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	<title>Harzer Bergtheater Thale - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2026-02-11T05:42:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harzer Bergtheater Thale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Freilichtbühne|Freilichttheater]] in [[Thale]] ([[Landkreis Harz]]) auf dem [[Hexentanzplatz (Harz)|Hexentanzplatz]]. Es wurde 1903 von [[Ernst Wachler (Autor)|Ernst Wachler]] gegründet und ist damit eines der ältesten Naturtheater Deutschlands. Auf den halbkreisförmig angelegten Sitzbänken befinden sich heute 1903 Plätze. Das Theater ist von Thale aus über eine Straße und mit der [[Bodetal-Seilbahn]] erreichbar, die über das [[Bodetal]] zum Hexentanzplatz führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodetal Bergtheater innen.jpg|miniatur|hochkant=1.8|Das Bergtheater Thale (2010)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Der Gründer ===&lt;br /&gt;
Der Gründer [[Ernst Wachler (Autor)|Ernst Wachler]] war ein [[Völkische Bewegung|völkisch]]-religiöser, [[antisemitisch]]er&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Stegmaier]], [[Daniel Krochmalnik]], &amp;#039;&amp;#039;Jüdischer Nietzscheanismus&amp;#039;&amp;#039;, Walter de Gruyter, 1997, S. 389&amp;lt;/ref&amp;gt; Autor und Journalist und einer der „einflußreichsten und wirkungsmächtigsten Wegebereiter“ und „Gründerväter“ der völkisch-religiösen Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2001, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wachler war Mitglied in der [[Germanische Glaubens-Gemeinschaft (Ludwig Fahrenkrog)|Germanischen Glaubens-Gemeinschaft]], Gründungs- und Ehrenmitglied der [[Guido von List|Guido-von-List-Gesellschaft]] sowie Förderer der [[Arthur de Gobineau|Gobineau]]-Vereinigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2001, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wachler betrieb die Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Der Kynast. Blätter für Volkstum und Dichtung&amp;#039;&amp;#039; (1898–1899), &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039; (1899–1905), &amp;#039;&amp;#039;Iduna&amp;#039;&amp;#039; (1905–1906) und die &amp;#039;&amp;#039;Die Jahreszeiten. Blätter für Dichtung und Volkstum&amp;#039;&amp;#039; (1910–1911),&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Breuer: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkischen in Deutschland. Kaiserreich und Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 2008, S. 59, 106, 119; Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte&amp;#039;&amp;#039;. In: Handbuch zur »Völkischen Bewegung« 1871–1918. München 1996, S. 794&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er sich häufig zum Bergtheater und den dort gespielten Theaterstücken zu Wort meldete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Studium und Promotion erwarb er sich erste praktische Theatererfahrungen als [[Dramaturg]] am [[Berliner Theater]], aber bereits in seiner Studienzeit entwarf Wachler sein nationales Kulturprogramm, das sich gegen &amp;#039;&amp;#039;[[Dekadenz|décadence]]&amp;#039;&amp;#039; wandte und eine aus dem &amp;#039;&amp;#039;Boden des deutschen [[Volkstum|Volksthums]] erwachsende Kultur&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte&amp;#039;&amp;#039;. In: Handbuch zur »Völkischen Bewegung« 1871–1918. München 1996, S. 768 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine Synthese von Kunst und Volkstum anstrebte, die er mit dem Bergtheater Thale zu verwirklichen gedachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung und völkische Theaterausrichtung ===&lt;br /&gt;
Die Naturbühne wurde am 8. Juli 1903 von [[Ernst Wachler (Autor)|Ernst Wachler]] unter dem Namen „Grüne Bühne“ gegründet. In seiner Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Volksbühne&amp;#039;&amp;#039; stellte er zuvor seinen Plan eines „Theaters der Zukunft“ vor. In einer „Erklärung deutscher Autoren und Künstler“ wurde in der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Volksbühne&amp;#039;&amp;#039; zur Sammlung aller Gleichgesinnten aufgerufen, die für die „deutschen und volkstümlichen Bestrebungen“ eintreten. Wachler wandte sich mit seinen Erneuerungsvorstellungen vorrangig an die Vertreter der [[Heimatkunst]]bewegung. Im Februar 1903 riefen namhafte Vertreter der Heimatkunstbewegung zur finanziellen Unterstützung des geplanten „Landschafts- und Volkstheater unter freiem Himmel“ auf und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass die „Harzfestspiele“ Vorbild für ein über Deutschland verbreitetes Netz von Sommerbühnen werden würden. Wachler erstrebte eine Musterweihebühne im Geiste [[Richard Wagner]]s, die Vorbild einer „nationalen Renaissance“ sein sollte, indem die „ursprünglichen“ germanischen Lebensanschauungen und -formen, die durch „jüdisch-christliche“ und „lateinische“ Einflüsse unterdrückt worden seien, wiederbelebt werden. Nach Wachlers Auffassung überdauerte der „echte Glaube der Deutschen“ trotz aller Anfeindungen im traditionellen Brauchtum, in [[Märchen]], [[Sage]]n und [[Mythos|Mythen]] sowie in der deutschen Muttersprache. Daher sei der Künstler und besonders der Dichter dazu berufen, die „Keime eines neuen Glaubens auszustreuen“. Dementsprechend wurden die Theateraufführungen als „gottesdienstliche Handlung“ begriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte&amp;#039;&amp;#039;. In: Handbuch zur »Völkischen Bewegung« 1871–1918. München 1996, S. 769 ff.; Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2001, S. 228 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Verein zur Förderung des Harzer Bergtheater&amp;#039;&amp;#039; von führenden Vertretern der Heimatkunstbewegung und Freunden Ernst Wachlers gegründet. Der Verein bezweckte vor allem die Anwerbung fördernder Mitglieder aus völkisch-nationalen Kreisen, um – so in dem Aufruf zur Gründung – dieses „echt nationale, dem gesamten Deutschtum in idealem Sinne dienende Unternehmen“ zu unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte&amp;#039;&amp;#039;. In: Handbuch zur »Völkischen Bewegung« 1871–1918. München 1996, S. 789&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon durch sein schriftstellerisches Wirken versuchte Wachler auch durch das Bergtheater völkisches Gedankengut zu popularisieren und die verschiedenen völkischen Führer und Gruppen zu vernetzen. Das auch als neuheidnische Weihestätte konzipierte Bergtheater war daher wiederholt Treffpunkt völkischer und völkisch-religiöser Organisationen. So wurde dort auf einer Tagung im August 1913 durch Umbenennung der „2. Deutschreligiöse Gemeinschaft“ die „[[Germanische Glaubens-Gemeinschaft (Ludwig Fahrenkrog)|Germanische Glaubens-Gemeinschaft]]“ gegründet und 1914 fand ein „Allthing germanischer Gemeinschaften“ statt, an dem unter anderem die &amp;#039;&amp;#039;Germanische Glaubens-Gemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;, der ebenfalls deutschgläubige &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Orden (Otto Siegfried Reuter)|Deutsche Orden]]&amp;#039;&amp;#039; [[Otto Siegfried Reuter]]s, die &amp;#039;&amp;#039;[[Große Germanen-Logen]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;[[Germanenorden]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;[[Schafferbund]]&amp;#039;&amp;#039; und Wachlers „Gesellschaft Wodan“ beteiligt waren. Auf diesem Allthing wurde Ludwig Fahrenkrog zum &amp;#039;&amp;#039;Hochwart&amp;#039;&amp;#039; der „Germanischen Glaubens-Gemeinschaft“ gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2001, S. 126 f.; Ulrich Nanko: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Glaubensbewegung&amp;#039;&amp;#039;. Marburg 1993, S. 41 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die neuheidnische Kultstätte war auch an [[Symbol]]en, darunter [[Runen]], zu erkennen. In die Eingangstür war ein [[Hakenkreuz]] geschnitzt; am Fuß der Haupttreppe des Zuschauerraums war ein Steinaltar aufgestellt und am Eingang war ein [[Edda]]-Spruch angebracht: „Allen Edlen gebiet ich Andacht, Hohen und Niedern aus Heimdalls Geschlecht. Walvaters Wirken will ich künden. Der Vorzeit Sagen, deren ich mich entsinne“.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2001, S. 286 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theaterbetrieb ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodetal Bergtheater Eingang.jpg|miniatur|Eingang des Theaters (2010)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Thale, Bergtheater, Aufführung der Oper &amp;quot;Die verkaufte Braut&amp;quot;.jpg|miniatur|Aufführung der Oper „Die verkaufte Braut“ (1968)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptspielzeit war in den Monaten Juli und August, in der etwa fünfzig Aufführungen stattfanden, die im Allgemeinen gut besucht waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2001, S. 286&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben einem ‚klassischen‘ Repertoire kamen völkische Dramen zur Aufführung, mit denen die „deutsche Wiedergeburt“ und völkische Germanen- und Volkstumsideologie thematisiert wurden und ein großes Publikum mit der völkischen Weltsicht bekannt machten. Bei der Eröffnungsvorstellung 1903 wurde das Stück „Walpurgis“ von Ernst Wachler uraufgeführt, das in der ersten Spielzeit 19 Vorstellungen erlebte. Auch Wachlers Dramen „Widukind“ (1904), „Mittsommer“ (1905 und 1906), „Mittwinter“ (1910) und „Die Osternacht“ (1912) wurden im Bergtheater aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1903 bis 1912 wurden außerdem u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Theaterstücke aufgeführt: „Wieland der Schmied“ (1905), „Münchhausen“ und „König Arthur“ von [[Friedrich Lienhard]],&amp;lt;!--- muß nochmals überprüft werden: „Ragenhart“ (1905) von A. Werner---&amp;gt;, „Frithjof und Ingeborg“ (1908) von [[Karl Engelhard (Schriftsteller)|Karl Engelhard]] (1879–1914), „Balders Tod“ (1908) von [[Max R. Schmidt]], „Baldur“ (1912) und „Wölund“ (1913) von [[Ludwig Fahrenkrog]], „[[Die versunkene Glocke]]“ von [[Gerhart Hauptmann]], „Lafontaine“ von [[Adolf Bartels]], „Herzog Heinrich am Finkenherd“ und „Heinrich der Löwe“ von [[Franz Herwig]] (1880–1931), „Spielmanns Kirmes“ von [[Alexander Elster (Jurist)|Alexander Elster]] (1877–1942), „Sigfrieds Tod“ von [[August Sturm (Jurist)|August Sturm]] (1852–1923),  „Glaube und Heimat“ von [[Karl Schönherr]], „Der Moloch“ und „Die Nibelungen“ von [[Friedrich Hebbel]], „Die Nachbarn“ von [[Karl Immermann]] sowie Werke von [[William Shakespeare]], [[Johann Wolfgang Goethe]], [[Friedrich Schiller]], [[Hans Sachs]], [[Heinrich von Kleist]], [[Christian Dietrich Grabbe]] und [[Friedrich Gottlieb Klopstock]].&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte&amp;#039;&amp;#039;. In: Handbuch zur »Völkischen Bewegung« 1871–1918. München 1996, S. 787 f.; Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2001, S. 145, 286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationales Ansehen ===&lt;br /&gt;
1911 legte Wachler die Spielleitung nieder, was einen herben Rückschlag für das Theater bedeutete. 1925 übernahm er aus Anlass des 60. Geburtstags Friedrich Lienhards mit Erfolg die Leitung der Lienhard-Festspiele auf dem Harzer Bergtheater. Mit [[Erich Pabst]] (1890–1955) als Intendant von 1926 bis 1932 errang das Theater mit einem anspruchsvollen Spielplan und renommierten Schauspielern internationales Ansehen als „Grüne Bühne“. Diese Zeit endete abrupt mit der nationalsozialistischen „[[Machtergreifung]]“. 1933 übernahm [[Walther Eggert]] die Leitung, der an die Ideen einer „echten deutschen Kultur“ Wachlers und der Heimatkunstbewegung im Rahmen der nationalsozialistischen Kulturpolitik anknüpfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte&amp;#039;&amp;#039;. In: Handbuch zur »Völkischen Bewegung« 1871–1918. München 1996, S. 791 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
1940 wurde das Theater kriegsbedingt geschlossen. Ernst Wachler ging zuletzt auf Distanz zu seiner Theaterschöpfung, ebenso wie auch – nach anfänglicher Begeisterung – zum [[Nationalsozialismus]]. 1941 bekannte er, das Harzer Bergtheater liege „hinter mir wie ein idealer Traum [...] Was später wird, [bleibt] abzuwarten [...]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte. Ernst Wachler und das Harzer Bergtheater&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zur &amp;quot;Völkischen Bewegung&amp;quot; 1871 - 1918&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Uwe Puschner, Walter Schmitz und Justus H. Ulbricht. Saur, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1996, S. 762–796, hier: S. 793.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1942 zog er nach [[Prag]] und wurde nach Kriegsende, wahrscheinlich als Überlebender der tschechischen Gewaltexzesse gegen die Deutschen (s. auch [[Geschichte Prags]]), im [[Theresienstadt 1945–1948|KZ Theresienstadt]] interniert, wo er im Sommer 1945 an der [[Dysenterie|Hungerruhr]] starb.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte. Ernst Wachler und das Harzer Bergtheater&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zur &amp;quot;Völkischen Bewegung&amp;quot; 1871 - 1918&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Uwe Puschner, Walter Schmitz und Justus H. Ulbricht. Saur, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1996, S. 762–796, hier: S. 793.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Bundesarchiv Bild 183-1984-0810-302, Bergtheater Thale, Gojko Mitic bei Fechtprobe.jpg|mini|[[Gojko Mitić]] bei einer Fechtprobe (1984)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergtheater Thale 02.jpg|mini|Harzer Bergtheater Thale (2024)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] begann 1946 die Wiederaufnahme der Bühnentätigkeit. Die Leitung lag von 1946 bis 1992 beim jeweiligen Intendanten der [[Nordharzer Städtebundtheater#Theater Quedlinburg|Städtischen Bühnen Quedlinburg]]. Das Bergtheater Thale wurde nun künstlerischer Ausdruck „einer &amp;#039;&amp;#039;[[Sozialismus|sozialistischen]] Nationalkultur&amp;#039;&amp;#039;“ und Vorbild aller [[Freilichtbühne]]n der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Wie schon zu Wachlers Zeiten wurden Werke von Shakespeare, Goethe, Schiller, Kleist, Hebbel und Hauptmann gespielt. Hinzu kamen Stücke, die historische Stoffe im Sinne des sozialistischen Bildungsideals (Friedrich Wolf, Arkadi Gajdar) und in Anlehnung an Wachlers Theaterkonzept thematisierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Puschner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte&amp;#039;&amp;#039;. In: Handbuch zur »Völkischen Bewegung« 1871–1918. München 1996, S. 793 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit der Wiedervereinigung ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] von 1990 übernahm die Stadt [[Thale]] 1992 das Bergtheater. Neuer Leiter wurde Alexander Opitz. Seit 1994 sind die künstlichen Bauten entfernt worden und die „Grüne Bühne“ wieder in einem naturgerechten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Theater in Quedlinburg. Chronik und Buch der Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;, Quedlinburg 1994, S. 255–257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 schlossen sich das Harzer Bergtheater und der [[Tierpark Hexentanzplatz]] zur &amp;#039;&amp;#039;Hexentanzplatz GmbH&amp;#039;&amp;#039; zusammen. Am 1. Januar 2013 wurde die Tochtergesellschaft der Stadt Thale zur &amp;#039;&amp;#039;Bodetal Tourismus GmbH&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.bodetal.de/bodetalurlaub/veranstaltungen/harzerbergtheater/ |wayback=20221014195219 |text=Geschichte des Harzer Bergtheaters Thale }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird die [[Freilichtbühne]] u.&amp;amp;nbsp;a. vom [[Nordharzer Städtebundtheater]] bespielt. Neben [[Oper]], [[Operette]], [[Schauspiel]], [[Märchen]] gibt es auch [[Musical]] und Konzertveranstaltungen aller Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2022 erfolgte der erste [[Spatenstich]] zum Umbau des Harzer Bergtheaters. Für knapp acht Millionen Euro wurde die Anlage bis 2024 modernisiert und von 1.350 auf 1.903 Sitzplätze, dem Gründungsjahr gleichend, erweitert. Außerdem wurde die gesamte Technik, Umkleiden und Sanitäranlagen erneuert. Der für das Theater typische Blick ins [[Harzvorland]] wurde erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/harz/hexentanzplatz-touristen-attraktion-hexendorf-100.html &amp;#039;&amp;#039;Hexentanzplatz im Harz wiedereröffnet&amp;#039;&amp;#039;] auf [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]] vom 26. September 2024, abgerufen am 12. März 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch steigende Baukosten hat die [[Sanierung (Bauwesen)|Sanierung]] des Bergtheaters Thale fünf Millionen Euro mehr gekostet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/harz/umbau-hexentanzplatz-bergtheater-thale-116.html &amp;#039;&amp;#039;Umbau von Hexentanzplatz und Bergtheater in Thale wird teurer&amp;#039;&amp;#039;] auf [[MDR Fernsehen|MDR]].de vom 13. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Spielbetrieb während der dreijährigen Bauphase war auf der [[Altenbrak#Kultur und Sehenswürdigkeiten|Waldbühne]] in [[Altenbrak]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/kultur/kultur-thale-kulturangebote-im-bodetal-trotz-umbau-des-bergtheaters-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220604-99-548905 &amp;#039;&amp;#039;Kulturangebote im Bodetal trotz Umbau des Bergtheaters&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Juni 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Wiedereröffnung nach der Generalüberholung war am 31. Mai 2025 mit der [[Uraufführung]] des [[Musical]]s „Walpurga“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.harzkurier.de/niedersachsen/harz/article408544639/nach-jahrelangem-umbau-diese-attraktion-im-harz-oeffnet-wieder.html &amp;#039;&amp;#039;Nach jahrelangem Umbau: Diese Attraktion im Harz öffnet wieder&amp;#039;&amp;#039;] auf harzkurier.de vom 13. März 2025, abgerufen am 15. März 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Darsteller (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count:5;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gojko Mitić]]&lt;br /&gt;
* [[Renate Müller (Schauspielerin)|Renate Müller]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Schell]]&lt;br /&gt;
* [[Erich Geister]]&lt;br /&gt;
* [[Gustaf Gründgens]]&lt;br /&gt;
* [[Heinz Baumann]]&lt;br /&gt;
* [[Manfred Krug]]&lt;br /&gt;
* [[Ruth Maria Kubitschek]]&lt;br /&gt;
* [[Uwe Friebel]]&lt;br /&gt;
* [[Stefan Saborowski]]&lt;br /&gt;
* [[Wolf Sabo]]&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kaul]]&lt;br /&gt;
* [[Sven Mein]]&lt;br /&gt;
* [[Senta-Sofia Delliponti]]&lt;br /&gt;
* [[Angelika Milster]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Intendanten / Verantwortliche ==&lt;br /&gt;
* 1903 bis 1911, 1925 Ernst Wachler&lt;br /&gt;
* 1912 bis 1914 Leo Ingber&lt;br /&gt;
* 1916 Lützenkirchen-Weber&lt;br /&gt;
* 1917 Hegen-Ebers&lt;br /&gt;
* 1917 Siegfried Hagen&amp;lt;ref&amp;gt;Brief der Schwester Eva Hagen an Johannes Schmidt vom 25. Februar 1917 (liegt im Original vor): &amp;quot;Siegfried ist glücklicher Direktor des Harzer Bergtheaters in Thale&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1919 bis 1920 Heinz Schwamborn&lt;br /&gt;
* 1921 Robert Förster&lt;br /&gt;
* 1922 Albert Berthold&lt;br /&gt;
* 1926 bis 1932 Erich Pabst&lt;br /&gt;
* 1933 Walther Eggert&lt;br /&gt;
* 1934 bis 1939 Heinrich Kreutz&lt;br /&gt;
* 1946 bis 1953 Ulrich Velten&lt;br /&gt;
* 1953 bis 1963 [[Curt Trepte]]&lt;br /&gt;
* 1964 bis ?   Werner Peter&lt;br /&gt;
* 1995 bis 2008 Mario Jantosch&lt;br /&gt;
* 2008 bis 2013 Hans-Peter Bergmann (Geschäftsführer der Hexentanzplatz Thale GmbH)&lt;br /&gt;
* 2013 bis 2017 Michael Weber (Geschäftsführer der Bodetal Tourismus GmbH) / Ronny Große&lt;br /&gt;
* seit 2018 Ronny Große ([[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]] der Bodetal Tourismus GmbH)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Petra Korn |url=https://www.mz-web.de/landkreis-harz/nachfolger-benannt-der-neue-ist-ein-alter-hase-29320894 |titel=Nachfolger benannt Der Neue ist ein alter Hase |werk=[[Mitteldeutsche Zeitung|Mitteldeutsche Zeitung (MZ)]] |datum=2017-12-20 |abruf=2019-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Curt Trepte: &amp;#039;&amp;#039;Harzer Bergtheater: Tradition u. Gegenwart. Zum 60jährigen Bestehen des Harzer Bergtheaters zu Thale.&amp;#039;&amp;#039; [Fotos: Eberhard Buschmann u.&amp;amp;nbsp;a. Zeichn.: Wilhelm Krieg u. Max Schwimmer] Berlin 1963.&lt;br /&gt;
* [[Uwe Puschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformbühne und völkische Kultstätte. Ernst Wachler und das Harzer Bergtheater.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zur „Völkischen Bewegung“ 1871–1918.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Uwe Puschner, Walter Schmitz und [[Justus H. Ulbricht]]. Saur, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1996, ISBN 3-598-11241-6, S. 762–796.&lt;br /&gt;
* Falko Kirsch, Bernd Ohlendorf: &amp;#039;&amp;#039;Führer durch das Bodetal. Geschichte, Geologie, Sagen, Flora, Fauna.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Stadt Thale 2010, {{DNB|1009752553}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rad- &amp;amp; Wanderkarte Bodetal&amp;#039;&amp;#039; (Maßstab 1:25 000) – &amp;#039;&amp;#039;Detailkarte Hexentanzplatz&amp;#039;&amp;#039; (Maßstab 1:15 000). Kartographische Kommunale Verlagsgesellschaft, Nordhausen 2022, ISBN 978-3-86973-242-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bergtheater Thale}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|5155816-6}}&lt;br /&gt;
* [http://www.harzer-bergtheater.de/ Website des Harzer Bergtheaters Thale]&lt;br /&gt;
* [https://www.bodetal.de/urlaub-im-bodetal/ausflugsziele/hexentanzplatz Hexentanzplatz] auf bodetal.de&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/results?search_query=Harzer+Bergtheater+Thale Harzer Bergtheater Thale] auf [[YouTube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.736125|EW=11.031057|type=landmark|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5155816-6|VIAF=159105569}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freilichtbühne in Sachsen-Anhalt|Thale, Bergtheater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater (Sachsen-Anhalt)|Thale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Harz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Thale)|Bergtheater Thale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkische Bewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater (DDR)|Thale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Harz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1903]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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