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	<title>Haus Meer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-10T00:09:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Haus Meer Vorderansicht1.jpg|mini|Teilansicht der Vorderseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Meer Innenhof.jpg|mini|Innenhof]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haus Meer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] und ehemaliges Kloster am nördlichen Rand von Büderich, Stadt [[Meerbusch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ursprünglich ein [[Prämonstratenserinnen]]kloster, gegründet im 12. Jahrhundert von der Gräfin [[Hildegund von Meer|Hildegundis von Meer]]. Nach der Auflösung in der [[Säkularisation]] [[1802]] wurde es [[1804]] von den [[Krefeld]]er Seidenfabrikanten [[Friedrich Heinrich von Friedrich Freiherr von der Leyen|Friedrich Heinrich von der Leyen]] und seinem Bruder [[Konrad von der Leyen]] erworben und zu einem Schloss der Familie [[Leyen (Seidenweberfamilie)|von der Leyen]] umgebaut. Nach einem Luftangriff von [[1943]] sind im Wesentlichen nur mehr die Wirtschaftsgebäude erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Motte ==&lt;br /&gt;
Die erste Besiedelung des Gebietes begann mit dem Bau einer [[Motte (Burg)|Motte]] (Turmhügelburg). Die Motte &amp;#039;&amp;#039;castrum mare&amp;#039;&amp;#039; bestand nach Ergebnissen von Ausgrabungen aus vier bis sechs Holzhäusern in [[Stabbau]]weise, umgeben von [[Palisade]]n, die Ende des 9. Jahrhunderts bis zum Anfang des 10. Jahrhunderts in einer schiffbaren [[Mäander|Rheinschlinge]] aufgebaut wurden. Das castrum mare war vom 9. bis zum 12. Jahrhundert bewohnt, es ging etwa 1100 in den Besitz des Grafen Hermann von Liedberg über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste deutscher Turmhügelburgen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Kloster ==&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Klosterkirche Meer.jpg|mini|Die Klosterkirche Meer nach einer Zeichnung des 17. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Am 22. Februar 1166 wurde durch zwei bischöfliche Urkunden, unterzeichnet von dem Kölner Erzbischof [[Rainald von Dassel]], die Klostergründung dokumentiert. Eine Urkunde regelt eine Erbaufteilung zwischen [[Hildegund von Meer|Hildegunde]] von Ahr und Meer und ihrer Schwester Elisabeth von Randerath, die andere bestätigt die Übertragung des durch die Erbteilung an Hildegunde übergegangenen Besitzes einschließlich der Burg Meer an die Kölner Kirche zum Zwecke der Klostergründung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegunde wurde vermutlich zwischen 1110 und 1115 als Tochter des [[Grafschaft Liedberg|Grafen Hermann von Liedberg]] und seiner Frau Hedwig geboren. Sie wurde mit dem Grafen [[Grafen von Are|Lothar von Ahr]] vermählt. Die streng gläubige Hildegunde machte nach seinem Tod 1165 eine [[Wallfahrt]] nach Rom, nach ihrer Rückkehr vermachte sie der Kölner Kirche 1166 ihr gesamtes Vermögen, um ein [[Prämonstratenser]]innenkloster nach den Regeln des heiligen St. Augustin, eine Gemeinschaft heiliger Jungfrauen und Mägde Christi, zu gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufbau des Klosters auf Grundmauern eines alten Gutshofes wurde 1168 begonnen. Die geistliche Führung des Klosters übernahm die [[Kloster Steinfeld|Abtei Steinfeld]], die mit Ulrich, dem [[Propst]] von Steinfeld, den ersten [[Prior]] des Klosters stellte. Hildegundis und ihre Tochter traten in die Gemeinschaft ein und Hildegundis wurde Vorsteherin des Klosters. Obwohl das Kloster offiziell von Ulrich geführt wurde, wurde Hildegundis in der Urkunde, mit der Papst [[Alexander III. (Papst)|Alexander&amp;amp;nbsp;III.]] 1178 die Klostergründung bestätigt als &amp;#039;&amp;#039;priorissa&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Sie bemühte sich sehr um die Sammlung von [[Reliquie]]n und erhielt von Rainald von Dassel, dem [[Erzbischof von Köln]], die Armknochen der [[Märtyrer]] [[Felix II. (Gegenpapst)|Felix]] und [[Nabor]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rosemarie Vogelsang: &amp;#039;&amp;#039;Die Reliquien der heiligen Felix und Nabor – Wo sind sie geblieben?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meerbuscher Geschichtshefte&amp;#039;&amp;#039;. Heft 22, 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kloster verfügte über zahlreiche Ländereien und Waldflächen. Insbesondere in Krefeld gehörte etwa die Hälfte der Bauernhöfe zum Meerer [[Lasse (Stand)|Latenverband]]. In Neuss wurde der Stadthof „Meererhof“ gegründet, der als Handelsplatz für das Kloster diente. In Krefeld der Münckerhof, an den die Abgaben der Krefelder Höfe zu entrichten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegundis starb am 6. Februar 1183.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Heiligenlexikon-1858 |Lemma=Hildegundis, B. |BK-Nummer=2 |Band=2 |Seite=741 |zenoID=20002983273}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihrer Bestattung soll ihr Leichnam zweimal morgens ausgegraben und zur Tür des Presbyteriums ausgerichtet gefunden worden sein. Schriftliche Aufzeichnungen darüber existieren nicht mehr. Nach Hildegundis Tod übernahm ihre Tochter Hedwig 1186 die Führung des Klosters bis 1215 (Laut dem &amp;#039;&amp;#039;Vollständigen Heiligen-Lexikon&amp;#039;&amp;#039; von J. E. Stadler, 1858, starb Hedwig oder Hadwigis bereits im Jahr 1200).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Heiligenlexikon-1858 |Lemma=Hadwigis, S. |Band=2 |Seite=598 |zenoID=20002973774}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie konnte aber die unabhängige Stellung ihrer Mutter nicht weiterführen, die Angelegenheiten des Klosters wurden überwiegend durch die Abtei Steinfeld geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegundis und Hedwig wurden von ihrem Orden als &amp;#039;&amp;#039;Venerabiles&amp;#039;&amp;#039; (Ehrwürdige) betrachtet, sie wurden nicht offiziell selig oder heiliggesprochen. Die [[Reliquie]]n Hildegundes wurden 1802 nach [[Osterath]] gebracht. Ein Teil von ihnen liegt seit 1971 in der St.-Mauritius-Kirche in [[Büderich (Meerbusch)|Büderich]], andere Teile befinden sich in der Pfarrei St. Georg in Liedberg und in der Pfarrei [[Immekeppel]] bei [[Overath]]. Der in Osterath verbliebene Teil wurde 1987 in das Seniorenzentrum „Hildegundis von Meer“ überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plünderungen ===&lt;br /&gt;
Während des [[Truchsessischer Krieg|Truchsessischen Krieges]] wurde das Kloster 1583 geplündert. Nachfolgend versuchten die [[Jesuiten]], das Kloster zu übernehmen. Dem konnte der ansässige Adel entgegenwirken, der das Kloster zur Unterbringung seiner Töchter nutzte. Durch einen Brand wurde das Kloster 1584 so stark zerstört, dass ein Wiederaufbau erst 1593 mit einer neuen Meisterin erfolgen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den strengen Regeln des Klosters auszuweichen, versuchten 1597 die Nonnen selbst erfolglos, das Kloster aufzugeben und die Gemeinschaft mit den [[Neuss]]er [[Augustinerinnen]] von St. Quirin zu vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], nach der [[Schlacht auf der Kempener Heide]] im Jahre 1642, wurde das Kloster erneut niedergebrannt. Die Nonnen kamen bis zum Wiederaufbau, der von 1650 bis 1664 erfolgte, im [[Kloster Unterzell]] bei [[Würzburg]] unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säkularisation ===&lt;br /&gt;
Französische Soldaten plünderten im Oktober 1794 das Kloster und nutzten es als Kaserne und Pferdestall. Während der [[Säkularisation]] wurde es im August 1802 aufgelöst, der Besitz des Klosters ging auf den französischen Staat über. Die Prämonstratenserinnen erhielten eine kleine staatliche Pension, die Dienstboten wurden entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Schloss ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Meer Wappen.jpg|mini|Wappen am Giebel]]&lt;br /&gt;
Der Besitz von etwa 700&amp;amp;nbsp;ha und das Kloster wurden in einer Versteigerung 1804 von Friedrich und Konrad von der Leyen, Seidenfabrikanten aus Krefeld, für 180.000 Francs erworben. Es wurde zum Schloss der Familie von der Leyen aufgebaut, das als Herrensitz diente und mit einem Landschaftsgarten nach englischem Vorbild und einem landwirtschaftlichen Gut komplettiert wurde. 1827 wurde das Gut als „Landtagsfähiges Rittergut“ anerkannt, was der Familie die Bezeichnung Rittergutsbesitzer und die Wahlmöglichkeit in den Preußischen Landtag verschaffte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die romanische Klosterkirche wurde 1807 abgebrochen, die Hauptgebäude blieben zunächst bestehen. Die Brüder Friedrich und Konrad bewohnten das heruntergekommene Anwesen nur kurze Zeit, Friedrich hinterließ seinen Besitz 1825 seiner Frau Henriette. Konrad war kinderlos und vermachte seinen Anteil 1835 den drei Kindern von Konrad und Henriette. Nach Henriettes Tod 1850 wurde das Schloss per Los an den zweitältesten Sohn, Julius Konrad von der Leyen, übertragen. Der wohnte ohne Familie bis zu seinem Tod 1864 im Hauptgebäude, ohne es baulich zu verändern, lediglich weitere Abbrüche der Klostergebäude folgten zwischen 1850 und 1860.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod ging der Besitz an seinen älteren Bruder Friedrich Johann, der mit der Umgestaltung des Haupthauses begann und dieses und das ehemalige Gästehaus von 1865 bis 1868 umbaute. Er beauftragte den Landschaftsgärtner [[Joseph Clemens Weyhe]] mit der Gestaltung des Schlossparks. Seine Schwägerin Mathilde zog Anfang der 1870er Jahre in das Gebäude und renovierte nach dem Tod von Friedrich Johann ab 1874 gemeinsam mit ihrem Sohn [[Friedrich von der Leyen-Bloemersheim|Friedrich Ludwig]], dem Erben des Besitzes, weitere Teile des Gebäudes. Auf ihr Engagement geht der Ausbau des Schlosses zurück. Baron Friedrich Ludwig war als Bürgermeister von Büderich und als Landrat des Kreises Neuss politisch sehr aktiv und bewohnte mit seiner Familie das Schloss bis zu seinem Tod 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbe des Besitzes war sein Sohn Joachim Adolf Otto, der sich jedoch nicht in Büderich niederließ. Das Schloss wurde nicht mehr von der Familie von der Leyen bewohnt, einige Teile vermietet. Im Oktober 1913 erteilte die Anthroposophin [[Lory Maier-Smits|Lory Smits]] im Haus Meer ihren ersten [[Eurythmie]]-Unterricht. Am 31. Mai 1917 heiratete sie dort.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Reifenberg: [https://michaelzweig.wordpress.com/4/ &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung der Eurythmie&amp;#039;&amp;#039;.] michaelzweig.wordpress.com, Oktober 2004, November 2008; abgerufen am 4. Dezember 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1933 bewohnte der Publizist [[Wernher Wittaus]] den Gartenflügel des Schlosses. In seiner Wohnung trafen sich von bis 1943 regelmäßig die „Kerzianer“ (die Treffen fanden bei Kerzenlicht statt), eine Gruppe befreundeter Künstler, unter ihnen [[Ewald Mataré]] und [[Heinrich Nauen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haupthaus wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] als Truppenquartier genutzt. Joachim versuchte, durch die Vermietung an die &amp;#039;&amp;#039;Vereinigten Stahlwerke&amp;#039;&amp;#039;, weitere Beschädigungen und Verwohnungen durch das Militär zu verhindern. Das Schloss wurde von dem neuen Mieter renoviert, der konnte jedoch nicht mehr einziehen, denn im August 1943 wurde das Schloss bei einem Luftangriff zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die Wirtschaftsgebäude wurden wieder aufgebaut. Die oberirdischen Reste der Schlossruine wurden 1959 gesprengt und abgetragen. 1960 wurde das Gelände von Huberta von der Leyen an den Gesamtverband der evangelischen Kirchengemeinden Düsseldorf verkauft. Nach mehreren Eigentümer-Wechseln des Areals erwarb der US-amerikanische Wahl-Meerbuscher Investor Peter Soliman 2016 das Gelände zu einem unbekannten Kaufpreis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wz.de/nrw/rhein-kreis-neuss/meerbusch/meerbuscher-kauft-haus-meer_aid-28069751 |titel=Meerbuscher kauft Haus Meer |hrsg=wz.de |datum=2016-08-12 |abruf=2022-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gebäude ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gartenpavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Teepavillon Meerbusch.jpg|mini|hochkant|Teehäuschen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Seyppel Der alte Bahnübergang am Haus Meer in Büderich 1926.jpg|mini|Der alte Bahnübergang am Haus Meer, [[Hans Seyppel]], 1926]]&lt;br /&gt;
Der Gartenpavillon, auch „Teepavillon“, meistens aber „Teehäuschen“ genannt, gilt als Wahrzeichen der Stadt Meerbusch. Es wurde zwischen 1850 und 1865 in der südwestlichen Ecke des Parks auf der Immunitätsmauer des Klosters erbaut. Beim Bau wurde auch Abbruchmaterial, darunter [[Spolie]]n der Klosterkirche, verwendet. Wie es zu der Bezeichnung „Teehäuschen“ gelangte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ist in der dem Garten abgewandten Seite in der Mauer ein mittlerweile vermauerter Spitzbogen zu erkennen, der Eingang zum Pavillon befindet sich aber auf der Parkseite. Der Pavillon ist doppelgeschossig aufgebaut. Durch einen Rundbogeneingang betritt man einen flachen Raum des Sockelgeschosses. Der eigentliche Aufenthaltsraum im Obergeschoss wird durch zwei neben diesem Eingang liegende Außentreppen erreicht. Der achteckige Bau ist mit einer Dachkuppel und vier kleinen Giebeln ausgestattet. Auf jeder Wandfläche befinden sich spitzgiebelige Fenster. Auf der Kuppel ist eine [[Laterne (Architektur)|Dachlaterne]] angebracht, die eine [[Windrichtungsgeber|Wetterfahne]] mit einem [[Reiher]], dem Wappentier der Familie von der Leyen, trägt. Das [[Maßwerk]] im Innenraum besteht aus [[Stuck]]bögen mit [[Vierpass|Vierpässen]] und [[Fischblase (Ornament)|Fischblasenornamenten]] über den Fenstern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pavillon verfiel zusehends. Erste Renovierungsarbeiten erfolgten 1957 mit einem neuen Schieferdach und der Restaurierung der Dachlaterne und der Wetterfahne. Dennoch mussten Ende der 1960er Jahre auch Putz und Säulen restauriert werden. Dabei wurden die Fenster des Pavillons vermauert und mit einer Blindfensterbemalung versehen. 1977 erneuerte der damalige Eigentümer, der Gesamtverband der Evangelischen Kirchen in Düsseldorf, den Außenanstrich. 1994 erfolgten die vorerst letzten Restaurierungsarbeiten, die sich vor allem mit einem Anstrich in altrosa vorwiegend dem äußeren Erscheinungsbild des Pavillons widmeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eiskeller ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Meer Eiskeller.jpg|mini|Eingang zum Eiskeller]]&lt;br /&gt;
Der [[Eiskeller]] entstand ab 1865 in drei Bauphasen. Der Ziegelbau hat einen verwinkelten Ausgang mit einem großen Rundbogen, der wie mehrere Schleusentüren dazu diente, die Warmluft von außen fernzuhalten. Er bildete das Ende der Hauptsichtachse vom Schloss Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mühlen ====&lt;br /&gt;
Zum Haus Meer gehörten seit 1183 auch zwei [[Wassermühle]]n, die in geringem Abstand am &amp;#039;&amp;#039;Mühlenbach&amp;#039;&amp;#039; lagen, der das Gelände auf der Nordseite durchfloss: eine [[Ölmühle]] mit einem unterschlächtigen [[Wasserrad]] und eine [[Getreidemühle|Kornmühle]] mit einem oberschlächtigen Wasserrad. Letztere nutzte die Höhenstufe von etwa 3&amp;amp;nbsp;m zwischen dem Klostergelände und der &amp;#039;&amp;#039;[[Ilvericher Altrheinschlinge]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vetter&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Vetter: {{Webarchiv|url=http://rettethausmeer.meerbuscher-kulturkreis.de/3.pdf |wayback=20160305023238 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Fall des Mühlenbaches.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-06-20 04:59:22 InternetArchiveBot }} (PDF; 3,2&amp;amp;nbsp;MB) Aktionsgemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;Rettet Haus Meer&amp;#039;&amp;#039;, Meerbusch 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ölmühle stellte 1865 wegen zu geringer Wassermenge den Betrieb ein, die Kornmühle produzierte bis 1902. Das Gebäude der Kornmühle wurde im Zweiten Weltkrieg 1943 durch Fliegerbomben schwer beschädigt und 1953 vollständig abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Hagemann: {{Webarchiv|url=http://rettethausmeer.meerbuscher-kulturkreis.de/5.pdf |wayback=20160305004244 |text=&amp;#039;&amp;#039;Meerer Wassermühle/n. Bedeutung damals und heute.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-06-20 04:59:22 InternetArchiveBot }} (PDF; 3,5&amp;amp;nbsp;MB) Aktionsgemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;Rettet Haus Meer&amp;#039;&amp;#039;, Meerbusch 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Mühlenbach wurde 1973/74 verlegt und verläuft heute in einem Graben außerhalb des Geländes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vetter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Garten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Meer Gartenplan.jpg|mini|Gartenplan Haus Meer (1865) von J.&amp;amp;nbsp;C. Weyhe]]&lt;br /&gt;
Den Auftrag zur Gestaltung des Schlossgartens erteilte Friedrich Johann von der Leyen dem im Düsseldorfer und Krefelder Raum bekannten Landschaftsarchitekten [[Joseph Clemens Weyhe]]. Ein Plan vom Juli 1865 zeigt den Entwurf Weyhes, der den Idealen eines [[Landschaftsgarten]]s folgt. Die Parkfläche umfasst ungefähr 55.000&amp;amp;nbsp;m² und wird von einer dichten Randbepflanzung vor der [[Immunitätsmauer]] eingeschlossen. Natürlich wirkende kurvige Wege führen abwechslungsreich von Wiesenflächen zu waldähnlichen Bepflanzungen. Der durch das Gelände führende Mühlenbach wird in Planungen eingeschlossen und zu einem Teich gestaut. In einem Baumplan von 1963 wird verzeichnet, dass sich der Baumbestand aus heimischen und aus exotischen Bäumen zusammensetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Denkmal ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Meer Remise.jpg|mini|links|Ehemalige Remise]]&lt;br /&gt;
Nach dem Verkauf durch die Familie von der Leyen wechselten die Besitzer des Geländes häufig, das Areal wurde zum Spekulationsobjekt. Erste Grabungen erfolgten 1963 durch das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege, Hinweise auf ungenehmigte Grabungen ließen sich 1995 auf dem Gelände finden. Im Bereich des Wirtschaftshofes erfolgten 1996 erneut genehmigte Grabungen, bei denen Keramiken aus der Bronzezeit, römische Fußböden und Mauern und Gewölbeansätze aus der Klosterzeit gefunden wurden. Das Gelände wurde 1998 in die [[Liste der Bodendenkmäler in Meerbusch|Liste der Bodendenkmäler der Stadt Meerbusch]] aufgenommen. Im Auftrag der Stadt Meerbusch erstellte die Fachhochschule Köln 2001 bis 2002 ein Gutachten zur baulichen, archäologischen und gartenhistorischen Bewertung, in dem das gesamte Gelände als denkmalwürdig bewertet wird. 2004 wurde Haus Meer in die [[Liste der Baudenkmäler in Meerbusch|Denkmalliste der Stadt Meerbusch]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsanbindung ==&lt;br /&gt;
In der Nähe des Hauses Meers liegt die [[U-Bahnhof Meerbusch Haus Meer|gleichnamige Stadtbahn-Station]] der [[Stadtbahn Düsseldorf]] auf der so genannten [[K-Bahn]]. Dort verkehren die Stadtbahnlinien U70 und U76, welche Verbindungen nach [[Krefeld]]-Zentrum, [[Düsseldorf]]-[[Altstadt (Düsseldorf)|Zentrum]] und [[Düsseldorf-Holthausen]] herstellen. Außerdem verkehren dort fast alle Buslinien der Stadt Meerbusch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* FH Köln, Fakultät für Architektur, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Meerbusch e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Haus Meer in Meerbusch. Dokumentation und Analyse.&amp;#039;&amp;#039; Geschichtsverein Meerbusch, 2003, ISBN 3-9804756-2-X.&lt;br /&gt;
* Förderverein Haus Meer e. V. in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Meerbusch e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kloster Meer. Die Bedeutung für die Stadt Meerbusch und die Region.&amp;#039;&amp;#039; 2003, ISBN 3-9804756-3-8.&lt;br /&gt;
* Geschichtsverein Meerbusch e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hildegunde von Ahr und Meer. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; 1987.&lt;br /&gt;
* [[Walter Janssen (Prähistoriker)|Walter Janssen]], [[Karl-Heinz Knörzer]] &amp;#039;&amp;#039;Die frühmittelalterliche Niederungsburg bei Haus Meer, Stadt Meerbusch, Kreis Grevenbroich.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe des Kreises Grevenbroich, Nr. 8, 1970.&lt;br /&gt;
* [[Walter Janssen (Prähistoriker)|Walter Janssen]] &amp;#039;&amp;#039;Die frühmittelalterliche Niederungsburg bei Haus Meer, Kreis Neuss: archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Ausgrabungen&amp;#039;&amp;#039;, 1999, Band 46, ISBN 3-7927-1773-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Haus Meer}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bloemersheim.de/meer/meer_geschichte_1.html Historischer Abriss.] bloemersheim.de&lt;br /&gt;
* [https://www.foerderverein-haus-meer.de/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/15/59/N |EW=6/40/28/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenhaus in Meerbusch|Meer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Meerbusch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leyen (Seidenweberfamilie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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