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	<title>Hartger Henot - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T08:50:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hartger_Henot&amp;diff=979035&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Anklage wegen Hexerei */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-02-08T12:15:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anklage wegen Hexerei: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hartger Henot.jpg|mini|Allegorisches Altarbild mit Porträt von Hartger Henot (1571–1637)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hartger Henot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Februar]] [[1571]] in [[Köln]]; † [[4. Dezember]] [[1637]] ebenda) war ein Kölner [[Domherr]], [[Jurist]] und Doktor beider Rechte. Bis 1604 war er auch für seinen Vater, den kaiserlichen [[Postmeister]] [[Jacob Henot]], tätig. Nach der Hinrichtung seiner Schwester [[Katharina Henot|Katharina]] im Jahre 1627 wurden 1629 auch gegen ihn Ermittlungen wegen angeblicher [[Magie|Zauberei]] eingeleitet, denen er sich durch eine längere Flucht entzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hartger Henot war der älteste Sohn des Kölner Postmeisters Jacob Henot und der Adelheid de Haen (†&amp;amp;nbsp;1617). Seine Eltern waren um 1570 als [[Calvinismus|Calvinisten]] aus den Niederlanden gekommen, waren zum Katholizismus übergetreten&amp;lt;ref name=&amp;quot;KH&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.koeln-lese.de/streifzuege/geschichtliches/katharina-henot/|autor=Hetty Kemmerich|titel=Katharina Henot. Eine angesehene Frau wird als Hexe verurteilt|abruf=2022-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatten 1576 das [[Bürgerrecht]] in Köln erhalten. 1578 wurde Henot Postverwalter in Köln unter [[Seraphin II. von Taxis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartger Henot war eins von mehr als zwanzig Kindern seiner Eltern, von denen aber nur wenige erwachsen wurden. Von Jugend an für den geistlichen Stand vorgesehen, wurde er bereits mit 14 Jahren [[Kanoniker]] am [[Chorherrenstift]] [[St. Andreas (Köln)|St.&amp;amp;nbsp;Andreas]] und erhielt seine Gymnasialausbildung am Kölner [[Jesuiten]]kolleg. Anschließend studierte er in Speyer, Prag, Lüttich und Löwen. Im Jahre 1597 erhielt er die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]], war aber gleichzeitig als Gehilfe seines Vaters tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat zum ersten Mal in die Öffentlichkeit, als er im Dezember 1595 als Assistent seines Vaters Jacob Henot nach Innsbruck reiste und sein Vater am 28. Dezember 1595 mit den [[Posthalter]]n einen Vergleich über die Zahlungsrückstände abschloss. Im Januar 1596 nahm Hartger Henot auch an den Verhandlungen seines Vaters Jacob in mehreren italienischen Städten teil. Mit diesen Reisen konnte Jacob Henot die Voraussetzungen für die Gründung der [[Kaiserliche Reichspost|Kaiserlichen Reichspost]] schaffen. Am 17. August 1600 schloss Jacob Henot als Kölner Postmeister mit dem Brüsseler Generalpostmeister [[Leonhard I. von Taxis]] einen Vertrag über die Erbfolge des Postmeisteramtes zu Köln und den Kurs Köln – [[Wöllstein]], wonach Henots Sohn Hartger später dessen Nachfolger werden sollte. 1604 wurde Jacob Henot jedoch als Kölner Postmeister abgesetzt und durch [[Johann von Coesfeld]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchliche Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Hartger Henots kirchliche Karriere verlief trotz der Absetzung seines Vaters als kaiserlicher Postmeister 1604 weiter erfolgreich. Im Jahre 1603 wurde Hartger Henot [[Domherr]] in Köln. Danach erfolgte die Ernennung zum [[Großsiegelbewahrer]] und Geheimrat durch den [[Erzbistum Köln|Kölner Erzbischof]] und [[Kurfürst]]en [[Ernst von Bayern (1554–1612)|Ernst von Bayern]]. Ab 1607 war er zusätzlich [[Dekan (Kirche)|Dechant]] von St. Andreas und ab 1614 Propst (ab 1611 Verwalter der Propstei) von St. Severin in Köln. 1607 schrieben sich der erzbischöfliche [[Internuntius]] „Hartgerus Henottus“ und sein „&amp;#039;&amp;#039;germanus Frater&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;leiblicher Bruder) Seraphinus Henottus“ in [[Rom]] in das Bruderschaftsbuch des [[Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Jänig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Liber confraternitatis B. Marie de Anima Teutonicorum de urbe, quem rerum Germanicarum cultoribus offerunt sacerdotes aedis Teutonicae B. M. de Anima urbis in anni sacri exeuntis memoriam&amp;#039;&amp;#039;. Typographia Polyglotta, Rom 1875, S.&amp;amp;nbsp;201 ([https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb11315427/bsb:BV020297155?page=217 Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Ernennung zum kaiserlichen [[Hofrat]] erfolgte im Jahre 1608. Im Jahre 1609 wurde er außerdem [[Kanoniker|Kanonikus]] in [[Freising]]. 1610 ernannte ihn Kaiser [[Rudolf II. (HRR)|Rudolf II.]] zum [[Uditore (Titel)|Auditor]] der [[Römische Rota|Rota]] in Rom. Nach einigen Auseinandersetzungen durfte er die Stelle jedoch nicht antreten. Henot bemühte sich, letztlich ohne Erfolg, um die Propstei Emmerich. Im Jahre 1612 leitete Henot die Gesandtschaft des neuen Kölner Erzbischofs [[Ferdinand von Bayern (1577–1650)|Ferdinand von Bayern]] in Bayern. Der Papst verlieh ihm die Propstei [[St. Maria ad Gradus (Mainz)|St. Maria ad Gradus]] zu Mainz und Kaiser [[Matthias (HRR)|Matthias]] 1617 eine Propstei in Prag. Am 9. Oktober 1618 erfolgte die Ernennung zum [[Apostolischer Protonotar|Protonotar]] (Prälat) durch den Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Streit um die Postmeisterstelle in Köln und Hexenprozess gegen Katharina Henot ===&lt;br /&gt;
Nach der Absetzung seines Vaters unterstützte Hartger Henot diesen zusammen mit seinem Bruder Seraphin und seiner Schwester Katharina zwischen 1604 und 1610 im Kampf um die Wiedereinsetzung, indem er sich bei einigen Kurfürsten und am kaiserlichen Hof für ihn verwandte. Beide Brüder pflegten seit 1609 ein enges Verhältnis zu [[Leopold V. (Österreich-Tirol)|Erzherzog Leopold]], mit dem sie im Juli dieses Jahres die Festung [[Jülich]] im Zuge des [[Jülich-Klevischer Erbfolgestreit|Jülich-Klevischen Erbfolgestreits]] eingenommen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carolin Pecho |Titel=Fürstbischof – Putschist – Landesherr. Erzherzog Leopolds Herrschaftsentwürfe im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges |Ort=Berlin |Datum=2017 |Seiten=169–187, 320–331 |ISBN=978-3-643-13682-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolg hatte er aber erst unter Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] Im Jahre 1623 erreichte Hartger Henot zusammen mit seiner Schwester Katharina vor dem Reichshofrat in Wien die Wiedereinsetzung seines etwa 90-jährigen Vaters. Die Vertreter der Familie Taxis in Brüssel und Köln, zunächst [[Lamoral von Taxis|Lamoral]] und danach [[Leonhard II. von Taxis|Leonhard II.]], sowie Johann von Coesfeld, der bereits von 1604 bis 1623 Kölner Postmeister gewesen war, wehrten sich dagegen erfolgreich durch Eingaben am Kaiserhof in Wien. Nach Jacob Henots Tod am 17. November 1625 verheimlichten seine Kinder seinen Tod fast ein Jahr lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KH&amp;quot;/&amp;gt; Nach einem weiteren mehrmonatigen Prozess entschied sich der Kaiser für die Taxis. Damit wurde nicht Hartger Henot als Postmeister eingesetzt, sondern erneut Johann von Coesfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur Schadensersatzforderungen wurden noch zugelassen, aber auch diese unterblieben, da Katharina Henot im Januar 1627 im Haus ihres Bruders als Hexe verhaftet wurde. Hartger Henot bemühte sich vergeblich um ihre Freilassung. Stattdessen musste er mit ansehen, dass auch seine Schwester, die Klarissin Wilhelmine Margarethe Franziska, inhaftiert wurde. Daraufhin wandte sich Hartger Henot an das [[Reichskammergericht]], da da Prozess-Verfahren durch das Hohe Weltliche Gericht in Köln gegen Katharina gegen das gültige Strafrechtsbuch der [[Constitutio Criminalis Carolina|Carolina]] verstieß. Trotz günstigen Bescheids wurde Katharina nach dreifacher Folterung ohne Geständnis und Beweise verurteilt und am 19. Mai 1627 als Hexe stranguliert und ihr Leichnam anschließend verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anklage wegen Hexerei ===&lt;br /&gt;
Nach dem Justizmord an Katharina Henot soll Hartger Henot nach einer Legende aus Protest seine kirchlichen Ämter niedergelegt haben. Tatsächlich jedoch blieb er beispielsweise Domherr und Dekan von St. Andreas, aber er ließ sich aus gesundheitlichen Gründen (er litt erheblich an Gicht) zunehmend vertreten. Nach der Hinrichtung der Schwester setzte er sich vergeblich für deren Rehabilitierung ein. Die Prozessakten bekamen er und seine Verwandten nie zu sehen. Ab April 1629 wurde er dann selbst von [[Christina Plum]] zusammen mit etlichen anderen Mitgliedern der Kölner Oberschicht der Hexerei beschuldigt. Angesichts eines drohenden Verfahrens flüchtete er Ende 1629 aus Köln und kehrte erst Monate nach der Hinrichtung Christina Plums, als die Gefahr vorüber war, zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Henot Stiftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henot verfügte 1628 testamentarisch die Errichtung der Stiftung Henot aus seinem stattlichen Erbe&amp;lt;ref name=&amp;quot;KH&amp;quot; /&amp;gt; im Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds zur Förderung des Gymnasial- und Universitätsstudiums; wirksam wurde die Stiftung erst nach seinem Tod 1637. Die Stiftungsstatuten wurden erst hundert Jahre später, 1737, fixiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Lewejohann |Titel=Hartger Henot und die apokalyptischen Reiter |Hrsg=Stefan Lewejohann |Sammelwerk=Köln in unheiligen Zeiten. Die Stadt im Dreißigjährigen Krieg |Ort=Köln/Weimar/Wien |Datum=2014 |Seiten=46–49 |ISBN=978-3-412-22411-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|11|782|782|Henot, Hartger|[[Leonard Ennen]]|ADB:Henot, Hartger}}&lt;br /&gt;
* Engelbert Goller: &amp;#039;&amp;#039;Jakob Henot.&amp;#039;&amp;#039; Inaugural-Dissertation, Bonn 1910.&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm Siebel: &amp;#039;&amp;#039;Die Hexenverfolgung in Köln.&amp;#039;&amp;#039; Juristische Dissertation, Bonn 1959.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~frnz/Themen/Hexenverfolgung_Aufsatz-Schwerhoff-1996.pdf | wayback=20130402143329 | text=Aufsatz Gerd Schwerhoff, Zusammenfassung und Stellungnahme zu Siebel}} (PDF; 184&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/hartger-henot/DE-2086/lido/57e275d39ee5e7.67594637 |autor=Martin Bock |titel=Hartger Henot. Jurist (1571–1637) |abruf=2022-09-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133246655|VIAF=75036651}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Henot, Hartger}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auditor der Römischen Rota]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Postwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Hexenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1571]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1637]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Henot, Hartger&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Henoth, Hartger&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geistlicher, Kölner Domherr&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Februar 1571&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Dezember 1637&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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