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	<title>Hedemünden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hedem%C3%BCnden&amp;diff=82961&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-04-16T11:33:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Hann. Münden&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Hedemuenden.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/23/19/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 09/45/58/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 133 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 13.27&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1251&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landkreisgoettingen.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung.PDF?ObjSvrID=4093&amp;amp;ObjID=5565&amp;amp;ObjLa=1&amp;amp;Ext=PDF&amp;amp;WTR=1&amp;amp;_ts=1744889299 |titel=Statistisches Berichtsheft des Landkreises Göttingen – Ausgabe 2025 |hrsg=Landkreis Göttingen |format=PDF; 229 kB |abruf=2025-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1973-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 34346&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 05545&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Hedemuenden 003.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Blick auf Hedemünden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{maplink|frame=yes|frame-width=272|zoom=8|type=point|text=Lage Hedemündens zwischen Göttingen und Kassel}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hedemuenden 001.jpg|mini|Historischer Ortskern Hedemündens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hedemünden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Hann. Münden]] im [[Landkreis Göttingen]] in [[Südniedersachsen]]. Der Ort, der bis 1930 eine selbständige Kleinstadt war, hat knapp 1300 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortschaft&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hann.muenden.de/Meine-Stadt/Ortschaften/Ortschaft-Hedem%C3%BCnden/ |titel=Hedemünden |hrsg=Stadt Hann. Münden |abruf=2022-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedemünden liegt unmittelbar südlich der [[Benrather Linie]] und somit am Übergang von den [[Hochdeutsche Dialekte|hochdeutschen]] – genauer: den [[Westmitteldeutsche Dialekte|westmitteldeutschen]] – Dialekten zur [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutschen Sprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedemünden liegt am Unterlauf der [[Werra]]. Dieser in [[Thüringen]] entspringende Fluss verläuft weiter durch das thüringisch-hessische Grenzland und erreicht nach der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze Hedemünden als ersten Ort [[Südniedersachsen]]s. Nachdem die Werra niedersächsisches Gebiet erreicht hat, erweitert sich ihr Flusstal zu einem Kessel mit einem Durchmesser von etwa drei Kilometern. Dieser Talkessel wird im Süden vom [[Kaufunger Wald]] umschlossen. Gegenüber erhebt sich im Norden die Höhe des &amp;#039;&amp;#039;Hedemündener Waldes&amp;#039;&amp;#039;. Die mittlere Höhe Hedemündens befindet sich {{Höhe|130|DE-NN|link=1}}, höchste Erhebung ist die &amp;#039;&amp;#039;Hohe Schleife&amp;#039;&amp;#039; mit 442&amp;amp;nbsp;m ü.&amp;amp;nbsp;[[Normalhöhennull|NHN]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsname ==&lt;br /&gt;
Traditionell wurde der Bestandteil „Hede-“ des Namens auf das [[Urgermanische Sprache|germanische]] &amp;#039;&amp;#039;*haþuz&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise das [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsche]] &amp;#039;&amp;#039;*hadu&amp;#039;&amp;#039; („Kampf, Streit, Schlacht“) zurückgeführt und der Bestandteil „-münden“, der in den ältesten Belegen für den Ortsnamen noch „-minni“ oder „-minne“ heißt (1017 als „Hademinni“ und 1152 als „Hatheminne“), auf einen germanischen Begriff für „Wasser, Fluss, Fließgewässer“. „Hedemünden“ würde demnach also so viel wie „Streitwasser“ bedeuten und könnte sich auf die Werra als Grenzfluss beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Namensforscher [[Jürgen Udolph]] schlug demgegenüber eine abweichende Erklärung vor: Ihm zufolge ist der erste Namensbestandteil auf einen germanischen Begriff für „Berg, Abhang, Schräge“ zurückzuführen (der aber unter dem Einfluss des niederdeutschen Wortes für „Heide“, „Hede“ sein ursprüngliches -a- verloren hat), der zweite auf einen ebensolchen für „Berg, Erhebung“ (vergleiche [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;mons&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Grote]]: &amp;#039;&amp;#039;Römerlager Hedemünden: Der augusteische Stützpunkt, seine Außenanlagen, seine Funde und Befunde.&amp;#039;&amp;#039; Sandstein Verlag, Dresden 2012, ISBN 978-3-95498-003-1, S. 25; Kirstin Casemir, [[Uwe Ohainski]], Jürgen Udolph: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; Band 44). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003, S. 184–189 ([https://rep.adw-goe.de/bitstream/handle/11858/00-001S-0000-0023-9B74-6/NOB%20IV%20Die%20Ortsnamen%20des%20Landkreises%20G%C3%B6ttingen.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Deutung würde die bisherigen Probleme mit der Deutung des Namens befriedigend lösen, die Siedlung würde also „unterhalb des schroffen Berges“ (des hier steil zum Tal der Werra abfallenden Kaufunger Waldes) bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsrat ===&lt;br /&gt;
Hedemünden wird auf kommunaler Ebene von einem [[Ortsbeirat|Ortsrat]] mit elf Mitgliedern vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§ |URL |2=https://www.hann.muenden.de/media/custom/3043_4478_1.PDF?1641202017 |3=§&amp;amp;nbsp;7 Hauptsatzung der Stadt Hann. Münden}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl 2021]] setzt sich der Ortsrat wie folgt zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.hann.muenden.de/prod/20210912/03159017/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=8&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_3 |titel=Ergebnis Ortsratswahl 2021 |abruf=2022-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|{{Sitzverteilung|SPD|Grüne|CDU|Land=DE|Überschrift=Sitzverteilung im Ortsrat 2021|float=left|SPD=6|Grüne=1|CDU=4}}&lt;br /&gt;
|{{Wahldiagramm|LAND=DE|TITEL=Ortsratswahl 2021|TITEL2=&amp;lt;small&amp;gt;Wahlbeteiligung: 60,24&amp;lt;/small&amp;gt; |ERGEBNIS1=49.15|ERGEBNIS2=40.05|ERGEBNIS3=10.80|PARTEI1=SPD|PARTEI2=CDU|PARTEI3=GRÜNE|AUSRICHTUNG=links}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsbürgermeister ===&lt;br /&gt;
[[Ehrenamt]]licher [[Ortsbürgermeister]] von Hedemünden ist Kurt Koppetsch (SPD). Seine Stellvertreter sind Hannelore Bethke (SPD) und Dennis Selmigkeit (CDU).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortschaft&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Hedemünden.JPG|mini|Bahnhof Hedemünden (2014)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Straßenverkehrsmäßig ist Hedemünden über eine Anschlussstelle an die [[Bundesautobahn 7]] ([[Hamburg]] – [[Hannover]] – [[Göttingen]] – [[Kassel]] – [[Fulda]] – [[Würzburg]]) sowie die [[Bundesstraße 80]] angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus hat Hedemünden einen Bahnhof an der [[Bahnstrecke Halle–Hann. Münden]], dieser wird derzeit stündlich von der [[Cantus Verkehrsgesellschaft]] angefahren. Die Züge verbinden den Ort mit den umliegenden [[Mittelzentrum|Mittelzentren]] [[Hann. Münden]] und [[Witzenhausen]] sowie den [[Oberzentrum|Oberzentren]] Kassel und Göttingen. In [[Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe|Kassel-Wilhelmshöhe]] und [[Bahnhof Göttingen|Göttingen]] besteht Anschluss an Züge der [[DB Fernverkehr]] AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Linie&lt;br /&gt;
! Verlauf&lt;br /&gt;
! Takt&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf SPNV NVV|RB83|Farbe=LNVG}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem liegt Hedemünden an verschiedenen touristischen Routen: der [[Deutsche Märchenstraße|Deutschen Märchenstraße]], der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]], der [[Deutsche Ferienroute Alpen-Ostsee|Deutschen Ferienroute Alpen – Ostsee]] sowie dem [[Werratal-Radweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Werratalbrücke Hedemünden|Werratalbrücken Hedemünden]], auf denen die Autobahn und die [[Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg]] den Fluss queren, liegen nicht im Ortsbereich, sondern etwa vier Kilometer westlich von Hedemünden bei [[Laubach (Hann. Münden)|Laubach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühzeit und Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hedemünden Römer Wallschnitt.jpg|mini|Archäologische Ausgrabung als Schnitt durch den Wall des Römerlagers]]&lt;br /&gt;
Die ältesten Zeugnisse einer frühen Besiedlung sind bzw. waren zwei große urgeschichtliche [[Grabhügel]], in deren Nähe frühere Siedlungen anzunehmen sind. Der nördliche Hügel wurde 1871 beim [[Eisenbahn]]bau zerstört. Der südliche, der sogenannte Haaghügel, wurde zwar beim Straßenbau am Rand beschädigt, blieb aber weitgehend erhalten und ist der größte urgeschichtliche Grabhügel in [[Südniedersachsen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich-Wilhelm Wulf]]: Die Ur- und Frühgeschichte. In: Heinrich Hampe: Hedemünden – Aus der Geschichte einer kleinen Ackerbürgerstadt bis zu ihrem Verzicht auf die Stadtrechte 1930. Hampe, Hedemünden 1992. S. 39 u. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich im Jahre 11 oder 9 v. Chr. wurde nahe der heutigen Ortslage von Hedemünden ein römisches Militärlager angelegt ([[Römerlager Hedemünden]]), das aber in Folge des Scheiterns der römischen Eroberung von Germanien nur kurze Zeit bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1017 stammt die erste urkundliche Erwähnung Hedemündens: Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich&amp;amp;nbsp;II.]]&amp;amp;nbsp;(der&amp;amp;nbsp;Heilige) schenkte seinen Hof &amp;#039;&amp;#039;Hademinni&amp;#039;&amp;#039; dem Benediktinerinnen-[[Kloster Kaufungen]], das seine Gemahlin [[Kunigunde von Luxemburg|Kunigunde]] gestiftet hatte. Die Urkunde wurde in [[Altengottern]] (bei [[Bad Langensalza]]) ausgestellt und wird im [[Hessisches Staatsarchiv Marburg|Hessischen Staatsarchiv Marburg]] verwahrt. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Hademinni&amp;#039;&amp;#039; begegnet in der Folgezeit auch in den Schreibweisen &amp;#039;&amp;#039;Hademinne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hedeminni&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Haydeminne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hedeminnen&amp;#039;&amp;#039; und manchen anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nach neueren archäologischen Untersuchungen bereits um 900 eine Kirche am Standort der jetzigen errichtet wurde, ist davon auszugehen, dass es damals neben dem Königshof auch schon eine dörfliche Siedlung gab. Diese Kirche wurde im Jahre 1210 durch einen größeren Neubau ersetzt, um 1400 zu einer Befestigungsanlage ausgebaut und später noch mehrfach verändert (Näheres dazu im nachfolgenden Kapitel „Kirche St. Michaelis“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Kaufungen gab Ende des 13. Jahrhunderts den Hof mitsamt dem Dorf und anderem „Zubehör“ als [[Lehnswesen|Lehen]] an die Herren von [[Plessen (Adelsgeschlecht)|Plesse]], wobei es sich aber die Verfügung über den Hof selbst und die Einkünfte daraus vorbehielt. An die Stelle der Herren von Plesse trat 1355 als Lehnsträger Herzog [[Ernst I. (Braunschweig-Göttingen)|Ernst von Braunschweig-Göttingen]], und fortan gehörte Hedemünden also zum Herrschaftsbereich der [[Welfen]], wobei die Zugehörigkeit zu deren verschiedenen Linien wechselte.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Hampe: Hedemünden – Aus der Geschichte einer kleinen Ackerbürgerstadt bis zu ihrem Verzicht auf die Stadtrechte 1930. Hampe, Hedemünden 1992. S. 58 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsstellung ===&lt;br /&gt;
Bis 1512 wurde Hedemünden in der Regel als Dorf bezeichnet, wenngleich auch schon 1443 „Rat und Gemeinheit“ genannt werden. Damals bildeten sich also bereits Strukturen heraus, die denen einer Stadt entsprachen, und markieren die Entwicklung zu einer solchen. Im Jahre 1570 soll ein Städtetag der kleinen Städte des Fürstentums Göttingen in Hedemünden stattgefunden haben, 1584 werden ein Bürgermeister genannt und die Einwohner als Bürger bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Privilegien für Gilden und für die Bürgerschaft insgesamt sind Belege für den zunehmend städtischen Charakter des Ortes: Eine [[Kaufmannsgilde]] wurde 1576 erwähnt und 1579 hat [[Erich II. (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)|Herzog Erich II.]] nach einem &amp;#039;&amp;#039;Memorial aller privilegien dero von Hedemünden, … mit der gerechtigkeit schuster und Becker gilde jetzo privilegirt&amp;#039;&amp;#039;;&lt;br /&gt;
in einem – abschlägig beschiedenen – [[Gesuch]] der Hedemündener Handwerksmeister aus dem Jahre 1828 um Ausstellung eines Gildebriefes erscheint allerdings kein Hinweis auf den Bestand von Gilden in früherer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1589 gestattete [[Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Herzog Heinrich Julius]] dem [[Flecken (Ort)|&amp;#039;&amp;#039;Flecken&amp;#039;&amp;#039;]] Hedemünden die Erhebung eines Kaufgeldes auf fremde Biere ([[Schankrecht]]) und die eigene Brauerei ([[Braurecht]]). Bei der Bestätigung der Privilegien durch [[Christian Ludwig (Braunschweig-Lüneburg)|Herzog Christian Ludwig]] wurde Hedemünden dann 1645 – und von nun an regelmäßig – als [[Stadtrecht|&amp;#039;&amp;#039;Stadt&amp;#039;&amp;#039;]] bezeichnet, der 1677 bei einer erneuten Bestätigung ihrer Privilegien auch [[Jagdrecht]]e gewährt wurden. Eine förmliche Verleihung des Stadtrechts ist allerdings nicht belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedemünden war, im Unterschied zu der amtsfreien Stadt Münden, auch als Stadt dem Amt Münden eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Königreich Hannover]] wurde ab 1828 eine schriftlich fixierte Ordnung der Verwaltung angestrebt, und so erhielt 1860 schließlich auch Hedemünden als sogenannte amtssässige Stadt ein [[Verfassung]]sstatut. In der Folgezeit wurde es im Zuge der großen politischen Veränderungen (1866 Annexion Hannovers durch Preußen, 1871 Gründung des Deutschen Reiches, 1919 Umwandlung in eine Republik), aber auch im Rahmen von Verwaltungsreformen mehrfach abgeändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1930 verzichtete Hedemünden auf die Stadtrechte, weil man die Kosten für das Gehalt eines hauptamtlichen Bürgermeisters zu erdrückend empfand. Damit wurde die bisherige Stadt wieder eine Landgemeinde – ein für jene Zeit ungewöhnlicher Vorgang.&amp;lt;ref&amp;gt;Gudrun Pischke: Werden und Ende einer kleinen Stadt. In: Heinrich Hampe: Hedemünden – Aus der Geschichte einer kleinen Ackerbürgerstadt bis zu ihrem Verzicht auf die Stadtrechte 1930. Hampe, Hedemünden 1992. S. 67–70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1973 wurde Hedemünden im Rahmen der [[Gebietsreform in Niedersachsen]] in die Stadt Münden eingemeindet. Zugleich wurde der [[Landkreis Münden]] aufgelöst und in den [[Landkreis Göttingen]] eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=213}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
Ein erstes Schulhaus ließen Kirche und Gemeinde gemeinsam im Jahr 1570 bauen. Es war südlich der Kirche von außen an die Kirchhofsmauer angelehnt. Als es wegen Baufälligkeit aufgegeben werden musste, wurde es 1731 ersetzt durch einen geräumigen Neubau, unterteilt in Knaben- und Mädchenschule mit den dazugehörigen Lehrerwohnungen. An der Frontseite trägt der ansehnliche Fachwerkbau, der freistehend unmittelbar südlich des bisherigen Schulgebäudes errichtet wurde, die Inschrift „Hedemündische StadtSchule“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte, noch jetzt benutzte Schulhaus wurde 1912/13 westlich der Altstadt am Pfuhlweg erbaut (in dem bisherigen verblieben die Lehrerwohnungen). Als besonders moderne Einrichtung war ihm eine Badeanlage angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Hampe: Hedemünden – Aus der Geschichte einer kleinen Ackerbürgerstadt bis zu ihrem Verzicht auf die Stadtrechte 1930. Hampe, Hedemünden 1992. S. 149 u. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Umbauten und Erweiterungen sowie auch der Hinzufügung einer Turnhalle wurde dieser Gebäudekomplex 1963 Sitz der Mittelpunktschule für die Oberstufenjahrgänge (5.–9. Schuljahr) der Ortschaften Hedemünden, [[Oberode]], [[Laubach]], [[Lippoldshausen]] und [[Wiershausen (Hann. Münden)|Wiershausen]]. Infolge der Eingemeindung in die Stadt Münden (s. o.) wurden 1973 die Klassen 5 bis 9 der Mittelpunktschule Hedemünden in die Hauptschule Münden überführt. Gleichzeitig wurden, nachdem die Laubacher Schule schon vorher integriert worden war, die Grundschulen Oberode und Lippoldshausen ebenfalls in die dadurch entstandene Mittelpunkt-Grundschule Hedemünden eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche St. Michaelis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Michaeliskirche Hedemünden.JPG|mini|St. Michaeliskirche Hedemünden]]&lt;br /&gt;
Die Kirche wird durch ein Mansarddach geprägt. Im Chor hat man in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts Reste mittelalterlicher Wandmalereien aufgedeckt. Die heutige Kirche befindet sich an der Stelle einer frühmittelalterlichen Saalkirche aus dem 9. bis 12. Jahrhundert. Dieser Bau war eine [[Saalkirche]], mit einer, um die Mauerstärke der Kirche eingezogener, halbrunden [[Apsis]] und einem abgetrennten Westbereich. Die Länge der Kirche betrug 17&amp;amp;nbsp;m, ihre Breite 8,7&amp;amp;nbsp;m. Im Jahr 1210 wurde an gleicher Stelle ein spätromanischer, zweischiffiger Kirchenbau errichtet, vermutlich stellte sie sich als [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] oder [[Hallenkirche]] dar. Das [[Kirchenschiff|Hauptschiff]] und das kürzere nördliche Seitenschiff besaßen halbrunde Apsiden und waren beide eingewölbt. Das Hauptschiff war 24&amp;amp;nbsp;m, das Seitenschiff 21&amp;amp;nbsp;m lang, die Breite betrug 14&amp;amp;nbsp;m. Im Inneren der Kirche sind aus dem Mittelalter noch Teile der Wandmalereien, ein [[Gotik|frühgotisches]] Kruzifix sowie im Turm eine bienenkorbförmige Glocke aus dem 14. Jahrhundert erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Klaus Grote]] |Titel=Hedemünden im Werratal |Sammelwerk=Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland – Stadt und Landkreis Göttingen |Band=17 |Datum=1988 |Seiten=195}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kirche wurde im [[Spätmittelalter]] um 1400 zu einer Wehrkirche mit Wehr-Kirchturm erweitert und stellte den Mittelpunkt einer Ortsbefestigungsanlage dar. Als Teile der Befestigungsanlagen sind heute noch Wehrmauer und vorgelagerter Graben erkennbar. Später erfolgten verschiedene An- und Umbauten. 1725 wurde das Dach erneuert und erhielt dabei die heutige Form. Auch die Inneneinrichtung erhielt weitgehend die heutige Form, die [[Renaissance]]-Kanzel wurde dabei in die Altarwand integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewerbestandort ==&lt;br /&gt;
Der Ort Hedemünden entwickelte sich aufgrund der direkt angrenzenden Autobahn und der Lage zwischen Kassel und Göttingen zu einem Gewerbestandort. Zwischen der Autobahnabfahrt und dem Bahnhof befinden sich mehrere Betriebe, unter anderem eine Logistikhalle eines Discounters und ein Sägewerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem 2008 erschlossenen Gewerbegebiet &amp;#039;&amp;#039;Hedemünden²&amp;#039;&amp;#039; stand eine Fläche von über 27 Hektar für die Ansiedlung von Unternehmen zur Verfügung. Dies war die größte Freifläche für Gewerbeansiedlungen in Hann. Münden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hedemuenden2.de/ |text=Informationen der Stadt Hann-Münden zu Hedemünden 2 |wayback=20091007052216 |archiv-bot=2019-04-16 12:32:02 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Großteil der Fläche ist Stand 2025 mit Gewerbebetrieben besiedelt. Mit Abstand die größte Fläche beansprucht das Logistikzentrum des Unternehmens [[WM SE (Unternehmen)|Wessels + Müller]] (W+M).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Hedemünden |Band=15 |Seite=110}}&lt;br /&gt;
* Heinrich Hampe: &amp;#039;&amp;#039;Hedemünden – Aus der Geschichte einer kleinen Ackerbürgerstadt bis zu ihrem Verzicht auf die Stadtrechte 1930&amp;#039;&amp;#039;. Hampe, Hedemünden 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hedemünden}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hann.muenden.de/Meine-Stadt/Ortschaften/Ortschaft-Hedem%C3%BCnden/?&amp;amp;La=1 Offizielle Homepage] auf der Seite der Stadt Hann. Münden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile Hann. Münden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4221546-8|VIAF=145847836}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hedemunden}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Hann. Münden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Werra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1017]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1973]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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