<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Heeresklientel</id>
	<title>Heeresklientel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Heeresklientel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heeresklientel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T18:22:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heeresklientel&amp;diff=490344&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Procopius am 30. Juli 2025 um 21:44 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heeresklientel&amp;diff=490344&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-30T21:44:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der moderne Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heeresklientel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die gesellschaftliche Gruppe der Legionäre und Veteranen, die gegen Ende der [[Römische Republik|römischen Republik]] in einem besonderen Loyalitätsverhältnis zu einem bestimmten Feldherrn standen, den sie als ihren [[Patronat (Römer)|Patron]] betrachteten. Als Gegenleistung für die Versorgung mit Ackerland unterstützten sie ihn politisch und militärisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der römischen Gesellschaft war es jahrhundertelang üblich gewesen, dass die Mitglieder der [[Nobilität]] ein [[Patronat (Römer)|Patronat]] über [[Proletariat|Proletarier]] und andere Angehörige der [[Plebs|plebejischen Unterschicht]] ausübten. Sie stellten sie als [[Klientel|Klienten]] unter ihren Schutz, unterstützten sie materiell oder gewährten ihnen Hilfe vor Gericht. Im Gegenzug waren die Klienten verpflichtet, ihrem Patron beizustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Heeresreform des Marius]] gegen Ende des zweiten Jahrhunderts vor Christus wurde dieses Klientelverhältnis nach traditioneller Ansicht der Forschung dann auf das Militär übertragen: [[Gaius Marius]] war der Erste, der im Krieg gegen [[Kimbern und Teutonen]] in großem Umfang Besitzlose in die [[Römische Legion|Legionen]] aufnahm, da es an Freiwilligen mangelte. Dies vergrößerte das Heer und machte es schlagkräftiger, warf aber das Problem der Versorgung der Veteranen nach Ende ihrer Dienstzeit auf: Da sie die ausgedienten Soldaten nicht in das soziale Nichts entlassen konnten, aus dem sie stammten, mussten die Heerführer sie nun nach ihrer Entlassung mit Bauernstellen versorgen; die Verteilung öffentlichen Landes an Besitzlose war seit der [[Gracchenzeit]] häufiger Gegenstand politischer Konflikte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landverteilung politisch durchzusetzen war daher nicht einfach, da sich die Mehrheit im [[Römischer Senat|Senat]] des Öfteren hiergegen wandte, um einen allzu großen Machtzuwachs der Feldherren zu verhindern, deren Popularität bei Erfolg der Ansiedlung unverhältnismäßig zu wachsen drohte. Im Fall des [[Gnaeus Pompeius Magnus|Pompeius]] zum Beispiel konnte eine solche mehrjährige Senatsblockade erst durch das [[Erstes Triumvirat|Erste Triumvirat]] und das Konsulat [[Gaius Iulius Caesar]]s im Jahre 59 v. Chr. beendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig schwor das Klientelverhältnis auch die Soldaten in besonderer Weise auf ihren Feldherrn ein. Denn dieser war nun nicht allein ihr militärischer Führer, sondern auch der politische Garant ihrer Altersversorgung. Dieses persönliche Treueverhältnis, das stärker war als die Loyalität gegenüber dem Gesamtstaat, verlängerte die [[Römische Bürgerkriege|Bürgerkriege]] des 1. vorchristlichen Jahrhunderts, in denen die Republik unterging, und war eines ihrer zentralen Probleme. Durch die Übertragung des Oberbefehls sämtlicher in Grenznähe stationierter Truppen auf [[Augustus]] wurde die Heeresklientel schließlich monopolisiert und eine Militärmonarchie errichtet. Insofern spielte die Heeresklientel eine zentrale Rolle, sowohl beim Untergang der römischen Republik, als auch bei der Festigung der neuen monarchischen Ordnung des Kaiserreichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren ist diese lange Zeit nicht hinterfragte Rekonstruktion der spätrepublikanischen Heeresklientel verstärkt kritisiert worden (Cadiou 2018). Der Ausgang der Debatte ist offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jochen Bleicken]]: &amp;#039;&amp;#039;Augustus. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2000, ISBN 3-8286-0136-7.&lt;br /&gt;
* François Cadiou: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;armée imaginaire: les soldats prolétaires dans les légions romaines au dernier siècle de la République.&amp;#039;&amp;#039; Paris 2018, ISBN 978-2-25144765-0.&lt;br /&gt;
* [[Karl Christ]]: &amp;#039;&amp;#039;Krise und Untergang der römischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1979, ISBN 3-534-08061-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Bürgerkriege]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstrukturelle Gruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Procopius</name></author>
	</entry>
</feed>