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	<title>Heeresfolge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:56:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heeresfolge&amp;diff=642510&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)</title>
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		<updated>2026-02-19T13:45:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heeresfolge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Heerfolge&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Begriff aus dem [[mittelalter]]lichen [[Lehnswesen]] und bezeichnet die Pflicht, seinen Lehnsherrn im Kriegsfall militärisch unterstützen zu müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=HEERESFOLGE, f. |Band=10 |Sp=755 |lemid=H04802}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Frühzeit des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] erfolgte der Aufruf zur Heeresfolge durch den [[Heerbann]], weshalb die Begriffe teilweise auch synonym verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zeitalter der [[Wikinger]]züge, der [[Ungarneinfälle]] und der [[Sarazenen]]-Piraterie (ab etwa 800 bis kurz nach 1000 n. Chr.) suchten die geplagten Bauern und Bürger Schutz bei kampfbereiten Waffenträgern, ob aus [[Adel]] oder [[freie]]r Bauernschaft, diese wiederum unterstellten sich mächtigeren Fürsten und jene dem König. So wurden die großen Landbesitzer des Frühmittelalters durch einen neuen, tatkräftigen [[Deutscher Adel#Lehnswesen|Schwertadel]] abgelöst (nach [[Marc Bloch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wirtschaftliche Grundlage für die kämpfende Lebensweise sowie die aufwändige Ausrüstung der [[Panzerreiter]] gewährte der Lehnsherr ihnen ein Stück Land zur freien Verfügung und band sie damit – auch durch die Widerruflichkeit des Lehens bei Pflichtversäumnissen – an sich. Zugleich gewährte er ihnen mittels seines größeren [[Ritter]]gefolges Schutz und Sicherheit. Im Gegenzug musste der Lehnsnehmer dem Lehnsherrn Treue schwören und in Friedenszeiten zur Beratung und zu Hofdiensten, in Kriegszeiten für die Heeresfolge (und zwar für eine limitierte Anzahl von Tagen pro Jahr ohne weitere Bezahlung) zur Verfügung stehen und dafür Pack-, Reit- und Kampfpferde (in festgelegter Anzahl) sowie Knappen und Knechte (ebenfalls der Mindestzahl nach festgelegt) samt Waffen, Rüstungen und [[Reiswagen]] mitbringen. Auch Bistümer und Abteien waren im Rahmen des [[Königsdienst]]es zur Heeresfolge verpflichtet, was in der Praxis die meist gräflichen [[Vogt|Vögte]] der [[Hochstift]]e und Klöster mit ihrem Rittergefolge wahrnahmen; oft setzten sich die Bischöfe aber auch selbst an die Spitze ihres Aufgebots.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Vasall]]en des Königs und der Fürsten hatten das Recht, einen Teil ihres Grundbesitzes an Untervasallen zu verleihen, wodurch die [[Rittergut|Rittergüter]] entstanden, die wiederum Teile ihrer [[Grundherrschaft]]en an ihre [[Erbuntertänigkeit|Erbuntertänigen]] oder [[Hintersassen]] ([[Höriger|Hörige]] und [[Grundhold]]e) vergaben, welche dafür Pachtabgaben in Naturalien und [[Frondienst]]e zu leisten hatten. Sie bestellten die Felder und erhielten im Gegenzug Schutz gegen Überfälle, etwa bei [[Fehde]]n, was in der Praxis aber nicht immer funktionierte. Auch standen die ausgedehnten Kriegszüge der Könige, die jeden Sommer stattfanden, durch die Mitnahme vieler Bauern im Rahmen der Heeresfolge der Fürsten und Ritter einer geregelten Ackerbestellung und Ernte oft entgegen. So suchten sich die noch freien Bauern dem Heerbann oft dadurch zu entziehen, dass sie sich unter den Schutz und in den Dienst von Mächtigeren begaben, von welchen sie bei der Ausrüstung unterstützt oder – im Gegenzug für die Eingehung der Abgabenpflicht – auch ganz vom Kriegsdienst befreit wurden, was wiederum den [[Feudalismus]] förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marc Bloch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Feudalgesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Durchgesehene Neuausgabe, Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-91234-7.&lt;br /&gt;
* Ph. Contamine, N. P. Brooks, K. Simms, H. Zug Tucci, M. A. Ladero Quesada, H. Kleinschmidt, S. Ekdahl, M. Polivka: &amp;#039;&amp;#039;Herr, Heerwesen A. West- und Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4. 1989, Sp. 1987–2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehnswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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