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	<title>Hedwig Brenner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T05:16:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hedwig_Brenner&amp;diff=1862012&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: /* Leben */ präziserer Link NS-Ghetto</title>
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		<updated>2026-01-15T07:13:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; präziserer Link NS-Ghetto&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hedwig Brenner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[27. September]] [[1918]] in [[Czernowitz]]; gestorben am [[23. Januar]] [[2017]] in [[Haifa]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wollmann-fiedler.de/files/zeitzeugen/brenner/docs/Meine%20Erinnerung%20an%20Hedwig%20Brenner-2018.pdf Meine Erinnerung an Hedwig Brenner] von Christel Wollmann Fiedler, Januar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;) war eine deutschsprachige [[israel]]ische [[Lexikograf]]in und [[Schriftsteller]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hedwig Brenner wurde 1918 als Tochter der Lehrerin Fridl Feuerstein und des Rechtsanwalts Adolph Langhaus im multikulturellen Czernowitz geboren, als dieses noch zum [[Habsburgermonarchie|österreichischen Kaiserreich]] gehörte, in jenem Jahr, in dem die [[Bukowina]] nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] an [[Rumänien]] fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zehnjährige verlor sie ihren Vater, wurde von Mutter und Großmutter erzogen und konnte die Schule bis zur [[Matura]] besuchen. Sie begann an der [[Universität Wien]] ein Studium der [[Kunstgeschichte]], musste es als Jüdin aber 1938 nach dem [[Anschluss Österreichs]] durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] abbrechen und kehrte nach Czernowitz zurück. 1939 heiratete Hedwig Brenner in Czernowitz den Ingenieur Gottfried Brenner, der in Prag studiert hatte. Gemeinsam gingen sie in das Petrolgebiet nahe [[Bukarest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als junge Frau erlebte sie die politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen im Grenzraum zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und der [[Sowjetunion]]. Sie wurde Zeugin des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] von [[Deportation]]en in die [[Vernichtungslager]]. Bereits 1941 wurde die Nordbukowina durch Rumänien zurückerobert. Es kam zu Massenmorden an [[Juden]], in Czernowitz wurde ein [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghetto]] eingerichtet. Zehntausende Menschen wurden deportiert und ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 befreite die [[Rote Armee]] Czernowitz, die Nordbukowina verblieb bei der [[Sowjetunion]]. Verwandte „verschwanden“ in [[Sibirien]], andere verließen das Land und gingen nach [[Vereinigtes Königreich|England]] und in die [[USA]], um sich zu retten. Hedwig Brenner und ihr Mann, die das Czernowitzer Ghetto überlebt hatten, wanderten 1945 nach Rumänien aus. Sie gingen sie ins Petrolgebiet nach [[Ploiești]], wo Gottfried Brenner bis zu seiner Pensionierung arbeitete. Die Brenners wurden auch Zeugen der [[Geschichte Rumäniens#Aufstieg der Kommunisten|kommunistischen Machtübernahme]] in den Jahren 1946/47 und der Volksrepublik Rumänien, die in ihrer Anfangszeit mit erneuten antisemitischen Kampagnen einherging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde Hedwig Brenner Mutter zweier Söhne, besuchte eine Krankenpflege-Schule des [[Rumänisches Rotes Kreuz|Rumänischen Roten Kreuzes]] und belegte Kurse an einem anatomisch-pathologischen Institut in Bukarest. In der Folge arbeitete sie bis zum Erreichen ihrer Rentenzeit viele Jahre lang als [[Physiotherapeut]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
130 Ausreiseanträge hatte das Ehepaar an den rumänischen Staat gestellt, die alle abgelehnt wurden. Erst im fortgeschrittenen Rentenalter, 1982, bekamen sie die Genehmigung, mit den bereits erwachsenen Söhnen und den Müttern nach Israel auszuwandern. 1982 emigrierte sie mit ihrer Familie nach [[Haifa]]. Erst sehr spät wurde sie Schriftstellerin und Lexikografin. In Israel begann Hedwig Brenner, die Lebensdaten und Lebensgeschichten zahlreicher jüdischer bildenden Künstlerinnen weltweit zu recherchieren, zu sammeln und zu dokumentieren. Sie wollte damit „vielen vergessenen Künstlerinnen ihren Namen und ihre Biografie zurückgeben“. Über 1500 Lebensgeschichten von jüdischen Künstlerinnen liegen bisher vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem 2010 erschienenen Werk &amp;#039;&amp;#039;Mein altes Czernowitz&amp;#039;&amp;#039; erklärt Brenner ihre ungebrochene Liebe zur Stadt ihrer Kindheit [[Czernowitz]], die mit zunehmendem Alter stärker und stärker wird. Brenner beschreibt eine in Westeuropa kaum bekannte Stadt kultureller Vielfalt zu Zeiten der Donaumonarchie, später rumänischer Verwaltung, dann kurzzeitiger Sowjetbesetzung oder ukrainischer Regierung: „Der heimatliche Blickwinkel durchzieht sämtliche Zeiten Hedwig Brenners heute fast zweiundneunzigjährigen Lebens. Der Mythos ‚Czernowitz‘ wird bleiben“, so eine Buchbesprechung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.czernowitz.de/106/Mein%20altes%20Czernowitz-0.html  Buchbesprechung von Christel Wollmann-Fiedler]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dieser dokumentarischen Arbeit veröffentlichte Hedwig Brenner [[Feuilleton]]s, [[Essay]]s und [[Lyrik]] in deutscher und rumänischer Sprache in der [[Schweiz]], in [[Österreich]], [[Rumänien]], Israel und den [[USA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie starb im Januar 2017 im Alter von 98 Jahren in Haifa.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.israel-nachrichten.org/archive/27463 Meine Gedanken sind bei Hedy: Zum Tod von Hedwig Brenner aus Czernowitz], abgerufen am 26. Januar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1. März 2012: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Hermannstädter Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 9. März 2012, S. 1 und 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 16. März 2012: [[Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bmeia.gv.at/botschaft/tel-aviv/ |wayback=20160304111953 |text=Österreichische Botschaft Tel-Aviv |archiv-bot=2019-04-16 12:38:30 InternetArchiveBot }}, Website des österreichischen Außenministeriums, abgerufen am 30. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* mit [[Erhard Roy Wiehn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst. Ein biographisches Verzeichnis.&amp;#039;&amp;#039; 5 Bände. Hartung-Gorre, Konstanz 1998/2004/2007/2011/2013&lt;br /&gt;
* mit [[Erhard Roy Wiehn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Frauen in Musik und Tanz VI. Ein biographisches Verzeichnis&amp;#039;&amp;#039;. Hartung-Gorre, Konstanz 2016&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leas Fluch. Eine Familiengeschichte – ein Zeitdokument 1840–2003.&amp;#039;&amp;#039; Munda, Brugg 2005&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein zwanzigstes Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Munda, Brugg 2006 (Fortsetzung der Familiengeschichte)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein altes Czernowitz. Erinnerungen aus mehr als neun Jahrzehnten 1918–2010.&amp;#039;&amp;#039; Hartung-Gorre, Konstanz 2010&lt;br /&gt;
* Hedwig und Gottfried Brenner: &amp;#039;&amp;#039;Zum Andenken und Nachdenken. Kurzgeschichten, Lyrik und Malerei aus Czernowitz und Israel.&amp;#039;&amp;#039; Hartung-Gorre, Konstanz 2011&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Begegnungen mit Menschen und Städten 1919-2014&amp;#039;&amp;#039;. Hartung-Gorre, Konstanz 2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur  ==&lt;br /&gt;
* Christel Wollmann-Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;„Czernowitz ist meine Heimat.“ Eine Unterhaltung mit der Zeitzeugin Hedwig Brenner.&amp;#039;&amp;#039; Munda, Brugg 2009, ISBN 978-3-9523161-5-3 (mit ca. 100 Fotos von Schauplätzen)&lt;br /&gt;
** Rezension: Rahel E. Feilchenfeld, &amp;#039;&amp;#039;„Alles ist Zufall im Leben…“,&amp;#039;&amp;#039; in: Zs. &amp;#039;&amp;#039;Zwischenwelt. Literatur, Widerstand, Exil.&amp;#039;&amp;#039; Hg. [[Theodor Kramer Gesellschaft]] Jg. 26, H. 3/4, Dezember 2009 {{ISSN|1606-4321}}, S. 61f.&lt;br /&gt;
* Christel Wollmann-Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;H. B.s Besuch in Berlin und Dessau im Oktober 2011.&amp;#039;&amp;#039; In ebd., Jg. 28, H. 1/2, Mai 2012 S. 69&lt;br /&gt;
* [[Eva Brenner]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Hedwig Brenner. Die große Dame aus der &amp;quot;Weltfabrik in der Silver Street&amp;quot; ist tot,&amp;#039;&amp;#039; in Zs. &amp;quot;Zwischenwelt. Literatur, Widerstand, Exil.&amp;quot; Hg. Theodor Kramer Gesellschaft. 34, 1–2, Juni 2017, S. 39–41&lt;br /&gt;
** Kurzessay von Wollmann-Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Meine Gedanken sind bei Hedy&amp;#039;&amp;#039;, ebd. S. 38 (mit Porträt-Foto von 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;identisch mit dem gleich betitelten Essay vom Januar 2017, siehe Einzelnachweise&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115856315}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115856315|LCCN=nb/99/25844|VIAF=40118074}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brenner, Hedwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumäne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2017]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME= Brenner, Hedwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutschsprachige israelische Lexikografin und Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. September 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Czernowitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Januar 2017&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Haifa]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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