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	<title>Hartmut Ferworn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T15:16:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hartmut_Ferworn&amp;diff=1736812&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CamelBot: Bot: linkfix: taz.de; siehe user:CamelBot.</title>
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		<updated>2025-12-23T17:37:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: linkfix: taz.de; siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CamelBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CamelBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;user:CamelBot&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hartmut Ferworn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Oktober]] [[1950]]; † [[16. November]] [[2013]]) war ein Koch aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], der nach Berichten in DDR-Medien im Jahr 1989 angeblich von [[Menschenhandel|Menschenhändlern]] aus [[Ungarn]] nach [[Österreich]] entführt worden war. Dies stellte sich später als frei erfundene [[Falschmeldung]] der DDR-Medien heraus. Die [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|massenhafte Flucht]] von [[Staatsbürgerschaft der DDR|DDR-Bürgern]] in die Bundesrepublik sollte damit als Ergebnis einer von der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] unterstützten Abwerbekampagne „kaltblütiger berufsmäßiger Menschenhändler“ dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Meldung im &amp;#039;&amp;#039;Neuen Deutschland&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Am 21. September 1989 wurde im [[Neues Deutschland|Neuen Deutschland]] (ND) unter dem Titel „&amp;#039;&amp;#039;Ich habe erlebt, wie BRD-Bürger ‚gemacht‘ werden&amp;#039;&amp;#039;“ ein Interview der ND-Journalisten Jochen Reinert und Olaf Standke mit dem Berliner Hartmut Ferworn („Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]], glücklich verheiratet, drei Kinder“) veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]], 21. September 1989 S. 1 und S. 3; {{Webarchiv |url=http://einestages.spiegel.de/hund-images/2007/10/30/26/7252d3147375aad6d1e032d2cefd8963.pdf |text=Faksimile eines Nachdrucks des ND-Artikels in der &amp;#039;&amp;#039;Volkswacht&amp;#039;&amp;#039; vom 22. September 1989 bei spiegel.de |wayback=20131212130015}} (PDF; 146&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Darstellung in der Zeitung war Ferworn, Koch im [[MITROPA|Mitropa]]-[[Speisewagen]] des Zuges &amp;#039;&amp;#039;Corvina-Express&amp;#039;&amp;#039;, am 11.&amp;amp;nbsp;September 1989 während eines Spazierganges in [[Budapest]], wo er einige Stunden Aufenthalt gehabt hatte, von einem unbekannten Deutschen „mit Leipziger Dialekt“ und einer Ungarin mit Hilfe einer Tasse Kaffee und einer [[Mentholzigarette]] betäubt worden. Er sei dann in einem Reisebus „auf dem Wege in die BRD“ wieder erwacht und von seinem Entführer namens &amp;#039;&amp;#039;Jens Wunsch&amp;#039;&amp;#039; in die [[Deutsche Botschaft Wien|Wiener „BRD-Botschaft“]] gebracht worden, wo sich noch viele andere „verleitete DDR-Bürger“ befunden hätten. Sein Entführer habe dann von einem weiteren Bösewicht namens &amp;#039;&amp;#039;Strozzig&amp;#039;&amp;#039; einen „Packen D-Mark-Scheine“ als Lohn erhalten. Mit Hilfe der Wiener DDR-Botschaft habe er dann den „gewissenlosen Schleppern“ entkommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am selben Tag wurden im Neuen Deutschland erregte Leserbriefe veröffentlicht (&amp;#039;&amp;#039;„Bürger der DDR empört über den Menschenhandel der BRD“&amp;#039;&amp;#039;) und es gab auch einen Filmbericht in der Sendereihe „[[Objektiv (Fernsehsendung)|Objektiv]]“ im DDR-Fernsehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]], 21. September 1989, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufklärung ==&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Eltern des angeblichen „Abwerbers“ und viele andere Leser über die Darstellung beschwert hatten, druckte das Neue Deutschland am 3. November 1989 einen Beitrag ab, der über den Wunsch der Eltern nach einer Gegendarstellung berichtete und in dem die Veröffentlichung von September bedauert wurde. Der Artikel verweist darauf, dass der Beitrag vom September auf der von Ferworn gemachten Schilderung der Ereignisse beruhen würde. Über die angebliche Entführung heißt es „... hatte der Berliner Mitropa-Koch Hartmut Ferworn geschildert, daß er von Budapest nach Wien quasi entführt worden war“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=In eigener Sache |Sammelwerk=[[Neues Deutschland]] |Datum=1989-11-03 |Seiten=2 |Zitat=Die Redaktion erhielt zahlreiche Zuschriften, in denen die Darstellung bezweifelt wurde, weil der Fall nicht typisch für den Weggang zahlreicher DDR-Bürger sei. […] Wir müssen diese Kritik mit dem heutigen Erkenntnisstand akzeptieren und bedauern deshalb die Veröffentlichung.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4.&amp;amp;nbsp;Januar 1990 strahlte der [[Deutscher Fernsehfunk|DFF]] die Reportage &amp;#039;&amp;#039;„Die Menthol-Zigaretten-Story. Eine Geschichte aus der alten DDR“&amp;#039;&amp;#039; von [[Hannes Zahn]] aus. Darin schilderte Ferworn, wie er nach seiner Rückkehr in die DDR vom [[Ministerium für Staatssicherheit]] zu seinen Aussagen erpresst worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Gunter Holzweißig]] |Hrsg=Casper-Hehne/Schweiger |Titel=Wandel der DDR-Medien durch die „Wende“ |Sammelwerk=Deutschland und die „Wende“ in Literatur, Sprache und Medien: Interkulturelle und kulturkontrastive Perspektiven |Verlag=Universitätsverlag |Ort=Göttingen |Datum=2009 |ISBN=978-3-940344-58-8 |Seiten=144 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gunter Holzweißig |Titel=Zensur ohne Zensor. Die SED-Informationsdiktatur |Verlag=Bouvier |Ort=Bonn |Datum=1997 |ISBN=978-3-416-02675-8 |Seiten=109 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferworn war über Ungarn nach Wien ausgereist, hatte sich dort aber zur Rückkehr in die DDR entschlossen und sich nach anderen Quellen in Zusammenarbeit mit SED und MfS die Entführungsgeschichte als „Wiedergutmachungsleistung“ überlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ilko-Sascha Kowalczuk]] |Titel=Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR |Auflage=2 |Verlag=C.H. Beck |Ort=München |Datum=2009 |ISBN=978-3-406-58357-5 |Seiten=353}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 5. Januar 1990 gab das ND zu, dass es sich bei der Ferworn-Story um eine frei erfundene Räuberpistole gehandelt hatte. Chefredakteur [[Herbert Naumann (Journalist)|Herbert Naumann]] soll nach der Wende behauptet haben, dass Ferworns Geschichte der Zeitung von der Abteilung Agitation des [[Zentralkomitee der SED|ZK]] „aufgenötigt“ worden sei: {{&amp;quot;|Text=Ich habe sie leider zunächst geglaubt, denn natürlich gab es in Ungarn auch Abwerbung, und der Mann versicherte immer wieder auf Tonband, daß die Sache stimmt. ZK-Abteilung und Staatssicherheit bürgten für die Wahrheit. Gegenrecherchiert haben wir deshalb nicht.|Autor=|Quelle=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Richter |url=https://www.blogsgesang.de/2009/05/17/vor-20-jahren-wahlmanipulation-und-ausreisewelle-befoerdern-die-erosion-eines-staates-teil-2/ |titel=Vor 20 Jahren – Wahlmanipulation und Ausreisewelle befördern die Erosion eines Staates (Teil 2) |werk=blogsgesang.de |datum=2009-05-17 |abruf=2018-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interviewverfasser Reinert und Standke waren noch in den 2000er Jahren beim Neuen Deutschland beschäftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nick Reimer, [[Steffen Grimberg]] |Titel=Die Menthol-Affäre. „BRD betreibt Menschenhandel mit DDR-Bürgern“? Heute vor 15 Jahren berichtigte das „Neue Deutschland“ erstmals eine Falschmeldung |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Nummer=7504 |Datum=2004-11-03 |ISSN=0931-9085 |Seiten=17 |Online=https://taz.de/Die-Menthol-Affaere/!678643/ |Abruf=2018-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Olaf Standke war dort 2009 als Ressortleiter Ausland tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Impressum Neues Deutschland, [https://www.nd-aktuell.de/kontakt/1 Internetquelle], abgerufen am 20. August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schüsse auf Wahlhausen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ferworn, Hartmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koch (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Falschmeldung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ferworn, Hartmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Koch, angebliches Entführungsopfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Oktober 1950&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. November 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CamelBot</name></author>
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