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	<title>Hedwig Wigger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T19:40:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hedwig_Wigger&amp;diff=1680664&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)</title>
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		<updated>2025-11-10T21:47:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johanna Friederike Julia Hedwig Wigger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, verh. &amp;#039;&amp;#039;Barsch&amp;#039;&amp;#039;, auf Werken auch: &amp;#039;&amp;#039;Wigger-Barsch&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Januar]] [[1853]] in [[Grevesmühlen]]; † [[28. November]] [[1918]] in [[Breslau]], Pseudonyme: &amp;#039;&amp;#039;Rana Düsen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;J. Martinitz&amp;#039;&amp;#039;), war eine deutschsprachige [[Novelle|Novellistin]], [[Übersetzer]]in und [[Literaturkritiker]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erzieherin ==&lt;br /&gt;
Hedwig Wigger wurde geboren als Tochter des Grevesmühlener Schützenwirts Joachim Detlof Heinrich Wigger und dessen Frau, Catharina Dorothea Juliane Reeps, einer Schusterstochter aus [[Malchow]]. Aufgewachsen in Grevesmühlen und [[Wismar]], erhielt Hedwig Wigger ihre Schulbildung in einem Hamburger Mädchenpensionat, wo sie Französisch lernte und sich als sehr sprachbegabt erwies. Als junge Frau ging sie nach [[Portugal]], wo sie als [[Hauslehrer]]in in der Familie eines Ministers der portugiesischen Regierung arbeitete und abwechselnd in [[Lissabon]] und auf [[Madeira]] lebte. Sie beherrschte die Fremdsprache so gut, dass sie in portugiesischer Sprache für verschiedene Zeitschriften schrieb und Werke der portugiesischen Literatur übersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Familie ihres Arbeitgebers unternahm sie Reisen durch ganz Europa, vor allem nach [[Ungarn]] und [[Böhmen]]. Später ließ sie sich in [[Wien]] nieder, wo sie die Erziehung von zwei Töchtern eines Kurbad-Besitzers übernahm und mit den Schriftstellern [[Heinrich Laube]] und [[Anton Lindner]] befreundet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermittlerin portugiesischer Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Wigger-Barsch übersetzte unter anderem Poesie von [[Eugénio de Castro]], [[José Ramos Coelho]], [[Alberto de Oliveira]] und [[António Duarte de Oliveira Soares]]. Mit [[Pedro Machado]] war sie befreundet. Für die in München erscheinende, von [[Michael Georg Conrad]] herausgegebene Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Gesellschaft. Monatschrift für Litteratur, Kunst und Sozialpolitik&amp;#039;&amp;#039;, die den [[Naturalismus (Literatur)|Naturalismus]] propagierte, schrieb sie viele Jahre lang den portugiesischen Literaturbericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Passage in [[Theodor Fontane|Fontanes]] Spätwerk &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stechlin (Roman)|Der Stechlin]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Fontane: &amp;#039;&amp;#039;Der Stechlin.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Ullstein, Frankfurt a. M. / Berlin 1994, S. 183 f.; 314 f.; vgl. Hans-Heinrich Reuter: Fontane. Nymphenburger Verlagshandlung, München 1968, Bd. 2, S. 807 f.; 974&amp;lt;/ref&amp;gt;, die den Dichter [[João de Deus (Dichter)|João de Deus Nogueira de Ramos]] (1830–1896) behandelt, erwähnt ihren Nachruf auf diesen wichtigen portugiesischen Dichter der Neuzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Hedwig Wigger: &amp;#039;&amp;#039;João de Deus.&amp;#039;&amp;#039; In: Das Magazin für Literatur Jg. 65, Nr. 9, 29. Februar 1896, Sp. 295 ff.; vgl. Andrea MhicFhionnbhairr: &amp;#039;&amp;#039;Anekdoten aus allen fünf Welttheilen. The anecdote in Fontane&amp;#039;s fiction and autobiography&amp;#039;&amp;#039;, P. Lang, Bern, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M., New York 1985 (Europäische Hochschulschriften Reihe 1: Deutsche Sprache und Literatur, Bd.&amp;amp;nbsp;864), S.&amp;amp;nbsp;289&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ihre Mittlertätigkeit erhielt sie am 2. August 1902 ein Ehrendoktor-Diplom der [[Universität Coimbra]] und wurde vom portugiesischen König [[Ludwig I. (Portugal)|Dom Luis]] mit Orden ausgezeichnet. Der portugiesische Präsident widmete ihr eines seiner Werke.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Keller: &amp;#039;&amp;#039;Frau Hedwig Barsch, geb. Wigger †&amp;#039;&amp;#039;. In: Breslauer Gerichts-Zeitung Jg. 40, Nr. 49 vom 8. Dezember 1918, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehe und letzte Lebensjahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 ließ sich Hedwig Wigger in [[Breslau]] nieder und heiratete den [[Schlesien|schlesischen]] Erzähler [[Paul Barsch]]. Ihre Tochter Julia Gertrud Barsch (1886–1929) heiratete 1917 den [[Görlitz]]er [[Gymnasiallehrer]] [[Paul Gatter]] und war die Großmutter des [[Fernsehjournalismus|Fernsehjournalisten]] [[Peter Gatter]] sowie die Urgroßmutter von [[Stephan Gatter]] und [[Nikolaus Gatter]]. Zwischen 1900 und 1905 lebten die Barschs in Grüneiche; später nutzten sie ein Sommerhaus in Schieferstein am [[Ślęża|Zobten]] (heute polnisch Przemiłów).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam wirkte das Ehepaar für die Publikationen der [[Breslauer Dichterschule]]. Hedwig Barschs Novellenband &amp;#039;&amp;#039;Die Monarchen kommen&amp;#039;&amp;#039; erlebte im Erscheinungsjahr drei Auflagen und schilderte mit sozialkritischer Perspektive das Leben und die Armut der Wanderarbeiter (der sogenannten  „Monarchen“). Hierfür betrieb sie Studien zum Kundendeutsch oder [[Rotwelsch]], der Sprache der Vagabunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. das Exemplar von D. Rocholl: &amp;#039;&amp;#039;Dunkle Bilder aus dem Wanderleben. Aufzeichnungen eines Handwerkers&amp;#039;&amp;#039;, F. A. Wiegand: Bremen 1885 aus ihrem Besitz.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Mittelbar trug sie dadurch auch zum autobiographischen Roman &amp;#039;&amp;#039;Von Einem, der auszog&amp;#039;&amp;#039; ihres Ehemanns Paul Barsch bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnerungen und Skizzen aus ihrer portugiesischen Zeit sammelte Wigger unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;In lusitanischer Sonne&amp;#039;&amp;#039;. 1897 war sie ständige Mitarbeiterin der Breslauer Gerichts-Zeitung; 1899 übernahm sie die Stelle des verstorbenen Redakteurs Berthold Stein an der Breslauer Zeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Wigger starb am Ende des Ersten Weltkriegs, am 28. November 1918, nach langer Krankheit im 65. Lebensjahr. An ihrer Trauerfeier in [[Jelenia Góra|Hirschberg]] nahmen neben ihrem Witwer der Direktor des Breslauer Stadttheaters [[Theodor Loewe]] und die Schriftstellerkollegen [[Paul Keller (Schriftsteller)|Paul Keller]] und [[Hermann Stehr]] teil. Ihre sterblichen Überreste wurden eingeäschert und in ihrer mecklenburgischen Heimat beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Die Monarchen kommen.&amp;#039;&amp;#039; Novellen. C. F. Müller, Leipzig 1892&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;In lusitanischer Sonne.&amp;#039;&amp;#039; Erzählungen. L. Heege, Schweidnitz 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitarbeit an Periodika ==&lt;br /&gt;
* Breslauer Zeitung&lt;br /&gt;
* Breslauer Gerichts-Zeitung&lt;br /&gt;
* Bühne und Welt. Zeitschrift für Theaterwesen, Literatur und Kunst&lt;br /&gt;
* Deutsche Blätter&lt;br /&gt;
* [[Die Gesellschaft (Literaturzeitschrift)|Die Gesellschaft. Monatschrift für Litteratur, Kunst und Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
* Das Magazin für Litteratur&lt;br /&gt;
* Neue Illustrirte Zeitung. Illustrirtes Familienblatt (wien)&lt;br /&gt;
* [[Breslauer_Dichterschule#Gründung_der_Monatsblätter|Monatsblätter. Organ der Breslauer Dichterschule]] (ab 1901: Der Osten. Literarische Monatsschrift der „Breslauer Dichterschule“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Pataky|1|39||Barsch, Hedwig|20009029702}}&lt;br /&gt;
* {{Pataky|2|433||Wigger, H.|20009085874}}&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Hedwig Barsch, geb. Wigger †.&amp;#039;&amp;#039; In: Breslauer Gerichts-Zeitung Jg. 40, Nr. 49 vom 8. Dezember 1918, S. 1–4.&lt;br /&gt;
* Marie Barsch-Muthreich: &amp;#039;&amp;#039;Freund unter Freunden.&amp;#039;&amp;#039; Geschrieben an Paul Barsch. Selbstverlag, Neuenrade 1955 [http://www.lesefrucht.de/freunde1.pdf Teildigitalisat als PDF]&lt;br /&gt;
*[[Grete Grewolls]]: &amp;#039;&amp;#039;Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern?&amp;#039;&amp;#039; Ein Personenlexikon. Edition Temmen, Rostock/Bremen 1995, S. 30 f.&lt;br /&gt;
*Klaus Küpper: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie der portugiesischen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Prosa, Lyrik, Essay und Drama in deutscher Übersetzung, Lissabon / Frankfurt a. M. 1997, ISBN 972-97068-7-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117767387}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|270918655}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117767387|VIAF=64792987}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wigger, Hedwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schlesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsch-portugiesische Beziehungen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung in Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Coimbra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wigger, Hedwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Barsch, Hedwig; Wigger-Barsch, Hedwig; Wigger, Johanna Friederike Julia Hedwig (vollständiger Name); Düsen, Rana (Pseudonym); Martinitz, J. (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutschsprachige Erzählerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Januar 1853&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grevesmühlen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. November 1918&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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