<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hedwig_Heyl</id>
	<title>Hedwig Heyl - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hedwig_Heyl"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hedwig_Heyl&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T07:19:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hedwig_Heyl&amp;diff=395477&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;27owh7 am 7. April 2026 um 08:34 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hedwig_Heyl&amp;diff=395477&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-07T08:34:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hedwig Heyl by Becker &amp;amp; Maass.png|mini|Hedwig Heyl vor 1930]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hedwig Henriette  Heyl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geborene &amp;#039;&amp;#039;Crüsemann&amp;#039;&amp;#039;; * [[5. Mai]] [[1850]] in [[Bremen]]; † [[23. Januar]] [[1934]] in [[Berlin]]) war eine deutsche [[Frauenrechtler]]in, Unternehmerin, Sozialpolitikerin und Gründerin sozialer Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Ulmenalle 30 (West) Hedwig Heyl.JPG|mini|[[Berliner Gedenktafel]] am Haus Ulmenallee 30, in [[Berlin-Westend]], 1995 bei der Fassadenerneuerung abgenommen und nicht wieder ersetzt]]&lt;br /&gt;
Heyl war die Tochter des Großkaufmanns [[Eduard Crüsemann]], Mitbegründer des [[Norddeutscher Lloyd|Norddeutschen Lloyds]]. Die 18-jährige Hedwig wurde im Januar 1869 die Gattin des [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburger]] Farbenfabrikanten Georg Heyl (1840–1889), mit dem sie fünf Kinder hatte. Die erste von ihr ins Leben gerufene soziale Einrichtung war ein Kindergarten für die Mitarbeiterkinder in der eigenen Fabrik. 1884 gründete sie schließlich die erste Koch- und [[Hauswirtschaft|Haushaltungsschule]] für Frauen, 1890 die erste &amp;#039;&amp;#039;Gartenbauschule für Frauen&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Marienfelde]]. Sie gehörte 1904 außerdem zu den Mitorganisatorinnen des &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Frauenkongresses&amp;#039;&amp;#039; in Berlin und der &amp;#039;&amp;#039;Internationale Volkskunstausstellung&amp;#039;&amp;#039; 1908. Heyl war zudem 1905 ein Gründungsmitglied des [[Lyceum-Club Berlin]]s, des ersten internationalen Frauenclubs in Deutschland mit einem Partnerclub in London. 1915 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des [[Deutscher Hausfrauen-Bund|Deutschen Hausfrauen-Bundes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhepunkt in Heyls Leben war 1912 die Organisation der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Die Frau in Haus und Beruf&amp;#039;&amp;#039; auf dem Ausstellungsgelände am [[Zoologischer Garten Berlin|Zoologischen Garten]], bei dem alle Bereiche der weiblichen Berufsarbeit präsentiert wurden. 1920 wurde sie mit dem Doktor &amp;#039;&amp;#039;[[honoris causa]]&amp;#039;&amp;#039; für ihre Verdienste um die [[Ernährungswissenschaft]] geehrt. Noch im Alter von 69 Jahren war sie als Abgeordnete der [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] in der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Luisenfriedhof II - Grab Hedwig Heyl.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Sie ist auf dem [[Luisenfriedhof II]] bestattet. Ihr Grab war von 1952 bis 2014 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin/Ehemalige Ehrengräber|Ehrengrab der Stadt Berlin]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Position ==&lt;br /&gt;
Heyl lässt sich der gemäßigten bürgerlichen Frauenbewegung zuordnen. Politisch stand sie dem linken Flügel der Nationalliberalen nahe.&amp;lt;ref&amp;gt;Birthe Kundrus: &amp;#039;&amp;#039;Weiblicher Kulturimperialismus. Die imperialistischen Frauenverbände des Kaiserreichs.&amp;#039;&amp;#039; In: Sebastian Conrad, Jürgen Osterhammel: &amp;#039;&amp;#039;Das Kaiserreich transnational. Deutschland in der Welt 1871–1914.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2006, 213–235, hier S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 1910 und 1920 war sie Vorsitzende des &amp;#039;&amp;#039;Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (ein Zweig der [[Deutsche Kolonialgesellschaft|Deutschen Kolonialgesellschaft]]), der unter ihrer Leitung die „[[Verkafferung]]“ der deutschen Kolonialelite zu verhindern suchte und sogenannte [[Interkulturelle Ehe|Mischehen]] zwischen Deutschen und Einheimischen in den [[Deutsche Kolonien|Kolonien]] bekämpfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Katharina Walgenbach]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die weiße Frau als Trägerin deutscher Kultur&amp;quot; – Koloniale Diskurse über Geschlecht, &amp;quot;Rasse&amp;quot; und Klasse im Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; Campus 2006, ISBN 978-3-593-37870-1, S. 87&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hedwig Heyl, die klar rassistische Positionen vertrat, betrachtete es als ihre wichtigste Aufgabe „Frauen für die Kolonisten auszusuchen, Siedlungen durch Ehen zu befestigen und überhaupt geeignetes Mädchenmaterial zu verschicken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 zeigte sie sich begeistert von [[Adolf Hitler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1920 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] verliehen.&lt;br /&gt;
* Seit 1995 erinnerte eine inzwischen abgenommene Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus im Berliner Ortsteil [[Berlin-Westend|Westend]] an sie.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Gedenktafel befindet sich im Ortsteil [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]].&lt;br /&gt;
* Mehrere &amp;#039;&amp;#039;Hedwig-Heyl-Straßen&amp;#039;&amp;#039;, etwa in Bremen-[[Schwachhausen]]&lt;br /&gt;
* Bis 1999 trugen die Berufsbildenden Schulen [[Berta Jourdan]] in [[Frankfurt am Main]] und die [[Alice-Salomon-Schule]], Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales in [[Hannover]], ihren Namen.&lt;br /&gt;
* In [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]] wird Hedwig Heyl als Namensgeberin einer Straße wieder gestrichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/hedwig-heyl-strasse-bald-geschichte-stundenlange-debatte-um-oldenburger-strassennamen_a_29,0,3084932745.html Stundenlange Debatte um Straßennamen], abgerufen am 3. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hedwig Heyl wurde in Bremen mit einem [[FrauenOrte Bremen|FrauenOrt]] geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bremer-frauenmuseum.de/stadtplan-neustadt/ |hrsg= |titel=Der digitale Stadtplan FrauenOrte Neustadt |werk=bremer-frauenmuseum.de |datum=2024 |sprache=de |archiv-url= |archiv-datum= |offline= |abruf=2025-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Krankenkost.&amp;#039;&amp;#039; Carl Habel, Berlin 1889 ({{archive.org|b21716663}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das ABC der Küche.&amp;#039;&amp;#039; Carl Habel, Berlin 1897 ({{archive.org|bub_gb_09QqAAAAYAAJ}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Volks-Kochbuch für Schule, Fortbildungsschule und Haus.&amp;#039;&amp;#039; Neu-Babelsberg, 1905 ([http://www.gutenberg.org/etext/13921 online verfügbar] im [[Project Gutenberg]]).&lt;br /&gt;
* Diverse Beiträge in &amp;#039;&amp;#039;Kolonie und Heimat. Vereinsblatt des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleines Kriegskochbuch.&amp;#039;&amp;#039; Carl Habel, Berlin 1914, {{URN|nbn:de:bvb:12-bsb11125191-7}} (in den Auflagen ab 1915 &amp;#039;&amp;#039;Kriegskochbuch&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bratbüchlein für Rost- und Pfannengerichte zum Braten auf der ges. gesch. Rostpfanne »OBU«.&amp;#039;&amp;#039; Verlag W. Aletter, Berlin-Steglitz, Januar 1917.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben.&amp;#039;&amp;#039; Schwetschke, Berlin 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hauswirtschaft – Dünnhaupts Studien- und Berufsführer.&amp;#039;&amp;#039; Band 18, C. Dünnhaupt, Dessau 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diätküche.&amp;#039;&amp;#039; Carl Habel, Berlin 1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|9|83|84|Heyl, Hedwig, geborene Crüsemann|[[Elisabeth Heimpel]]|118979965}}&lt;br /&gt;
* Doris Kachulle: &amp;#039;&amp;#039;„Verschicke nur geeignetes Mädchenmaterial“. Die Bremerin Hedwig Heyl arbeitete im Deutsch-Kolonialen Frauenbund für die „Deutschwerdung“ Südwestafrikas.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 21. März 1992, S. 35&lt;br /&gt;
* Leopold Klotz: &amp;#039;&amp;#039;Ströme der Liebe – Ein Briefwechsel.&amp;#039;&amp;#039; Leopold Klotz Verlag, Gotha / Leipzig 1936&lt;br /&gt;
* [[Edith Laudowicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Heyl, Hedwig Henriette, geb. Crüsemann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frauen Geschichte(n).&amp;#039;&amp;#039; Bremer Frauenmuseum (Hrsg.). Edition Falkenberg, Bremen 2016, ISBN 978-3-95494-095-0.&lt;br /&gt;
* Marie Lindemann in: &amp;#039;&amp;#039;Bremische Biographie 1912–1962.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Historischen Gesellschaft zu Bremen und dem Staatsarchiv Bremen. Verlag H. M. Hauschild, Bremen 1969, S. 231&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Daniel Joseph Walther: &amp;#039;&amp;#039;Creating Germans Abroad: Cultural Policies &amp;amp; National Identity in Namibia: Cultural Policies and National Identity in Namibia.&amp;#039;&amp;#039; Ohio University Press, 2002, ISBN 978-0-8214-1459-0.&lt;br /&gt;
* Christina Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Heyl, Hedwig.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hugo Maier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Who is who der Sozialen Arbeit.&amp;#039;&amp;#039; Lambertus, Freiburg 1998, ISBN 3-7841-1036-3, S. 248&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Birgit Jochens: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Ambition und Rebellion – Karrieren Berliner Kochbuchautorinnen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2021, S. 94–107.&lt;br /&gt;
* [[Rengha Rodewill]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pappenheims – Aus den Tagebüchern einer Berliner Familie 1910–1920&amp;#039;&amp;#039;, [[Friedrich Fröbel]], [[Maria Montessori]] &amp;#039;&amp;#039;– Revolutionäre Ideen von Kindheit&amp;#039;&amp;#039;, artesinex verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-9821614-1-9, S. 38&amp;#039;&amp;#039;–&amp;#039;&amp;#039;43 (PDF)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heyl, Hedwig&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Gudrun Wedel]]: &amp;#039;&amp;#039;Autobiographien von Frauen. Ein Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Köln: Böhlau, 2010, S. 343f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118979965}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118979965}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/007787}}&lt;br /&gt;
* {{Kalliope|Person|118979965}}&lt;br /&gt;
* {{FemBio|http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/hedwig-heyl/}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118979965|LCCN=n84080293|VIAF=42637948}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heyl, Hedwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der sozialen Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geehrte des Projekts Frauenorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1850]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heyl, Hedwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Crüsemann, Hedwig (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Vertreterin der konservativen Frauenrechtsbewegung&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Mai 1850&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]], Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Januar 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]], Deutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;27owh7</name></author>
	</entry>
</feed>