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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hass</id>
	<title>Hass - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hass&amp;diff=51487&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 13. Dezember 2025 um 06:44 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-13T06:44:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Gefühl &amp;#039;&amp;#039;Hass&amp;#039;&amp;#039;. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Hass (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Therapiegefängnis GE (2) crop.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Hass spaltet und verletzt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Werbebotschaft des Vereins [[Weisser Ring]] gegen [[Hasskriminalität]] (2021)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein intensives [[Fühlen (Psychologie)|Gefühl]] der Abneigung und Feindseligkeit. Hass wird als Gegenpol zur [[Liebe]] betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dorsch&amp;quot; /&amp;gt; Basiert der Hass gegenüber einer Person auf deren (angenommener) Zugehörigkeit zu einer Gruppe, gibt es dazu eigene Bezeichnungen, bspw. [[Fremdenfeindlichkeit]], [[Misogynie]], [[Misandrie]], [[Antisemitismus]], [[Islamophobie]], [[Homophobie]] oder [[Rassismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive des Hassenden sind vielfältig und schwer zu bestimmen, herzuleiten und zu erklären. Sie können auf einer durch Ideologien oder soziale Gruppen erworbenen Ablehnung beruhen oder auch auf einer konkreten Erfahrung, etwa einer konkreten Verletzung von Werten und Bedürfnissen. Hass kann unmittelbar entstehen, etwa infolge einer negativen Erfahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Hasskommentar]] ist eine [[Menschenverachtung|menschenverachtende]], beispielsweise rassistische Äußerung oder Anfeindung, die meist in einem [[Soziales Netzwerk (Internet)|sozialen Netzwerk]], in einem [[Webforum]] oder über ein anderes [[Website|Webmedium]] mit Kommentarfunktion aus Hass oder zur Verbreitung von Hass gegen bestimmte Einzelpersonen oder Gruppen mit Diskriminierungsmerkmalen getätigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Geschichte des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Das Wort geht [[Etymologie|etymologisch]] zurück auf althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;haz&amp;#039;&amp;#039; „Feindseligkeit, aggressive Handlung; Widerwillen, Abneigung“. Es ist damit eine Rückbildung vom – in alter Bedeutung noch [[Ornithologie|vogelkundlich]] verwendeten – Verb &amp;#039;&amp;#039;[[hassen]]&amp;#039;&amp;#039;, „(sich) stürzen auf“,&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Wut, Zorn, Haß. Ein semantischer Essai zu drei Ausprägungen psychischer Affektstörung.&amp;#039;&amp;#039; 2017/2018, S. 186 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu einer indogermanischen Wurzel &amp;#039;&amp;#039;kad&amp;#039;&amp;#039; mit der Bedeutung „seelische Verstimmung, Kummer, Hass“ und verwandt mit lateinisch &amp;#039;&amp;#039;cadere&amp;#039;&amp;#039;, „sich stürzen auf, fallen“, sowie neuhochdeutsch „[[Hetze]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Hass&amp;#039;&amp;#039; (ursprünglich als Ausdruck für den stärksten Grad feindseliger Abneigung) hat das Verb&amp;#039;&amp;#039; hassen&amp;#039;&amp;#039; eine Bedeutungsabschwächung (etwa in Wendungen wie „Ich hasse Kartoffelbrei“) erfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Wut, Zorn, Haß. Ein semantischer Essai zu drei Ausprägungen psychischer Affektstörung.&amp;#039;&amp;#039; 2017/2018, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophische Definition ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Df wm 0005065 Silvestre, Louis Dresden, Residenzschloß, Thronsaal Herkules stürzt Zwietracht, Neid und Haß.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Herakles|Herkules]] stürzt [[Zwietracht]], [[Neid]] und Hass&amp;#039;&amp;#039;, [[Louis de Silvestre]] ([[Deckengemälde im Thronsaal König Augusts II. im Dresdner Residenzschloss]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hass ist laut &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich Kirchner (Philosoph)|Kirchner]] und Michaëlis (1886) „die [[leidenschaft]]liche Abneigung gegen das, was uns Unlust bereitet hat. Der Hass, das Gegenteil der Liebe, verabscheut nicht nur einen Menschen, sondern möchte ihm auch schaden. Er entspringt oft dem [[Eigennutz]], dem [[Neid]]e, dem gekränkten [[Ehrgeiz]], der [[Eifersucht]] oder der verschmähten Liebe. Insofern er dem Gehassten [[Wichtigkeit]] beilegt, unterscheidet er sich von der [[Verachtung]]. Dinge kann man im Grunde nicht hassen, sondern nur Abneigung gegen sie, Abscheu vor ihnen empfinden; denn man vermag sie wohl zu zerstören, aber nicht ihnen zu schaden. Auch der Hass gegen [[das Böse]] ist nur der Abscheu vor demselben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Kirchner, Carl Michaëlis |Titel=Kirchners Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe |Auflage=6 |Verlag=Meiner |Ort=Leipzig |Datum=1911 |Reihe=Philosophische Bibliothek |BandReihe=67 |Seiten=257 |Online=http://www.zeno.org/nid/20003583384 |Abruf=2020-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In den Religionen ==&lt;br /&gt;
Hass wird in den [[Religion]]en negativ gesehen. Im [[Buddhismus]] gilt er neben Verblendung und Gier als eines der [[Drei Geistesgifte]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;trivisa&amp;#039;&amp;#039;. In: Robert E. Buswell, [[Donald Sewell Lopez Jr.]]: &amp;#039;&amp;#039;The Princeton Dictionary of Buddhism.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 2014, ISBN 0-691-15786-3, S. 926 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Konfuzius]] verlangt, man solle allen Menschen mit Güte und Selbstlosigkeit begegnen, ohne Neid und Hass. Das [[Christentum]] lehnt den Hass ebenfalls ab, da [[Jesus von Nazaret]] in der [[Bergpredigt]] stattdessen zu [[Feindesliebe]] aufruft {{Bibel|Mt|5|43-44}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Ohm]]: &amp;#039;&amp;#039;Liebe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Religion in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Bd. 4. directmedia, Berlin 2004, S. 362.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Psychiatrie ==&lt;br /&gt;
Verschiedene Erscheinungsformen von Hass wurden in der Psychiatrie als psychopathologisch eingestuft und den Symptomen von Affektstörungen und Phantasmen zugeordnet. Der Triebcharakter des Hasses zeigt sich dabei im Phänomen der Affektinversion, wie sie sich beim Umschlagen von Liebe in Hass und umgekehrt zeigt. Heftige Gemütswallungen beim Hass treten vergleichbar den Affekt-Labilitäten wie Wut, Zorn und übermäßige Freude auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Wut, Zorn, Haß. Ein semantischer Essai zu drei Ausprägungen psychischer Affektstörung.&amp;#039;&amp;#039; 2017/2018, S. 188 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychoanalyse ==&lt;br /&gt;
In seiner Trieblehre ordnete [[Sigmund Freud]] den Hass den „[[Selbsterhaltungstrieb|Selbsterhaltungstrieben]]“, später dem „[[Lebenstrieb]]“ zu. Als Triebobjekt dienen dabei Personen, Gruppen, Populationen, gesellschaftliche Bedingungen, soziale Verhältnisse und religiöse sowie moralische Bindungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Wut, Zorn, Haß. Ein semantischer Essai zu drei Ausprägungen psychischer Affektstörung.&amp;#039;&amp;#039; 2017/2018, S. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterscheidung nach Fromm ===&lt;br /&gt;
Der [[Tiefenpsychologie|neo-freudianische Tiefenpsychologe]] [[Erich Fromm]] unterschied zwei Arten des Hasses:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reaktiver Hass ====&lt;br /&gt;
Er ist das Ergebnis einer tiefen [[Kränkung|Verletzung]] oder einer schmerzlichen Situation, der man ohnmächtig gegenübersteht, da man sie aus eigener Kraft nicht verändern kann. &lt;br /&gt;
{{Zitat|Unter reaktivem Hass verstehe ich eine Hassreaktion, die aufgrund eines Angriffs auf mein [[Leben]], meine [[Sicherheit]], auf meine [[Ideal (Philosophie)|Ideale]] oder auf eine andere [[Person]], die ich liebe oder mit der ich identifiziert bin. Reaktiver Hass setzt immer voraus, dass jemand eine positive Einstellung zum Leben, zu anderen Menschen und zu Idealen hat. Wer stark lebensbejahend ist, wird entsprechend reagieren, wenn sein Leben bedroht ist.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Fromm]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Antwort der Liebe&amp;#039;&amp;#039;, Herder 2003, ISBN 3-451-05366-7, S. 91 „Hass und Selbsthass“.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Charakterbedingter Hass ====&lt;br /&gt;
Er wird zwar auf die gleiche Art und Weise wie der reaktive Hass ausgelöst, setzt aber eine grundlegend andere [[Persönlichkeit]]sstruktur des Hassenden voraus – Hass sei in diesem Fall ein [[Persönlichkeitseigenschaft|Charaktermerkmal]], eine Hassreaktion sei lediglich ein Ausdruck des innewohnenden Hasses. Der Hauptunterschied zum „reaktiven Hass“ sei die allgemeine Bereitschaft zu hassen, eine erkennbare [[Antipathie|Feindseligkeit]], welche in Hassausbrüchen ihren Ausgang finde. „Doch wurde der Hass dann zu einem Charakterzug des Betroffenen, so dass er jetzt feindselig ist. ... Im Falle des reaktiven Hasses ist es die Situation, die den Hass erzeugt; im Falle des charakterbedingten Hasses hingegen wird eine nicht-aktivierte Feindseligkeit durch die Situation aktualisiert. ... Ein solcher [[Mensch]] zeigt eine besondere Art von Befriedigung und [[Spaß]], wenn er hasst, die bei reaktivem Hass fehlt.“&amp;lt;ref&amp;gt;aus: &amp;#039;&amp;#039;Die Antwort der Liebe&amp;#039;&amp;#039;, Herder 2003, ISBN 3-451-05366-7, Seite 92–93 „Hass und Selbsthass“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Aktivieren des charakterbedingten Hasses in der [[Bevölkerung]] bezeichnet Fromm als eines der wichtigsten Mittel zur Vorbereitung eines [[Angriffskrieg]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Hetzkampagne]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verschiebbarer Hass ===&lt;br /&gt;
[[Else Frenkel-Brunswik]] erörterte anlässlich des [[Nationalsozialismus]] früh das Phänomen des „flottierenden Hasses“. [[Alice Miller]] und [[Arno Gruen]] beschreiben den latenten, verschiebbaren Hass als schwer aufzulösen und gefährlich, weil er sich nicht auf die Person richtet, die ihn verursacht hat, sondern auf Ersatzpersonen, die jeweils als [[Sündenbock|Sündenböcke]] gebraucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hirnforschung ==&lt;br /&gt;
Die neuronale Erforschung des Hasses ist vergleichsweise jung. Die Hirnforschung zeigt, dass Hass im Gehirn zwei Areale des [[Großhirn]]s aktiviert: das [[Putamen]] und die [[Inselrinde]]. Da das Putamen Bewegungen vorbereitet, wird vermutet, dass diese Aktivierung eine Vorbereitung auf einen möglichen Angriff oder eine Flucht einleitet. Die Inselrinde wiederum reagiere auf beunruhigende Reize. Neben Putamen und Inselrinde aktivierten Hassgefühle zudem Hirnregionen, die mit Aggressionen in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Semir Zeki, John Paul Romaya |Titel=Neural Correlates of Hate |Sammelwerk=PLOS ONE |Band=3 |Nummer=10 |Datum=2008-10-29 |ISSN=1932-6203 |DOI=10.1371/journal.pone.0003556 |PMID=18958169 |Seiten=e3556 |Online=https://journals.plos.org:443/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0003556 |Abruf=2024-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Wut, Zorn, Haß. Ein semantischer Essai zu drei Ausprägungen psychischer Affektstörung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 183–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hate|Hass}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;dorsch&amp;quot;&amp;gt;Hass. (2020). In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 12.01.2020, von https://portal.hogrefe.com/dorsch/hass/.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4023606-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emotion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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