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	<title>Haus Angerort - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haus_Angerort&amp;diff=1531927&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dusdia: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-11-30T23:15:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Haus Angerort&lt;br /&gt;
|Bild = Haus Angerort um 1433.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Haus Angerort um 1433&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Niederungsburg&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Späteres Herrenhaus erhalten&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Hüttenheim (Duisburg)|Hüttenheim]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 51/22/44.88&lt;br /&gt;
|Längengrad = 6/43/36.89&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-NW&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = &lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haus Angerort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[mittelalter]]liche [[Wasserburg]] und Festung im [[Duisburg]]er [[Ortsteil|Stadtteil]] [[Hüttenheim (Duisburg)|Hüttenheim]] an der Grenze zu [[Wanheim-Angerhausen]] am [[Anger (Rhein)|Angerbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung des Namens ==&lt;br /&gt;
Der Name Angerort setzt sich zusammen aus den Begriffen &amp;#039;&amp;#039;Anger&amp;#039;&amp;#039; für Angerbach und &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039;, das für &amp;#039;&amp;#039;Ende&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Spitze&amp;#039;&amp;#039; steht. Der Name beschreibt somit die geografische Lage des Hauses direkt südlich der Mündung des Angerbachs in den [[Rhein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der genaue geschichtliche Ursprung des Hauses Angerort ist nicht geklärt. Nach einer Sage wurde bereits im Jahr 796 an jener Stelle auf Befehl von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] ein Turm gebaut, der durch zu entfachende Feuer vor herannahenden Gefahren, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Normannen]], warnen sollte. Ferner wird vermutet, dass das Haus Angerort mindestens seit dem 11. Jahrhundert als [[Festes Haus]] mit einem angeschlossenen Wirtschaftshof [[Medefurter Hof|Gut Medefurt inkl. zugehöriger Mühle]] bestand. Die erste urkundliche Erwähnung soll aus einer Urkunde des [[Kloster Werden|Klosters (Essen-)Werden]] aus dem Jahr 1051 stammen, in der ein &amp;#039;&amp;#039;Haus Angerort an der Angria&amp;#039;&amp;#039; erwähnt werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Volmert (1975), S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch ist dies wohl eine Fehlinformation. Die erste nachweisbare schriftliche Erwähnung Angerorts stammt aus dem Jahr 1409/10. In diesem Jahr erscheint Angerort als &amp;#039;&amp;#039;angeroirt&amp;#039;&amp;#039; im Rechenschaftsbericht der Stadt Duisburg, da die Bürgermeister und der Schultheiß dorthin reisten, um mit Kanonikern aus Kaiserswerth zusammen zu treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Mihm, Arend Mihm: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Stadtrechnungen im historischen Prozess – Die älteste Duisburger Überlieferung (1348–1449).&amp;#039;&amp;#039; Band 1 (Untersuchungen und Texte). Köln, Weimar, Wien 2007, S. 366.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1425 ordnete [[Adolf (Jülich-Berg)|Herzog Adolf von Berg]] an, dass das direkt an der nördlichen Grenze des [[Herzogtum Berg|Herzogtums Berg]] liegende Haus Angerort zu einer Burg und Grenzfeste ausgebaut wird, um das im Jahr 1423 gerade vereinigte [[Herzogtum Jülich-Berg|Herzogtum von Jülich und Berg]] nach Norden gegen das [[Herzogtum Kleve]], genauer die klevische Enklave [[Wanheim-Angerhausen]], abzusichern. Zu diesem Zweck mussten die acht Ämter des Herzogtums Berg jährlich 60 [[Reichsmünzordnung|Reichsgulden]] aufbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1429 fanden sich die Herzöge von Jülich-Berg und Kleve unter Hinzuziehung des [[Grafschaft Moers|Grafen von Moers]] in Duisburg und Angerort ein, um einen Streit um gegenseitige Forderungen beizulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen: &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch der Stadt Krefeld und der alten Grafschaft Mörs.&amp;#039;&amp;#039; Band I, &amp;#039;&amp;#039;799–1430&amp;#039;&amp;#039; (Urkunde Nr. 1680), S. 345.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltungstechnisch gehörte das Haus Angerort zum [[Amt Angermund]]. Die vom Herzog von Berg belehnten Burgverwalter trugen zwar den Titel eines [[Amtmann]]es, richteten aber kein eigenes Amt ein. Erster Burgverwalter war ab 1433 Alf Quade (auch: Adolf [[Quadt]]). Sein Nachfolger war Ludger (auch: Lutter) [[Staël von Holstein]], der Angerort zum Wohnschloss erweitern ließ. Aus jener Zeit (1441) liegt auch eine Beschwerde von [[Adolf II. (Kleve-Mark)|Herzog Adolf von Kleve-Mark]] vor, dass bei Angerort ein bergisches Todesurteil vollstreckt worden sei. Der dritte Verwalter war Marschall Johann [[Haus zum Haus|vom Haus]], der am 14. März 1451 zum Amtmann ernannt wurde. 1478 war Ruprecht von Steinen Angerorter Amtmann bzw. Schultheiß.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter von Roden: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Duisburg. II. Die Ortsteile von den Anfängen, die Gesamtstadt seit 1905.&amp;#039;&amp;#039; Duisburg 1974, S. 335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Burgundischer Erbfolgekrieg (1477–1493)|Burgundischen Erbfolgekrieg]] waren Reichstruppen in Angerort stationiert. 1493 mussten Türen und Brücke repariert, sowie die Vorräte an Pulver und Blei aufgefüllt werden. Am 9. März 1514 trafen sich auf Angerort eine Reihe von hohen Herren und Würdenträgern von Jülich-Berg und Kleve, um die Ehe zwischen [[Karl von Egmond|Karl von Geldern]] und Anna von Kleve zu besprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1520 war ein Steynhaus Amtmann. Als Gegenleistung dafür, dass die Eheleute Gerhard von Troistorp und Margarete von Hammerstein zu [[Schloss Heltorf]] eine alte herzogliche Schuld bei Dritten tilgten, überwies [[Johann (Jülich-Kleve-Berg)|Herzog Johann von Jülich-Kleve-Berg]] 1522 den Eheleuten Haus Angerort zusammen mit Hof Medefurt auf Lebenszeit. Als [[Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg)|Herzog Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg]] im Jahr 1541 Angerort und Hof Medefurt seinem [[Kanzler]] [[Johann Ghogreff]] übertrug, musste der Herzog der inzwischen verwitweten Margarete und ihrem Sohn Sibert von Troistorp zu Heltorf einen Ausgleich anbieten. Neben verschiedenen finanziellen Ausgleichsmaßnahmen wurde Sibert zum [[Amt Angermund|Amtmann zu Angermund]] ernannt und Margarete erhielt ein lebenslanges Wohnrecht auf [[Burg Angermund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, H 2,24 und 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Johann Ghogreff ging Angerort an die von Binsfeld, später an die [[Fürstenberg (westfälisches Adelsgeschlecht)|von Fürstenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1524 wurde die Feste Angerort als Gefängnis für den Rädelsführer einer Bürgerrevolte in [[Emmerich am Rhein|Emmerich]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Dederich: &amp;#039;&amp;#039;Annalen der Stadt Emmerich&amp;#039;&amp;#039;. Wesel 1867, S. 299. ({{Google Buch |BuchID=HtgAAAAAcAAJ |Seite=299 |Linktext=Volltext}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Angerort1571.JPG|mini|Haus Angerort im Jahr 1571]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hinweistafel Haus Angerort.jpg|mini|Hinweistafel Haus Angerort]]&lt;br /&gt;
Eine erste Zeichnung des Hauses von [[Arnold Mercator]] stammt aus dem Jahr 1571. Die Skizze zeigt eine unregelmäßige, von Mauern und Gebäuden umgebene Burganlage mit zwei großen Rundtürmen sowie einem kleineren Turm, der wohl den Zugang flankiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Rekonstruktionsvorschläge in einem Artikel&amp;lt;!-- Lemma ??? --&amp;gt; In: &amp;#039;&amp;#039;Westdeutsche Allgemeine Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 12. Oktober 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde Angerort 1629 durch Truppen der [[Republik der Vereinigten Niederlande|Republik der Sieben Vereinigten Provinzen]] geplündert. Sie entwendeten das gesamte Mobiliar. In den 1630er-Jahren, unter der Besatzung durch [[Kaiserliche Armee (HRR)|kaiserliche]] Truppen, wurde die Burg dann zur Festung im [[Bastion|bastionären System]] ausgebaut. Gerhard von Neuland bat 1635 und 1636 um Holz für den Kribbenbau zu Angerort. [[Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg|Herzog Wolfgang-Wilhelm]] befahl dem Holzgrafen 1500 Pfähle und 2000 Schanzen zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, Q1,24 Nr. 228, 231, 232 und 234.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wurden zu jener Zeit auf Angerort unter Hinzuziehung von Bischöfen Verhandlungen zur Lösung von Religionsstreitigkeiten in der Region geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Dederich: &amp;#039;&amp;#039;Annalen der Stadt Emmerich.&amp;#039;&amp;#039; Wesel 1867, S. 455. ({{Google Buch |BuchID=HtgAAAAAcAAJ |Seite=PA455 |Linktext=Volltext}})&amp;lt;/ref&amp;gt; 1642 wurde der ehemalige [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|hessen-kasselsche]] General, inzwischen kaiserliche Generalfeldmarschall [[Peter Melander von Holzappel]] vom Herzog von Berg auf Angerort gesetzt. Dies mag ein Grund für einen Angriff hessen-kasselscher Truppen auf Angerort im Frühjahr 1642 gewesen sein. Angerort wurde ausgeplündert und verwüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach übernahmen zunächst wieder bergische Truppen die Festung. Im Juni 1642 war der jülich-bergische Kommandant Leutnant Friedrich Weingens gen. Becker der Herr von Angerort. Dieser wurde zu jener Zeit auf einer Rückreise von Düsseldorf nach Angerort von kaiserlichen Truppen, die zuvor vergeblich versucht hatten, Angerort zu erobern, aufgegriffen, geschlagen und mit Waffen bedroht, so dass Weingens in Todesangst schließlich seinen auf Angerort verbliebenen Truppen den Befehl gab, die Festung an die kaiserlichen Truppen zu übergeben. So kam es, dass zwischen 1642 und 1644 auf Angerort der Truppenkommandant und kaiserliche Obristwachtmeister bzw. Obristleutnant [[Johann von Fargel (Militär)|Johann (Hans) von Fargel]] (auch: Vergell, Vogelius, Forgelius) herrschte. Dieser diskutierte in seiner Korrespondenz mit dem kaiserlichen Feldmarschall [[Melchior von Hatzfeldt|Melchior Graf von Hatzfeld]] neben Truppenbewegungen in der Umgebung&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiserswerth [Stadt Düsseldorf]. In: Franz Petri u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der historischen Stätten Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Nordrhein-Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1970, S. 371f.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch bauliche Fragen zum Haus Angerort, so zum Beispiel im Oktober 1643 die Anlage einer Schleuse oder im März 1644, dass einige Befestigungsanlagen von Angerort eingestürzt waren. Als Kommandant von Angerort hielt sich Fargel nicht an bestehende Verträge und plünderte regelmäßig das umliegende Land.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, Q 1,23 Nr. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst 1644 verlor Angerort seine strategische Bedeutung für die kaiserlichen Truppen und Fargel verhandelte mit Hatzfeld um seine Ablösung.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Engelbert (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Das Kriegsarchiv des kaiserlichen Feldmarschalls Melchior von Hatzfeldt (1593–1658). Analytisches Inventar&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde&amp;#039;&amp;#039;, 61. Düsseldorf 1993, Nr. 176, sowie Günther Engelbert: &amp;#039;&amp;#039;Hatzfeld, Melchior Graf&amp;#039;&amp;#039;. In: Neue Deutsche Biographie Band 8, Berlin 1969, S. 64 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August oder September 1644 zog Fargel mit seinen ca. 200 Mann nach Koblenz ab. Über die Ereignisse nach dem Abzug liegen widersprüchliche Aussagen vor: Im Lagerbuch des Gästehauses zu Duisburg findet sich ein Vermerk, dass der im Krieg auf Neutralität bedachte bergische Herzog [[Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg|Wolfgang Wilhelm]] die Festung nach Abzug der kaiserlichen Truppen am 1. Oktober 1644 sprengen ließ, um weitere Truppenfestsetzungen zukünftig zu verhindern. Richtig ist aber wohl eher, dass die kaiserlichen Truppen die von ihnen verbesserte und ausgebaute Festung selbst sprengten, denn Wolfgang Wilhelm hatte noch kurz vor dem Truppenabzug um eine Übergabe Angerorts gebeten, damit er die Festung mit &amp;#039;&amp;#039;eigenem Volk&amp;#039;&amp;#039; besetzen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. August 1651 fand bei Angerort ein Vermittlungstreffen im [[Jülich-Klevischer Erbfolgestreit|Jülich-Klevischen Erbfolgestreit]] statt. Es trafen sich Wolfgang Wilhelm und der brandenburgische Kurfürst [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]], zu diesem Zeitpunkt jedoch noch erfolglos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|44|87|116|Wolfgang Wilhelm|Josef Breitenbach|ADB:Wolfgang Wilhelm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst im Oktober 1651 wurde ein Vergleichsvertrag unterzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wiederaufbau durch den Pfandherren Gerhard von Neuland erfolgt nach 1657 als bescheidenes turmloses Haus. Das Haus blieb im Besitz dieser Familie, bis die Grundherrschaft 1731 von Arnold Franz von Neuland an den jülich-bergischen Vizekanzler Johann Peter von Reiner, Herr zu [[Haus Düssel|Düssel]] und Angerort, übergeben wurde. Dieser muss das Haus ausgebaut haben, denn 1733 bat er den Holzgrafen um Bauholz für Angerort.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, Q1,24 Nr. 390.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischenzeitlich muss gemäß einem Dekret von 1719 auch Baron de Rouveroy im Besitz Angerorts gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW R, Reichskammergericht, Teil VII: P-R 4829, R 1042/4027.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1740 erlitt das Haus durch Hochwasser und Eisgang auf Rhein und Angerbach schwere Schäden. Danach (1742) renovierte Johann Peter von Reiner das Haus und baute zwei [[Barock|barocke]] Seitenflügel an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Haus als Bauerngut verpachtet, womit der Niedergang des früher stattlichen Bauwerks einsetzte. Der erste Pächter Peter Lausberg versuchte im Haus Angerort eine Brennerei anzusiedeln, aber bereits im Mai 1785 wurde das gesamte Inventar versteigert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW R Jülich-Berg, Hofrat Nr. B I 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1787 wurde das Haus mit dem zugehörigen Hof Medefort einem neuen Pächter übergeben, Fabrikant Braselmann aus [[Elberfeld]].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW R Jülich-Berg, Hofrat Nr. B I 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser ließ auf dem Gelände [[Türkischrot]] produzieren, musste den Betrieb aber schon bald aufgrund von Kriegswirren aufgeben: Im [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskrieg]] setzten 1795 etwa 1,5 km nördlich vom Haus Angerort französische Truppen über den Rhein und schlugen die auf der rechten Rheinseite liegenden österreichischen Truppen. Neben den daraus resultierenden Kriegslasten musste die Bevölkerung Ende Januar 1799 ein weiteres Jahrhunderthochwasser und entsprechenden [[Eisgang]] auf Rhein und Angerbach aushalten. Auch das Haus Angerort erlitt schwere Schäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1838 kaufte Kaufmann J.H. Wiesmann zu [[Hattingen]] das Gut zusammen mit 267 Morgen Land in Huckingen, Ehingen und Wanheim.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, P 19,2.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1861 wurde Angerort mit Haupt- und Nebengebäuden sowie angrenzenden Gärten von Friedrich Krüger aus Ruhrort gekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, P 19,4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem zwischenzeitlich der Duisburger Großhändler Johann Hendrich Kirberg Besitzer von Haus Angerort geworden war, ging Angerort in den Besitz des Grafen [[Spee (Adelsgeschlecht)|von Spee]] über, der dann auf Angerort liegende Renten ablöste.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, P 7,17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Schloss wurde nur noch im Erdgeschoss bewohnt. 1891 erfolgte der Übertragung von den Erben Graf Wilderichs Spee zu Maubach an Graf Franz Spee.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, P 19,7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 erwarb die Firma [[Schulz-Knaudt]] das umliegende Gelände (ca. 50 Hektar) und damit auch das Haus Angerort vom Grafen Spee.&amp;lt;ref&amp;gt;Spee’sches Archiv Heltorf, P 19,18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch Firmenzusammenschlüsse wurden die [[Mannesmannröhren-Werke]] (1914–1988) und die [[Hüttenwerke Krupp Mannesmann|Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM)]] (seit 1988) Eigentümer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Zustand und Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Angerort03.JPG|mini|hochkant=1|Heutiger Zustand]]&lt;br /&gt;
Heute ist das Haus Angerort ein unscheinbares Gebäude auf dem HKM-Firmengelände, dem man seine mittelalterliche Geschichte nicht ansieht. Von außen betrachtet handelt es sich um einen zweigeschossigen, verputzten Mauerwerksbau mit Walmdach. Nur die beiden oberen Stockwerke sind zu sehen, da die ursprünglichen Wassergräben um die Burg und damit auch das untere Stockwerk, nun Kellergeschoss, ca. 1920 mit Sand aus einem Werkhafenausbau zugeschüttet wurde. Die durch Fotos belegten [[Barock|barocken]] Seitenflügel existieren heute nicht mehr. Sie wurden um 1908 bzw. 1960 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 1910 diente das Haus für kurze Zeit dem Stahlwerksdirektor als Wohnsitz. 1930 wurde es erneut für eine neue Nutzung als Labor und Wärmeabteilung umgebaut. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Gebäude als Laboratorium für die Mannesmann Forschungsinstitut GmbH (MFI), u.&amp;amp;nbsp;a. für die [[Werkstoffprüfung#Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung|zerstörungsfreie Prüfung]], ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 10. März 2005 ist Haus Angerort ein Bau- und bereits seit dem 27. Juni 1991 ein [[Bodendenkmal]] der Stadt Duisburg. Seit einigen Jahren ist das Haus ohne Nutzung. Nach dem Haus wurde in Duisburg-Hüttenheim die Angerorter Straße benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Angerort |Band=8 |Seite=73}}&lt;br /&gt;
* Dietmar Ahlemann, Bernd Braun: &amp;#039;&amp;#039;Haus Angerort samt Hof und Mühle Medefurt.&amp;#039;&amp;#039; In: Bürgerverein Duisburg-Huckingen e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Huckinger Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band III, Duisburg 2015, S. 228–262.&lt;br /&gt;
* Bernd Braun: &amp;#039;&amp;#039;Haus Angerort.&amp;#039;&amp;#039; In: Bürgerverein Duisburg-Huckingen e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Huckinger Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; Babd II, Oberhausen 1997, S. 234–240.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Bernd Braun&lt;br /&gt;
   |Titel=Ein vergessenes Schloss am Rhein: Haus Angerort im Duisburger Süden.&lt;br /&gt;
   |Ort=Duisburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Sonderdruck aus dem Duisburger Jahrbuch 2003}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Bernd Braun&lt;br /&gt;
   |Titel=Baudenkmale gefährdet – Baudenkmale gerettet. Haus Angerort&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Burgen und Schlösser&lt;br /&gt;
   |Band=3&lt;br /&gt;
   |Datum=2003}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Bernd Braun&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Bürgerverein Duisburg-Huckingen&lt;br /&gt;
   |Titel=Haus Angerort&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Historischer Wanderweg im Angerland – Huckingen und Umgebung&lt;br /&gt;
   |Auflage=2021er Online-&lt;br /&gt;
   |Ort=Gladbeck&lt;br /&gt;
   |Datum=2012&lt;br /&gt;
   |Seiten=18–19&lt;br /&gt;
   |Online=[https://huckingen.de/wp-content/uploads/2021/05/HWA2012-Online-Auflage-2021.pdf huckingen.de]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=2680&lt;br /&gt;
   |Abruf=2021-05-21}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Bürgerverein Duisburg-Huckingen&lt;br /&gt;
   |Titel=Zur Geschichte Huckingens. Festschrift zum 30-jährigen Bestehen des Bürgervereins Duisburg-Huckingen e.V&lt;br /&gt;
   |Ort=Duisburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2002}}&lt;br /&gt;
* Günther Engelbert: &amp;#039;&amp;#039;Angerort als Festung gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges.&amp;#039;&amp;#039; In: Huckinger Heimatbuch (Band I), Oberhausen 1992, S. 60–68.&lt;br /&gt;
* Hans Pieper: &amp;#039;&amp;#039;Festung Angerort – Angerort, ein vergessenes Schloß im Duisburger Süden.&amp;#039;&amp;#039; In: Huckinger Heimatbuch (Band I), Oberhausen 1992, S. 55–59.&lt;br /&gt;
* Stadt Duisburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Denkmal Siedlung Hüttenheim&amp;#039;&amp;#039;. Duisburg 2010; [https://www.duisburg.de/micro2/pbv/medien/bindata/rubrik_Fibel_Huettenheim.pdf duisburg.de] (PDF; 3,4&amp;amp;nbsp;MB) mit alten Fotos von Haus Angerort (S. 8).&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Egon Verheyen&lt;br /&gt;
   |Titel=Bau- und Kunstdenkmäler in Duisburg&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Duisburger Forschungen&lt;br /&gt;
   |WerkErg=Schriftenreihe für Geschichte und Heimatkunde Duisburgs&lt;br /&gt;
   |Band=7. Beiheft&lt;br /&gt;
   |Ort=Duisburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1966&lt;br /&gt;
   |Seiten=56–57}}&lt;br /&gt;
* Theo Volmert: &amp;#039;&amp;#039;Rittersitze und Schlösser an der Anger.&amp;#039;&amp;#039; In: Die Quecke – Angerländer Heimatblätter, Nr. 45, September 1975, S. 1–34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat |ID=3413 |Name=Angerort |Autor=Günter Krause}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser an der Anger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederungsburg in Nordrhein-Westfalen|Angerort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Duisburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Duisburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Duisburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Duisburg-Süd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Angerort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1051]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserburg in Nordrhein-Westfalen|Angerort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dusdia</name></author>
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