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	<title>Haus Alst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haus_Alst&amp;diff=1807413&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Änderung 243854039 von 2003:EB:171E:3900:8968:4419:D42B:8F4E rückgängig gemacht; Bitte damit aufhören.</title>
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		<updated>2024-04-07T17:23:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/243854039&quot; title=&quot;Spezial:Diff/243854039&quot;&gt;243854039&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2003:EB:171E:3900:8968:4419:D42B:8F4E&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2003:EB:171E:3900:8968:4419:D42B:8F4E&quot;&gt;2003:EB:171E:3900:8968:4419:D42B:8F4E&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Bitte damit aufhören.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:20140720 122914 Haus Alst, Horstmar (DSC04880 crop).jpg|mini|hochkant=1.4|Luftaufnahme des Hauses Alst mit Vorburg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haus Alst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliger [[Münsterland|münsterländischer]] [[Burgmannshof]] in der [[Alst|Bauerschaft Alst]] bei [[Horstmar]] im Kreis Steinfurt/NRW. Es entstand an der Stelle einer älteren [[Burg]]anlage und wurde im Stil der [[Renaissance]] erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Haus Alst liegt im Dreieck zwischen den Ortschaften Horstmar, [[Burgsteinfurt]] und [[Laer]]. Dabei liegt der Ort Horstmar in südwestlicher Richtung und Laer in südöstlicher Richtung. Aus Richtung Burgsteinfurt kommend verbindet die Ortschaften Burgsteinfurt und Horstmar die Landstraße L580. Kurz hinter dem Ortsausgang von Burgsteinfurt zweigt von ihr die L550 ab, die dann die Ortschaften Burgsteinfurt und Laer verbindet. Etwa auf halbem Wege ist von beiden Landstraßen aus abbiegend über verschiedenste Wirtschaftswege das Anwesen Haus Alst zu erreichen. Aus Richtung Burgsteinfurt kommend zweigt etwa in Höhe von Haus Alst von der L580 nach rechts in Richtung zur Ortschaft [[Leer (Horstmar) | Leer]] die L 570 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besitzergeschichte ==&lt;br /&gt;
Haus Alst wird erstmals in einer Urkunde von 1217 erwähnt. Da es dem [[Stift Vreden]] gehörte, wechselten seine Besitzer häufig. 1282 erscheinen mit Sueder von Alstedde und seinem Sohn Dietrich die ersten bekannten Besitzer in den Schriftquellen. Im 14. Jahrhundert wurde das Haus mehrmals als [[Ministeriale]]n&amp;lt;nowiki/&amp;gt;sitz der Abtei Vreden bezeichnet. Lehnsträger waren bis 1333 die von Wüllen, dann die Blome und seit 1398 die Herren von [[Münster (westfälisches Adelsgeschlecht)|Münster]]. 1569 ging Haus Alst durch Erbschaft an die Herren von [[Westerholt (Adelsgeschlecht)|Westerholt]], die es 1624/25 auf den alten Grundmauern neu errichteten und ihm damit das heutige Aussehen gaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Beatrice Herig: &amp;#039;&amp;#039;Was sind eigentlich Specklagen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Monumente]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang&amp;amp;nbsp;30, Nr.&amp;amp;nbsp;5, 2020, {{ISSN|0941-7125}}, S.&amp;amp;nbsp;17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das heutige Gebäude war ursprünglich an einen älteren, im rechten Winkel nach Norden anschließenden Flügel angebaut gewesen, der um 1800 abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1800 wurde der Herrensitz an den Bankier Schönstädt verkauft. Von 1832 bis 1843 gehörte er der Familie des Komponisten [[Maximilian Friedrich von Droste zu Hülshoff]], der dort starb&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilderich von Droste zu Hülshoff]]: &amp;#039;&amp;#039;900 Jahre Droste zu Hülshoff.&amp;#039;&amp;#039; Hortense von Gelmini, Horben 2018, ISBN 978-3-936509-16-8.&amp;lt;!-- genaue Seitenangabe fehlt --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie verkaufte Haus Alst an [[Wilderich von Ketteler]], ehe [[Burghard von Schorlemer-Alst]], als Gründer des deutschen Bauernvereins auch der „Westfälische Bauernkönig“ genannt, 1852 Besitzer der Anlage wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1935 befindet sich Haus Alst wieder im Besitz der Familie Graf von Westerholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte und -beschreibung ==&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist Haus Alst auf Grund zwei seltener Eigenarten: des noch gut erhaltenen [[Ringwall]]s und der „[[Specklagen]]technik“ seiner Mauern, die ein typisches Merkmal der [[niederländische Renaissance|niederländischen Renaissance]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von einem [[Wassergraben]] umgebene [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] steht auf einer flachen Anhöhe oberhalb eines schmalen Baches versteckt unter alten Bäumen. Von der langen Zufahrtsallee kommend, sieht man zunächst nur wenig vom Gebäude. Es verbirgt sich weitgehend hinter einem fast acht Meter hohen Erdwall, der hinter der sehr tiefen [[Gräfte]] liegt. Beide umgaben in einem Fünfeck die vorherige Burganlage und gaben ihr Schutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden führt noch heute eine Brücke als einziger Zugang über den breiten Graben. Bewacht wird sie durch ein [[Torhaus]], das als Schutz der ehemaligen [[Zugbrücke]] anzusehen ist. Von der heutigen Bausubstanz des Torhauses ist nur der Unterbau aus [[Bruchstein]]en noch original. Das Obergeschoss mit seinen [[Neugotik|neugotischen]] Fenstern ist ebenso wie die blinden [[Schießscharte]]n eine Zutat der Zeit um 1870.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Durchfahrt aus ist die ganze Anlage gut zu überblicken. Links liegt die [[Vorburg]], auf der heute zwei schlichte Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jahrhundert stehen. Sie waren früher zusätzlich zum Außengraben noch einmal ganz von einer Innengräfte umgeben, die hart am hohen Erdwall entlangführte. Lustig wirken die beiden steilen Kranhäuschen mit ihren Einfluglöchern für Tauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Alst, Horstmar (DSC01236).jpg|mini|Haus Alst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haupthaus liegt noch heute in einem eigenen Hausteich, der allerdings auf der Nordseite zugeschüttet ist. Nach Süden zeigt es seine zweistöckige Schauseite. Sie wird durch je acht Fenster gegliedert. Waagerechte [[Gesims]]e aus [[Sandstein]] stellen die Verbindung zwischen ihnen her. Früher liefen sie noch durch die Fenster hindurch, wie man oben am Turm erkennen kann. Alle Fenster trugen nämlich Steinkreuze. Die Hauptwirkung des gesamten Bauwerks geht von der Mauertechnik aus. Streifen von hellroten [[Mauerziegel|Ziegelsteinen]] wechseln mit weiß-gelblichen Sandsteinlagen. Sie ziehen sich in immer wieder betonten Waagerechten um das ganze Bauwerk einschließlich der Türme. Ihr Aussehen erinnert dabei an eine kräftig durchwachsene Speckseite, woher die Bezeichnung „Specklagen“ rührt. Diese farbenfrohe Mauergestaltung ist für [[Westfalen]] sehr selten, nur der [[Merveldter Hof|Merfelder Hof]] in Horstmar und [[Haus Hameren]] im nahe gelegenen [[Billerbeck]] weisen das gleiche System auf. Vorbild scheint aber eher das fast gleichaltrige Rathaus in [[Bocholt]] gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Specklagen kommen häufig in [[Holland]] und [[Belgien]] vor. Es zeigt sich noch eine weitere niederländische Eigenart: Über allen Fenstern sitzen flache Entlastungsbögen aus Ziegelsteinen mit Sandsteinquadern. Auch dieses Ziermotiv ist in Westfalen nicht heimisch. Dagegen sind die großen, x-förmigen [[Maueranker|Eisenanker]] als Wandschmuck in dieser Gegend durchaus geläufig. Sie haben die Aufgabe, die Deckenbalken des Inneren in der Außenwand zu verklammern. Niederländischen Einfluss verraten auch die Specklagen-Schornsteine mit ihren runden Helmaufsätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Nordseite steht als einzige Verbindung der Stockwerke ein achteckiger [[Treppenturm]]. Seine Tür, das [[Portal (Architektur)|Hauptportal]] des Gebäudes, ist ein reiches Beispiel für die Schmuckfreudigkeit der Renaissance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Boer, Andreas Lechtape: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser im Münsterland.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Aschendorff, Münster 2015, ISBN 978-3-402-12766-7, S.&amp;amp;nbsp;54–58.&lt;br /&gt;
* Julia Haseloff: &amp;#039;&amp;#039;Haus Alst.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrike Frede, Britta Spies (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schlösser &amp;amp; Kastelen. Leben in historischen Adelssitzen im deutsch-niederländischen Raum.&amp;#039;&amp;#039; Tecklenborg, Steinfurt 2008, ISBN 978-3-939172-39-0, S.&amp;amp;nbsp;54–63.&lt;br /&gt;
* [[Albert Ludorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Steinfurt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;15). Schöningh, Münster 1904, S.&amp;amp;nbsp;66 ([https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/content/pageview/3234836 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Karl Eugen Mummenhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Profanbaukunst im Oberstift Münster von 1450 bis 1650.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. Sonderheft&amp;amp;nbsp;15). Aschendorff, Münster 1961, S.&amp;amp;nbsp;107–108.&lt;br /&gt;
* Anton Janßen: &amp;#039;&amp;#039;Specklagen-Mauerwerk ziert Merveldter Hof und Haus Alst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Unser Kreis 1994. Jahrbuch für den Kreis Steinfurt.&amp;#039;&amp;#039; Kreisheimatbund, Steinfurt 1993, ISBN 3-926619-40-6, S.&amp;amp;nbsp;69–74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat|3321|Haus Alst|Stefan Eismann}}&lt;br /&gt;
* [https://www.westfalen-adelssitze.de/alst.html Haus Alst auf westfalen-adelssitze.de]&lt;br /&gt;
* {{LWLGDK|10030910|Garten am Haus Alst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52.093289|EW=7.335914|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Alst, Haus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenhaus im Kreis Steinfurt|Alst, Haus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Horstmar|Haus Alst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Horstmar|Haus Alst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissancebauwerk in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Adelsgeschlechts Westerholt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schorlemer (Adelsgeschlecht)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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