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	<title>Hechtgebiss - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:26:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hechtgebiss&amp;diff=214787&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: HC: Ergänze Kategorie:Meerschweinchenmedizin</title>
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		<updated>2024-05-21T12:31:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Meerschweinchenmedizin&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Meerschweinchenmedizin (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Meerschweinchenmedizin&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bradygnathia-superior-rabbit.jpg|thumb|Abnorm verlängerte Schneidezähne bei einem [[Zwergkaninchen (Hauskaninchen)|Zwergkaninchen]] mit Hechtgebiss.]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hechtgebiss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt einen über den [[Oberkiefer]] hinaus vorstehenden [[Unterkiefer]]. [[Synonym]] verwendet werden die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Brachygnathia superior&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Prognathia inferior&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des für [[Hasenartige]] und [[Nagetiere]] typischen ständigen Nachwachsens der [[Nagezahn|Nagezähne]] kann das Vorhandensein eines Hechtgebisses schwere Folgeerkrankungen auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Brachygnathia superior.jpg|thumb|Durch ein Hechtgebiss beim Kaninchen verursachte Verlängerung der unteren Schneidezähne]]&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Ursachen für die Entstehung eines Hechtgebisses: die primäre und die sekundäre [[Malokklusion]]. Von einer Malokklusion spricht man, wenn die Kontaktpunkte ([[Okklusion (Zahnmedizin)|Okklusion]]) der Ober- mit den Unterkieferzähne nicht mehr mit den natürlichen Verhältnissen übereinstimmen. Die primäre oder angeborene Malokklusion kommt insbesondere bei Zwergkaninchen vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gabriel&amp;quot;&amp;gt;Stefan Gabriel: &amp;#039;&amp;#039;Extraktion der Inzisivi bei Kaninchen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;kleintier konkret&amp;#039;&amp;#039; Band 17, 2014, Nr. 1, S. 13–19. {{DOI|10.1055/s-0033-1361568}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der unbestreitbaren genetischen Veranlagung für diese Störung werden auch Einflüsse der [[Domestikation]] eine Rolle zugeschrieben. Eine Theorie geht davon aus, dass in Gefangenschaft infolge der geringeren zum Überleben notwendigen Intelligenz der Tiere das Hirnvolumen abnimmt. Ein kleineres Hirnvolumen erfordert einen kleineren Schädel. Während dieser zuchtbedingt also schrumpft, bleiben die Dimensionen des Unterkiefers weitgehend unverändert, wodurch er letztlich [[rostral|nach vorn]] über den Gesichtsschädel hinauswächst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Zähne bei [[Kaninchen]], [[Meerschweinchen]] und [[Chinchillas|Chinchilla]] sowie die Nagezähne der [[Nagetiere]] gehören zu den sogenannten [[Zahn#Wurzellose Zähne|wurzellosen Zähnen]]. Wurzellose Zähne wachsen zeitlebens. Damit diese Zähne nicht überlang werden, benötigt jeder [[Zahn]] einen Gegenpart (&amp;#039;&amp;#039;Antagonist&amp;#039;&amp;#039;), an dem er sich abreiben kann. Bei einem Hechtgebiss ist dies nicht mehr der Fall, so dass häufig ein ungehindertes Längenwachstum der [[Schneidezahn|Schneidezähne]] eintritt. Am häufigsten entstehen Gebissveränderungen bei Kaninchen jedoch durch nicht artgerechte Fütterung. Wenn sich die ständig nachwachsenden Zähne durch Verfütterung von zu energiereichem Futter (Buntfutter, Körnerfutter) zu wenig abnutzen, kommt es zu mangelnder Abreibung und Gebissveränderungen mit Malokklusion. Dies führt zunächst im Bereich der [[Backenzahn|Backenzähne]] zu einer Verlängerung der Zahnkronen, welche sekundär zu einem Fehlwachstum der Schneidezähne führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gabriel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgeerkrankungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab einer bestimmten Länge der Zähne wird die Nahrungsaufnahme der Tiere mechanisch behindert. Neben Abmagerung infolge ungenügender Nährstoffaufnahme wird der auf ständige Futterzufuhr angewiesene Verdauungstrakt häufig durch Folgeerkrankungen ([[Dysbakterie]], [[Kokzidiose der Kaninchen|Kokzidiose]]) nachhaltig geschädigt. In die Maulschleimhaut einspießende Zahnspitzen reduzieren die Nahrungsaufnahme durch die verursachten [[Schmerz]]en ebenfalls. Daneben können sich [[Infektion]]en im Maulbereich festsetzen, die insbesondere bei [[Hauskaninchen|Kaninchen]] zu einer Vereiterung der [[Zahnfach|Zahnfächer]] und des [[Unterkiefer]]s führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prophylaxe ==&lt;br /&gt;
Kaninchen sind Grasfresser und von Natur aus auf das Kauen und die Verwertung faserreicher Pflanzen ausgerichtet. Kraftfutter werden nur zur Mast eingesetzt; das Kaninchen benötigt keine energiereichen ([[Kohlenhydrate|kohlenhydratreichen]]) Futtermittel, weil diese die richtige Verdauung (Überwucherung des Darms mit [[Hefen|Hefepilzen]], [[Darmmykose]]) stören, was zu [[Durchfall]] führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem dauernden Anbieten faserreicher Nahrung ([[Heu]]), welches intensives Kauen nötig macht und somit den Zahnabrieb fördert, sollten die Zähne aller Kaninchen und Nager regelmäßig tierärztlich kontrolliert werden. Die häufig empfohlenen Kürzungen können das Problem bei nicht fachgerechter Ausführung noch verschlimmern. Die Kürzung überlanger Zähne ist eine Beseitigung der [[Symptom]]e und keine ursachenorientierte Behandlung. Bei Zahnüberwachstum ist immer eine radikale Fütterungskorrektur und regelmäßige tierärztliche Kontrolle notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Korrektur ==&lt;br /&gt;
[[File:Kaninchen Hechtgebiss Korrektur.png|thumb|Korrekturmöglichkeit eines Hechtgebisses beim Kaninchen]]&lt;br /&gt;
Bei nur leichtem Zahnüberwachstum kann durch ein spezielles Anschleifen nach dem Kürzen der Zähne über längere Zeit eine Korrektur erreicht werden. Dabei ist ebenfalls auf eine Korrektur der meist bestehenden Backenzahnverlängerungen zu achten. Allerdings lassen sich damit nur sekundäre Okklusionsstörungen in einem sehr frühen Stadium behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem ausgeprägten primär oder sekundärem Hechtgebiss sind die Schneidezähne funktionslos, können also nicht mehr ihre Aufgabe wahrnehmen. Hier ist eine [[Extraktion (Zahnmedizin)|Extraktion]] anzuraten, bei einer Lockerung, Verdrehung oder Vereiterung ist sie zwingend erforderlich. Das regelmäßige Kürzen der Schneidezähne mit einer Diamantscheibe wird wegen der Verletzungsgefahr der [[Zahnpulpa|Zahnhöhle]] und damit [[Zahnpulpa|ihrer Entzündung]] ebenfalls nicht mehr empfohlen. Das Kürzen mit einer Zange ist wegen der unweigerlich auftretenden [[Zahnfraktur]]en ein [[Behandlungsfehler]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gabriel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zahnformel#Hasenartige|Zahnformel Hasenartige]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Estella Böhmer: &amp;#039;&amp;#039;Zahnheilkunde bei Kaninchen und Nagern: Lehrbuch und Atlas.&amp;#039;&amp;#039; Schattauer, Stuttgart 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nagetierkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaninchenkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierzahnheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meerschweinchenmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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