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	<title>Haus Hohe Pappeln - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-80035: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-01-04T22:35:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Weimar-Haus Hohe Pappeln-1-CTH.JPG|mini|Haus „Hohe Pappeln“ mit südlicher Terrasse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Hohe Pappeln Weimar 08.JPG|mini|Brunnen mit Figur von [[George Minne]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haus „Hohe Pappeln“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Weimar]] ist das ehemalige Wohnhaus des Künstlers [[Henry van de Velde]]s (1863–1957) und wird heute von der [[Klassik Stiftung Weimar]] als Museum genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 kam der belgische Architekt und Designer Henry van de Velde durch die Vermittlung seines Freundes und Förderers [[Harry Graf Kessler]] nach Weimar. Im Auftrag des Großherzogs [[Wilhelm Ernst (Sachsen-Weimar-Eisenach)|Wilhelm Ernst]] sollte er hier das Handwerk des [[Sachsen-Weimar-Eisenach|Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach]] in stilistischer Hinsicht beraten und gründete das kunstgewerbliche Seminar, aus dem 1908 die [[Kunstgewerbeschule Weimar]] hervorging. 1906–1907 ließ er für sich und seine Familie das Haus nach eigenen Entwürfen errichten, nachdem die Mietwohnung in der [[Trierer Straße 71 (Weimar)|Trierer Straße 71]], die zu dieser Zeit &amp;#039;&amp;#039;Lassenstraße 29&amp;#039;&amp;#039; hieß, in Weimar für die siebenköpfige Familie zu klein geworden war. Vorher wohnte er in der Cranachstraße 11.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volker Wahl]] (Hrsg.): [https://books.google.de/books?id=OFoWjr99e5cC&amp;amp;pg=PA409&amp;amp;dq=Henry+van+de+Velde+Cranachstra%C3%9Fe+11&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj_mZaiyaWQAxWY9LsIHRX6ARIQ6AF6BAgJEAM#v=onepage&amp;amp;q=Henry%20van%20de%20Velde%20Cranachstra%C3%9Fe%2011&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Henry van de Velde: Dokumente und Berichte zur Förderung von Kunsthandwerk und Industrie (1902-1915)&amp;#039;&amp;#039; (=Veröffentlichungen der Historischem Kommission für Thüringen Große Reihe Band 14)], Böhlau Verlag, Köln-Weimar-Wien 2007, S. 409. ISBN 978-3-412-01306-6. Als van de Velde dort wohnte, war es vor der Umnummerierung die Cranachstraße 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Haus mit der Hausnummer 58 liegt auf der Westseite der [[Belvederer Allee]] und verdankt seinen Namen der Lage am Rande eines Areals mit hohen [[Pappeln]]. Daran führt der [[Papiergraben (Oberweimar)|Papiergraben]] vorbei. Zum Hauseingang führte ein für Kutschen ideal zu befahrendes Rondell. Man betritt die im [[Hochparterre]] liegende Wohnung über eine L-förmige Freitreppe an der Nordspitze des Hauses, dessen Grundriss dem eines Schiffs ähnelt. Zwischen Flur und Haustür betritt man einen [[Windfang (Architektur)|Windfang]] mit einem dreigeteilten Fenster, das dem Raum Licht spendet und das zur Entgegennahme von Briefpost hochgeschoben werden musste. Nach dem Durchschreiten des Flurs kommt man in eine Wohndiele, von der aus eine Treppe ins privat bewohnte Obergeschoss führt. Ein breiter Durchgang führt von hier in den Salon, früher Gesellschaftszimmer, Musiksalon und [[Boudoir]]. Es war der Bereich von Maria van de Velde, die hier ihren Schreibtisch hatte. Der Raum diente zudem als Stätte für private Lesungen, Vorträge oder musikalische [[Soirée]]n. Vom Salon führt eine [[Schiebetür]] zum Arbeitszimmer des Hausherrn. Eine Nebentür befindet sich in der Wand zum Flur. Im „Heck“ des Hauses liegt das große Speisezimmer, das von einem U-förmigen Balkonumgang umschlossen ist, von dem eine Treppe in den Garten führt. Hier findet man den kleinen Brunnen und eine Figur von [[George Minne]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Joachim Leithner]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Brunnenstuben, Röhrenfahrten und Wasserleitungen, den historischen und jüngeren Brunnen in Weimar.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;WeimarWissen&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, &amp;#039;&amp;#039;Der Weimarer Brunnenschatz&amp;#039;&amp;#039;.) [[Selbstverlag]], Weimar 2018, S. 150 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Küche befand sich im [[Souterrain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van de Velde plante die äußere Gestalt des Hauses aus der inneren Struktur und Funktion der Räume heraus. Die Gestaltung gilt als beispielhaft für seine reduzierte, funktionale und elegante Formensprache. [[Helene von Nostitz]] aus dem Kreis &amp;#039;&amp;#039;das [[Neues Weimar|Neue Weimar]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb:&lt;br /&gt;
: „Als ob sich der Boden gewölbt hätte, so wächst unter den Kastanienbäumen der Allee van de Veldes Haus, klein, fest und organisch wie eine Pflanze aus der Erde, davor hohe Stauden und das Summen der Bienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Besuchern des Hauses zählten zahlreiche Künstler und Freunde, unter ihnen [[Hugo von Hofmannsthal]], [[Richard Dehmel]], [[Jean Jaurès]], [[Théo van Rysselberghe]], [[Pierre Bonnard]], [[Maurice Denis]] und [[Edvard Munch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Hohe Pappeln lebte van de Velde mit seiner Frau und fünf Kindern bis 1917. Als &amp;#039;&amp;#039;feindlicher Ausländer&amp;#039;&amp;#039; während des Ersten Weltkriegs nicht mehr gelitten, verließ van de Velde 1917 Weimar. 1919 kam das Haus in den Besitz der Bankierswitwe Anna Reichenheim, die das Haus 1925 an [[Heinrich Bichmann]] und dessen Ehefrau verkaufte. 1938 erwarb es die &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Landeskirche Thüringen&amp;#039;&amp;#039; und stellte es den [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] unter [[Siegfried Leffler]] zur Verfügung. Nach Lefflers Flucht 1945 wechselte das Haus in den folgenden Jahren oft den Besitzer und wurde mehrfach umgebaut. 1985 wurde das Haus &amp;#039;&amp;#039;Hohe Pappeln&amp;#039;&amp;#039; unter [[Denkmalschutz]] gestellt, 1990–1994 wurde der Originalzustand weitestgehend wiederhergestellt. Als Ende der 1990er Jahre die Villa zum Verkauf stand, konnte mit Hilfe des &amp;#039;&amp;#039;Vereins der Freunde des Hauses Hohe Pappeln&amp;#039;&amp;#039; und des Freundeskreises &amp;#039;&amp;#039;Weimar 1999 e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; ein privater Eigentümer gewonnen werden, der das kunst- und kulturhistorisch bedeutende Künstlerhaus derzeit an die Klassik Stiftung Weimar vermietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu besichtigen sind der repräsentative Wohnbereich van de Veldes in der [[Beletage]] mit Salon, Speisezimmer, Arbeitszimmer und Wohndiele sowie der idyllische Garten. Die ausgestellten Möbel entwarf van de Velde 1904 für die Familie von [[Münchhausen (Adelsgeschlecht)|Münchhausen]], die vorübergehend in Weimar lebte, [[Max von Münchhausen]] war der eigentliche Auftraggeber. Ausgeführt wurden sie bei der [[Möbelfabrik Hermann Scheidemantel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Haus Hohe Pappeln - Südterrasse.jpg|Südeingang&lt;br /&gt;
Weimar-Haus Hohe Pappeln-2-CTH.JPG|Nordwestseite&lt;br /&gt;
Weimar-Haus Hohe Pappeln-3-CTH.jpg|Südostseite&lt;br /&gt;
Weimar-Haus Hohe Pappeln-4-CTH.JPG|Treppenaufgang&lt;br /&gt;
Weimar-Haus Hohe Pappeln-5-CTH.JPG|Salon mit Blick ins Esszimmer&lt;br /&gt;
Haus Hohe Pappeln, Diele mit Blick in den Salon.jpg|Diele mit Blick in den Salon&lt;br /&gt;
Haus Hohe Pappeln, Diele mit Treppenaufgang.jpg|Diele mit Treppenaufgang&lt;br /&gt;
Haus Hohe Pappeln, Arbeitszimmer.jpg|Arbeitszimmer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Atelier van de Velde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Theres Sophie Rohde, Christian Tesch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Van-de-Velde Spaziergang. Auf den Spuren Henry van de Veldens an der Bauhaus-Universität Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Bauhaus-Universität Weimar, Weimar 2012, ISBN 978-3-86068-478-8, S. 48 f.&lt;br /&gt;
* Antje Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Haus Hohe Pappeln.&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. im Auftrag der Klassik Stiftung Weimar) Weimar 2007.&lt;br /&gt;
* Antje Neumann, Eckhard Baier: &amp;#039;&amp;#039;Henry van de Veldes Haus „Hohe Pappeln“. Geschichte eines Baudenkmals.&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. vom [[Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie|Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege]]) Altenburg 2004.&lt;br /&gt;
* [[Erich Haenel]], [[Heinrich Tscharmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Einzelwohnhaus der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, J. J. Weber, Leipzig 1910, S. 164–168. (mit Abb.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.klassik-stiftung.de/index.php?id=88 Das Haus Hohe Pappeln] auf den Seiten der [[Klassik Stiftung Weimar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klassik Stiftung Weimar}}&lt;br /&gt;
{{Einbindung von Wikidata-Koordinaten|building|DE-TH}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4579016-4|LCCN=nr2001003527|VIAF=142353612}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Villa in Weimar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Weimar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstmuseum in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Henry van de Velde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassik Stiftung Weimar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar]]&lt;/div&gt;</summary>
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