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	<title>Harry Naujoks - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:36:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harry_Naujoks&amp;diff=1378850&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Leerzeichen nach Beleg eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-17T10:52:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Leerzeichen nach Beleg eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harry Naujoks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. September]] [[1901]] in [[Harburg (Elbe)]]; † [[20. Oktober]] [[1983]] in [[Hamburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Funktionär und Überlebender des [[KZ Sachsenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Naujoks erlernte in Hamburg den Beruf des [[Schmied|Kesselschmieds]] und engagierte sich politisch in der KPD. Im Oktober 1923 wurde er Vorsitzender des Hamburger [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverbandes]] (KJVD). 1926 heiratete er [[Martha Naujoks|Martha Pleul]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martha&amp;quot;&amp;gt;[https://hamburg-frauenbiografien.de/item/4285 Martha Naujoks] bei &amp;#039;&amp;#039;hamburg-frauenbiografien.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, mit der er den Sohn Rainer hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später fungierte er als Organisationsleiter der KPD in Barmbek. Ab 1932 wurde er bei der Bezirksleitung Wasserkante der KPD für die Arbeit der KPD in Betrieben zuständig. Ab 1933 arbeitete das Paar illegal für die KPD weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martha&amp;quot; /&amp;gt; Harry Naujoks übernahm im Auftrag der Bezirksleitung die Arbeit der KPD in [[Lübeck]]. Er organisierte eine Einheitsfront-Demonstration von SPD und KPD gegen die drohende NS-Diktatur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stolpern&amp;quot; /&amp;gt; Anfang März 1933 wurde er festgenommen und im Mai ins [[Konzentrationslager Fuhlsbüttel]] eingewiesen. Als er am 1. Juni wieder freigelassen wurde, arbeitete er illegal als Politischer Leiter des KPD-Bezirks Nordwest in [[Bremen]]. Im August 1933 wurde Harry Naujoks erneut verhaftet, kam ins &amp;#039;&amp;#039;KZ Langenlütjen I&amp;#039;&amp;#039;, ein Fort in der Wesermündung, Anfang 1934 auf das KZ-Schiff Ochtumsand und anschließend ins Bremer Untersuchungsgefängnis. Am 29. Oktober 1934 wurde er wegen „Vorbereitung zum [[Hochverrat]]“ zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt. Er verbüßte die Haft im Zuchthaus [[Justizvollzugsanstalt Oslebshausen]]. Anschließend war er unter anderem im [[KZ Fuhlsbüttel]] und den Moorlagern inhaftiert, aus einem der [[Emslandlager]] wurde er 1936 ins zu errichtende „[[KZ Sachsenhausen|Muster-KZ]]“ im Oranienburger Ortsteil Sachsenhausen verbracht. Seine Frau Martha Naujoks war in die [[Sowjetunion]] emigriert. Harry Naujoks sollte sich scheiden lassen, was er aber zurückwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit November 1936 betätigte sich Harry Naujoks als Häftling in der Selbstverwaltung des Lagers und wurde 1939 „wegen seiner unerschütterlichen Ruhe und seines Organisationstalents“ zum [[Funktionshäftling|Lagerältesten]] ernannt. Im November 1942 wurde er mit siebzehn anderen Häftlingen des illegalen Lagerkomitees zur [[Vernichtung durch Arbeit]] ins [[KZ Flossenbürg]] deportiert. „Nur durch die tatkräftige Solidarität der dortigen Häftlinge konnte er alle Schikanen der Wachmannschaften überleben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bredelgesellschaft.de/schoeps/rb2000.html#Naujoks |titel=Rundbrief 2000 |hrsg=Willi-Bredel-Gesellschaft |datum=2000 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110718203826/http://www.bredelgesellschaft.de/schoeps/rb2000.htm#Naujoks |archiv-datum=2011-07-18 |abruf=2008-07-01 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch sein älterer Bruder [[Henry Naujoks]] beteiligte sich am Widerstand. Er wurde festgenommen, kam ins KZ Fuhlsbüttel und verbüßte seit dem 2. Dezember 1935 eine fünfjährige Zuchthausstrafe im Zuchthaus/Gefängnis Hamburg-Fuhlsbüttel. Er starb an den Folgen der Haft am 23. Januar 1945.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stolpern&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit wurde Naujoks Hamburgs KP-Vorsitzender&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=41122697|Titel=Vom Kasernenhof zum Kleinsthof|Jahr=1947|Nr=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und blieb auch nach dem [[KPD-Verbot]] 1956 politisch aktiv. Im Frühjahr 1950 wurde Harry Naujoks aller Parteiämter enthoben. Der Vorwurf lautete auch hier Versöhnlertum.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Biographie-eines-kommunistischen-Paares/!6105483/ Zwei Leben in einer Partei, taz vom 14. September 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Vorsitzender des Sachsenhausenkomitees der Bundesrepublik Deutschland und im [[Internationales Sachsenhausen-Komitee|Internationalen Sachsenhausen-Komitee]] aktiv. Als Kommunist engagierte er sich in der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten]] (VVN).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seinem Tod lebte er in der Stübeheide in Hamburg-[[Klein Borstel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibliothek von Martha und Harry Naujoks wurde der [[Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen|Gedenkstätte Sachsenhausen]] vererbt und ist da mit 2.400 Bänden der umfangreichste Einzelbestand.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sachsenhausen-sbg.de/sammlung-forschung/bibliothek/ Bibliothek der Gedenkstätte Sachsenhausen], abgerufen am 29. November 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrenfeld Geschwister-Scholl-Stiftung (Friedhof Hamburg-Ohlsdorf).jpg|mini|Ehrenfeld auf dem [[Friedhof Ohlsdorf|Friedhof Hamburg-Ohlsdorf]]. Hintergrund links, zweite Reihe von rechts, letzter Stein: &amp;#039;&amp;#039;Harry und Martha Naujoks&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Harry Naujoks Stolperstein Krummholzberg 2 Hamburg-Harburg.JPG|mini|Harry Naujoks Stolperstein Krummholzberg 2 Hamburg-Harburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Friedhof Ohlsdorf|Ohlsdorfer Friedhof]] befindet sich im [[Hamburger Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus|&amp;#039;&amp;#039;Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;]] ein gemeinsamer Kissenstein für Harry und Martha Naujoks, Planquadrat Bo 73, Nr. 12.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://grabsteine.genealogy.net/tomb.php?cem=694&amp;amp;tomb=409&amp;amp;b=N&amp;amp;lang=de Kissenstein Harry und Martha Naujoks] bei &amp;#039;&amp;#039;genealogy.net&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Harry Naujoks und seinen Bruder Henry wurden in [[Hamburg-Harburg]] in der Straße Krummholzberg 2 [[Stolpersteine]] verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stolpern&amp;quot;&amp;gt;{{Stolpersteine Hamburg|2505}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Henry Naujocks war Leiter der [[Phoenix AG|Phoenix]]-Betriebsgruppe der KPD mit etwa 100 Mitgliedern.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gotthardt: Die radiale Linke als Massenbewegung, Kommunisten in Harburg-Wilhelmsburg 1918 bis 1933, VSA: Verlag, Hamburg 2007, S. 99&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen ==&lt;br /&gt;
Harry Naujoks wurde zum Chronisten der NS-Verbrechen im KZ Sachsenhausen, darunter die sogenannte [[Aktion „Arbeitsscheu Reich“]] im Juni 1938 und die Mordaktion der [[Schutzstaffel|SS]] gegen die [[Homosexuelle während der Zeit des Nationalsozialismus|Rosa-Winkel-Häftlinge]] 1942. Seine eigenen Erinnerungen und Gespräche mit ehemaligen Häftlingen bewahrte Harry Naujoks mit einer umfangreichen Tonbandsammlung. Sie vermittelt ein detailliertes Bild des Lebens und der Widerstandsarbeit im KZ Sachsenhausen. Er gehörte zum Autorenkollektiv des Buches &amp;#039;&amp;#039;Damals in Sachsenhausen. Solidarität und Widerstand im Konzentrationslager Sachsenhausen&amp;#039;&amp;#039;, das 1961 in der DDR erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufnahmen wurde 1987 von seiner Frau Martha und [[Ursel Hochmuth]] in Buchform unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben im KZ Sachsenhausen 1936–1942&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben. 1989 erschien eine Ausgabe in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nahrung für das Notstandsgebiet Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1947.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Gestern soll nicht das Heute bestimmen&amp;#039;&amp;#039; (Sachsenhausenheft Nr. 3), Dortmund 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben im KZ Sachsenhausen 1936–1942. Erinnerungen des ehemaligen Lagerältesten.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Ursel Hochmuth. Herausgegeben von Martha Naujoks und dem Sachsenhausen-Komitee für die BRD. [[Röderberg-Verlag]]/[[Pahl-Rugenstein Verlag]], Köln 1987.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben im KZ Sachsenhausen. 1936–1942. Erinnerungen des ehemaligen Lagerältesten&amp;#039;&amp;#039;. [[Karl Dietz Verlag Berlin|Dietz Verlag]], Berlin 1989. [https://ulis-buecherecke.ch/pdf_neben_dem_krieg/sachsenhausen_1936-1942.pdf Online-Version]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bernhard Nette: &amp;#039;&amp;#039;Harry Naujoks, Lehrling.&amp;#039;&amp;#039; In: Olaf Matthes / [[Ortwin Pelc]]: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in der Revolution. Hamburger Porträts 1918/19.&amp;#039;&amp;#039; Husum Verlag, Husum 2018, ISBN 978-3-89876-947-1, S. 134–135.&lt;br /&gt;
* Peter Badekow, Andre Rebstock, Rüdiger von Hanxleden (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Martha Naujoks-Harry Naujoks: Zwei Leben für die Befreiung: Aufbrüche und Niederlagen. Zwischen Revolution und Inferno&amp;#039;&amp;#039;. (Kinder des Widerstands: Hamburg), Galerie der abseitigen Künste, Hamburg 2025, ISBN 978-3-94847-817-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11882774X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.harbuch.de/frische-themen-artikel/ein-harburger-kommunist-10.html Harry Naujoks in Harburger Geschichte und Geschichten in Text und Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11882774X|LCCN=n/89/602584|VIAF=35253310}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Naujoks, Harry}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DKP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionshäftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Flossenbürg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Fuhlsbüttel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Harburg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KJVD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Naujoks, Harry&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KPD-Funktionär und Chronist des KZ Sachsenhausen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. September 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Harburg (Elbe)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Oktober 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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