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	<title>Hedwig Büll - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T07:04:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hedwig_B%C3%BCll&amp;diff=2475839&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: kleine Präzisierung, welche Dörfer gemeint sind</title>
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		<updated>2022-10-17T13:21:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kleine Präzisierung, welche Dörfer gemeint sind&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hedwig Büll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Anna Hedvig Büll&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Anna Hedwig Bühl&amp;#039;&amp;#039;; * {{JULGREGDATUM|4|2|1887|Link=1}} in [[Haapsalu]], [[Gouvernement Estland]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[1. Oktober]] [[1981]] in [[Waldwimmersbach]] bei [[Heidelberg]]) war eine [[Esten|estnische]] [[Mission (Christentum)|Missionarin]] [[deutsch-Balten|deutsch-baltischer]] Herkunft, die während des [[Völkermord an den Armeniern|Völkermords an den Armeniern]] an der Rettung mehrerer tausend [[Armenier|armenischer]] [[Waise]]n beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hedwig-Bull.jpg|mini|Anna Hedvig Büll als Jugendliche]]&lt;br /&gt;
Anna Hedwig Büll wurde 1887 in eine [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelische]] Familie in Haapsalu geboren. Ihr Vater war der wohlhabende Kaufmann Ernst Gottlieb Theodor Bühl, der in Haapsalu eine Kureinrichtung für [[Moorbad|Schlamm-Anwendungen]] betrieb, ihre Mutter war Alma Louise Wilhelmine Stürmer. Anna Hedwig war das sechste von acht Geschwistern und besuchte bis zum Alter von 15 Jahren eine staatliche Schule. Danach wurde sie nach [[Sankt Petersburg]] geschickt, um ihre Ausbildung am Gymnasium der [[St.-Annen-Kirche (Sankt Petersburg)|Sankt-Annen-Gemeinde]] fortzusetzen. Bei einem Familienbesuch in Haapsalu 1903 wurde sie durch mehrere Lesungen des bekannten Predigers Johann Kargel in ihrem Vaterhaus inspiriert und beschloss, ihr Leben der humanitären Missionsarbeit zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im gleichen Jahr ihr Abitur erhalten hatte, verbrachte Anna Hedwig Bühl einige Zeit im [[Schwestern- und Bruderschaft der Malche|Missionshaus Malche]] in [[Bad Freienwalde (Oder)]], wo sie vom Schicksal der Armenier im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] hörte. Um diesen zu helfen, setzte sie ihre Ausbildung beim [[Christlicher Hilfsbund im Orient|„Deutschen Hilfsbundes für christliches Liebeswerk im Orient“]] in [[Frankfurt am Main]] fort. Sie erhielt eine Einladung, für diese Organisation in einem armenischen Missionshaus in [[Kahramanmaraş|Marasch]] zu arbeiten, wurde jedoch aufgrund ihrer Jugend zunächst zur Betreuung von Frauen und Kindern in deutschen Dörfern im russischen Kaiserreich eingesetzt, danach in der Armenfürsorge in Sankt Petersburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Õde Hedwig&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.muuseum.haapsalu.ee/index.php?option=com_content&amp;amp;view=category&amp;amp;layout=blog&amp;amp;id=195&amp;amp;Itemid=373 |titel=Õde Hedwig Büll |werk=Le Levant |hrsg=Nr. 4 |datum=1931-02 |kommentar=wiedergegeben auf der Website des Läänemaa Muuseums |sprache=et |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110720125028/http://www.muuseum.haapsalu.ee/index.php?option=com_content&amp;amp;view=category&amp;amp;layout=blog&amp;amp;id=195&amp;amp;Itemid=373 |archiv-datum=2011-07-20 |abruf=2021-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 versuchte Bühl erneut nach Armenien zu gelangen. Dieses Mal scheiterte ihre Reise an [[Massaker von Adana|Massakern]] in und um [[Adana]]. Stattdessen besuchte Bühl während zweier Jahre ein Lehrerseminar für Missionare. Erst 1911 gelangte sie nach [[Kilikien]], wo sie dann bis 1916 als Lehrerin im armenischen Waisenhaus des [[Christlicher Hilfsbund im Orient|Deutschen Hilfsbundes]] in Marasch tätig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Õde Hedwig&amp;quot; /&amp;gt; 1915 war Bühl Augenzeugin des Völkermords an den Armeniern in Kilikien und war an der Rettung von zweitausend armenischen Frauen und Kindern beteiligt, als Marasch zur „Stadt der Waisen“ deklariert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Annie C. Marshall: &amp;#039;&amp;#039;Through Darkness to Dawn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The New Armenia,&amp;#039;&amp;#039; Band 11–12 (1919), S. 118.&amp;lt;br /&amp;gt;Ben H. Bagdikian: &amp;#039;&amp;#039;Double Vision: Reflections on My Heritage, Life, and Profession&amp;#039;&amp;#039;. Beacon Press, Boston, 1995, ISBN 0-8070-7066-1, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1916 wurde Bühl aus Marasch abberufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Õde Hedwig&amp;quot; /&amp;gt; Über [[Konstantinopel]] und [[Graz]], wo sie sich wegen der [[Oktoberrevolution|revolutionären]] und Nachkriegswirren anderthalb Jahre aufhielt, gelangte sie 1921 wieder nach [[Estland]]. Sie nahm die Staatsbürgerschaft der neu gegründeten estnischen Republik an und estonisierte ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 ging Anna Hedvig Büll für die neugegründete [[Action Chrétienne en Orient]] nach [[Aleppo]] in [[Syrien]], wo sie ein [[Flüchtlingslager]] für die Überlebenden des Völkermords einrichtete. Sie organisierte medizinische Hilfe für Opfer der [[Pest]] und ließ zwei Krankenhäuser bauen. Sie organisierte die Einrichtung von [[Weben|Webstuben]], Handwerksbetrieben, Gärten und einer [[Armenische Sprache|Armenisch]]-Schule und weitere Einrichtungen zur Verbesserung der Situation der Flüchtlinge. Gemeinsam mit der Elsässerin Anne-Marie Tartar baute sie die Missionshäuser Elim und Sichar zu einem regional bedeutsamen Evangelisationszentrum für arabische und armenische Christen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.orientierung-m.de/praxis/lebensberichte/talita-ein-leben-legt-zeugnis-fur-christus-ab/ |titel=Talita: Ein Zeugnisleben für Jesus Christus: Zum Ableben von Anne-Marie Tartar (1909–2003) |werk=Le Levant |kommentar=wiedergegeben auf der Website des Vereins „Orientierung: M“ |abruf=2021-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 wurden die meisten der Flüchtlinge, die unter der Obhut der Missionare standen, in die [[Armenische Sozialistische Sowjetrepublik|Armenische SSR]] verbracht; Hedwig Büll wurde die Einreise jedoch von den [[Sowjetunion|sowjetischen]] Behörden verweigert. Sie kehrte deshalb nach Europa zurück,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ene Pajula |url=http://uudisvoog.postimees.ee/?DATE=20070118&amp;amp;ID=143091 |titel=Anna Hedvig Büll – 120 |werk=[[Postimees|postimees.ee]] |datum=2007-01-18 |sprache=et |archiv-url=http://web.archive.org/web/20120315092159/http://uudisvoog.postimees.ee/?DATE=20070118&amp;amp;ID=143091 |archiv-datum=2012-03-15 |abruf=2021-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wo sie sich weiterhin für die Belange der Armenier einsetzte. Sie schrieb ein Erinnerungsbuch über ihre Mit-Missionarin Nurzia (Marie) Levonjan und rief zu Spenden auf. 1981 starb Hedwig Büll in einem [[Pflegeheim]] für Missionare in Waldwimmersbach in der Nähe von Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Notjahre und Erweckungszeiten im Orient : Aus dem gesegneten Leben der armenischen Evangelistin Nurzia Levonian&amp;#039;&amp;#039;. Lahr-Dinglingen, Verlag der Johannis-Druckerei C. Schweickhardt 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hedwig bull memorial.JPG|mini|Gedenktafel für Hedwig Büll in estnischer und armenischer Sprache: „Hedwig Büll. 1887–1981. Estnische Missionarin, die ihr Leben der Rettung der Armenier vor dem türkischen Genozid in den Ländern des Nahen Ostens widmete.“]]&lt;br /&gt;
Am 29. April 1989 wurde an ihrem Geburtshaus in der Kooli-Straße 5 in Haapsalu von der armenisch-estnischen Kulturgesellschaft eine Gedenktafel angebracht. Die Erinnerung an Hedwig Büll wird auch durch ein Denkmal in [[Armenien]] wachgehalten, ihr Name findet sich unter den durch eine Gedenktafel des [[Zizernakaberd|Völkermord-Museums Zizernakaberd]] in [[Jerewan]] Geehrten. 2015 wurde in ihrem Geburtsort Haapsalu durch die Armenier ein Gedenkstein, ein [[Chatschkar]], d.&amp;amp;nbsp;h. ein armenisches Steinkreuz, aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Ene Pajula |url=http://www.opleht.ee/Arhiiv/2007/04.05.07/elu/2.shtml |titel=Haapsalu tüdrukust armeenia emaks |werk=Õpetajate Leht |hrsg=Nr. 18 |datum=2007-05-04 |sprache=et |archiv-url=http://web.archive.org/web/20070515080852/https://opleht.ee/Arhiiv/2007/04.05.07/elu/2.shtml |archiv-datum=2007-05-15 |abruf=2021-10-01 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Urmas Lauri |url=https://online.le.ee/2014/06/17/galerii-hedvig-bullile-pustitatakse-haapsalu-promenaadile-maletussammas/ |titel=Galerii: Hedwig Büllile püstitatakse Haapsalu promenaadile mäletussammas |werk=Lääne Elu |datum=2014-06-17 |sprache=et |abruf=2021-10-01 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1186860839|LCCN=n99265255|VIAF=6729902}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bull, Hedwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Missionar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge des Völkermords an den Armeniern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Este]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Büll, Hedwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Büll, Anna Hedvig; Büll, Hedvig; Bühl, Anna Hedwig&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=estnische Missionarin in Kilikien und Syrien&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Haapsalu]], [[Gouvernement Estland]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Oktober 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Waldwimmersbach]] bei [[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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