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	<title>Haschimiten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T14:46:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haschimiten&amp;diff=16080&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freigut: /* Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haschimiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haschemiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|هاشميون|d=Hāšimīyūn}}) sind eine von den [[Scherifen von Mekka]] abstammende arabische [[Dynastie]], die das Königshaus von [[Jordanien]] stellt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammten auch die [[Königreich Hedschas|Könige von Hedschas]], [[Königreich Syrien|Syrien]] und [[Königreich Irak|Irak]] aus dieser Familie. Die Bezeichnung als &amp;#039;&amp;#039;haschemitisch&amp;#039;&amp;#039; bürgerte sich ab Ende des 19. Jahrhunderts ein, seit die Familie verstärkt ihre Abkunft von [[Hāschim ibn ʿAbd Manāf]] und den [[Banū Hāschim]] betonte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Herrschaft der Scherifen über Mekka und [[Medina]] ist seit dem späten 10. Jahrhundert bezeugt. Dabei beherrschte die Linie der &amp;#039;&amp;#039;[[Al-Husain ibn ʿAlī|Husainiden]]&amp;#039;&amp;#039; Medina und die Linie der &amp;#039;&amp;#039;[[Al-Hasan ibn ʿAlī|Hasaniden]]&amp;#039;&amp;#039; Mekka. Das Oberhaupt der Hasaniden in Mekka führte den Titel eines Großscherifen. Hauptaufgabe war die Organisation der jährlichen [[Haddsch|Pilgerzüge nach Mekka]] und die Sicherung der Pilgerkarawanen. Zwar mussten seit dem Niedergang des [[Abbasiden]]kalifats verschiedene Oberherren anerkannt werden, beispielsweise die [[Osmanisches Reich|Osmanen]], doch wurde die Stellung der Scherifen im [[Hedschas]] dadurch nicht erschüttert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Osmanen 1517 die Husainiden abgesetzt hatten, konnten die Hasaniden ihren Einfluss auf Medina ausdehnen. Da verschiedene Zweige der Familie um das Amt des Großscherifen kämpften, war eine eigenständige Machtpolitik jedoch nicht möglich. Einer der bedeutendsten Großscherifen war &amp;#039;&amp;#039;Ghalib&amp;#039;&amp;#039; (1788–1813), der lange Zeit zwischen Osmanen, [[Wahhabiten]] und [[Khedivat Ägypten|Ägyptern]] taktierte, bis er von [[Muhammad Ali Pascha|Muḥammad ʿAlī]], dem quasi unabhängigen osmanischen Gouverneur von Ägypten, abgesetzt wurde. In der Folgezeit verstärkten die Osmanen von [[Syrien]] und [[Palästina (Region)|Palästina]] aus ihre Kontrolle über die Großscherifen und hielten einen Teil ihrer Familie als Geiseln in [[Istanbul]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
[[Datei:الملك فيصل بن حسين الهاشمي.jpg|mini|Faisal I. mit Familie in Syrien 1920]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Coronation of Prince Faisal as King of Iraq, 1921.jpg|mini|Faisal I. bei seiner Krönung 1921]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:The sons of Sharif Hussein.jpg|mini|Die Könige Ali von Hedschas (links), Abdullah von Transjordanien (Mitte) und Faisal von Irak (rechts)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Faisal II of Iraq and Hussein of Jordan.jpg|mini|Die Haschemiten-Könige [[Faisal II.]] von Irak und [[Hussein I. (Jordanien)|Hussein I.]] von Jordanien (1958)]]&lt;br /&gt;
Auch [[Hussein ibn Ali (Hedschas)|Ḥusain ibn ʿAlī]] war Geisel in Istanbul gewesen, als er 1908 vom Sultan als Großscherif in Mekka eingesetzt wurde. Husain blieb zunächst loyal, erhob sich jedoch während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] gegen die Osmanen &amp;#039;&amp;#039;(„[[Arabische Revolte]]“)&amp;#039;&amp;#039; und versuchte mit [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|britischer]] Hilfe, ein unabhängiges, großarabisches Königreich zu gründen. Diese Pläne scheiterten an den kolonialen Interessen der Briten und [[Dritte Französische Republik|Franzosen]], die [[Mesopotamien]] 1918/20 unter sich aufteilten. Zwei jüngeren Söhnen Hussains gelang es, unter britischer Oberherrschaft zwei neue Monarchien zu begründen. [[Faisal I.]] wurde, nach einem missglückten Versuch in Syrien 1920, von wo ihn die Franzosen wieder vertrieben ([[Schlacht von Maysalun]]), 1921 zum ersten König des [[Königreich Irak|Iraks]], sein jüngerer Bruder Emir [[Abdallah ibn Husain I.|Abdallah I.]] stieg zum [[Emir]] und später (1946) zum König von [[Transjordanien]] – dem heutigen [[Jordanien]] – auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großscherif Husain hatte bereits 1916 – bei Beginn seines Aufstandes gegen die Osmanen – den Titel eines Königs des [[Hedschas]] (also des Gebiets um [[Mekka]] und [[Medina]]) angenommen. Nachdem [[Mustafa Kemal Atatürk|Atatürk]] den letzten osmanischen [[Kalif]]en 1924 abgesetzt hatte, übernahm Hussain den vakant gewordenen Kalifentitel und damit den für viele provozierenden Anspruch auf die Herrschaft über alle Muslime. Der [[Dynastie der Saud|Saudi-Herrscher]] [[Abd al-Aziz ibn Saud|ʿAbd al-ʿAzīz ibn Saʿūd]] (kurz oft: Ibn-Saud), damals noch [[Sultan]] des [[Nadschd|Nedschd]] und ab 1932 erster König von [[Saudi-Arabien]], griff daraufhin als der größte Konkurrent um die Herrschaft im engeren [[Arabische Welt|arabischen Raum]] unverzüglich den Hedschas und dessen Hauptstadt Mekka an. Die Gründe waren sowohl politischer als auch religiöser Natur. Dem hatte Hussain militärisch nichts entgegenzusetzen. Um sein Reich für seine Dynastie zu retten, dankte Hussain 1924 zugunsten seines Sohnes [[Ali bin Hussein (1879–1935)|Ali]] ab und verzichtete zugleich auf den Kalifentitel. Ende 1925 musste König Ali vor den Saudis aus Mekka flüchten. Das Stammland der Haschimiten war seither für diese Dynastie verloren und ist bis heute Teil Saudi-Arabiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zentrum der Haschimiten wurde daraufhin die alte Kalifenstadt [[Bagdad]], nunmehr Hauptstadt des Haschimiten-Königreichs Irak. Dorthin ging der aus Mekka vertriebene Zweig der Dynastie ins Exil. Ein Sohn des Ex-Königs Ali, der Emir [[Abd ul-Ilah]] (ermordet im Juli 1958), stieg in der Folge zum langjährigen Prinzregenten des Iraks auf (1939–1953). Dass die Haschimiten-Herrschaft im Irak aufgrund ihrer Landesfremdheit und probritischen Haltung ernsthaft gefährdet war, wurde erstmals durch den [[Militärputsch im Irak 1941|arabisch-nationalistischen Putsch]] von 1941 deutlich, der jedoch durch [[Streitkräfte des Vereinigten Königreichs|britisches Militär]] niedergeschlagen wurde. Gegen das nationalrevolutionäre [[Ägypten]] unter [[Gamal Abdel Nasser]], das ab [[Militärputsch in Ägypten 1952|1952]]/53 und namentlich seit der [[Sueskrise]] von 1956 einen antiwestlichen gesamtarabischen [[Nationalismus]] vertrat, entwickelten sich die haschemitischen Königreiche Irak und Jordanien zur entscheidenden prowestlichen Gegenmacht ([[Bagdad-Pakt]] 1955, [[Arabische Föderation|Union beider Reiche]] 1958), die jedoch innenpolitisch längst unterhöhlt war. Der blutige [[Staatsstreich im Irak 1958|Militärputsch in Bagdad vom Juli 1958]] stürzte die Haschimiten-Herrschaft im Irak, rottete den Großteil der dort lebenden Haschimiten aus (darunter König [[Faisal II.]] und dessen Onkel Abd ul-Ilah) und reduzierte die Dynastie damit auf den unbedeutenderen Nachbarstaat Jordanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Jordanien war die Haschimitenherrschaft lange durch arabisch-nationalistische Strömungen bedroht. Hinzu trat die Sprengkraft des [[Israel]]-[[Palästinensische Autonomiegebiete|Palästina]]-Konflikts. Der erste jordanische Haschimiten-König Abdallah hatte sich 1948 am [[Palästinakrieg|verlorenen Krieg]] gegen Israel beteiligt, sich dann aber mit Israel auf eine Aufteilung Palästinas geeinigt, die aus dem bisherigen „[[Transjordanien]]“ 1949 ein „Gesamtjordanien“ [[Waffenstillstandsabkommen von 1949#Mit Jordanien|machte]] und dem König die Herrschaft über die heiligen Stätten Jerusalems eintrug; im Juli 1951 wurde [[Abdallah ibn Husain I.|König Abdallah]] wegen dieser von arabischen Nationalisten als verräterisch empfundenen Politik ermordet. Das damals annektierte [[Westjordanland]] und [[Jerusalem]] gingen 1967 durch die Niederlage im [[Sechstagekrieg]] (Juni 1967) an Israel verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seit 1952 ==&lt;br /&gt;
Auch Abdallahs Enkel König [[Hussein I. (Jordanien)|Hussein von Jordanien]] (1952–1999) hatte zahlreiche Attentate, die einen Sturz der Haschimiten in Jordanien bezweckten, zu überstehen. Hussein überlebte dies ebenso wie den Versuch der [[Palästinensische Befreiungsfront|Palästinensischen Befreiungsfront (PLO)]] unter [[Jassir Arafat]], den Staat Jordanien mit seiner palästinensischen Bevölkerungsmehrheit Schritt für Schritt von innen her zu übernehmen, indem er die PLO 1970/71 im [[Jordanischer Bürgerkrieg|Jordanischen Bürgerkrieg]] gewaltsam aus dem Land vertrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise, aber auch durch eine diplomatische [[Schaukelpolitik]], die sich insgesamt vor allem an die [[Vereinigte Staaten|USA]] anlehnte und damit die alte prowestliche Haschimitentradition fortführte, überlebte der jordanische Zweig der Dynastie bis heute. Husseins seit 1999 regierender Sohn König [[Abdullah II. bin al-Hussein|Abdullah II.]] von Jordanien soll in ununterbrochener, männlicher Linie auf [[Hāschim ibn ʿAbd Manāf]] zurückgehen, seine Mutter allerdings ist [[Engländer]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hashemite Supremacy]]&lt;br /&gt;
* [[Quraisch|Koreischiten]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Herrscher von Jordanien]]&lt;br /&gt;
* Jörg-Dieter Brandes: &amp;#039;&amp;#039;… mit Säbel und Koran. Der Aufstieg der Königsfamilie Saud und der Wahabiten&amp;lt;!--sic!--&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;. Thorbecke, Sigmaringen 1999, ISBN 3-7995-0094-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119140764|VIAF=40181814}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Muslimische Dynastie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arabische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haschimiten| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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