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	<title>Harry Giese - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:30:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harry_Giese&amp;diff=334865&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Echtner: Änderung 264869049 von ~2026-13496-64 rückgängig gemacht; Kein Grund für Löschung ersichtlich. Bitte im Zweifel zunächst Disk benutzen.</title>
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		<updated>2026-03-11T08:43:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/264869049&quot; title=&quot;Spezial:Diff/264869049&quot;&gt;264869049&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-13496-64&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-13496-64&quot;&gt;~2026-13496-64&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Kein Grund für Löschung ersichtlich. Bitte im Zweifel zunächst Disk benutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2007-1026-501, Sprecher der Deutschen Wochenschau.jpg|mini|Harry Giese als Sprecher der [[Die Deutsche Wochenschau|Deutschen Wochenschau]], 1941]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harry Giese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. März]] [[1903]] in [[Magdeburg]]; † [[20. Januar]] [[1991]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Schauspieler]] und Sprecher von [[Wochenschau]]en in der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Harry Giese.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Waldfriedhof Zehlendorf]]]]&lt;br /&gt;
Harry Giese begann mit 18 Jahren seine Laufbahn als Theaterschauspieler. Über die Stationen Magdeburg, [[Das Meininger Theater|Meiningen]], [[Theater Aachen|Aachen]] und [[Hamburg]] kam Giese in den 1930er Jahren nach Berlin; hier spielte er am [[Theater am Nollendorfplatz]] und am Komödienhaus. Giese wirkte an den ersten, noch sorgfältig ausgearbeiteten [[Synchronisation (Film)|Filmsynchronisationen]] dieser Jahre mit. Er war die deutsche Stimme von [[John Boles]], [[Franchot Tone]], [[Robert Montgomery (Schauspieler)|Robert Montgomery]], [[Douglas Fairbanks jr.]] und [[John Loder]]. Bei der [[Tobis-Tonbild-Syndikat|Tobis]]-Wochenschau begründete er in dieser Zeit seine Karriere als Sprecher von Nachrichten- und Dokumentarfilmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;deutsche-synchronsprecher&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.deutsche-synchronsprecher.de/sprecher_g.htm | titel=Harry Giese | hrsg=Peters Filminfos: Verzeichnis der Synchronschauspieler | datum=2009-12-25 | zugriff=2018-02-12 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20111203032616/http://www.deutsche-synchronsprecher.de/sprecher_g.htm | archiv-datum=2011-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsbeginn wurden die Wochenschauen im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] 1940 zur [[Die Deutsche Wochenschau|Deutschen Wochenschau]] zusammengefasst. Harry Giese wurde die Stimme der NS-Einheitswochenschau und avancierte dabei zum „Großdeutschen Sprecher“. Aus einem heute im [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] hinterlegten Dokument geht hervor, dass [[Adolf Hitler|Hitler]] selbst ihn für diese Tätigkeit auswählte. Daneben lieh Giese seine Stimme auch [[Propagandafilm|Tendenzfilmen]] wie &amp;#039;&amp;#039;LAH im Einsatz&amp;#039;&amp;#039; (= Leibstandarte SS Adolf Hitler; 1941) und dem [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischen]] Propagandafilm &amp;#039;&amp;#039;[[Der ewige Jude]]&amp;#039;&amp;#039; (1940). Giese stand 1944 in der [[Gottbegnadeten-Liste]] des [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Giese, Harry&amp;#039;&amp;#039;. In: Theodor Kellenter: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler&amp;#039;&amp;#039;. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Sprache des Nationalsozialismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Wochenschau&amp;#039;&amp;#039; wurde mit der Nr. 755 vom 22. März 1945 eingestellt. Giese wurde nach dem Krieg nicht mit einem Berufsverbot belegt. Die [[Vier Mächte|alliierten Besatzungsmächte]] stuften ihn bei der [[Entnazifizierung]] als [[Mitläufer]] ein, da er kein [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei#Mitglieder|NSDAP-Mitglied]] war. Ende 1947 arbeitete er wieder als Synchronsprecher in [[West-Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1950er Jahre war Giese noch häufiger in Synchronisationen zu hören. In &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wendeltreppe (1946)|Die Wendeltreppe]]&amp;#039;&amp;#039;, 1948 synchronisiert, sprach er [[Kent Smith]], und in &amp;#039;&amp;#039;[[Ich tanz’ mich in dein Herz hinein]]&amp;#039;&amp;#039;, 1950 synchronisiert, sprach er [[Fred Astaire]]. Gieses Tätigkeit für den Trailer zum Anti-Nazi-Film &amp;#039;&amp;#039;[[Sein oder Nichtsein (1942)|Sein oder Nichtsein]]&amp;#039;&amp;#039; (in der deutschsprachigen Fassung von 1960) muss als makabre Ironie gelten; dessen Regisseur [[Ernst Lubitsch]] war in &amp;#039;&amp;#039;Der ewige Jude&amp;#039;&amp;#039; diffamiert worden, indem seine Begrüßung als „deutscher Regisseur“ bei der Ankunft in den [[Vereinigte Staaten|USA]] (im Dezember 1922) verhöhnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolglos bemühte sich Harry Giese, Sprecher der 1950 gestarteten &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Deutsche Wochenschau|Neuen Deutschen Wochenschau]]&amp;#039;&amp;#039; zu werden. Seine Stimme war zu diesem Zeitpunkt noch zu bekannt. Da er für sein Rollenfach des jugendlichen Liebhabers mittlerweile zu alt war, konnte Giese seine Bühnentätigkeit nicht fortsetzen. Er wirkte noch an einigen Werbefilmen und Dokumentationen mit, wie zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Der goldene Garten&amp;#039;&amp;#039; (von [[Hans Domnick]], 1953) und &amp;#039;&amp;#039;Wir sahen mit unseren Augen: Rußland heute&amp;#039;&amp;#039; (von Gerd Nickstadt, 1957). In [[Alfred Weidenmann]]s Widerstandsdrama &amp;#039;&amp;#039;[[Canaris (Film)|Canaris]]&amp;#039;&amp;#039; von 1954 war Giese dann noch einmal als Sprecher der Wochenschau zu hören. In Rolf Thieles &amp;#039;&amp;#039;[[Friederike von Barring]]&amp;#039;&amp;#039; (1956) ist seine Stimme aus dem Off in der Rolle des Malte von Barring zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als seine Sprechereinsätze weniger wurden, sorgte seine Ehefrau als Oberstudienrätin für das Einkommen der Familie. Giese erwarb in den 1960er Jahren ein Grundstück in Nordtirol, erhielt aber keine Baugenehmigung. Der Orchideenliebhaber war von 1950 bis 1962 Gruppenleiter einer [[Orchideen]]gesellschaft in West-Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;deutsche-synchronsprecher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb Anfang 1991 in seinem Haus in [[Berlin-Zehlendorf]]. Seine letzte Ruhestätte fand Giese auf dem [[Waldfriedhof Zehlendorf]] (Feld 038-328).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiele ==&lt;br /&gt;
* 1948: &amp;#039;&amp;#039;Sechzehn Tage Galgenfrist&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1948: &amp;#039;&amp;#039;Kuriositäten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synchronisation ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width:30em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1935: Der Schwur des Armas Beckius&lt;br /&gt;
* 1942: Reifende Mädchen&lt;br /&gt;
* 1942: Scheinwerfer im Nebel&lt;br /&gt;
* 1948: [[Die Wendeltreppe (1946)|Die Wendeltreppe]]&lt;br /&gt;
* 1948: [[Mädchen im Rampenlicht]]&lt;br /&gt;
* 1949: Zum kleinen Glück&lt;br /&gt;
* 1949: Tarzan und die Amazonen&lt;br /&gt;
* 1950: Tarzan wird gejagt&lt;br /&gt;
* 1950: [[Ich tanz’ mich in dein Herz hinein]]&lt;br /&gt;
* 1952: Das Satansweib&lt;br /&gt;
* 1952: Die Größte Schau der Welt&lt;br /&gt;
* 1952: Der Held des Tages&lt;br /&gt;
* 1952: [[Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris]]&lt;br /&gt;
* 1954: Unternehmen Tigersprung&lt;br /&gt;
* 1955: Die purpurrote Maske&lt;br /&gt;
* 1956: [[Der Mann, der zuviel wußte (1956)|Der Mann, der zuviel wußte]]&lt;br /&gt;
* 1958: Das ist Musik&lt;br /&gt;
* 1958: [[Bis zur letzten Patrone]]&lt;br /&gt;
* 1962: Der Außenseiter&lt;br /&gt;
* 1962: Am schwarzen Fluß&lt;br /&gt;
* 1964: [[Old Shatterhand (Film)|Old Shatterhand]]&lt;br /&gt;
* 1964: [[Ein Goldfisch an der Leine]]&lt;br /&gt;
* 1965: [[Er kam nur nachts]]&lt;br /&gt;
* 1967: [[Als Jim Dolan kam]]&lt;br /&gt;
* 1967: [[Die tödlichen Bienen]]&lt;br /&gt;
* 1968: Shadock&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm2233358}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|457cfa6767864f3bae7788572dbbc5ae}}&lt;br /&gt;
* {{Synchronkartei|talker|1096}}&lt;br /&gt;
* [https://synchrondatenbank.de/sprecher/Harry_Giese Harry Giese] in der Synchrondatenbank von Arne Kaul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1061585549|VIAF=312620303}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Giese, Harry}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellende Kunst (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synchronsprecher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Giese, Harry&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schauspieler und Sprecher von Wochenschauen in der NS-Zeit&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Januar 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Echtner</name></author>
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