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	<title>Haushaltstheorie - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haushaltstheorie&amp;diff=52634&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-04-21T18:29:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor Beleg entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haushaltstheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine grundlegende Theorie der [[Mikroökonomie]] innerhalb der [[Volkswirtschaftslehre]]. In ihr werden die wirtschaftlichen Entscheidungen der (privaten) Haushalte untersucht. Die Konsumentscheidungen werden aufgrund des optimalen Konsumbündels getroffen, die sich im [[Haushaltsoptimum]] widerspiegeln.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Haushalt ==&lt;br /&gt;
Ein Haushalt besteht aus einer oder mehreren [[Natürliche Person|natürlichen Personen]], die zusammen einen [[Wirtschaftsplan]] aufstellen. In ihm werden die gesamten geplanten Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt. Außerdem produziert ein Haushalt idealtypisch ausschließlich Güter für den eigenen Konsum und nicht für den Markt, falls er denn überhaupt Güter produziert. Idealtypisch wird davon ausgegangen, dass er vom Markt ausschließlich Güter erwirbt, was nicht ausschließt, dass ein Haushalt auch Güter für den Eigenbedarf herstellen darf. Nur, wenn alle drei Eigenschaften erfüllt sind, spricht man von einem Haushalt. Dies unterscheidet ihn von anderen Wirtschaftssubjekten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Alfred Endres, Jörn Martiensen|Titel=Mikroökonomik|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=W. Kohlhammer|Ort=Stuttgart|Datum=2007|Seiten=41|ISBN=978-3-17-019778-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie ist ein typisches Beispiel eines Haushalts. Dieser Haushalt besteht aus mehreren Personen, die einen gemeinsamen Wirtschaftsplan aufstellen. Außerdem produzieren sie keine Güter oder Dienstleistungen für den [[Markt]], sondern vielmehr für den eigenen Gebrauch beispielsweise Erziehungsleistungen oder Verpflegungsleistungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ein Haushalt wird in der Haushaltstheorie als eine Einheit beschrieben, die Konsumentscheidungen gemäß ihrer gemeinsamen [[Präferenzordnung|Präferenzstruktur]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wirtschaftssubjekt trifft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Sibylle Brunner, Karl Kehrle|Titel=Volkswirtschaftslehre|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=3|Verlag=Franz Vahlen GmbH|Ort=München|Datum=2014|Seiten=176|ISBN=978-3-8006-4769-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem werden [[Privathaushalt|private Haushalte]] und [[Öffentlicher Haushalt|öffentliche Haushalte]] voneinander unterschieden. Die Haushaltstheorie beschäftigt sich jedoch mit den ökonomischen Entscheidungen privater Haushalte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegende Annahmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedürfnisbefriedigung ===&lt;br /&gt;
Den Überlegungen der Haushaltstheorie liegt zugrunde, dass alle [[Bedürfnis]]se (materiell wie immateriell) in einem Haushalt befriedigt werden. Die Befriedigung der Bedürfnisse ist der eigentliche Zweck eines jeden wirtschaftlichen Handelns.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer Verlag|Ort=Berlin/Heidelberg|Datum=2007|Seiten=47|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ziel eines Haushalts ist seine individuelle [[Nutzenmaximierung]]. Der [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] ist als Maß für die Zufriedenheit zu verstehen, die ein Haushalt aufgrund seiner Konsumentscheidung erfährt. Der Haushalt trifft demnach seine Entscheidungen unter den gegebenen Bedingungen so, dass er die höchste mögliche [[ökonomische Wohlfahrt]] erzielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Sibylle Brunner, Karl Kehrle|Titel=Volkswirtschaftslehre|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=3|Verlag=Franz Vahlen GmbH|Ort=München|Datum=2014|Seiten=177|ISBN=978-3-8006-4769-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präferenzen ===&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Nutzenmaximierung eines Haushalts ist es, dass er sich über eine Rangfolge seiner Bedürfnisse im Klaren ist. Diese subjektive Wertschätzung wird von den Haushalten durch eine so genannte [[Präferenzordnung]] widergespiegelt, das heißt, gewissen Gütern wird ein höherer Nutzen zugeordnet als anderen. Es können auch Kombinationen aus mehreren Gütern hinsichtlich ihrer Präferenz höheren Nutzen stiften als andere. Die Haushalte entscheiden hierbei aufgrund ihrer eigenen Bedürfnisse und somit unabhängig von anderen Haushalten über ihre Präferenzordnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Das Verhältnis zwischen der Menge konsumierter Güter und deren Nutzen lässt sich durch die [[Nutzenfunktion (Mikroökonomie)|Nutzenfunktion]] abbilden. Das Verhältnis zwischen der Zusammensetzung verschiedener Güterbündel und deren subjektiver Nutzenempfindung wird auf [[Indifferenzkurve]]n dargestellt. Hierbei strebt der Haushalt das höchst mögliche Nutzenniveau an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=14–17|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationales Verhalten ===&lt;br /&gt;
Die Haushaltstheorie unterstellt dem Haushalt, dass er nach dem Rationalitätsprinzip handelt. Jeder Haushalt versucht, im Rahmen des ihm zur Verfügung stehenden [[Budget]]s seine Bedürfnisbefriedigung, also seinen durch den Güterverbrauch verursachten Eigennutzen, zu maximieren. Die Möglichkeiten zum Konsum, die der Haushalt hat, befinden sich auf und unterhalb der sogenannten [[Budgetgerade]]. Es wird unterstellt, dass der Haushalt sich gemäß dem [[Ökonomisches Prinzip|ökonomischen Prinzip]] [[Homo oeconomicus|rational]] verhält. Somit strebt der Haushalt das höchstmögliche Nutzenniveau an, das er mit gegebenen Güterpreisen und Einkommen erreichen kann. Dieses Prinzip wird [[Maximalprinzip]] genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Sibylle Brunner, Karl Kehrle|Titel=Volkswirtschaftslehre|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=3|Verlag=Franz Vahlen GmbH|Ort=München|Datum=2014|Seiten=178–179|ISBN=978-3-8006-4769-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wird angenommen, dass die Mehrheit der Haushalte durch ihre individuellen Nachfragen bzw. Angebote keinen Einfluss auf die Marktpreise haben. Dies bedeutet, dass die Haushalte [[Mengenanpasser]] sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konsumentensouveränität ===&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Annahme der Haushaltstheorie ist die [[Konsumentensouveränität]]. Im engeren Sinne bedeutet dies, dass der Haushalt gemäß seiner Präferenzordnung mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln frei darüber entscheidet, in welchen Mengen er die angebotenen privaten Güter konsumiert. Im weiteren Sinne wird unter der Konsumentensouveränität verstanden, dass sich die Produktion von privaten Gütern, die durch den Marktprozess koordiniert wird und die Bereitstellung öffentlicher Guter im besten Fall an den Präferenzstrukturen der Haushalte orientieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=47–49|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entscheidungen unter Sicherheit/Unsicherheit ===&lt;br /&gt;
Gemäß der [[Neoklassische Theorie|neoklassischen Theorie]] wird den vorhergehenden Annahmen zugrunde gelegt, dass der Haushalt im Entscheidungsprozess [[Vollständige Information|vollständige Informationen]] besitzt und seine Entscheidungen unter Sicherheit trifft. Langfristig trifft der Haushalt aufgrund von [[Unvollständige Information|unvollständigen Informationen]] jedoch Entscheidungen unter Unsicherheit. Hierfür liefert die [[Erwartungswert|Erwartungsnutzentheorie]] eine Erklärung bzw. einen Lösungsansatz. Die Annahme vollständiger Informationen ist legitim, um die Komplexität der wirtschaftlichen Entscheidungssituation zu reduzieren und so relevante Einflussgrößen zu erkennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Haushaltsnachfrage ==&lt;br /&gt;
Der Haushalt entscheidet über die Verwendung seines Einkommens in Form von Konsum und Ersparnis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfragefunktionen ===&lt;br /&gt;
In den Wirtschaftswissenschaften wird die [[Nachfragefunktion|individuelle Nachfragefunktion]] und die [[Gesamtwirtschaftliche Nachfrage|Gesamtnachfragefunktion]], d.&amp;amp;nbsp;h. die Marktnachfrage voneinander unterschieden. Die Marktnachfrage ist hierbei die Aggregation der individuellen Nachfragefunktionen der einzelnen Marktteilnehmer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Sibylle Brunner, Karl Kehrle|Titel=Volkswirtschaftslehre|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=3|Verlag=Franz Vahlen GmbH|Ort=München|Datum=2014|Seiten=211–213|ISBN=978-3-8006-4769-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es spezielle Nachfragefunktionen, welche einkommensabhängig sind. Dies sind die [[Einkommens-Konsum-Kurve|Einkommen-Konsum-Kurve]] und die [[Engel-Kurve]]n. Es entsteht eine anomale Nachfragereaktion bei [[Inferiores Gut|inferioren Gütern]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Sibylle Brunner, Karl Kehrle|Titel=Volkswirtschaftslehre|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=3|Verlag=Franz Vahlen GmbH|Ort=München|Datum=2014|Seiten=199–210|ISBN=978-3-8006-4769-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere spezielle Nachfragekurven verändern sich bei Preisänderungen. Dazu zählen die Preis-Konsum-Kurve, die [[Marshallsche Nachfragefunktion|Marshallsche-Nachfragekurve]] und die [[Kreuzpreiselastizität|Kreuznachfragekurve]]. Einen weiteren Einfluss auf die Nachfragefunktion hat der [[Einkommenseffekt|Einkommens-]] und [[Substitutionseffekt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Preiselastizität]] der Nachfrage gibt an, wie elastisch/unelastisch eine Nachfragekurve ist. Sie sagt aus um wie viel Prozent die Nachfragemenge zurückgehen/ansteigen würde, bei einer Preiserhöhung/-senkung um 1 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=68–77|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abnehmender Grenznutzen ===&lt;br /&gt;
Um den Nutzen eines Haushalts zu maximieren, muss das [[Gossensches Gesetz|erste Gossensche Gesetz]] erfüllt sein. Dieses besagt, dass der [[Grenznutzen]] eines Gutes mit steigender konsumierter Menge abnimmt. Der Nutzenzuwachs pro weiterer Einheit ist somit abnehmend. Der Gesamtnutzen eines Haushalts wird in der [[Sättigungsmenge (Wirtschaft)|Sättigungsmenge]] maximiert, das heißt, es werden so viele Einheiten konsumiert, bis der Grenznutzen null beträgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Sibylle Brunner, Karl Kehrle|Titel=Volkswirtschaftslehre|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=3|Verlag=Franz Vahlen GmbH|Ort=München|Datum=2014|Seiten=180–198|ISBN=978-3-8006-4769-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Optimaler Konsumplan ===&lt;br /&gt;
Wie bereits im vorherigen Abschnitt „rationales Verhalten“ erwähnt, handelt der rationale Haushalt nach dem Maximalprinzip. Er wählt jenes Konsumgüterbündel, bei welchem die gegebene Budgetgerade die höchst mögliche Indifferenzkurve tangiert. Dieser Punkt wird als optimaler Konsumplan, d.&amp;amp;nbsp;h. als [[Haushaltsoptimum]] beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Grenzrate der Substitution]] beschreibt die Bereitschaft eines Konsumenten, ein Gut gegen das andere zu tauschen. Diese ist gleich der Steigung der Indifferenzkurve.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Im Haushaltsoptimum muss außerdem das [[Gossensches Gesetz|zweite Gossensche Gesetz]] erfüllt sein. Dies bedeutet, dass das Einkommen so auf den Kauf beider Güter aufgeteilt wird, dass für den jeweils letzten für Gut 1 oder Gut 2 ausgegebenen Cent der gleiche Nutzen erzielt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die formale Bestimmung des Haushaltsoptimums wird in der Mikroökonomik die [[Lagrange-Funktion]] verwendet. Hier wird die Zielfunktion als Nutzenfunktion maximiert unter der Nebenbedingung der [[Budgetrestriktion]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Haushaltsangebot ==&lt;br /&gt;
Da man Haushalte als konsumierende Wirtschaftssubjekte sieht, wird oft vergessen, dass Haushalte [[Produktionsfaktor]]en anbieten, um Einkommen zu generieren. Auf den [[Faktormarkt|Faktormärkten]] bietet der Haushalt somit die Produktionsfaktoren [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]] und [[Kapital]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die Entscheidungen über das Arbeits- und [[Kapitalangebot]] werden unter der Prämisse der [[Nutzenmaximierung]] getroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=109,116|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsangebot ===&lt;br /&gt;
Der Haushalt entscheidet über sein [[Arbeitsmarktökonomik|Arbeitsangebot]], d.&amp;amp;nbsp;h. zu welchen Anteilen er seine verfügbare Tageszeit in Arbeits- und Freizeit aufteilt. Diese Aufteilung entscheidet darüber, wie viel Einkommen dieser Haushalt erwirtschaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitalangebot ===&lt;br /&gt;
Der Haushalt kann ebenfalls darüber entscheiden, wie er sein Vermögen auf unterschiedliche [[Finanzprodukt|Anlagemöglichkeiten]] verteilen möchte, sodass er Vermögenseinkommen erzielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Somit entscheidet er sich im Wesentlichen zwischen einem Gegenwarts- und Zukunftskonsum, d.&amp;amp;nbsp;h. zwischen Konsum und Ersparnis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Alfred Endres, Jörn Martiensen|Titel=Mikroökonomik|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=W.Kohlhammer|Ort=Stuttgart|Datum=2007|Seiten=183|ISBN=978-3-17-019778-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angebots- und Nachfrageentscheidungen des Haushalts sind in der Regel wechselseitig voneinander abhängig, weil sie das ihm zur Verfügung stehende Budget beeinflussen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Entscheidungen ==&lt;br /&gt;
Die in den vorherigen Kapiteln beschriebene Haushaltstheorie bezieht sich nur auf die Entscheidungen der Haushalte in der [[Neoklassische Theorie|klassischen Ökonomie]]. Jedoch trifft der Haushalt neben den Entscheidungen über sein Angebot an Produktionsfaktoren und der Nachfrage nach Konsumgütern auch weitere Entscheidungen über den Einsatz [[Knappheit|knapper Ressourcen]]. Hierzu zählen beispielsweise die Entscheidungen über die Partner- und Berufswahl, Anzahl der Kinder oder die Wohngegend. Diese sind durch die Rationalitätsannahme zu erklären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Alfred Endres, Jörn Martiensen|Titel=Mikroökonomik|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=W. Kohlhammer GmbH|Ort=Stuttgart|Datum=2007|Seiten=194–197|ISBN=978-3-17-019778-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der große Unterschied zwischen den Entscheidungen eines Haushalts in der klassischen Haushaltstheorie und den sonstigen Entscheidungen ist, dass sich die zu erwartenden Erträge bei sonstigen Entscheidungen schwerer messen lassen. Ein Beispiel hierfür ist Zufriedenheit oder Lebensqualität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die intertemporale Theorie des Haushalts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Konsumzeit ===&lt;br /&gt;
In der älteren Haushaltstheorie wurde davon ausgegangen, dass es keine zeitlichen Restriktionen für den Verbrauch der Güter gibt. Dies wurde durch [[Gary Becker]] widerlegt. Durch die optimalen Kombinationen von Gütermengen und ihrer Konsumzeiten ergibt sich eine Verbrauchsleistung, mit Hilfe dieser die Bedürfnisse befriedigt werden können. Die Nutzenfunktion ist somit abhängig von der Verbrauchsleistung. Beispielsweise erfordert das Reisebedürfnis die Verbrauchsleistungen in Form von Transport- und Unterkunftsleistungen sowie Reise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=92–94|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfrageseitiges Gleichgewicht ===&lt;br /&gt;
Unter der Berücksichtigung der zeitlichen Komponente könnte der Haushalt den Wunsch haben, dass in einem bestimmten Zeitraum der Konsum vom Einkommen abweicht. In diesem Fall entstehen positive Ersparnisse, d.&amp;amp;nbsp;h., es wird mehr Einkommen erzielt als Ausgaben generiert oder andersherum. Wenn durch diese positiven/negativen Ersparnisse die Haushaltsaktiva nicht steigen/sinken, dann spricht man bei positiven Ersparnissen von einem Kapitalangebot und bei negativen Ersparnissen von einer [[Kapitalnachfrage]] des Haushalts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=117–126|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Angebotsseitiges Gleichgewicht ===&lt;br /&gt;
Man spricht bei der Entscheidung über das Arbeitsangebot neben der [[Ressourcenallokation|Güterallokation]] auch von einer Zeitallokation&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Alfred Endres, Jörn Martiensen|Titel=Mikroökonomik|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=W. Kohlhammer GmbH|Ort=Stuttgart|Datum=2007|Seiten=168–176|ISBN=978-3-17-019778-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, da der Haushalt die Möglichkeit hat, über einen Zeitraum von mehreren Perioden hinweg sein Einkommen variabel zu gestalten. In der Gegenwart könnte er somit weniger Arbeit anbieten und dadurch ein geringeres Einkommen generieren, da er durch eine Ausbildung oder Schulung seine Qualifikationen erhöht, um dafür in der Zukunft ein höheres Einkommen zu erzielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfrageinterdependenzen ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Nachfrageinterdependenzen&amp;#039;&amp;#039; liegen vor, wenn sich [[Kaufentscheidung]]en der Konsumenten gegenseitig beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=J925BwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA44&amp;amp;dq=Nachfrage+Interdependenzen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwir1d6kxrv3AhU2QvEDHUj3ALIQ6AF6BAgEEAE#v=onepage&amp;amp;q=Nachfrage%20Interdependenzen&amp;amp;f=false Nikolaus A.D. Hohl, &amp;#039;&amp;#039;Nutzen als Basis von Kaufentscheidungen&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 44 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Orientiert sich beispielsweise ein [[Nachfrage]]r daran, was die Masse auf dem [[Massenmarkt]] kauft ([[Mitläufereffekt]]; wenn viele Verbraucher [[Jeans]] tragen, möchten das auch andere). Die [[Mode]] als kollektive Anpassung, [[Herdenverhalten]], [[Neid]], [[Netzwerkeffekt]], [[Snobeffekt]] und [[Statussymbol]]e sind typische Nachfrageinterdependenzen. Diese demonstrativen Konsumeffekte wurden von [[Thorstein Veblen]] ({{enS|conspicious consumption}}) untersucht und als [[Veblen-Effekt]] bekannt. Hierfür kommen nur [[Luxusgut|Luxusgüter]] mit hohem Prestige in Betracht. Das [[Giffen-Paradoxon]] dagegen gibt es nur bei [[inferiores Gut|inferioren Gütern]] mit einer negativen [[Einkommenselastizität]]. Bei allen handelt es sich um [[Externer Effekt|externe Effekte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=97–101|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik an grundlegenden Annahmen ===&lt;br /&gt;
Kritisiert werden an der Haushaltstheorie die Voraussetzung von vollständigen Informationen über Güter und Preise, das Abwägen sämtlicher Alternativen und dass die Haushalte ihre Entscheidungen stets rational treffen, da die [[Transaktionskosten]] für die Beschaffung dieser Informationen nicht berücksichtigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=104–109|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;(vergl. Kapitel 2.4 Entscheidungen Unsicherheit/Sicherheit)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme der Konsumentensouveränität wird verletzt, sobald der Haushalt nicht die Menge erhält, die er gemäß seiner Präferenzstruktur zu gegebenem Marktpreis in seinem optimalen Konsumplan nachfragt. Dies könnte durch Mengenrationierungen oder Wartezeiten bedingt sein. Auch Nachfrageinterdependenzen oder moderne Verkaufstechniken, insbesondere Werbung, beeinflussen die Präferenzordnung eines Haushalts. Dadurch werden neben den wahren Bedürfnissen, die bereits gedeckt sind, künstliche Bedürfnisse geweckt. Somit würde der Haushalt nicht mehr frei entscheiden. Jedoch müssen diese Bedürfnisse nicht als weniger dringlich empfunden werden als die ordinären Bedürfnisse, sobald der Haushalt sie in seiner Präferenzordnung berücksichtigt. Somit entscheidet der Konsument bei der Bedürfnisbefriedigung immer noch souverän.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=101–103|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Condorcet-Paradoxon ===&lt;br /&gt;
Das  [[Condorcet-Paradoxon|Abstimmungsparadoxon]] beschreibt das Problem der zyklischen Mehrheiten bei Mehrheitsentscheidungen. Das [[Paradoxon]] ist hierbei, dass das Abstimmungsergebnis der kollektiven Präferenzen zyklisch ist, d. h., das Entscheidungsergebnis ist [[Transitive Relation|nicht transitiv]], obwohl Transitivität der Haushaltspräferenzen der Individuen besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=88–90|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gütereigenschaften ===&lt;br /&gt;
[[Kelvin Lancaster]] kritisiert, dass durch die Nutzenfunktion eines Haushaltes, so wie sie in der Haushaltstheorie betrachtet wird, der Nutzen umgehend durch den Verbrauch der Güter gespendet wird. Laut ihm sollte der Nutzen jedoch durch die Eigenschaften eines Gutes bestimmt werden. Dabei können sich die Haushalte nur indirekt die Informationen über die Merkmale des Gutes durch dessen Kauf beschaffen. Eigenschaften können hierbei beispielsweise [[Physiologischer Brennwert|Nahrungsenergie]] oder Inhaltsstoffe von Lebensmitteln sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele|Titel=Grundzüge der mikroökonomischen Theorie|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=8|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2007|Seiten=90––92|ISBN=978-3-540-70925-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert S. Pindyck, Daniel L. Rubinfeld: &amp;#039;&amp;#039;Mikroökonomie,&amp;#039;&amp;#039; 5. aktualisierte Auflage, Pearson Studium, München u. a. 2003, ISBN 3-8273-7025-6.&lt;br /&gt;
* Harald Wiese: &amp;#039;&amp;#039;Mikroökonomik.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarbeitete Auflage. Springer, Berlin u. a. 2005, ISBN 3-540-24203-1.&lt;br /&gt;
* Sibylle Brunner, Karl Kehrle: &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 3. überarbeitete und aktualisierte Auflage, Verlag Franz Vahlen, München 2014, ISBN 978-3-8006-4769-9.&lt;br /&gt;
* Jochen Schumann, Ulrich Meyer, Wolfgang Ströbele: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der mikroökonomischen Theorie&amp;#039;&amp;#039;, 8. überarbeitete Auflage, Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-70925-1.&lt;br /&gt;
* Alfred Endres, Jörn Martiensen: &amp;#039;&amp;#039;Mikroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, Verlag W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-17-019778-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haushaltstheorie| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mielas</name></author>
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