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	<title>Hastedt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hastedt&amp;diff=215274&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kulturkritik: /* Siedlungen und Bauten */ Bildunterschrift ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-17T19:52:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siedlungen und Bauten: &lt;/span&gt; Bildunterschrift ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hastedt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil des Stadtteils [[Hemelingen]] in [[Bremen]]. Der Ortsteil hatte am 31. Dezember 2015 10.674 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.bremen.de/datenangebote/stadtteil-und-ortsteiltabellen-4529 |titel=Stadtteil- und Ortsteiltabellen |hrsg=Statistisches Landesamt Bremen |seiten= |format= |abruf=2025-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Hastedt liegt ca. vier bis fünf Kilometer östlich des Zentrums von Bremen am rechten Ufer der [[Weser]]. Die benachbarten Stadt- oder Ortsteile sind im Norden die [[Vahr]], im Süden [[Obervieland]], im Westen die [[Östliche Vorstadt]] und im Osten der [[Hemelingen#Hemelingen|Ortsteil Hemelingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Der Name ===&lt;br /&gt;
Der frühere Name &amp;#039;&amp;#039;Herstede&amp;#039;&amp;#039; ist wahrscheinlich auf den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Heeresstätte&amp;#039;&amp;#039; zurückzuführen, da kriegerische Heere, die die Stadt Bremen belagerten, hier einen günstig gelegenen Ort zur Einquartierung vorfanden. Die Bauern waren den Soldaten schutzlos ausgeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dorf ===&lt;br /&gt;
Das Dorf Hastedt entwickelte sich auf einer Sanddüne, die der ständige Westwind vom natürlichen Sandstrand der Weser über viele Jahrhunderte aufgebaut hatte. Das Land dahinter war bei Überschwemmungen mit fruchtbarem Lehmboden angereichert worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H11&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde 1226 als &amp;#039;&amp;#039;Herstede&amp;#039;&amp;#039; zuerst urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hastedt gehörte im [[Mittelalter]] zum Erzstift [[Vogt]]ei [[Langwedel (Weser)|Langwedel]], im 15. Jahrhundert zur Gografschaft [[Achim (Landkreis Verden)|Achim]] und 1649 zu [[Schweden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1547, bei der Belagerung Bremens im [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]], wurde Hastedt sogar völlig zerstört. Große Verluste gab es auch bei der Belagerung Bremens durch die Schweden 1625 bis 1627 im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] und 1666 im [[Zweiter Bremisch-Schwedischer Krieg|Zweiten Bremisch-Schwedischen Krieg]]. Später kamen die französischen Soldaten im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] (1756–1763) und unter Napoleon (1806–1813).&amp;lt;ref name=&amp;quot;H15&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jewish cemetery Bremen.jpg|mini|Jüdischer Friedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Hastedt ansässigen Juden legten 1796 den [[Jüdischer Friedhof Deichbruchstraße|Jüdischen Friedhof in der Deichbruchstraße]] an. Offizieller jüdischer Friedhof Bremens wurde er 1803, seit Hastedt Landgemeinde von Bremen ist. Der städtische [[Friedhof Hastedt]] um 1814 angelegt und mehrmals erweitert. in seiner heutigen Form entstand er 1900.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Straßenname &amp;#039;&amp;#039;Bei den drei Pfählen&amp;#039;&amp;#039; erinnert an die frühere Grenze zwischen Bremen und Hastedt. Diese verlief in Höhe der heutigen [[Stader Straße (Bremen)|Stader Straße]]. Seit Hastedt als Ortsteil zum früher preußischen Hemelingen kam, gehört das Gebiet zwischen Stader Straße und [[Georg-Bitter-Straße]] nicht mehr zu Hastedt, sondern zum Stadtteil Östliche Vorstadt. Auch die &amp;#039;&amp;#039;Hastedter Feldmark&amp;#039;&amp;#039;, eine früher von den Hastedter Bauern bewirtschaftete Fläche, gehört nicht mehr zu Hastedt, sondern entspricht ungefähr der heutigen [[Gartenstadt Vahr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bauern ===&lt;br /&gt;
Die ersten Siedler des Dorfes waren Bauern. Schon in den ersten Jahrhunderten n.&amp;amp;nbsp;Chr. gab es wahrscheinlich zwei Bauernhöfe hier, und bis zum 15. Jahrhundert war die Anzahl auf zwölf Höfe angewachsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H20&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Hastedt 1804.jpg|mini|hochkant=1.4|Karte des Dorfes Hastede 1804]] Dann waren es jahrhundertelang elf Höfer, 1820 besaßen T. Gabrade 240, B. Garbade 190, Ehler Cuno 190, Lampe 177, Lahrs 140, Depken 120, Struthoff 114, Hagens 99, Ehler Meyer 80, Kaemena 73 und Bollmann 60 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] Land.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H25&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Land gehörte bis ins 19. Jahrhundert den Grundherrn, zunächst nur dem erzbischöflichen Hof und dem Domkapitel, später auch dem [[St.-Remberti-Stift|Rembertistift]], dem [[St. Johann (Bremen)|Johanniskloster]], der Komturei und einem Bremer Bürger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H25&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bauern waren ihren Grundherrn zu Abgaben und Diensten verpflichtet. Erst im 19. Jahrhundert konnten sie sich davon freikaufen und wurden so die Besitzer ihres Landes. Schon bald darauf war die Landwirtschaft im bisherigen Rahmen nicht mehr rentabel, da durch die beginnende Industrialisierung die ehemaligen Arbeitskräfte in den Fabriken mehr verdienen konnten und die Verpachtung des Landes mehr einbrachte als die Bearbeitung. Fast alle großen Bauernhöfe wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Lediglich ein Hof, der um 1912 an einen Zimmermeister Kracke verkauft worden war, überstand den Krieg und wird bis heute als Tischlerei Kracke weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Köthner und Brinksitzer ===&lt;br /&gt;
Ab dem 16. Jahrhundert gab es eine zweite Klasse von Landwirten, die „Köthner“. Sie pachteten Land aus der „Gemeinheit“, also dem Gemeinschaftsbesitz der Bauern. Das waren kleinere Grundstücke mit weniger guten Böden, meist am Sodenstich und bis zu 20 Morgen groß. Sie wurden auch „Kohlhöker“ genannt („hökern“ = verkaufen), wenn sie ihre Erzeugnisse am Bremer Markt verkauften. Oft übtern sie zusätzlich noch ein Handwerk aus. In Hastedt gab es 1690 neun Köthner, 1834 waren es vierzehn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kamen als dritte Klasse noch die „Brinksitzer“ hinzu. Diese besaßen noch kleinere Grundstücke sandigen Bodens, zumeist außerhalb des Dorfes am Postweg. Sie galten auch als Kohlhöker, wenn sie ihre Erezeugnisse in der Stadt verkauften, konnten davon aber nicht leben und waren meist auch Handwerker. In Hastedt gab es gab 1803 noch 25, 1834 schon 44 und 1871 dann 173 Brinksitzer. Inzwischen begannen auch die ersten Bremer, sich Sommerhäuser im ländlichen Hastest zuzulegen. Auch diese galten als Brinksitzer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H2628&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 26–28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuere Entwicklungen ===&lt;br /&gt;
Seit 1803 gehört Hastedt zur damals neu geschaffenen Landgemeinde Bremen und wurde 1902 in die Stadt Bremen eingemeindet. Seit 1951 ist Hastedt ein Ortsteil von [[Bremen-Hemelingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hastedter Heerstraße]] von der Straße &amp;#039;&amp;#039;Bei den drei Pfählen&amp;#039;&amp;#039; bis zur &amp;#039;&amp;#039;[[Sebaldsbrücker Heerstraße]]&amp;#039;&amp;#039; ist in Bremen die Straße mit der sechsthöchsten Hausnummer (Nr. 447) und die Hauptstraße des Ortsteiles. Sie wurde 1812 ausgebaut und hieß bis 1915 &amp;#039;&amp;#039;Hastedter Chaussee&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hastedt bestand von 1905 bis 1937 ein [[Botanischer Garten (Bremen)|Botanischer Garten]], der vom Bremer Kaufmann und Mäzen [[Franz Ernst Schütte|Franz Schütte]] finanziert worden war. Ein Teil des Geländes an der Ecke Osterdeich / Georg-Bitter-Straße blieb unbebaut und es verwilderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H219&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 219&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nach 2000 wurden beim Bau eines Autohauses die letzten Spuren beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungen und Bauten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:2012-08-08-fotoflug-bremen zweiter flug 0446.JPG|mini|Die Focke-Wulf-Siedlung von 1938, Bild von August 2012&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;links: Georg-Bitter-Straße&amp;lt;br /&amp;gt;unten: Auf der Hohwisch&amp;lt;br /&amp;gt;oben: Hastedter Heerstraße&amp;lt;br /&amp;gt;rechts: Alfelder Straße&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Focke-Wulf-Siedlung&amp;#039;&amp;#039; entstand 1938 im Bereich &amp;#039;&amp;#039;Auf der Hohwisch / Georg-Bitter-Straße&amp;#039;&amp;#039; und war ursprünglich für Arbeiter der [[Focke-Wulf]]-Flugzeugwerke gedacht. Beim Bau wurde in jedes Haus zwei Luftschutzkeller eingebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H92&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelische &amp;#039;&amp;#039;[[Auferstehungskirche Hastedt]]&amp;#039;&amp;#039; entstand 1958/59 und die katholische Kirchengemeinde &amp;#039;&amp;#039;St. Elisabeth&amp;#039;&amp;#039; besteht seit 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Hastedts Einwohnerentwicklung&amp;lt;ref&amp;gt;Bis 1995: [[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Bremen-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X, ab 2007 [[Statistisches Landesamt Bremen]]: Stadtteil Hemelingen, Bevölkerung am 31. Dezember 2013. Daten für 1895: {{Internetquelle |url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?bremen/bremen.htm |titel=Kreis des bremischen Landgebietes |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220701171822if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?bremen/bremen.htm |archiv-datum=2022-07-01 |abruf=2026-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1780: 326 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1812: 756 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1823: 1.124 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1885: 4.525 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1895: 6.120 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1905: 7.817 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1955: 14.730 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1975: 11.593 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1995: 10.833 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2007: 10.147 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2013: 10.444 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
1854 entstand durch den Beitritt von Hannover und Oldenburg zum [[Deutscher Zollverein|Deutschen Zollverein]] eine Zollgrenze, die Bremen und damit auch Hastedt zum Zollausland machte. Dadurch siedelte sich die Industrie zunächst nur im benachbarten Hemelingen an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H97&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; Das angrenzende Hastedt blieb ländlich und wurde zum bevorzugten Wohnort der Fabrikarbeiter, die dort in kleinen Häusern lebten und dazu oft noch ein kleines Stück Gemüseland pachteten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H45&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründung des Deutschen Reiches 1871 änderte daran nichts. Auch als Bremen 1888 den [[Häfen (Bremen)|Freihafen]] schuf und dem Zollverein beitrat, verschwand zwar die Zollgrenze zwischen Hastedt und Hemelingen, die inzwischen gewachsene Wirtschaftsstruktur blieb jedoch bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KraftwerkHastedt-03.jpg|mini|Kraftwerk Hastedt]]&lt;br /&gt;
1907 kam es zu einer plötzlichen und gleichzeitigen Ansiedlung mehrerer großer Industrieunternehmen:&lt;br /&gt;
* das neu gegründete Automobil- und Motorenwerk NAMAG in der Föhrenstraße&lt;br /&gt;
* die „Bremer Karosserie-Werke Louis Gärtner mbH“, seit 1880 zunächst Produzent von Fuhrwerken in Bremen, verlagerten den Betrieb ebenfalls in die Föhrenstraße&lt;br /&gt;
* die [[Waggonbau Bremen|Norddeutsche Waggonfabrik]] am Quintschlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Grund war der Bau des [[Kraftwerk Bremen-Hastedt|Kraftwerks Hastedt]] 1907 zur Elektrizitätsversorgung. In der Nähe lagen außerdem der Hemelinger Bahnhof, zu dem erst jetzt Anschlussgleise gebaut wurden, sowie der Hemelinger Hafen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H97&amp;quot; /&amp;gt; Auch Industrieflächen wurden neu geschaffenen, dort gab es zuvor Sanddünen an der Weser und vor dem Abschluss des [[Osterdeich]]es 1890 oft überschwemmte Wiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Fusion entstand 1914 aus der NAMAG [[Hansa-Lloyd]]. 1915 wurden Teile der ehemaligen NAMAG als [[Lloyd Dynamowerke]] ausgegliedert. Dieses Werk besteht noch heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 übernahmen die [[Goliath (Automobilhersteller)|Goliath-Werke]] zunächst den ehemaligen Karosseriebetrieb Louis Gärtner.&amp;lt;!--S. 105--&amp;gt; Nach der Fusion mit Hansa-Lloyd sowie dem Ankauf zusätzlicher Produktionsflächen entstand hier der Automobilproduzent [[Borgward]]. In die Räume der 1930 stillgelegten Norddeutschen Waggonfabrik zog 1934 der Flugzeugbauer [[Focke-Wulf]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H101&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 101&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hanseatische Silberwarenfabrik]] siedelte sich 1925 am Osterdeich 241 an. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde sie zum Zulieferbetrieb für die Rüstungsproduktion in den benachbarten Betrieben Borgward und Focke-Wulff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Konzentration von Rüstungsbetrieben war Hastedt im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ein bevorzugtes Ziel alliierter Luftangriffe. Die Betriebe wurden, wie auch die angrenzenden Wohngebiete, nahezu vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 entstand auf dem früheren Gelände der Norddeutschen Waggonfabrik die [[Waggonbau Bremen|Hansa Waggonbau GmbH]], die 1975 in Konkurs ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der stadtnächste Teil des ehemaligen Industriegebietes gegenüber der Straßenbahn-Endstelle, die ehemaligen Borgward-Produktionsstätten, wurde mit dem Einkaufszentrum &amp;#039;&amp;#039;Hansa-Carré&amp;#039;&amp;#039; bebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hansa-carre.de/ Einkaufszentrum Hansa-Carré]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weserwehr und Weserkraftwerk Bremen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weserkraftwerk Luftbild 4.png|mini|Weserkraftwerk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bremer Weserwehr|Weserwehr]] in Hastedt wurde aufgrund des Staatsvertrages mit dem damaligen Land [[Preußen]] 1906 angelegt, um die Flussfahrt mit größeren Schiffen zu ermöglichen und um eine weitere Senkung des Niedrigwasserstandes oberhalb Bremens und des Grundwasserstandes zu verhindern. 1911 wurde der Bau, zu dem auch ein Wasserkraftwerk zur Elektrizitätsgewinnung gehörte, abgeschlossen. Nach der [[Weserdurchbruch 1981|Überschwemmungskatastrophe von 1981]] wurde das Weserwehr neu gebaut. Dieser Bau wurde 1993 abgeschlossen. Danach wurde das alte Weserwehr abgerissen. Die danebenliegende [[Bremer Weserwehr#Bremer Weserschleusen|Bremer Weser-Schleuse]] besteht aus zwei Kammern, einer Großschifffahrtsschleuse und einer Bootsschleuse. 2011 ging neben dem neuen Wehr [[Weserkraftwerk Bremen|das neue Wasserkraftwerk]] in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
=== Straßen ===&lt;br /&gt;
Vor 1800 gab es im Dorfkern vier Straßen, die heute noch existieren. Die heutigen Namen sind &amp;#039;&amp;#039;Dölvesstraße&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Feuerkuhle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hastedter Dorfstraße&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ehler-Cuno-Weg&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Feldern der Bauern, also weg von der Weser, führte drei Wege. Im Westen war es der Weg nach Schwachhausen, heute der Straßenzug &amp;#039;&amp;#039;Bennigsenstraße&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Kirchbachstraße&amp;#039;&amp;#039;. Im Osten die heutige &amp;#039;&amp;#039;Steubenstraße&amp;#039;&amp;#039; in Richtung Vahr, beginnerd im Ort als &amp;#039;&amp;#039;Feuerkuhler&amp;#039;&amp;#039;, das heute fehlende Zwischenstück wurde nach 1945 mit einem Gewerbegebiet überbaut. &amp;#039;&amp;#039;Der mittelste Weg&amp;#039;&amp;#039; dazweischen bestand bis etwa 1910&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der mittelste Weg&amp;#039;&amp;#039; führte entlang der heutigen &amp;#039;&amp;#039;Brandenburger Straße&amp;#039;&amp;#039; in das Gebiet der heutigen &amp;#039;&amp;#039;Emil-Trinkler-Straße&amp;#039;&amp;#039;. Er wurde um 1910 durch die Hochlegung der Bahnstrecke unterbrochern und danach überbaut. Der Name &amp;#039;&amp;#039;An der Dornenhöhe&amp;#039;&amp;#039;, früher ein Feld am mittlersten Weg, ist bis heute für einen Kleingartenweg erhalten geblieben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tha&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ost-West-Verkehr gab es für den Fernverkeht bedeutsame Straße von Bremen (heute &amp;#039;&amp;#039;Bei den drei Pfählen&amp;#039;&amp;#039;) nach Hemelingen (heute &amp;#039;&amp;#039;Alter Postweg&amp;#039;&amp;#039;). Von 1812 bis 1814 wurde hier unter französischer Besetzung eine neue gepflasterte Straße angelegt. Die neue Straße sollte eigentlich geradlinig am Dorf vorbei wie der heutigen [[Stresemannstraße (Bremen)|Stresemannstraße]] durch das beste Kornland der Hastedter Bauern führen, was deren Proteste verhinderten. So wurde die alte, kurvenreiche Straße gepflastert (heute &amp;#039;&amp;#039;Hastedter Heerstraße&amp;#039;&amp;#039;). Im Dorf wurde sie begradigt, ein Rest der alten Dorfstraße blieb als &amp;#039;&amp;#039;Hastedter Dorfstraße&amp;#039;&amp;#039; bis heute erhalten. Östlich des Dorfes knickte die neue Straße bald vom Postweg nach Norden ab – aus französischer Sicht war es vorrangig, eine schnelle Verbindung nach Hamburg zu schaffen. Dort wurde auch ein Wegegeldhaus erbaut, an dem bis 1902 eine Gebühr für die Chausseebenutzung zu bezahlen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H75&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 75&amp;lt;/ref&amp;gt; Der alte Weg in Richtung Verden – Hannover blieb erhalten, heute &amp;#039;&amp;#039;Alten Postweg&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Mühlendamm&amp;#039;&amp;#039; war eine unbefestigte Straße, der vom Beginn des Postweges vorbei an der Nordseite des Jüdischen Friedhofs, der Südseite des damals noch kleineren Hastedter Friedhofs und der Papiermühle (etwa an der heutigen Wendestelle der Straßenbahn) zum [[Malerstraße (Bremen)#Schellenhof|Schellenhof]] und der der Papierfabrik führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tha&amp;quot;&amp;gt;[[:Datei:Gebiet der freien Hansestadt Bremen 1860.png|Diese Landkarte (5.193 × 3.664 px, 13,8 MB)]] soll eine „revidirte und dritte Auflage (1860)“ der von [[Johann Heinrich Thätjenhorst]] erstellten Karte  „Gebiet der freien Hansestadt Bremen (1851)“ darstellen. Vermutlich wurde aber die darin eingetragene Bebauung in Hastedt nicht aktualisiert und scheint eher den Zustand der 1840er Jahre darzustellen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Bau des Osterdeiches wurde er durch die [[Fleetrade]] ersetzt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;H7677&amp;quot;&amp;gt;Ein offensichtlicher Irrtum ist die Annahme in &amp;#039;&amp;#039;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil&amp;#039;&amp;#039;, S. 76/77, der Mühlendamm entspräche der heutigen Deichbruchstraße.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch hätte er der Vergrößerung des 1900 neu eröffnete Hastedter Friedhofs im Wege gestansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entstanden in Hastedter neben vorhandenen Wohnhäusern viele „Gänge“. Das waren private Wege entlang eines schmalen, aber langen Grundstücks, das der Grundstücksbesitzer mit weiteren Häusern bebaute. Das war praktisch nicht reglementiert und wurde auch nicht offiziell erfasst, da die Bewohner der hinteren Häuser zur Adresse des vorderen Hauses an der Straße gehörten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H76&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Breitere Grundstücke wurden privat mit kompletten Straßen bebaut. So entstanden um 1850 die Malerstraße und der Weserdamm, ungepflastert, drei bis vier Meter breit und nur einseitig mit Häuser bebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 wurde der Bau neuer Straßen reglementiert. Sie mussten jetzt zehn Meter breit sein, gepflastert werden und Bürgersteige besitzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H77f&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 77f&amp;lt;/ref&amp;gt; Das führte dazu, dass im Dorf erst einmal keine neuen Straßen mehr gebaut wurden und alles so blieb, wie es war, denn für bestehende Straßen galt die Vorschrift nicht. Nach 1900 wurden die Pfalzburger Straße und die Föhrenstraße und ihre Nebenstraßen neu angelegt, erst danach wurden auch alte Straßen verbreitere. Der Weserdamm ist bis heute keine zehn Meter breit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz anders sah es in der Pauliner Marsch aus, die oft überflutet worden war. Als Folge des großen Deichbruchs von 1830 (siehe [[Hochwasser in Bremen]]), an den heute noch die &amp;#039;&amp;#039;Deichbruchstraße&amp;#039;&amp;#039; erinnert, wurde um 1890 der &amp;#039;&amp;#039;Osterdeich&amp;#039;&amp;#039; angelegt, der nicht nur dem Hochwasserschutz diente, sondern auch zusätzliche Straßenverbindungen und viel neues Bauland schuf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bundesstraße 75]] (ab 1949, früher [[Reichsstraße (Deutsches Reich)|Fernverkehrsstraße]], ab 1932 &amp;#039;&amp;#039;FVS 71&amp;#039;&amp;#039;, ab 1934 &amp;#039;&amp;#039;[[Bundesstraße 71|R 71]]&amp;#039;&amp;#039;, von 1936 bis 1949 &amp;#039;&amp;#039;R75&amp;#039;&amp;#039;) führte den Straßenverkehr über den &amp;#039;&amp;#039;Osterdeich&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Föhrenstraße&amp;#039;&amp;#039; durch Hastedt. Die letzte Umgestaltung erfolgte in den 1960er Jahren: Mit dem Neubau der Stresemannstraße und der [[Malerstraße (Bremen)|Malerstraße]] sowie dem Ausbau der ehemals kleinen Wohnstraße [[Pfalzburger Straße (Bremen)|Pfalzburger Straße]] zur Verlängerung des Hemelinger Autobahnzubringers wurde der heutige Zustand erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Karl-Carstens-Brücke]], die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Erdbeerbrücke&amp;#039;&amp;#039;, verbindet seit 1970 Hastedt mit [[Habenhausen]]. Sie endete zunächst mit einer Einmündung am Osterdeich. 2001 wurde auch die Verlängerung, die [[Georg-Bitter-Straße]], für den Autoverkehr ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Bauminseln und weniger Verkehr, Weser-Kurier vom 13. September 2001, S. 11, [https://verlag.weser-kurier.de/plus/archiv/ansicht.php/a/msdcx_filestore_archive/2011/07-15/12/94/file60j5umdc3t01ckc9m689.jpg online nur für Abonnenten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenbahn ===&lt;br /&gt;
1879 wurde eine Pferdebahn gebaut, die 1900 elektrifiziert wurde. Seit 1911 hat sich an der Linienführung nicht viel geändert: die Linie 2 der [[Straßenbahn Bremen|Bremer Straßenbahn]] folgt auf der Hauptverbindung nach Sebaldsbrück genau jener kurvigen Route durch Hastedt, die Napoleon 1814 pflastern ließ. Die Linie 3 befährt parallel dazu die Hamburger Straße, zunächst bis zum Depot Hohwisch, seit 1939 verlängert durch die Straße [[Fleetrade]] bis zur neuen Endstelle &amp;#039;&amp;#039;Weserwehr&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
Quer durch Hastedt wurden 1847 die [[Bahnstrecke Wunstorf–Bremen]] und 1873 parallel dazu die [[Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg]] angelegt, seit 1911 in Hochlage. Einen Bahnhof gab und gibt es in diesem Bereich nicht. Jedoch wurden nach 1906 zusätzlich Güteranschlussgleise vom Güterbahnhof Hemelingen zu den neu entstehenden Hastedter Industriebetrieben verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bremen-Hastedt Auferstehungskirche 01.jpg|mini|Ev. &amp;#039;&amp;#039;Auferstehungskirche&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bremen-Hastedt St-Elisabeth 01.jpg|mini|Kath. Kirche &amp;#039;&amp;#039;St. Elisabeth&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hastedt besaß ursprünglich keine Kirche, sondern gehörte zur Bremer Kirchengemeinde [[St. Remberti (Bremen)|St. Remberti]]. Der [[Friedhof Hastedt]] entstand um 1814.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1862 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Hastedter Kirchenbauverein&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Nach Geldsammlungen konnte die neue [[Alt Hastedter Kirche|Hastedter Kirche]] noch im selben Jahr eingeweiht werden. Aber erst 1867 konnte die selbstständige &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Kirchengemeinde Hastedt&amp;#039;&amp;#039; gegründet werden. Der erste Pfarrer war seit 1868 [[Ernst Christian Achelis]], der später Professor für Praktische Theologie an der [[Philipps-Universität Marburg]] wurde. Sein Sohn [[Hans Achelis]], der ebenfalls Professor der Theologie war, wurde in Hastedt geboren. Die Gemeinde besteht bis heute und nennt sich jetzt [[Alt Hastedter Kirche|&amp;#039;&amp;#039;Kirchengemeinde Alt-Hastedt&amp;#039;&amp;#039;]], da sie nach Hastedter Gebietsverlusten inzwischen nicht mehr in Hastedt liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelische Kirche im Ortsteil ist seit 1959 die Auferstehungsgemeinde mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Auferstehungskirche Hastedt]]&amp;#039;&amp;#039; in der Drakenburger Straße 42, die 1958/59 nach Plänen von [[Carsten Schröck]] entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirchengemeinde &amp;#039;&amp;#039;St. Elisabeth&amp;#039;&amp;#039; in Hastedt bestand von 1924 bis 2007. Seitdem gehört sie zur Propstei [[St. Johann (Bremen)|St. Johann]]. Die katholische Kirche wurde 1931 als Halbrundbau erbaut und 1945 beim letzten schweren Luftangriff auf Bremen völlig zerstört. Ein unauffälliger schlichter Neubau in der Suhrfeldstraße besteht seit 1968.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H194&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 194&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
In Hastedt gab seit 1861 den bürgerlichen Sportverein &amp;#039;&amp;#039;MTV Hastedt&amp;#039;&amp;#039; und seit 1897 den Arbeitersportverein &amp;#039;&amp;#039;TSV Vorwärts Hastedt&amp;#039;&amp;#039;, der von 1933 bis 1945 verboten war. 1947 fusionierten beide Vereine zum [[Hastedter TSV|&amp;#039;&amp;#039;Hastedter Turn- und Sportverein&amp;#039;&amp;#039; (HTSV)]], der seit 1972 über die vereinseigene Sporthalle am Jakobsberg verfügte. Die Fußballabteilung des HTSV wechselte 2008 geschlossen den Verein und wurden zum [[BSC Hastedt]]. Der dadurch stark geschrumpfte HTSV konnte danach die laufenden Kosten für seine Halle nich mehr finanzieren und löste sich 2018 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das städtische Eisstadion Bremen befand sich ebenfalls am Jakobsberg. Es wurde im September 1963 eröffnet&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-fotos_galerie,-so-war-bremen-in-den-60erjahren-_mediagalid,37723.html So war Bremen in den 60er-Jahren], Bild Nr. 50, auf www.weser-kurier.de&amp;lt;/ref&amp;gt;, war Anfang der 1990er Jahre noch geöffnet und wurde Ende der 1990er Jahre abgerissen. Danach entstand auf dem Gelände ein Kunstrasenplatz des HTSV, der dem Verein zur Verfügung gestellt wurde im Austausch gegen einen ehemaligen Sportplatz, dessen Fläche für den Bau des [[Weserkraftwerk Bremen]] benötigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flußbadeanstalt Eberlein ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lido-Hastedt-1935.jpg|mini|Sandstrand „Lido“ (1935). Fast das gesamte Weserufer in Hastedt war Natursandstrand&amp;lt;ref&amp;gt;[https://brema.suub.uni-bremen.de/bremzeit/periodical/pageview/2200925 Die einzige „Rettung“: Baden!], Bremer Zeitung vom 27. Juni 1935&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weserufer in Hastedt bestand größtenteils aus Sandstrand. 1885 wurde ein Badeverein gegründet, der 1887 eine Flussbadeanstalt für Männer unterhalb des Weserwehrs eröffnete. Badeaufseher war Bernhard Eberlein. Ab 1890 war sie auch stundenweise nur für Frauen geöffnet, bis 1895 daneben eine zweite Badestelle für Frauen dazukam. Die Anlage wurde 1902 der Stadt Bremen übergeben, Eberlein wurde zum amtlichen Bademeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem starken Hochwasserschaden 1925 wurde das Bad etwas weserabwärts unterhalb des Jakobsberges 1927&amp;lt;ref&amp;gt;[https://brema.suub.uni-bremen.de/bremzeit/periodical/pageview/2206681 Heute Anbaden in allen Bädern], Bremer Zeitung vom 15. Mai 1936&amp;lt;/ref&amp;gt; vergrößert neu errichtet. Jetzt gab es zwei je 90 Meter breite Strandabschnitte für Frauen und Männer, in der Mitte ein dammartiger Steg für den Bademeister Johann Eberlein (1883–1931), der als Sohn des inzwischen verstorbenen Bademeisters dessen Stelle übernahm. Er hat angeblich 73 Menschen vor dem Ertrinken gerettet, ist jedoch im November 1931 beim Fischen selbst ertrunken. Ihm zu Ehren wurde die Anlage 1932 auch offiziell als „Flußbadeanstalt Eberlein“ benannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H217&amp;quot;&amp;gt;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil, S. 215–217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Anlage zerstört. Im Hastedter Bereich der Weser wurde nach dem Krieg großflächig Trümmerschutt abgeladen. Der gesamte Hastedter Sandstrand, insbesondere im Bereich der Badeanstalt und der weserabwärts gelegene Sandstrand „Lido“, wurden verschüttet. Später wurden die Flächen begrünt. Damals wurde davon ausgegangen, dass in der Weser aus gesundheitlichen Gründen zukünftig ohnehin nicht mehr gebadet werden könne, so dass sich nicht einmal der örtliche Sportverein HTSV für einen Erhalt des Naturstrandes einsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Warnken: &amp;#039;&amp;#039;Warum Badeanstalt – gerade im Schloßpark&amp;#039;&amp;#039;, Weser-Kurier vom 12. März 1954, S. 4, [https://verlag.weser-kurier.de/plus/archiv/ansicht/a/msdcx_filestore_archive/2011/07-25/92/54/file60o200pw0eeaei61kj8.jpg online nur für Abonnenten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flußbadeanstalt Eberlein wurde letztmals 1953 genutzt, blieb ab 1954 geschlossen und wurde 1959 abgerissen. Ein Gedenkstein am Jakobsberg für Johann Eberlein wurde 1988 eingeweiht&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Brünings: &amp;#039;&amp;#039;Ja, der Eberlein …&amp;#039;&amp;#039; , Weser-Kurier vom 28. August 1988, S. 4, [https://verlag.weser-kurier.de/plus/archiv/ansicht.php/a/msdcx_filestore_archive/2011/07-28/3a/6d/file60pqqzhu1c59miav8k7.jpg online nur für Abonnenten]&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2017 nach Zerstörungen restauriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlev Scheil: &amp;#039;&amp;#039;Johann Eberlein unvergessen&amp;#039;&amp;#039;, Weser-Kurier vom 16. Oktober 2017, [https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-nordost_artikel,-johann-eberlein-unvergessen-_arid,1658366.html online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Angelika Timm, [[Anne E. Dünzelmann|Anne Dünzelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Hastedt – Ein Dorf wird zum Stadtteil.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Nachbarschaft Hastedt e.&amp;amp;nbsp;V., Bremen. Projektleiter: Wilhelm D. Rathjen (1990)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=53.06648|EW=8.86660|type=city|region=DE-HB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Weser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hemelingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1902]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kulturkritik</name></author>
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