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	<title>Hartmut Gerstenhauer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T12:49:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hartmut_Gerstenhauer&amp;diff=2111573&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: HC: Entferne Kategorie:Richter (Landessozialgericht); Ergänze Kategorie:Richter (Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht)</title>
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		<updated>2026-02-10T10:14:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Richter_(Landessozialgericht)&quot; title=&quot;Kategorie:Richter (Landessozialgericht)&quot;&gt;Kategorie:Richter (Landessozialgericht)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Richter_(Schleswig-Holsteinisches_Landessozialgericht)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Richter (Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Richter (Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hartmut Gerstenhauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. August]] [[1903]] in [[Meiningen]]; † [[18. Juni]] [[1995]] in [[Schleswig]]) war im [[Nationalsozialismus]] ein deutscher [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|besetzten Polen]]. Im Distrikt Lublin war er als [[Kreishauptmann]] und als leitender Beamter der Distriktverwaltung an der Organisation des [[Holocaust]] beteiligt. In der Bundesrepublik wurde er [[Senatspräsident]] am [[Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht|Schleswig-Holsteinischen Landessozialgericht]] in Schleswig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth474&amp;quot;&amp;gt;Kurzbiografie bei Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, S. 474 und S. 393f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial385&amp;quot;&amp;gt;Kurzbiografie bei [[Bogdan Musial]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1999, S. 385 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gerstenhauer studierte von 1922 bis 1925 in [[Universität Heidelberg|Heidelberg]], [[Universität Würzburg|Würzburg]] und [[Universität Jena|Jena]] Nationalökonomie und Rechtswissenschaften. Die beiden juristischen Staatsprüfungen legte er 1925 und 1929 ab und war danach als Regierungsassessor an verschiedenen [[Landratsamt|Landratsämtern]] im Land [[Land Thüringen (1920–1952)|Thüringen]] eingesetzt. Am 1. November 1933 wurde er [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]], nachdem er zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] beigetreten war ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.913.916).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/10830464.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 war er beim Landratsamt [[Landkreis Hildburghausen (1868–1952)|Hildburghausen]] und 1939 beim Landratsamt [[Landkreis Sondershausen|Sondershausen]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Einrichtung des [[Generalgouvernement]]s in Polen war er ab Herbst 1939 Kreishauptmann im Kreis [[Powiat Krasnostawski|Krasnystaw]] im [[Distrikt Lublin]]. Im Herbst 1940 wechselte er in die Distriktsverwaltung zum Distriktgouverneur [[Ernst Zörner]] nach Lublin als dessen Personalchef und Leiter der Präsidialgeschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kreishauptmann von [[Krasnystaw]] ließ Gerstenhauer im Dezember 1939 zwei Polen durch ein Standgericht zum Tode verurteilen und erschießen, weil sie angeblich gegen deutsches Militär gehetzt hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial385&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Krasnystaw hatte Gerstenhauer im August 1940 ein [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghetto]] außerhalb der Stadt errichten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth190&amp;quot;&amp;gt;Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, S. 190f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Kreis 1.125 Häuser von [[Juden]] freiräumen lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial131&amp;quot;&amp;gt;Bogdan Musial: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1999, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Konzentrierung der jüdischen Bevölkerung auf engstem Raum und die Ghettobildung waren Voraussetzungen der sogenannten [[Endlösung der Judenfrage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerstenhauer ging im Februar 1941 zurück nach Thüringen, zunächst zum [[Landkreis Arnstadt]]. Im Mai 1942 war er beim [[Landkreis Gera]] und ab November 1942 beim [[Landkreis Weimar]] beschäftigt. Nach Kriegsende wurde er kurze Zeit vom [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] inhaftiert und übersiedelte deshalb im Dezember 1945 in die [[Britische Besatzungszone]] nach [[Lübeck]], da er die Auslieferung als Kriegsverbrecher nach Polen befürchten musste. Ab Sommer 1948 arbeitete er als [[Schaffner (Beruf)|Schaffner]] in Lübeck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Entnazifizierung]] wurde er am 30. Dezember 1948 in Lübeck als Mitläufer eingestuft und wurde Mitte 1950 Jurist beim [[Oberversicherungsamt Schleswig]]. Im [[Land (Deutschland)|Land]] [[Schleswig-Holstein]] war 1950 sein Kreishauptmannkollege [[Hans-Adolf Asbach]] aus dem polnischen Nachbarkreis [[Powiat Janowski|Janów Lubelski]] Sozialminister geworden, der ihn nun protegierte und ihn 1954 zum Richter des Landessozialgerichts machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein Schreiben des Kieler Medizinprofessors und Neurologen [[Hans Gerhard Creutzfeldt]] wusste Gerstenhauer seit Dezember 1954, dass [[Werner Heyde]], einer der Hauptverantwortlichen der nationalsozialistischen Krankenmorde, der [[Aktion T4]], unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Fritz Sawade&amp;#039;&amp;#039; Gutachten für das Landessozialgericht erstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Detlev Godau-Schüttke: &amp;#039;&amp;#039;Die Heyde/Sawade-Affäre. Wie Juristen und Mediziner den NS-Euthanasieprofessor Heyde nach 1945 deckten und straflos blieben.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2001, ISBN 3-7890-7269-9, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heyde konnte bis zu seiner Festnahme im November 1959 weiter praktizieren. Ein vom [[Schleswig-Holsteinischer Landtag|Schleswig-Holsteinischen Landtag]] zur Aufklärung der &amp;#039;&amp;#039;Heyde-Sawade-Affäre&amp;#039;&amp;#039; eingesetzter [[Untersuchungsausschuss]] ermittelte Gerstenhauer im Juni 1961 als eine der Personen, die von der Identität Heydes mit Sawade wussten.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Detlev Godau-Schüttke: &amp;#039;&amp;#039;Heyde/Sawade-Affäre&amp;#039;&amp;#039;. S. 229 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Strafverfolgung Gerstenhauers unterblieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=45138767|Titel=Heyde-Mitwisser: Die Schatten weichen|Jahr=1962|Nr=6|Seiten=31 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 1962 wurde Gerstenhauer von Asbachs Nachfolgerin, Sozialministerin [[Lena Ohnesorge]], zum Senatspräsidenten befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartmut Gerstenhauer war der Sohn des völkischen Antisemiten [[Max Robert Gerstenhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Markus Roth (Historiker)|Markus Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0477-2.&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Musial]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04208-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerstenhauer, Hartmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat in den besetzten Gebieten (1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerstenhauer, Hartmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verwaltungsbeamter (NSDAP) und Richter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. August 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Meiningen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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