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	<title>Hartmut Michel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hartmut_Michel&amp;diff=201729&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kolja21: Normdaten ergänzt</title>
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		<updated>2025-12-19T02:20:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:22 MPI BP Hartmut Michel 221028 quadrat.jpg|mini|Hartmut Michel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hartmut Michel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juli]] [[1948]] in [[Ludwigsburg]]) ist ein deutscher Biochemiker. Er erhielt 1988 zusammen mit [[Johann Deisenhofer]] und [[Robert Huber]] den [[Nobelpreis für Chemie]] für die Erforschung der dreidimensionalen [[Molekülstruktur]] des [[Reaktionszentrum]]s der [[Photosynthese]] im [[Purpurbakterien|Purpurbakterium]] &amp;#039;&amp;#039;Rhodopseudomonas viridis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartmut Michel wurde 1948 in Ludwigsburg in [[Baden-Württemberg]] geboren. Nach dem Abitur 1967 am [[Friedrich-Schiller-Gymnasium Ludwigsburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/uniwue/Presse/Nobelpreistraegerstelen/michel.pdf Hartmut Michel] Website Universität Würzburg, abgerufen am 23. September 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; studierte er ab 1969 [[Biochemie]] an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] und wurde 1977 an der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Universität Würzburg]] bei [[Dieter Oesterhelt]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Der elektrochemische Protonengradient bei Halobacterium halobium und seine Beziehung zu den intrazellulären Spiegeln von ATP, ADP und Phosphat&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Academictree |chemistry |52141|Name=Hartmut Michel |Datum=3. Januar  2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1986 folgte seine [[Habilitation]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]]. Seit 1987 ist er Direktor am [[Max-Planck-Institut für Biophysik]] in [[Frankfurt am Main]] und dort Leiter der Abteilung für Molekulare Membranbiologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Februar 2004 und April 2010 war Michel zudem Mitglied des vom Bundespräsidenten ernannten [[Wissenschaftsrat (Deutschland)|Wissenschaftsrats]], der die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung sowie des Hochschulbaus berät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michel ist Mitglied im Stiftungsrat der [[Schering Stiftung]] (Berlin) und im Kuratorium für die [[Tagung der Nobelpreisträger in Lindau|Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Council Members |Sammelwerk=The Lindau Nobel Laureate Meetings |Datum= |Online=http://www.lindau-nobel.org/council-members/ |Abruf=2017-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Hartmut Michel gelang 1982 die [[Kristallisation]] des [[Reaktionszentrum|photosynthetischen Reaktionszentrums]] des [[Purpurbakterien|Purpurbakteriums]] &amp;#039;&amp;#039;[[Rhodopseudomonas viridis]]&amp;#039;&amp;#039; und schuf damit die Grundlage für eine [[Kristallstrukturanalyse]] der [[Molekülstruktur]].&amp;lt;ref&amp;gt;H. Michel: &amp;#039;&amp;#039;Three-dimensional crystals of a membrane protein complex. The photosynthetic reaction centre from Rhodopseudomonas viridis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of molecular biology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 158, Nummer 3, Juli 1982, S.&amp;amp;nbsp;567–572, {{ISSN|0022-2836}}. PMID 7131557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit [[Robert Huber]] und dessen Arbeitsgruppe, zu der auch [[Johann Deisenhofer]] gehörte, konnte Michel die dreidimensionale Struktur aufklären und gemeinsam veröffentlichten die Forscher ihre Ergebnisse im Dezember 1985.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deisenhofer et al. 1985&amp;quot;&amp;gt;J. Deisenhofer, O. Epp, K. Miki, [[Robert Huber|R. Huber]], H. Michel: &amp;#039;&amp;#039;Structure of the protein subunits in the photosynthetic reaction centre of Rhodopseudomonas viridis at 3Å resolution.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 318, Nr. 6047, 1985, S. 618–624, [[doi:10.1038/318618a0]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;E. W. Knapp, S. F. Fischer, W. Zinth, M. Sander, W. Kaiser, J. Deisenhofer, H. Michel: &amp;#039;&amp;#039;Analysis of optical spectra from single crystals of Rhodopseudomonas viridis reaction centers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America]].&amp;#039;&amp;#039; Band 82, Nummer 24, Dezember 1985, S.&amp;amp;nbsp;8463–8467, {{ISSN|0027-8424}}. PMID 16593636. {{PMC|390936}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verfahren, mit dem Hartmut Michel die Kristallisation der Reaktionszentren erreichte, wandte er später bei einer Reihe weiterer Organismen an. Das Purpurbakterium war eher zufällig der erste Organismus, bei dem dies gelang und somit war das Photosynthesezentrum desselben auch der erste Membranprotein-Komplex überhaupt, der durch eine Röntgenstrukturanalyse analysiert werden konnte. Durch die Strukturaufklärung des photosynthetisch aktiven Komplexes konnte man erstmals genauer den atomaren Feinbau dieses Komplexes erklären. Da das Photosynthesezentrum des Purpurbakteriums zudem fast genauso aufgebaut ist wie das bei höheren Pflanzen, kann man die Ergebnisse auch auf diese übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellungnahme zu Biokraftstoffen ==&lt;br /&gt;
In einem Editorial in der [[Angewandte Chemie (Zeitschrift)|Angewandten Chemie]] aus dem Jahr 2012 mit der Überschrift „Vom Unsinn der [[Biokraftstoff]]e“ nimmt Michel zur Energiepolitik Stellung. Laut Michel ist die Nutzung der Sonnenenergie durch Photosynthese erheblich weniger effizient, als die Nutzung der gleichen Flächen für Photovoltaik: Nach seinen Zahlen wird in [[Biodiesel]], der aus Raps hergestellt wird, „weniger als 0,1%, für [[Bioethanol]] weniger als 0,2% und für [[Biogas]] etwa 0,3%“ der Energie des eingestrahlten Sonnenlichts in den jeweiligen Energieträgern gespeichert. „Die Produktion von Biokraftstoffen stellt eine extrem ineffiziente Nutzung der verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche dar.“ Kommerziell erhältliche Solarzellen wandeln das Sonnenlicht dagegen mit einer Effizienz von mehr als 15 % um, die erzeugte elektrische Energie könne ohne größere Energieverluste in elektrischen Batterien gespeichert werden. Dies und die größere Effizienz des Elektromotors, der etwa 80 % der Energie für den Fahrzeugantrieb nutzt, führe dazu, dass die Kombination Photovoltaik und Nutzung des Stroms im Elektromotor das verfügbare Land um den Faktor 600 besser nutze, als die Kombination Biomasse/Biokraftstoff/Verbrennungsmotor. „Wir sollten daher auf den Anbau von Pflanzen für die Herstellung von Biokraftstoffen verzichten“, schreibt Michel.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vom Unsinn der Biokraftstoffe&amp;#039;&amp;#039;, in: Angewandte Chemie, 2012, 124, 2566–2568, [[doi:10.1002/ange.201200218]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Hartmut Michel wurde für seine Arbeiten auf vielfältige Weise geehrt, zu den wichtigsten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis]], [[Deutsche Forschungsgemeinschaft]], [[Klung-Wilhelmy-Weberbank-Preis|Otto-Klung-Preis]], [[Max Delbruck Prize]] (1986)&lt;br /&gt;
* [[Nobelpreis für Chemie]] (1988)&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [https://nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1988/index.html Nobelpreis für Chemie (1988)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]] (1989)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verdienstorden Baden-Württemberg|31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Großes [[Bundesverdienstkreuz]] (1990)&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Academia Europaea]] (1994)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ae-info.org/ae/Member/Michel_Hartmut |titel=Mitgliederverzeichnis: Hartmut Michel |hrsg=Academia Europaea |sprache=en |abruf=2017-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Auswärtiges Mitglied der [[National Academy of Sciences]] (1996)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nasonline.org/member-directory/members/3001733.html |titel=Member Directory: Hartmut Michel |hrsg=National Academy of Sciences |sprache=en |abruf=2017-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]], 1995&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|557|IDName=hartmut-michel|Name=Hartmut Michel|Datum=21. November 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Auswärtiges Mitglied der [[Royal Society]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://royalsociety.org/people/hartmut-michel-11948/ |titel=Fellows der Royal Society: Hartmut Michel |hrsg=Royal Society |sprache=en |abruf=2017-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Kupfer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Nobelpreisträger.&amp;#039;&amp;#039; Patmos-Verlag, Düsseldorf 2001, ISBN 3-491-72451-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|13040361X}}&lt;br /&gt;
* {{Nobel-ch|1988|Hartmut Michel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.biophys.mpg.de/de/michel.html Profil am Max-Planck-Institut] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.sfb807.de/hartmut-michel.html Projektseite als Principal Investigator am Sonderforschungsbereich 807] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.leopoldina.org/fileadmin/redaktion/Mitglieder/CV_Michel_Hartmut_D.pdf leopoldina.org] (PDF; 0,7&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Chemie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13040361X|LCCN=n90647327|VIAF=1120600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Michel, Hartmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobelpreisträger für Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leibnizpreisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Academia Europaea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auswärtiges Mitglied der Royal Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Bologna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Julius-Maximilians-Universität Würzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ludwigsburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Michel, Hartmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Biochemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juli 1948&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ludwigsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kolja21</name></author>
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