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	<title>Heaviside-Bedingung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:52:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heaviside-Bedingung&amp;diff=2161515&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:C3:6701:EF00:79FE:D50:5D09:DA27: Bitte nicht Typografie von Satz zu Satz ändern, sieht sonst wie ein WP-Artikel aus ;-)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heaviside-Bedingung&amp;diff=2161515&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-10-16T12:40:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bitte nicht Typografie von Satz zu Satz ändern, sieht sonst wie ein WP-Artikel aus ;-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heaviside-Bedingung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach [[Oliver Heaviside]], ist eine Bedingung, der eine [[elektrische Leitung]] im Rahmen der [[Leitungstheorie]] genügen muss, damit keine [[Verzerrung (Akustik)|Verzerrung]]en des zu übertragenden Signals auftreten. Die Erfüllung dieser Bedingung kann bei Übertragungsleitungen durch die Steigerung der [[Induktivität]] der Leitung erfolgen, wie es beispielsweise historisch durch die sogenannte [[bespulte Leitung]] erreicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leitungsbelag.svg|thumb|right|upright=1.15|Ersatzschaltbild für ein Leitungselement einer Zweidrahtleitung der infinitesimalen Länge &amp;lt;math&amp;gt;dx&amp;lt;/math&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Eine Übertragungsleitung kann im [[Ersatzschaltung|Ersatzschaltbild]] als eine Summe von Leitungsabschnitten der infinitesimalen Länge &amp;lt;math&amp;gt;dx&amp;lt;/math&amp;gt;, wie in nebenstehender Abbildung, dargestellt werden. Die elektrischen Eigenschaften dieses Leiters sind, bezogen auf &amp;lt;math&amp;gt;dx&amp;lt;/math&amp;gt;: Der [[Induktivitätsbelag]] &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt;, der [[Kapazitätsbelag]] &amp;lt;math&amp;gt;C&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt;, der [[Leitungsbeläge#Widerstandsbelag_R&amp;#039;|Widerstandsbelag]] &amp;lt;math&amp;gt;R&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; und der [[Leitungsbeläge#Ableitungsbelag_G&amp;#039;|Ableitungsbelag]] &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine ideale verlustlose Leitung gilt &amp;lt;math&amp;gt;R&amp;#039;=0&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\,G&amp;#039;=0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer realen Leitung sorgen hingegen der Widerstandsbelag &amp;lt;math&amp;gt;R&amp;#039;\ne 0&amp;lt;/math&amp;gt; und der Ableitungsbelag &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;\ne 0&amp;lt;/math&amp;gt; für Verluste und Verzerrungen auf der Leitung. Praktisch gilt dabei immer&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{G&amp;#039;}{C&amp;#039;} \ll \frac{R&amp;#039;}{L&amp;#039;}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist allerdings die Heaviside-Bedingung&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{G&amp;#039;}{C&amp;#039;} = \frac{R&amp;#039;}{L&amp;#039;}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
erfüllt, dann erfolgt die Übertragung verzerrungsfrei. Außerdem zeigt sich, dass in diesem Fall (bei gleichbleibendem Widerstandsbelag und Ableitungsbelag) die Verluste auf der Leitung minimal sind. Die dafür nötige Erhöhung von &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; wurde früher durch [[Pupin-Spule]]n erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hintergrund==&lt;br /&gt;
Das zu übertragende Signal kann auch auf einer linearen Übertragungsleitung verzerrt werden. Die [[Phasengeschwindigkeit]] der Frequenzanteile des Signals ist durch ihre nichtlinear von der Frequenz abhängige [[Phasenkonstante]] selbst frequenzabhängig. Wenn verschiedene Frequenzanteile bei verschiedenen Geschwindigkeiten übertragen werden, „verschmiert“ das Signal ([[Dispersion (Physik)|Dispersion]]). Außerdem kann die Dämpfung der Leitung mit der Frequenz variieren (z. B. durch den [[Skineffekt]]), so dass die Signalform verändert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies war ein großes Problem bei den ersten transatlantischen Fernmeldekabeln, das durch Untersuchungen von [[William Thomson, 1. Baron Kelvin|Lord Kelvin]] zu der Problematik der Dispersion führte und schließlich von Heaviside, der sich Maßnahmen dagegen überlegte, gelöst wurde. Bei sehr großer Dispersion können sich aufeinanderfolgende Impulse überschneiden und zu [[Symbolübersprechen]] führen. Um dies zu verhindern, musste die [[Baud|Schrittgeschwindigkeit]] auf 1/15&amp;amp;nbsp;[[Baud]] reduziert werden. Dies ist sogar für die [[Morsecode|Morse]]-Übertragung sehr langsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herleitung==&lt;br /&gt;
In der [[Leitungstheorie]] wird mit Hilfe der [[Komplexe Wechselstromrechnung|komplexen Wechselstromrechnung]] gezeigt, dass für das Verhältnis der [[Phasor|komplexen Amplitude]] einer [[sinus]]förmigen Spannungswelle &amp;lt;math&amp;gt;U(x)&amp;lt;/math&amp;gt; zwischen zwei Punkten einer Übertragungsleitung mit dem Abstand &amp;lt;math&amp;gt;\Delta x&amp;lt;/math&amp;gt; unter Ausschluss von [[Reflexion (Physik)|Reflexionen]] gilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{U(x+\Delta x)}{U(x)} = e^{-\gamma\Delta x}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb werden die Eigenschaften der Wellenausbreitung ausschließlich bestimmt von der [[Fortpflanzungskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\gamma = \alpha +j \beta = \sqrt{(R&amp;#039;+j \omega L&amp;#039;)(G&amp;#039; + j \omega C&amp;#039;)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei der Realteil &amp;#039;&amp;#039;α&amp;#039;&amp;#039; als Dämpfungskonstante und der Imaginärteil &amp;#039;&amp;#039;β&amp;#039;&amp;#039; als Phasenkonstante bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die Welle verzerrungsfrei übertragen werden, dann darf &amp;#039;&amp;#039;α&amp;#039;&amp;#039; nicht von der Kreisfrequenz &amp;#039;&amp;#039;ω&amp;#039;&amp;#039; abhängig sein, während &amp;#039;&amp;#039;β&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;ω&amp;#039;&amp;#039; proportional sein muss. Letzteres bedeutet, dass die [[Phasengeschwindigkeit]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;v_{ph} = \frac{\omega}{\beta}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
über alle Frequenzen konstant ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Quadrat der Fortpflanzungskonstanten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\gamma^2 = (\alpha +j \beta)^2 = (R&amp;#039;+j \omega L&amp;#039;)(G&amp;#039; + j \omega C&amp;#039;)\,&amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss bei Verzerrungsfreiheit die Form &amp;lt;math&amp;gt; (A+j\omega B)^2&amp;lt;/math&amp;gt; ergeben. Dies ist nur der Fall, wenn sich &amp;lt;math&amp;gt; (R&amp;#039;+j \omega L&amp;#039;)&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt; (G&amp;#039; + j \omega C&amp;#039;)&amp;lt;/math&amp;gt; nicht um mehr als einen konstanten Faktor unterscheiden.&lt;br /&gt;
Da beide einen Real- und Imaginärteil besitzen, müssen sich diese durch den gleichen Faktor unterscheiden, so dass gilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac {R&amp;#039;}{G&amp;#039;} = \frac {j \omega L&amp;#039;}{j \omega C&amp;#039;} = \frac {L&amp;#039;}{C&amp;#039;} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was gerade die Heaviside-Bedingung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften der verzerrungsfreien Leitung ==&lt;br /&gt;
Eine Übertragungsleitung, welche die Heaviside-Bedingung erfüllt, hat die folgenden charakteristischen Merkmale:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dämpfung ===&lt;br /&gt;
Die Dämpfung hat den frequenzunabhängigen Wert der Gleichstromdämpfung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\alpha = \sqrt {R&amp;#039;G&amp;#039;} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere kann man zeigen, dass diese bei erfüllter Heaviside-Bedingung minimal bezüglich der Variation von Kapazitäts- oder Induktivitätsbelag wird, was ebensolche praktische Bedeutung wie die Verzerrungsfreiheit hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phasenkonstante ===&lt;br /&gt;
Die Phasenkonstante wächst linear mit der Frequenz und entspricht der der verlustlosen Leitung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\beta = \omega \sqrt {L&amp;#039;C&amp;#039;} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phasengeschwindigkeit ===&lt;br /&gt;
Die [[Phasengeschwindigkeit]] ist konstant und entspricht der der verlustlosen Leitung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;v_{ph} = \frac{\omega}{\beta} = \frac {1}{\sqrt {L&amp;#039;C&amp;#039;}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb unterscheidet sie sich nicht von der [[Gruppengeschwindigkeit]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;v_g = \frac{d\omega}{d\beta} = \frac {1}{\sqrt {L&amp;#039;C&amp;#039;}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leitungswellenwiderstand ===&lt;br /&gt;
Die [[Leitungswellenwiderstand]] einer verlustbehafteten Übertragungsleitung ist gegeben durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Z_l=\sqrt{\frac{R&amp;#039;+j\omega L&amp;#039;}{G&amp;#039;+j\omega C&amp;#039;}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist allgemein nicht möglich, die Übertragungsleitung über alle Frequenzen genau anzupassen, da durch die Wurzel die Funktion des Wellenwiderstandes [[Rationale Funktion|irrational]] von der Frequenz abhängig ist, so dass sie nicht als Netzwerk aus diskreten Bauelementen dargestellt werden kann. Wenn eine Leitung aber die Heaviside-Bedingung erfüllt, dann wird der Wellenwiderstand frequenzunabhängig und rein reell. Er entspricht sowohl dem der verlustlosen Leitung als auch dem bei Gleichstrom:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Z_l=\sqrt{\frac{L&amp;#039;}{C&amp;#039;}}=\sqrt{\frac{R&amp;#039;}{G&amp;#039;}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Leitung kann dann reflexionsfrei angepasst werden, indem sie nur mit ohmschen Widerständen an den Enden abgeschlossen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor = [[Karl Küpfmüller|K. Küpfmüller]] und G. Kohn&lt;br /&gt;
 |Titel = Theoretische Elektrotechnik und Elektronik, Eine Einführung&lt;br /&gt;
 |Verlag = Springer  |Jahr = 2005 |Seiten = | Auflage = 16. |ISBN = 3-540-20792-9&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Eugen Philippow]]&lt;br /&gt;
 |Titel=Grundlagen der Elektrotechnik&lt;br /&gt;
 |Verlag=Akademische Verlagsgesellschaft Geest&amp;amp;Portig K.-G.|Ort=Leipzig|Jahr=1967&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Leitungsgleichung]]&lt;br /&gt;
* [[Krarupkabel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theoretische Elektrotechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:C3:6701:EF00:79FE:D50:5D09:DA27</name></author>
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