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	<title>Hartlaubvegetation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hartlaubvegetation&amp;diff=372947&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ot: Änderungen von ~2026-14098-36 (Diskussion) auf die letzte Version von InternetArchiveBot zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-03-05T07:53:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-14098-36&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-14098-36&quot;&gt;~2026-14098-36&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-14098-36&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-14098-36 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2011-07-09. Île de Port Cros. La baie de La Palud.JPG|mini|hochkant=1.5|Steineichenwald auf [[Port-Cros]], eine selten gewordene ursprüngliche Hartlaubvegetation des Mittelmeerraumes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hartlaubvegetation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Oberbegriff für die [[Immergrüne Pflanze|immergrüne]] [[Vegetation]] des [[Subtropen#Hartlaubklimate|subtropisch-mediterranen Klimas]] mit winterlicher Regen- und sommerlicher Trockenzeit. Der Begriff stammt aus der [[Geographie]] und bezeichnet verallgemeinernd einen bestimmten [[Landschaftstyp]] der globalen [[Maßstabsebene]], der im Fachjargon auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sklerarea&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Schaefer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Ökologie.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum, Berlin 2003, ISBN 3-8274-0167-4. S. 269–270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für die verschiedenen Formen der Hartlaubvegetation sind [[Wald|Wälder]] und/oder [[Strauch]]formationen, die je nach Untertyp von [[Hartlaubgewächse]]n dominiert werden. Diese [[Gehölz]]e zeichnen sich durch relativ kleine, steife, ledrige und langlebige Blätter aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Aus Sicht der [[Geobotanik]] &amp;#039;&amp;#039;(Pflanzengeographie)&amp;#039;&amp;#039; ist die Hartlaubvegetation ein natürlicher [[Vegetationstyp|Vegetations&amp;#039;&amp;#039;typ&amp;#039;&amp;#039;]], der vor allem unter den Bedingungen des Klimas der Winterregengebiete entsteht. In ihrer &amp;#039;&amp;#039;([[Geozone|geozonalen]])&amp;#039;&amp;#039; Ausdehnung gehört die Hartlaubvegetation zu den [[Vegetationszone|Vegetations&amp;#039;&amp;#039;zonen&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der [[Ökologie]] gehört die Zone der Hartlaubvegetation zu den größtmöglichen (abstrakten) [[Ökosystem]]en, die zusammen die [[Biosphäre]] bilden. Sie selbst wird aus typischen [[Biom]]en oder [[Ökoregion]]en gebildet, die sich wiederum aus den zugehörigen kleinräumigen (konkreten) [[Biotop|Bio-]] und [[Ökotop]]en zusammensetzen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot;&amp;gt;Die einzelnen Vegetationstypen, Biome und Ökoregionen, wie auch ihre zonalen Entsprechungen Vegetationszonen, Zonobiome und Ökozonen, sind &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; deckungsgleich! Verschiedene Autoren, unterschiedliche Parameter und fließende Grenzen sind die Ursache. Weitergehende Informationen bietet der Artikel [[Zonale Modelle der Biogeographie]]. Eine animierte Kartendarstellung im Artikel [[Geozone]] verdeutlicht die Problematik.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese untergliedern wiederum das weltweit ausgebildete [[Zonobiom|Mediterrane Zonobiom]] bzw. die [[Ökozone]] der [[Winterfeuchte Subtropen|winterfeuchten Subtropen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Zustand ==&lt;br /&gt;
Die Zone der mediterranen Hartlaubvegetation liegt in den [[Subtropen]], etwa zwischen dem 30. und 40.&amp;amp;nbsp;[[Geografische Breite|Breitengrad]] (auf der Nordhalbkugel auch bis zum 45. Breitengrad).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pfadenhauer u. Klötzli&amp;quot;&amp;gt;Jörg S. Pfadenhauer und Frank A. Klötzli: &amp;#039;&amp;#039;Vegetation der Erde.&amp;#039;&amp;#039; Springer Spektrum, Berlin/Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-41949-2. S. 289–291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei beschränkt sich das Vorkommen auf die küstennahen Westseiten der Kontinente. Es gibt weltweit fünf voneinander isolierte Regionen der Hartlaubvegetation, in denen sich unabhängig voneinander eine vergleichbare Vegetation entwickelt hat: das [[Mittelmeergebiet]], die [[Mallee]] [[Australien|Südwest- und Südostaustraliens]], den [[Chaparral (Vegetationstyp)|Chaparral]] in [[Kalifornien]], [[Chile|Mittelchiles]] [[Matorral]] und den [[Fynbos]] in [[Südafrika]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERRA-Online&amp;quot;&amp;gt;Susanne Heise: &amp;#039;&amp;#039;Vegetationszonen: Die Zone der immergrünen Hartlaubgewächse&amp;#039;&amp;#039;, in TERRA-Online / Realschule auf Klett.de, Klett, Leipzig 2003, Version vom 26. Januar 2006, abgerufen am 17. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hartlaubgebiete gehen polwärts häufig in [[Sommergrüner Laubwald|gemäßigte Laubwälder]], an den Küsten auch in [[Gemäßigter Regenwald|gemäßigte Regenwälder]] und Richtung Äquator in [[Heiße Wüste|heiße Halbwüsten oder Wüsten]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mediterranen Gebiete, die eine sehr hohe [[Artenvielfalt]] aufweisen, befinden sich unter großem Nutzungsdruck durch die Bevölkerung. Dies gilt insbesondere und bereits seit der Antike für den Mittelmeerraum. Durch [[Übernutzung]] ([[Holzeinschlag]], [[Beweidung]], [[Agrar|agrarische Nutzung]]) und häufige von Menschen verursachte Brände ist die ursprüngliche Waldvegetation zumeist in [[Bodendegradation|Degradationsstadien]] umgewandelt worden ([[Macchie]], [[Garigue]]). Im Extremfall verschwindet die Hartlaubvegetation ganz und wird durch offene [[Heide (Landschaft)|Felsheiden]] ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biolexikon&amp;quot;&amp;gt;Online-Lexikon der Biologie: Eintrag &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/hartlaubvegetation/30771 Hartlaubvegetation]&amp;#039;&amp;#039; auf spektrum.de, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, abgerufen am 17. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die [[potentielle natürliche Vegetation]] sind heute ca. 2 % der irdischen Landoberfläche Hartlaubgebiete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kartenquellen&amp;quot;&amp;gt;gemittelter Wert aus umfangreichen Recherchen und Vergleichen in einschlägiger Fachliteratur → &amp;#039;&amp;#039;siehe jeweilige Beschreibung / Quellen der im folgenden genannten Dateien&amp;#039;&amp;#039;: [[:Datei:Vegetationszonen.png|Vegetationszonen.png]], [[:Datei:FAO-Ecozones.png|FAO-Ecozones.png]], [[:Datei:Zonobiome.png|Zonobiome.png]] und [[:Datei:Oekozonen.png|Oekozonen.png]]. Zusammengetragen und ermittelt im Zuge der Erstellung der vorgenannten Landkarten für Wikipedia → &amp;#039;&amp;#039;siehe auch: [http://www.wikilogix.de/Landschaftstypenberechnungen.pdf Tabellarische Übersicht verschiedener Landschaftszonenmodelle und ihrer Anteile] (PDF; 114&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin enthalten sind auch einige Hartlaubgebiete [[Kolline Höhenstufe|kolliner]] Gebirgsregionen der [[Sommerfeuchte Tropen|sommerfeuchten Tropen]], die näher am Äquator liegen als die mediterrane Zone – etwa die niedrigeren Randbereiche der [[Madrean Pine-Oak Woodlands]] des Mexikanischen Hochlandes zwischen 800 und 1800/2000 m oder die um 2000 m hoch gelegene Hochebenen des [[Asir-Gebirge]]s am Westrand der Arabischen Halbinsel.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schmithüsen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Atlas zur Biogeographie.&amp;#039;&amp;#039; Meyers großer physischer Weltatlas, Bd. 3., Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich 1976, ISBN 3-411-00303-0. S. 19 (Asir-Gebirge), S. 43 (Mexikanisches Hochland).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristik ==&lt;br /&gt;
Die Hartlaubvegetation ist das Ergebnis einer Anpassung der [[Flora]] an die sommerliche [[Dürre|Trockenperiode]] des winterfeuchten Klimas sowie in den meisten Skleraea-Biomen der Erde an regelmäßig auftretende [[Waldbrand|Buschbrände]]. Die baumarmen Macchien und Gariguen, aber auch bestimmte feuerselektierte Eichen- und Kiefernwaldbiotope (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Dehesa]] in Spanien oder kalifornische „Eichen-Savannen“) gehören damit zu den [[Feuerlandschaft]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gfmc.online/feueroekologie/feuerd.html Feuerökologie]: Informationen des Global Fire Monitoring Center (GFMC) am [[Max-Planck-Institut für Chemie]], abgerufen am 16. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ledrigen, wachsüberzogenen Blätter der immergrünen Hartlaubgewächse werden auch als „Sklerophylle“ bezeichnet (&amp;#039;&amp;#039;sklerophyll&amp;#039;&amp;#039;; Leder-, Hartblättrigkeit). Der Name Sklerophyll leitet sich vom stark entwickelten [[Sklerenchym]] der Pflanzen ab, welches für die Härte bzw. Steifheit der Blätter verantwortlich ist. Dieser Aufbau der Blätter hemmt die Transpiration und verhindert damit größere Wasserverluste während der Trockenzeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biolexikon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typform sklerophyller Bäume ist in der [[Paläarktis|paläarktischen Florenregion]] die [[Steineiche]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus ilex&amp;#039;&amp;#039; L.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimatische Voraussetzungen ===&lt;br /&gt;
Die Hartlaubgebiete der Erde liegen in den äußeren, an die gemäßigte Zone angrenzenden [[Subtropen]] (auch &amp;#039;&amp;#039;warmgemäßigte Zone&amp;#039;&amp;#039; genannt). Dementsprechend liegen die Jahresdurchschnittstemperaturen mit 13–20&amp;amp;nbsp;°C relativ hoch;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grenzwerte&amp;quot;&amp;gt;In der Biogeographie existiert eine Vielzahl von Grenzwerten verschiedener Autoren, die voneinander abweichen, zum Teil veraltet sind und bis zur Jahrtausendwende nie verifiziert wurden &amp;#039;&amp;#039;(siehe Quelle Beierkuhnlein &amp;amp; Fischer, S. 249 sowie [[Geozonen#Datengrundlage]])&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Die hier genannten Spannen der Jahresdurchschnittstemperaturen und -niederschlagssummen sind gemittelte Werte aus den Bezugsrahmen, die zwei moderne Studien (2017 u. 2021) zur Ermittlung der realistischen Abgrenzungen von Biomen geschaffen haben. Für die detaillierteren Biom-Untergliederungen und unter Berücksichtigung konzeptionell festliegender Werte wurde nach Möglichkeit auf die Einteilungen und Festlegungen von Post et al. (1982) und Müller-Hohenstein (1989) zurückgegriffen, da sie den Studienergebnissen am ehesten entsprechen&lt;br /&gt;
* [[Carl Beierkuhnlein]] u. Jan-Christopher Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Global Biomes and Ecozones – Conceptual and Spatial Communalities and Discrepancies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erdkunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 75, Nr. 4, 2021 ({{Webarchiv|url=https://www.erdkunde.uni-bonn.de/archive/2021/global-biomes-and-ecozones-2013-conceptual-and-spatial-communalities-and-discrepancies/at_download/attachment |wayback=20230528220759 |text=erdkunde.uni-bonn.de |archiv-bot=2025-06-19 19:10:44 InternetArchiveBot }} PDF). {{ISSN|2702-5985}}, S. 257–261 sowie ergänzend Appendix III: ‘2D Kernel graphs for all condensed biomes’ [[doi:10.3112/erdkunde.2021.04.01b]].&lt;br /&gt;
* Mingkai Jiang, Benjamin Felzer, Uffe N Nielsen, Belinda E. Medlyn: &amp;#039;&amp;#039;Biome‐specific climatic space defined by temperature and precipitation predictability&amp;#039;&amp;#039;, Research Paper in Wiley Global Ecology an Biogeography, September 2017, [[doi:10.1111/geb.12635]], S. 1275–1277.&lt;br /&gt;
* W. M. Post, W. R. Emanuel, P. J. Zinke, A. G. Stangenberger.: &amp;#039;&amp;#039;Grafik: Die Kohlenstoffvorräte im Mineralboden in Abhängigkeit von Klima und Vegetation&amp;#039;&amp;#039;, in Anwendung des &amp;#039;&amp;#039;life zone-Modelles&amp;#039;&amp;#039; nach [[Leslie Holdridge|Holdridge]] 1947, aus ‘‘Soil carbon pools and world life zones‘‘, in Nature 298, 1982, S. 156–159, übernommen  in Jürgen Schultz: &amp;#039;&amp;#039;Die Ökozonen der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 4., völlig neu bearbeitete Auflage, Ulmer UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-1514-9. S. 79.&lt;br /&gt;
* Klaus Müller-Hohenstein: &amp;#039;&amp;#039;Die geoökologischen Zonen der Erde&amp;#039;&amp;#039; (1989, S. 6–7), in Heinz Nolzen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Geographieunterrichts.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12/I, Geozonen, Aulis Verlag Deubner &amp;amp; Co. KG, Köln 1995, ISBN 3-7614-1618-0. S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; mindestens vier Monate lang werden im Schnitt über 18&amp;amp;nbsp;°C erreicht, acht bis zwölf Monate ist es über 10&amp;amp;nbsp;°C und kein Monat liegt im Mittel unter 5&amp;amp;nbsp;°C. [[Frost]] und Schnee treten nur gelegentlich auf und die [[Pflanzenwachstum|Wachstumsperiode]] dauert länger als 150 Tage und liegt im Winterhalbjahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERRA-Online&amp;quot; /&amp;gt; Entscheidend für die Vegetation ist jedoch das subtropische Winterregenklima, das praktisch ausschließlich auf den Westseiten der Kontinente zu finden ist (daher auch &amp;#039;&amp;#039;Westseitenklima&amp;#039;&amp;#039;). Dort herrschen deutliche Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter: Die Sommer sind trocken und heiß ([[Arides Klima]]) mit einer Trockenzeit von maximal sieben Monaten, mindestens jedoch zwei bis drei Monaten. Die Winter sind niederschlagsreich und kühl ([[Humides Klima]]). Die Untergrenze des moderaten Jahresniederschlages liegt bei 300, die Obergrenze bei 900&amp;amp;nbsp;mm&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grenzwerte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Effektive Klimaklassifikation|effektiven Klimaklassifikation]] von Köppen / Geiger spricht man bei den vorgenannten Bedingungen vom [[Mittelmeerklima]] (Kürzel: CS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora ===&lt;br /&gt;
Die meisten Pflanzenarten der Hartlaubzone sind nicht nur gegen die sommerliche Dürre unempfindlich, sondern sie haben sich ebenso mit verschiedenen Strategien an häufige Brände, winterliche Starkregenfälle und Nährstoffmangel angepasst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERRA-Online&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nordhalbkugel ====&lt;br /&gt;
In der Mittelmeerregion gehören Steineiche, [[Korkeiche]], [[Kermeseiche]] und [[Olivenbaum|Olive]] zu den typischen Hartlaubbäumen. Darüber hinaus gibt es unter den Bäumen der Vegetationszone etliche [[Kiefern]]arten. Die Strauchschicht – beziehungsweise die baumfreie Gebüschvegetation in den heute waldfreien Gebieten – weist zahlreiche [[Halbstrauch|Halbsträucher]] und Kräuter wie [[Zistrosen]], [[Rosmarin]], [[Thymian]] und [[Lavendel (Gattung)|Lavendel]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mittel- und Südkalifornien sind die Hügel an der Küste von einer Hartlaubvegetation bedeckt, die als Chaparral bezeichnet wird; die [[Kalifornische Steineiche]] ist ein typischer Baum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERRA-Online&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Südhalbkugel ====&lt;br /&gt;
In Südafrika finden sich in der [[Kapregion]] mediterrane Offenwälder, die als &amp;#039;&amp;#039;Fynbos&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Wie in Australien finden sich hier unter anderem Baumarten aus der Familie der [[Silberbaumgewächse]]. Der Reichtum an [[Endemit]]en ist so außergewöhnlich (68 % der 8600 Gefäßpflanzenarten des Gebietes), dass das südafrikanische Hartlaubgebiet als [[Kapflora]] das kleinste der sechs [[Florenreich]]e der Erde bildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF Ecoregions&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südwesten Australiens dominieren [[Eukalypten|Eukalyptusbäume]] – besonders [[Eucalyptus marginata|Jarrah]] (&amp;#039;&amp;#039;Eucalyptus marginata&amp;#039;&amp;#039;) und Marri (&amp;#039;&amp;#039;Eucalyptus calophylla&amp;#039;&amp;#039;) –, Silberbaumgewächse oder auch [[Karribaum|Karribäume]] die Mallee-Gebiete, die sich dort in den Winterregengebieten entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chile liegt südlich der Wüstengebiete immergrünes Buschland, das Matorral genannt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERRA-Online&amp;quot; /&amp;gt; Typische Gehölze sind hier zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Colliguaja odorifera]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Wolfsmilchgewächse]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Baccharis]] linearis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Kageneckia]] oblonga&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung, Entwicklung, Gefährdung und Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Während die Winterregengebiete Amerikas, Südafrikas und Australiens bis zur [[Europäische Expansion|Landnahme durch Europäer]] mit einer ungewöhnlich großen Vielfalt an Nahrungsmittelpflanzen optimale Sammelgebiete für [[Wildbeuter]] waren, breiteten sich im Mittelmeerraum seit der [[Jungsteinzeit]] Ackerbau und Viehzucht aus, die das Gesicht der Landschaft nachhaltig veränderten. In den küstennahen Hartlaubregionen etablierten sich [[Dauerkultur]]en wie Oliven- und Weinanbau; doch die heute prägenden Landschaftsformen der degenerierten Gebüsch- und Strauchheiden Macchie und Garigue sind vorwiegend eine Folge der [[Beweidung]] (vor allem mit Ziegen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERRA-Online&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der letzten Jahrtausende wurde die ursprüngliche Vegetation in fast allen Gebieten dieser Vegetationszone durch den Einfluss des Menschen stark verändert. Wo die Pflanzen nicht durch Weinberge und Olivenhaine ersetzt worden sind, ist ein niedriges, dichtes Buschwerk, die [[Macchie]], die vorherrschende Vegetationsform am Mittelmeer. Die Macchien wiederum sind vielerorts zur niedrigen Strauchheide, der Garigue, degradiert. Zu beiden Vegetationsgesellschaften gehören viele Pflanzenarten, die reich an aromatischen Ölen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TERRA-Online&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Artenvielfalt]] (und die darüber hinausgehende [[Biodiversität]]) der ursprünglichen Hartlaubvegetation ist hoch bis enorm hoch (3000–5000&amp;amp;nbsp;Arten pro ha).&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Müller-Hohenstein: &amp;#039;&amp;#039;Die geoökologischen Zonen der Erde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geographie und Schule.&amp;#039;&amp;#039; Heft 59, Bayreuth 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt leben 10 % aller Pflanzenarten der Erde dort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF Ecoregions&amp;quot;&amp;gt;WWF Terrestrial Ecoregions: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.worldwildlife.org/biomes/mediterranean-forests-woodlands-and-scrubs Mediterranean Forests, woodlands and scrubs]&amp;#039;&amp;#039;, Informationen des WWF International, abgerufen am 25. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== WWF-Ökoregionen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|WWF-Ökoregion}}&lt;br /&gt;
Die Umweltstiftung [[WWF]] USA hat eine beispielhafte weltweite Klassifizierung nach Ökoregionen vorgenommen. Die Abgrenzungen dieser Regionen beruhen auf einer Kombination verschiedener biogeographischer Konzepte. Sie sind für die Zwecke und Ziele des [[Naturschutz]]es besonders gut geeignet.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot;&amp;gt;Die WWF-Ökoregionen können sich aufgrund der Betrachtungsweise – unter Einbeziehung der potenziell vorkommenden Pflanzen- und Tierarten – durchaus bis in benachbarte Vegetationszonen hinein erstrecken. Die reine Betrachtung der Pflanzenformationen wird hier demnach nicht angewendet!&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Mediterranean Forests, woodlands and scrubs&amp;#039;&amp;#039; wird nach den WWF-Kategorien für eines von 14 Haupt-Biomen („Major habitat types“) verwendet, dem in etwa das [[Zonobiom|Mediterrane Zonobiom]] (Warmtemperate, dürre- und episodisch frostbelastete Gebiete mit Hartlaubwäldern) entspricht. 83 Ökoregionen („Ecoregions“) untergliedern dieses Haupt-Biom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Grabherr]]: &amp;#039;&amp;#039;Farbatlas Ökosysteme der Erde.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1997, ISBN 3-8001-3489-6.&lt;br /&gt;
* [[Richard Pott (Botaniker)|Richard Pott]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geobotanik – Biogeosysteme und Biodiversität.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin, Heidelberg, New York, 2005, ISBN 3-540-23058-0, S. 353–398.&lt;br /&gt;
* Klaus Rother: &amp;#039;&amp;#039;Mediterrane Subtropen – Mittelmeerraum, Kalifornien, Mittelchile, Kapland, Südwest- und Südaustralien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Westermann / Geographisches Seminar Zonal.&amp;#039;&amp;#039;) Höller und Zwick, Braunschweig 1984, ISBN 3-89057-314-2.&lt;br /&gt;
* Michael Richter: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Pflanzengeographie.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Stuttgart 1997, ISBN 3-519-03436-0.&lt;br /&gt;
* J. Pfadenhauer, F. Kötzli: &amp;#039;&amp;#039;Vegetation der Erde.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Spektrum, Heidelberg 2014. ISBN 978-3-642-41949-2.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Georg Eberle&lt;br /&gt;
   |Titel=Pflanzen am Mittelmeer&lt;br /&gt;
   |Auflage=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=Waldemar Kramer&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=1965}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4061205-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vegetationszonen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4061205-3|LCCN=sh85138590|NDL=00573523}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ot</name></author>
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