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	<title>Hauptdolomit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Typischer Hauptdolomit.jpg|mini|Typische Hauptdolomit-Landschaft in den Nördlichen Kalkalpen, [[Kreuzkarspitze]], Allgäuer Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptdolomit.jpg|mini|Hauptdolomit der Langbathscholle, [[Traunstein (Berg)|Kaltenbachwildnis]], Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hauptdolomit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine bis zu 2200&amp;amp;nbsp;Meter mächtige [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] Einheit der [[alpidische Gebirgsbildung|alpidischen]] Gebirge, die primär aus [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]] aufgebaut ist. Die Gesteine wurden großteils in flachen [[Lagune]]nbereichen in der Zeit des späten [[Karnium]]s und des [[Norium]]s (beide [[Obertrias]], vor ca. 230–200 Mio.&amp;amp;nbsp;Jahren) abgelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff ‚Hauptdolomit‘ stammt vom deutschen Geologen [[Carl Wilhelm von Gümbel]], der ihn zum ersten Mal 1857 in seiner Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen in den bayerischen Alpen zwischen Isar und Salzach&amp;#039;&amp;#039; verwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Wilhelm von Gümbel: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen in den bayerischen Alpen zwischen Isar und Salzach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Geologischen Reichsanstalt.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 7, S. 146–151.&amp;lt;/ref&amp;gt; Richard Lepsius, der Sohn von [[Karl Richard Lepsius]], hat die Bezeichnung 1876 auch für den Südalpinen Bereich eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Lepsius: &amp;#039;&amp;#039;Einteilung der alpinen Trias und ihr Verhaltnis zur Ausseralpinen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Min. Geol. Paleont.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1876, S. 742–744.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Dachsteindolomit&amp;#039;&amp;#039; wurde teilweise als Synonym zu &amp;#039;&amp;#039;Hauptdolomit&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Heute werden obere Anteile des Hauptdolomits als [[Dachsteinkalk|Dachsteindolomit]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
:{{Siehe auch|Alpenkalk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lithostratigraphische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Trotz seiner häufig großen Mächtigkeit wird der Hauptdolomit auf vielen geologischen Karten nicht untergliedert und als graue Fläche dargestellt. In der Beschreibung der Stratigrafischen Kommission Italiens wird dem in Italien als [[Dolomia Principale]] bezeichneten Hauptdolomit der Rang einer [[Formation (Geologie)|Formation]] zuerkannt. Für den nordalpinen Bereich gibt es den Vorschlag, den hier bis zu 2200 Meter mächtigen Hauptdolomit als [[Gruppe (Geologie)|Gruppe]] aufzufassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Donato A. Donofrio, [[Rainer Brandner]], Werner Poleschinski: &amp;#039;&amp;#039;Conodonten der Seefeld-Formation. Ein Beitrag zur Bio- und Lithostratigraphie der Hauptdolomit-Plattform (Obertrias, westliche Nördliche Kalkalpen, Tirol).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geologisch-Paläontologische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Innsbruck 2003, Band 26, S. 91–107 ([https://www.uibk.ac.at/downloads/c715/gpm_26/091_107_sml.pdf PDF-Datei]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch etwa die bereits 1992 erschienene [[Geologische Karte der Republik Österreich]] 1.50.000, Blatt Zirl, weist innerhalb des Hauptdolomits verschiedene Untereinheiten aus, ohne jedoch schon ausdrücklich die stratigraphischen Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Gruppe&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Formation&amp;#039;&amp;#039; zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildungsraum und Alter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:230 Ma plate tectonic reconstruction.png|mini|Raum [[Pangäa]], [[Paläotethys|Paläo-]] und [[Neotethys]], 230&amp;amp;nbsp;[[mya (Zeitskala)|mya]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bildungsraum des Hauptdolomits ist allgemein der Nordwesten der [[Neotethys]], die in das in [[Gondwana]] (hier das spätere Afrika) und [[Laurasia]] (Europa) zerbrechende [[Pangaea]] vordrang. In neueren Forschungen wird hier der [[Meliata-Ozean]] angenommen, über dessen Charakter als eigenständiger Ozean, Randmeer der Tethys oder Übergangsmeer zum aufbrechenden Atlantik noch Unklarheit herrscht.&amp;lt;ref name=&amp;#039;Froitzheim 2011 2.1&amp;#039;&amp;gt;Vergl. Nikolaus Froitzheim: {{Toter Link |datum=2025-06 |url=https://www.steinmann.uni-bonn.de/institut/bereiche/endogene-prozesse/arbeitsgruppen/strukturgeologie/lehre/wissen-gratis/geologie-der-alpen |text=&amp;#039;&amp;#039;Geologie der Alpen.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines und Ostalpin.&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2025-06-20 02:35:06 InternetArchiveBot}} 2.1 &amp;#039;&amp;#039;Öffnung und Schließung des Meliata-Ozeans.&amp;#039;&amp;#039; Vorlesungsskript, Uni Bonn (2011, online auf uni-bonn.de) (seit ca. 2024 offline). ([http://files.designer.hoststar.ch/81/ee/81ee34ff-7763-47b4-a71c-f993c313aa77.pdf PDF 5,1 MB auf hoststar.ch], zuletzt abgerufen am 21. August 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;#039;Ebert 2001&amp;#039;&amp;gt;Andreas Ebert: {{Webarchiv |url=http://andiebert.gmxhome.de/diplomarbeit/rrseite2.html |wayback=20130211021844 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Alpen: Präalpidische Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;}} und {{Webarchiv |url=http://andiebert.gmxhome.de/diplomarbeit/rrseite3.html |wayback=20181230130446 |text=&amp;#039;&amp;#039;Mesozoische Entwicklung in Südosteuropa&amp;#039;&amp;#039; }}. Auszug einer Diplomarbeit, Mai 2001 (private Webseite des Autors).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptdolomit ist eine Bildung von sehr seichten und weiten [[Lagune]]nregionen und Flachwasserzonen, teilweise waren es zeitweise trockenfallende [[Wattenmeer]]bereiche (Tidalfazies).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterlagert wird der Hauptdolomit im Allgemeinen von [[Raibl-Ereignis|Raibler]] Schichten ([[Raibl-Formation]] i.&amp;amp;nbsp;e.&amp;amp;nbsp;S., [[Lunz-Formation]] in den Kalkvoralpen), die aus einem Klimaereignis, das in das mittlere Karn ([[Julium]] vor 230 Mio.&amp;amp;nbsp;Jahren) gestellt wird, hervorgegangen sind. Die lithographische Abgrenzung ist jedoch nicht immer scharf. Im [[Lunzer Deckensystem|Lunzer Faziesbereich]], der sich in etwa über das südöstliche Oberösterreich und Teile des südlichen Niederösterreichs erstreckt, setzt der Hauptdolomit über der marinen [[Opponitz-Formation]] ein, kann jedoch, diese ersetzend, auch tiefer greifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bituminösen Gesteine der [[Seefeld-Formation]] sind in eingelagerten Becken, Buchten und kolkartigen Vertiefungen der Lagune entstanden.&lt;br /&gt;
Sie können seitlich mit Schichten des [[Keuper]]s verzahnt sein – terrestrisch-lakustrischen (Süßwasser-gebundenen), vom [[Vindelizische Schwelle|Vindelizisch-Böhmischen Land]] aus eingeschwemmten Ablagerungen, die in [[Germanische Trias|Germanischer Fazies]] als rote bis bunte tonig oder schiefrige Einschaltungen vorliegen.&amp;lt;ref name=&amp;#039;Froitzheim 2011 3.3&amp;#039;&amp;gt;Nikolaus Froitzheim: {{Webarchiv|url=https://www.steinmann.uni-bonn.de/institut/bereiche/endogene-prozesse/arbeitsgruppen/strukturgeologie/lehre/wissen-gratis/geologie-der-alpen |wayback=20190322094534 |text=&amp;#039;&amp;#039;Geologie der Alpen.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1. |archiv-bot=2025-06-20 02:35:06 InternetArchiveBot }} Abb. 3-2: &amp;#039;&amp;#039;Perm und Trias der Nördlichen Kalkalpen:&amp;#039;&amp;#039; kp – hd – dkl (im Abschnitt 3.3. &amp;#039;&amp;#039;Tektonik der Nördlichen Kalkalpen&amp;#039;&amp;#039;)  (seit ca. 2024 offline). ([http://files.designer.hoststar.ch/81/ee/81ee34ff-7763-47b4-a71c-f993c313aa77.pdf PDF 5,1 MB auf hoststar.ch], zuletzt abgerufen am 21. August 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Lagunenseite tritt die [[Dachstein-Formation]] entweder verzahnt (in Dachstein-Lagunenfazies), oder auch überlagert (als Dachstein-Riffkalke) in Erscheinung. Der norische [[Plattenkalk]] kann hier als Übergangsfazies fungieren.&amp;lt;ref name=&amp;#039;Froitzheim 2011 3.3&amp;#039;/&amp;gt; Abschließend folgen die fossilreichen Flachwasserablagerungen der [[Kössen-Formation]] der obersten Trias.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tektonisch gehört der Hauptdolomit in den Alpen zum [[Oberostalpin]], in den Nördlichen Kalkalpen findet er sich im [[Bajuvarikum]] wie auch im [[Tirolikum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Der Hauptdolomit ist ein [[Dolomitisierung|dolomitisiertes]] [[Kalkgestein]] (Anreicherung von [[Magnesium]] anstelle des Calciums).&lt;br /&gt;
Das Gestein ist von hellgrauer oder bräunlich-grauer Farbe mit deutlich geschichtetem Aufbau und starker [[Kluft (Geologie)|Zerklüftung]]. Es ist ausgesprochen spröde und hart. Die Klüfte sind oft nachträglich mit [[Calcit]] verheilt, erkennbar an weißen Adern im Gestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geomorphologie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Block Hauptdolomit Schiesshorn Arosa.jpg|mini|Block aus Hauptdolomit am Fuss des [[Schiesshorn]]s, [[Aroser Dolomiten]], Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptdolomit ist wegen seiner hohen Erosionsbeständigkeit ein Hauptgipfelbildner der westlichen [[Ostalpen]]. Dort ist er bedingt durch eine intensive Faltung mit kleinräumig wechselnden [[Kluft (Geologie)|Kluftrichtungen]] durchsetzt, weshalb meist keine mächtigen, sehr steilen Felswände (Ausnahme z.&amp;amp;nbsp;B. [[Trettachspitze]]), sondern oberhalb von ca.&amp;amp;nbsp;2000&amp;amp;nbsp;m komplex aufgebaute, brüchige, von Schluchten, kleinen Felswänden, Schuttflächen, Bändern und [[Gewässer#Nach Wasserführung im Zeitverlauf|episodisch]] wasserführenden Rinnen durchzogene Schrofenwände und mit kleinen Türmchen besetzte [[Gebirgsgrat|Grate]] typisch sind. Aufgrund seiner starken Zerklüftung ist der Hauptdolomit der stärkste Schuttbildner der Alpen. Gewaltige [[Talus (Geologie)|Schutthänge und ebene Schuttflächen]] im Talbereich (wie z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Wimbachgries]] am Watzmann) zeugen davon. Niedrigere Berge im Hauptdolomit sind dagegen oft stark von Wald respektive Latschen bewachsene, plumpe, weniger eindrucksvolle Berge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--zum nächsten Abschnitt--&amp;gt;[[Datei:Footprint of dinosaur on Tinzenhorn.jpg|mini|Früher Fußabdruck eines [[Sauropode]]n am [[Tinzenhorn]] in [[Graubünden]], entdeckt 2006 im Hauptdolomit, weitere Spuren fanden sich am [[Piz Mitgel]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.swissinfo.ch/ger/wissenschaft/spektakulaere-fossil-funde-in-der-schweiz/6188072 |titel=Spektakuläre Fossil-Funde in der Schweiz |hrsg=[[SWI swissinfo.ch]] |datum=2007-10-10 |abruf=2026-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nmb.bs.ch/forschung/forschung-geowissenschaften/projekt-grischuns.htm Projekt Dinosaurs grischuns]; abgerufen am 2. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner Zerklüftung neigt er wegen seiner geringeren [[Verwitterung#Kohlensäureverwitterung|Löslichkeit]] weniger zur [[Karst|Verkarstung]] als die meisten Kalksteine, es entstehen daher in den Nordalpen klarer strukturierte Kämme und Hänge mit gleichmäßigerem Böschungswinkel, unregelmäßige wellige Plateaus sind seltener als in Kalkgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dolomia Principale der Südalpen, wo das Gestein weniger gefaltet ist, können sich bei günstigem Kluftverlauf eindrucksvolle Berge mit immer wieder auch senkrechten Wänden entwickeln, wie die berühmten [[Drei Zinnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fossilführung ===&lt;br /&gt;
Der Hauptdolomit gilt allgemein als [[Fossilien|fossilarmes]] Gestein. An Makrofossilien finden sich [[Algen]] wie [[Gyropella]] oder [[Dasycladaceen]], [[Megalodonten]] oder [[Schnecken]] wie [[Worthenia]]. Auch die Mikrofauna ist relativ arm. Örtlich können aber massenweise [[Foraminiferen]] auftreten. Bekannt hingegen sind die Fischfaunen der [[Seefeld-Formation|Seefelder Schichten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hydrogeologie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinbachquelle.jpg|mini|Die [[Steinbachquelle]] bei [[Hollenstein an der Ybbs]], eine [[Karst]]quelle im Bereich der vor allem aus Hauptdolomit gebildeten [[Oisberg (Berg)|Oisbergmulde]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kluftreiche Gestein ist trotz vergleichsweise geringer [[Verkarstung]] mitunter auch für die Versorgung mit [[Trinkwasser]] von Bedeutung. Wenn seine Schichtungen durch die alpidische Gebirgsbildung zu größeren Mulden gefaltet wurden, folgt ihnen der Verlauf des [[Grundwasser]]s; so kann auch in unklaren [[Quellgebiet]]en das unterirdische Einzugsgebiet abgeschätzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Der Hauptdolomit findet sich in den Alpen ebenso wie in den [[Karpaten]] und [[Dinariden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nördliche Kalkalpen ===&lt;br /&gt;
Insgesamt ist der Hauptdolomit das flächenhaft bedeutendste Gestein der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]].&lt;br /&gt;
Er ist vor allem im westlichen Bereich hochalpin gipfelbildend, so in den [[Lechtaler Alpen]], dem [[Lechquellengebirge]] und den [[Allgäuer Alpen]] mit bekannten Bergen wie [[Hochvogel]] oder [[Mädelegabel]]. Den höchsten Hauptdolomit-Gipfel der Nördlichen Kalkalpen stellt die 2889 m hohe [[Vorderseespitze]] in den Lechtaler Alpen dar. Im Karwendel besteht vor allem die [[Erlspitzgruppe]] aus Hauptdolomit. An der [[Rappenspitze (Karwendel)|Rappenspitze]] im südöstlichen Karwendel wurde die größte bekannte Mächtigkeit des Hauptdolomits von 2200&amp;amp;nbsp;Metern gemessen. Weiter östlich kommt der Hauptdolomit ebenfalls noch häufig vor, besonders in den nördlichen Bereichen der Kalkalpen, er taucht aber auch am Südrand wieder auf. In den oberösterreichischen Kalkalpen bildet er hauptsächlich die [[Nördliche Kalkvoralpen|Kalkvoralpen]], und der Dachsteinkalk die Kalkhochalpen. Er erreicht nicht mehr Mächtigkeiten wie etwa im Karwendel, so ist er in der [[Ötscherdecke]] im südwestlichen Niederösterreich etwa 500&amp;amp;nbsp;Meter mächtig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Thenius]]: &amp;#039;&amp;#039;Niederösterreich. Geologie der österreichischen Bundesländer in kurzgefassten Einzeldarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; 2. erweiterte Auflage, Wien 1974, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberer Hauptdolomit Reither Kar.JPG|mini|Oberer Hauptdolomit im [[Karwendel]] bei [[Seefeld in Tirol|Seefeld]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Unterteilungen des Hauptdolomits gibt es für Raum Seefeld und die Lechtaler Alpen.&lt;br /&gt;
* In der Erlspitzgruppe bei Seefeld werden die Formationen &amp;#039;&amp;#039;Unterer Hauptdolomit (Schloßbach-Formation), Mittlerer Hauptdolomit (Freiung-Formation), Seefelder Schichten ([[Seefeld-Formation]])&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Oberer Hauptdolomit (Dachsteindolomit)&amp;#039;&amp;#039; unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Donato A. Donofrio, [[Rainer Brandner]], Werner Poleschinski: &amp;#039;&amp;#039;Conodonten der Seefeld-Formation. Ein Beitrag zur Bio- und Lithostratigraphie der Hauptdolomit-Plattform (Obertrias, westliche Nördliche Kalkalpen, Tirol).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geologisch-Paläontologische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Innsbruck 2003, Band 26, S. 91–107 ([https://www.uibk.ac.at/downloads/c715/gpm_26/091_107_sml.pdf uibk.ac.at] PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In den östlichen Lechtaler Alpen hat W. Müller-Jungbluth 1970 eine Unterteilung des Hauptdolomits in drei Abschnitte vorgenommen, einen &amp;#039;&amp;#039;Unteren, Mittleren&amp;#039;&amp;#039;, und &amp;#039;&amp;#039;Oberen Hauptdolomit&amp;#039;&amp;#039;. Der Untere Hauptdolomit mit einer Mächtigkeit von 250 bis 350 Meter ist gekennzeichnet durch fein geschichtete, dunkel-[[Bitumen|bituminöse]] und [[pyrit]]haltige Dolomite. Der Mittlere Hauptdolomit erreicht mit 400 bis 900 Meter die größte Mächtigkeit, ist heller, fein bis dicht gebankt und reich an [[Detritus (Geologie)|Detritus]]. Der Obere Hauptdolomit erreicht etwa zwei Drittel der Mächtigkeit des Mittleren Hauptdolomits. Hier findet sich eine größere Verschiedenheit an Gesteinen wie [[Brekzie]]nlagen, [[Stromatolith|Algenstromatolithe]] oder [[Onkolith]]e. Neben einer reicheren Fossilführung (Dasycladaceen und Megalodonten) finden sich hier auch [[Trockenriss (Sediment)|Trockenrisse]] oder Regenspuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zentrale Ostalpen ===&lt;br /&gt;
In den zentralen Ostalpen findet sich Hauptdolomit in diversen Sedimentauflagen auf dem kristallinen Grundgebirge, so in den [[Kalkkögel]]n oder in den [[Radstädter Tauern]], sowie in diversen Fenstern wie dem [[Semmeringfenster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westliche Ostalpen ===&lt;br /&gt;
In den westlichen Ostalpen ([[Aroser Dolomiten]], [[Montafon]]er Berge, [[Unterengadiner Dolomiten]]) erreicht der Hauptdolomit nur eine vergleichsweise geringe Mächtigkeit. Es handelt sich um Ablagerungen auf dem kristallinen Grundgebirge der [[Silvretta-Decke]]. Die Gesteine sind häufig durch Deckentransport verfaltet, zerschert und zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Südalpen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DreiZinnenVonNördlPaternsattel-2.jpg|mini|Die aus Dolomia Principale aufgebauten [[Drei Zinnen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Dolomia Principale}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im Bereich östlich des [[Lago Maggiore]] die [[Trias (Geologie)|mitteltriadischen]] Sedimente direkt in [[Jura (Geologie)|jurassische]] Sedimente übergehen, setzt der Hauptdolomit in der östlichen [[Lombardei]] ein und reicht bis nach [[Slowenien]]. In den italienischen Südalpen erreicht der hier als &amp;#039;&amp;#039;Dolomia Principale&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Hauptdolomit Mächtigkeiten bis zu 3000 Meter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Riccardo Assereto, Pompeo Casati |Titel=Revisione della stratigrafia permo-triassica della Val Camonica meridionale (Lombardia) |Sammelwerk=Riv. It. Paleont. Strat. |Band=v.71 n. 4 |Ort=Milano |Datum=1965 |Seiten=999–1097}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nichtsdestoweniger wird er hier als Formation geführt. Örtlich werden aber einige Members definiert, so in der [[Brenta (Gebirge)|Brenta]] der durch Brekzien charakterisierte &amp;#039;&amp;#039;Membro di Malga Flavona&amp;#039;&amp;#039;. Wie auch in den Nordalpen wird der Hauptdolomit im Allgemeinen von karnischen Sedimenten unterlagert, in der Lombardei von der [[Formazione di Castro Sebino]], weiter östlich von Raibler Schichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Südalpen bestehen unter anderem große Teile der Brenta, das obere Stockwerk der [[Sellagruppe|Sella]] oder die [[Drei Zinnen]] aus Hauptdolomit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Apennin ===&lt;br /&gt;
Im [[Apennin]] kommt der Dolomia Principale im zentralen und südlichen Teil vor. Im Massiv des [[Gran Sasso d’Italia]] erreicht er Mächtigkeiten um die 600&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der Hauptdolomit wird, da er billig und etwas [[Härte|härter]] als Kalk ist, als Baumaterial (z. B. als Untergrund für den [[Straßenbau]]) verwendet, auch als Streusplitt für Gehwege ist er bekannt. Die Sprödigkeit des Gesteins lässt allerdings nur wenige Anwendungen als [[Schotter]] im technischen Sinn zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lofer-Zyklothem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexander Tollmann: &amp;#039;&amp;#039;Analyse des klassischen nordalpinen Mesozoikums. Stratigraphie, Fauna und Fazies der Nördlichen Kalkalpen&amp;#039;&amp;#039;. Teil II der &amp;#039;&amp;#039;Monographie der Nördlichen Kalkalpen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Deuticke, Wien 1976, ISBN 3-7005-4412-X.&lt;br /&gt;
* Jürg Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Geologie und Gesteine.&amp;#039;&amp;#039; In: Manfred Hunziker: &amp;#039;&amp;#039;Ringelspitz/Arosa/Rätikon, Alpine Touren/Bündner Alpen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag des SAC 2010, ISBN 978-3-85902-313-0, S. 31 ff.&lt;br /&gt;
* Martin Fellehner: &amp;#039;&amp;#039;Der Hauptdolomit als Grundwasserleiter in den Nördlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation,  Philipps-Universität Marburg, 2003 ([http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2004/0149/ Abstract und PDF], uni-marburg.de).&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--verloren wegen sinnloser Belegangabe:&lt;br /&gt;
* [http://www.the-conference.com/JConfAbs/5/1038.pdf englischsprachiger Artikel über Dolomitisierung, Van Lith et al. (ETH Zürich)] – (PDF; 28 kB)&lt;br /&gt;
* Stratigraphische Kommission von Italien: &amp;#039;&amp;#039;Dolomia Principale&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kartenwerk:&lt;br /&gt;
* [https://www.geologie-ist-alles.at/PDFs/03_C_Stratigraphische_Tabelle_von_Oesterreich_2004.pdf Stratigraphische Tabelle von Österreich 2004] (pdf, 381&amp;amp;nbsp;kB; auf geologie-ist-alles.at).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Main Dolomite}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geopal.at//index.php/hauptdolomit-85.html &amp;#039;&amp;#039;Hauptdolomit.&amp;#039;&amp;#039;] In: geopal.at (Auszüge aus Nachschlagewerken).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4731128-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithostratigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nördliche Kalkalpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit der Trias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südliche Kalkalpen]]&lt;/div&gt;</summary>
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