Durchgehende Heftungen sowie auch Blindheftungen bekannt. Bei der Durchgehenden Heftung wird die Klammer außerhalb, bei der Blindheftung innerhalb des Heftgutes umgelegt. Blindheftung wird beim Heften von Kartonagen durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klammernumbiegung erfolgt meist auf einem Heftamboss oder durch sogenannte Umbiegegreifer. Bekannt sind auch entsprechend vorgeformte Heftklammern, die sich selbsttätig umbiegen, sobald mit einem Treiber die Verformung durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Heftklammern sind unterschiedliche Größen üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Klammerhaftung existiert zudem die &amp;#039;&amp;#039;Ösenheftung&amp;#039;&amp;#039;. Hier werden die zu verbindenden Schriftstücke gelocht und eine [[Öse|Metallöse]] eingesetzt deren Ränder im Heftgut verpresst werden. Ösenheftgeräte arbeiten mit separater Lochung und „Ösung“ oder in einem kompletten Arbeitsgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ösenheftungen können kaum ohne Beschädigung des Heftgutes geöffnet werden. Die Öse ist geeignet einen Faden mit Siegel aufzunehmen. Ösenheftungen werden von Ämtern, Behörden, [[Rechtsanwalt|Rechtsanwälten]] und [[Notar]]en bevorzugt, wenn Schriftstücke zu einer Einheit zusammengefasst werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, ob Klammern oder Ösen verwendet werden, sollen Schriftstücke an den oberen linken, nach hinten umgelegten Ecken geheftet werden. Dies verstärkt die Heftung und ermöglicht ein leichtes Umlegen der Seiten beim Studium des Schriftstückes nach Entnahme aus einem Hefter oder Ordner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heften steht im Gegensatz zum Nageln oder [[Heftklammer#Tacker|Tackern]]. Beim Nageln oder Tackern wird die [[Heftklammer]] ungebogen ins Material gedrückt oder geschossen und bleibt dort U-förmig stecken. Diese Methode wird hauptsächlich dazu verwendet, um Materialien anzunageln oder Holz oder dergleichen miteinander zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fügendes Fertigungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbindungstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürotechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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