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	<title>Haus Dellwig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haus_Dellwig&amp;diff=174905&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brighida: /* Herrenhaus */ Links</title>
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		<updated>2025-10-18T03:44:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herrenhaus: &lt;/span&gt; Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Haus Dellwig Innenhof.JPG|mini|hochkant=1.4|Haus Dellwig, Ansicht von Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haus Dellwig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Wasserschloss (Gebäude)|Wasserschloss]] im [[Dortmund]]er [[Stadtbezirk Lütgendortmund]]. Es wurde von der Familie [[Delwig (Adelsgeschlecht)|von Dellwig]] erbaut und war bis 1727 ihr Stammsitz. Danach war die Anlage im Besitz verschiedener Adelsfamilien und der [[Gelsenkirchener Bergwerks-AG]], ehe die Gebäude 1978 von der Stadt Dortmund gekauft wurden. Nach dem [[Haus Bodelschwingh]] ist Haus Dellwig das größte und bedeutendste Wasserschloss in Dortmund&amp;lt;ref name=&amp;quot;nieswand105&amp;quot; /&amp;gt; und steht seit 1997 als [[Baudenkmal]] unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;infotafel&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalliste&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan Haus Dellwig.svg|mini|hochkant|Lageplan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss (Architektur)|Schloss]] steht in der Gemarkung [[Dellwig (Dortmund)|Dellwig]] im Süden des heutigen Stadtteils [[Westrich (Dortmund)|Westrich]] nahe der Grenze zum Stadtteil [[Lütgendortmund]]. In der hügeligen [[Moräne]]nlandschaft im [[Dellwiger Bach]]tal gelegen, ist die Anlage vom [[Naturschutzgebiet Dellwiger Bach]] umgeben und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum [[LWL-Industriemuseum]] [[Zeche Zollern]]&amp;amp;nbsp;II/IV. Sie ist über die Anschlussstelle 40 (Dortmund-Lütgendortmund) der Autobahn [[Bundesautobahn 40|A&amp;amp;nbsp;40]] zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der umliegende [[Dellwiger Wald]] lädt zu Spaziergängen ein und ist ein beliebtes Ausflugsziel von Radfahrern. Dortmunder Sehenswürdigkeiten wie das Goldene Wunder von [[Kirchlinde]] in der [[St. Josef (Kirchlinde)|Sankt-Josef-Kirche]] und das [[Westfälisches Schulmuseum|Westfälische Schulmuseum]] in [[Marten (Dortmund)|Marten]] sind von dort bequem mit dem Fahrrad erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebäude ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haus Dellwig ist eine zweiteilige Anlage. Sie besteht aus einem [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]], das in einer teichartigen, über 80&amp;amp;nbsp;Meter breiten [[Gräfte]] steht, und einer nördlich vorgelagerten [[Vorburg]]. Die Gebäude liegen inmitten einer mehr als elf [[Hektar]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;timonline&amp;quot; /&amp;gt; großen Grünanlage, deren alter Baumbestand auf einen ehemaligen [[Englischer Landschaftsgarten|Englischen Landschaftsgarten]] zurückgeht. Dieser ist heutzutage jedoch nur noch sehr schwach in seiner einstigen Grundkonzeption zu erkennen. Früher war Haus Dellwig allseitig von einem viereckigen [[Burggraben#Wasser- und Trockengräben|Wassergraben]] umgeben. Heute sind dessen Nord- und Westteil verfüllt, sodass die vom Dellwiger Bach gespeiste&amp;lt;ref name=&amp;quot;anm1&amp;quot; /&amp;gt; Gräfte eine Hakenform aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorburg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dortmund - Mergelkopfweg - Haus Dellwig 07 ies.jpg|mini|Vorburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Nordseite der Anlage gewährt ein zweiflügeliges, [[Schmiedeeisen|schmiedeeisernes]] Gittertor Zugang zu Vorburg der Anlage. Das Tor wird von zwei eckigen [[Pfeiler]]n mit [[wappen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;verzierten Aufsätzen flankiert. Daneben finden sich an beiden Seiten kleinere Fußgängertore aus Schmiedeeisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dreiflügelige Vorburg stammt vom Beginn des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und besitzt eine Hufeisenform, die sich nach Süden zum Herrenhaus öffnet. Ihr [[Mauerwerk]] aus [[Mauerziegel|Backstein]] ist von einem [[Dachziegel|pfannengedeckten]] [[Satteldach]] abgeschlossen. In der Mitte des nördlichen Flügels befindet sich der [[Torbau]] mit [[Rundbogen|rundbogiger]] Tordurchfahrt. Er wird von einem [[Dachreiter]] mit Glocke bekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herrenhaus ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserschloss haus dellwig.JPG|mini|Herrenhaus, Nordost-Ansicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Vorburg führt eine dreibogige, aus Ziegelsteinen errichtete [[Bogenbrücke]] zum Herrenhaus der Anlage. Sie ersetzte im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine zuvor vorhandene [[Zugbrücke]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;infotafel-herrenhaus&amp;quot; /&amp;gt; und führt geradewegs auf das [[Portal (Architektur)|Portal]] zu. Dieses liegt auf einer Achse mit der rundbogigen Tordurchfahrt der Vorburg und dem Gittertor an der Nordseite des Schlossareals. Die Achse wird durch eine in den Park führende Steinbrücke an der Südseite des Gebäudes verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haupthaus aus [[Bruchstein]]en besteht aus zwei Gebäudetrakten, die etwa rechtwinkelig aufeinanderstoßen und [[Staffelgiebel|Treppengiebel]] besitzen. Die zwei Geschosse des weiß [[Putz (Baustoff)|verputzten]] Gebäudes erheben sich auf einem hohen Kellergeschoss mit [[Schießscharte]]n direkt aus dem Wasser der Gräfte. Im östlichen Flügel, der auch als &amp;#039;&amp;#039;Quertrakt&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird, findet sich der bislang als älteste Bausubstanz identifizierte Teil. Es handelt sich dabei um ein Zweikammerhaus, das möglicherweise aus der ersten Hälfte des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stammt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke56&amp;quot; /&amp;gt; Im Keller und Erdgeschoss besitzt es die typische Aufteilung in zwei Räume und hat im Vergleich zur übrigen Bausubstanz dickere Mauern. Im Kellerbereich des westlichen Längstrakts existieren aber zwei mächtige Pfeiler mit [[Kämpfer (Architektur)|Kämpfer]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;platten, die möglicherweise noch älter sind als das Zweikammerhaus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke56&amp;quot; /&amp;gt; Sie unterteilen diesen Teil des Kellers in zwei [[Kirchenschiff|Schiffe]] mit [[Joch (Architektur)|6-jochigem]] [[Kreuzgratgewölbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dortmund - Mergelkopfweg - Haus Dellwig 24 ies.jpg|mini|Herrenhaus, Südansicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Südwest-Ecke steht ein quadratischer Eckturm mit [[schiefer]]gedeckter [[Welsche Haube|Welscher Haube]]. Seine [[Maueranker]] in der Form der Jahreszahl 1658 dokumentieren das Jahr seiner Fertigstellung. Die an der Außenmauer befindlichen Wappen Melchiors&amp;amp;nbsp;IV. von Dellwig und seiner Frau Sybilla von und zu [[Gysenberg (Adelsgeschlecht)|Gysenberg]] weisen das Paar als Bauherren aus. Im südlichen Winkel von Turm und Längstrakt finden sich noch die [[Konsole (Bauwesen)|Konsolsteine]] eines ehemaligen [[Aborterker]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassade des Herrenhauses ist sehr schlicht gehalten. Zu dem wenigen architektonischen Schmuck zählen die [[Eckstein|Eck]]quaderungen aus [[Haustein|behauenem]] [[Sandstein]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke56&amp;quot; /&amp;gt; und ein auf drei schweren Konsolen ruhender [[Erker]] aus der Zeit der [[Renaissance]] im Erdgeschoss an der Ostseite. Durch die Schlichtheit der übrigen Fassade sticht das reich dekorierte Hauptportal des Hauses besonders stark hervor. Es befindet sich an der Nordseite eines Portalturms, der im nördlichen Winkel der beiden Herrenhausflügel steht. Wie der südwestliche Eckturm besitzt er ein steinernes Kranz[[gesims]], das Balkenköpfe imitiert. Der [[Quader (Stein)|gequaderte]] Eingang wird von zwei [[Halbsäule]]n auf eckigen [[Postament]]en mit Löwenkopf[[Relief|reliefs]] flankiert. Sein rundbogiger Torbogen besitzt einen wuchtigen [[Schlussstein]]. Darüber findet sich ein figürlicher [[Arabeske]]n-[[Fries]]. Er trägt eine trapezförmige [[Supraporte]] mit zwei reich verzierten [[Kartusche (Kunst)|Kartuschen]]. Die ovale von ihnen zeigt die [[latein]]ische Inschrift „Maria Elisabeth de Pallandt ex Keppel et Ham Vidua Domini Arnoldi Georgii de et in Delwig me sibi et posteris fieri perfecti. Anno 1690“ ({{DeS|Maria Elisabeth von Pallandt aus Keppel und Hamm, Witwe des Herrn Arnold Georg von und zu Dellwig hat mich für sich und seine Nachkommenschaft vollenden lassen. Im Jahres des Herrn 1690.}})&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke56-57&amp;quot; /&amp;gt; Die darüber liegende Kartusche zeigt das Allianzwappen der Familien Dellwig und [[Pallandt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hof Dellwig wird bereits in einer Urkunde des [[Liste der Erzbischöfe und Bischöfe von Köln|Kölner Erzbischof]] [[Philipp&amp;amp;nbsp;I. von Heinsberg]] aus dem Jahr 1179 erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke55&amp;quot; /&amp;gt; 1238 fand ein Hermann von [[Delwig (Adelsgeschlecht)|Delwig]] &amp;#039;&amp;#039;(Herimanus de Dalvic)&amp;#039;&amp;#039; urkundlich Erwähnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke55&amp;quot; /&amp;gt; Ob es sich bei ihm aber um den Herrn des damaligen Hauses Dellwig gehandelt hat, ist fraglich, denn zu jener Zeit existierten in Lütgendortmund zwei Familien dieses Namens. Sie wohnten beide am Dellwiger Bach und waren ab 1240 Gefolgsleute der [[Graf]]en [[Haus Mark (Adelsgeschlecht)|von der Mark]]. Erst ab 1320 sind die Besitzerfamilie des Hauses und deren Angehörige urkundlich gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke56&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melchior&amp;amp;nbsp;I. von Dellwig überlebte als einziger Namensträger die große Dortmunder Pestepidemie von 1513.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bieker50&amp;quot; /&amp;gt; Gemeinsam mit seiner Ehefrau, die aus der [[Adel]]sfamilie Werminghaus zum Klusenstein stammte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht244&amp;quot; /&amp;gt; ließ er das [[mittelalter]]liche [[Festes Haus|feste Haus]] in der ersten Hälfte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts durch ein Schloss im Stil der Renaissance ersetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;anm2&amp;quot; /&amp;gt; Dabei nutzte er Fundamente und Teile des Vorgängerbaus. Ihm nachfolgende Mitglieder der Familie bekleideten hohe Ämter in der [[Grafschaft Mark]], so war zum Beispiel sein Enkel Melchior&amp;amp;nbsp;III. bis 1582 [[herzog]]licher Statthalter [[Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg)|Wilhelms&amp;amp;nbsp;V. von Jülich-Kleve-Berg]] in [[Bochum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;krämer52&amp;quot; /&amp;gt; Während seiner Zeit als Burgherr brach der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] aus, in dessen Verlauf die Anlage durch kaiserliche Truppen unter dem [[Oberst|Obristen]] [[Lothar Dietrich von Bönninghausen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;krämer52&amp;quot; /&amp;gt; zerstört wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des Krieges baute Melchiors Sohn Melchior&amp;amp;nbsp;IV. Haus Dellwig nicht nur wieder auf, sondern ließ es auch um einen quadratischen Turm an der Südwest-Ecke erweitern. Sein Sohn Arnold Georg und dessen Frau Maria Elisabeth von Pallandt führten den Bau weiter fort und ließen bis 1690 einen Innenausbau im Stil des [[Barock]]s vornehmen. Der Sohn des Paars, Adolph Christoph von Dellwig, ließ schließlich in der Zeit von 1700 bis 1703 die heutigen Vorburggebäude errichten. Er war jahrelang Direktor der Märkischen [[Ritterschaft]] und heiratete 1708 Katharina Sybilla Baer zu Bernau, die das benachbarte [[Haus Holte]] mit in die Ehe brachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krämer52&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht244&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre gemeinsame Tochter Anna Maria Sophia heiratete 1727 den [[Freiherr]]n Wilhelm von Droste-Erwitte und brachte ihm den Besitz zu. Seine Familie blieb für drei Generationen auf Dellwig ansässig, ehe Engelbert von Droste-Erwitte 1792 kinderlos starb und das Anwesen testamentarisch seinem [[Verwandtschaftsbeziehung#Cousin und Cousine|Vetter]], dem [[kurköln]]ischen [[Kammerherr]]n Friedrich von [[Hoerde (Adelsgeschlecht)|Hoerde]] zu [[Schloss Schwarzenraben|Schwarzenraben]] und [[Schloss Störmede|Störmede]], vermachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;archiv&amp;quot; /&amp;gt; Dessen Nachfahr Engelbert verkaufte Haus Dellwig 1816 an Carl Theodor von Rump zu [[Haus Crange|Crange]], der dabei nicht nur Land- und Immobilienbesitz, sondern auch eine [[Hypothek]]enschuld in Höhe von 34.000&amp;amp;nbsp;[[Reichstaler]]n übernahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht244&amp;quot; /&amp;gt; Schon sein Sohn Carl Alexander scheint wieder ohne wirtschaftliche Schwierigkeiten gewesen zu sein, denn er ließ auf Dellwig diverse Veränderungen vornehmen, zum Beispiel das Ersetzen der Zugbrücke durch feste Steinkonstruktionen sowie die Umwandlung des [[Nutzgarten]]s südlich des Herrenhauses zu einem Englischen Landschaftsgarten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht245&amp;quot; /&amp;gt; Carl Alexander starb 1883 noch vor seiner Mutter, und so vermachte Carl Theodors Witwe Walburga von [[Schade (Adelsgeschlecht)|Schade]] zu [[Schloss Ahausen|Ahausen]] Haus Dellwig ihrer ältesten Tochter Anna, die seit 1862 mit Friedrich von [[Landsberg (Adelsgeschlecht)|Landsberg]], [[Schloss Velen|Velen]] und [[Burg Gemen|Gemen]] verheiratet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;archiv&amp;quot; /&amp;gt; Durch sie kam der Besitz an seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil war die Bausubstanz des Hauses durch den Betrieb der nahe gelegene Zeche Zollern-Germania und den damit einhergehenden [[Bergschaden|Bergschäden]] stark gefährdet. Um einen Einsturz des Hauptgebäudes zu vermeiden, musste das Herrenhaus durch massive [[Strebepfeiler]] gestützt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht245&amp;quot; /&amp;gt; Reichsfreiherr [[Ignatz von Landsberg-Velen und Steinfurt|Ignatz von Landsberg-Velen]] verkaufte Haus Dellwig mit den beiden dazugehörigen Wassermühlen und Haus Holte 1904 für eine Million [[Reichsmark]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;infotafel&amp;quot; /&amp;gt; an die Gelsenkirchener Bergwerks-AG. Er selbst zog nach Schloss Ahausen in der [[Sauerland|sauerländischen]] Gemeinde [[Finnentrop]] und nahm das wertvollste bewegliche Inventar mit sich. Dazu zählte unter anderem ein dreiteiliges [[Altarretabel|Altarbild]] aus dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus der ab 1797 verbürgten [[Kapelle (Kirchenbau)|Hauskapelle]] im Westflügel der Vorburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht249&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke56&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch zwei Bombentreffer schwer beschädigt, stellte die Eigentümergesellschaft die Anlage nach Kriegsende wieder her. Seit 1978 ist sie Eigentum der Stadt Dortmund, welche die Gebäude ab 1986 in mehreren Abschnitten [[Sanierung (Bauwesen)|sanierte]]. Heute sind der West- und der Nordflügel der Vorburg an einen landwirtschaftlichen Betrieb verpachtet, dessen Eigentümer das Herrenhaus als Wohnsitz nutzt. Im Ostflügel der Vorburg ist seit 1988 das [[Heimatmuseum Lütgendortmund]] untergebracht, das seit seiner Eröffnung allmählich zu seiner heutigen Größe mit einer Ausstellungsfläche in sechs Räumen heranwuchs. Die Exponate stammen mehrheitlich aus der ersten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und sind Gegenstände aus Handwerk, Landwirtschaft, Arbeiterwelt und Haushalt jener Zeit. Weitere Ausstellungsstücke befassen sich mit dem Thema [[Bergbau]] sowie der Heimatgeschichte Lütgendortmunds, darunter auch das Vereinsleben des Orts. Das Museum ist von April bis Oktober immer sonn- und feiertags geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Josef Bieker: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser im Revier. Romantik zwischen Fördertürmen.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Harenberg, Dortmund 1993, ISBN 3-88379-586-0, S.&amp;amp;nbsp;50–53.&lt;br /&gt;
* Henriette Brink-Kloke: &amp;#039;&amp;#039;Haus Dellwig.&amp;#039;&amp;#039; In: Kai Niederhöfer (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Burgen AufRuhr. Unterwegs zu 100 Burgen, Schlössern und Herrensitzen in der Ruhrregion.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0234-3, S.&amp;amp;nbsp;55–57.&lt;br /&gt;
* Klaus Gorzny: &amp;#039;&amp;#039;Burgen, Schlösser und Adelssitze im Emscher Landschaftspark. Ein Wegbegleiter.&amp;#039;&amp;#039; Piccolo, Marl 2001, ISBN 3-9801776-5-3, S.&amp;amp;nbsp;148–151.&lt;br /&gt;
* Karl Hoecken: &amp;#039;&amp;#039;Haus Dellwig. Baugeschichte, Bedeutung und Besitzer des bei Lütgendortmund gelegenen Wasserschlosses.&amp;#039;&amp;#039; Dortmunder Bergbau AG, Dortmund 1961.&lt;br /&gt;
* [[August Kracht]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser im Sauerland, Siegerland und an der Ruhr.&amp;#039;&amp;#039; Knaur, München [1983], {{Falsche ISBN|3-426-04410-2}}, S.&amp;amp;nbsp;243–249.&lt;br /&gt;
* [[Karl Emerich Krämer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Burg zu Burg durchs Ruhrgebiet.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;2, 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Mercator, Duisburg 1986, ISBN 3-87463-098-6, S.&amp;amp;nbsp;52.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{commonscat|Wasserschloss Haus Dellwig|Haus Dellwig}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat|2438||Tom Bauer und [[Jens Friedhoff]]}}&lt;br /&gt;
* [https://www.museum-luedo.de/ Heimatmuseum Lütgendortmund]&lt;br /&gt;
* {{LWLGDK|268874|Haus Dellwig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;nieswand105&amp;quot;&amp;gt;Inge Nieswand: &amp;#039;&amp;#039;Dortmund-Bövinghausen in alten Ansichten.&amp;#039;&amp;#039; Europäische Bibliothek, Zaltbommel 2010, ISBN 978-90-288-2110-1, S.&amp;amp;nbsp;105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;infotafel&amp;quot;&amp;gt;Angabe gemäß Infotafel im Park&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalliste&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Denkmalliste der Stadt Dortmund.&amp;#039;&amp;#039; Denkmal Nr.&amp;amp;nbsp;A&amp;amp;nbsp;0101 ({{Webarchiv|url=https://www.dortmund.de/media/p/denkmalbehoerde/denkmal_downloads/denkmallisten/Denkmalverzeichnis_Dortmund.pdf |wayback=20140915230756 |text=PDF |archiv-bot=2022-11-13 04:13:43 InternetArchiveBot }}; 814&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;timonline&amp;quot;&amp;gt;Angabe gemäß Geobasisdatenportal Nordrhein-Westfalen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;anm1&amp;quot;&amp;gt;Angabe gemäß Henriette Brink-Kloke: &amp;#039;&amp;#039;Haus Dellwig.&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;55. Andere Veröffentlichungen sprechen von einer eigenen Quelle für die Gräfte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;infotafel-herrenhaus&amp;quot;&amp;gt;Angabe gemäß [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dortmund_-_Mergelkopfweg_-_Haus_Dellwig_12_ies.jpg Infotafel am Herrenhaus]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke56&amp;quot;&amp;gt;Henriette Brink-Kloke: &amp;#039;&amp;#039;Haus Dellwig.&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke56-57&amp;quot;&amp;gt;Henriette Brink-Kloke: &amp;#039;&amp;#039;Haus Dellwig.&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;56–57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;brink-kloke55&amp;quot;&amp;gt;Henriette  Brink-Kloke: &amp;#039;&amp;#039;Haus Dellwig.&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;bieker50&amp;quot;&amp;gt;Josef Bieker: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser im Revier.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S.&amp;amp;nbsp;50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht244&amp;quot;&amp;gt;August Kracht: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser im Sauerland, Siegerland und an der Ruhr.&amp;#039;&amp;#039; [1983,] S.&amp;amp;nbsp;244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;anm2&amp;quot;&amp;gt;Angabe nach August Kracht: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser im Sauerland, Siegerland und an der Ruhr.&amp;#039;&amp;#039; [1983,] S.&amp;amp;nbsp;244. Henriette Brink-Kloke nennt in ihrem Buchbeitrag Christoph von Dellwig als Erbauer des Schlosses.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krämer52&amp;quot;&amp;gt;Karl Emmerich Krämer: &amp;#039;&amp;#039;Von Burg zu Burg durchs Ruhrgebiet.&amp;#039;&amp;#039; 1986, S.&amp;amp;nbsp;52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;archiv&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/urkunden_datenbank/suche/vollansicht_archiv.php?id=33 Geschichte des Archivs von Schloss Ahausen], Zugriff am 18.&amp;amp;nbsp;Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht245&amp;quot;&amp;gt;August Kracht: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser im Sauerland, Siegerland und an der Ruhr.&amp;#039;&amp;#039; [1983,] S.&amp;amp;nbsp;245.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;kracht249&amp;quot;&amp;gt;August Kracht: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser im Sauerland, Siegerland und an der Ruhr.&amp;#039;&amp;#039; [1983,] S.&amp;amp;nbsp;249.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/30/33.42/N |EW=07/20/56.55/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4806751-9|VIAF=235696089}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserschloss in Nordrhein-Westfalen|Dellwig, Haus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Dortmund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des bergisch-westfälischen Adelsgeschlechts Landsberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brighida</name></author>
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