<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Harrassage</id>
	<title>Harrassage - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Harrassage"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harrassage&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T11:29:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harrassage&amp;diff=419484&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gudrun Meyer: /* Ballade von Theodor Körner */ Korr BKL-Link</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harrassage&amp;diff=419484&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-25T21:34:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ballade von Theodor Körner: &lt;/span&gt; Korr BKL-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lange SachsenThüringenAnhalt Heft24 2.jpg|mini|Der Harrasfelsen an der Zschopau auf einem Stahlstich von 1858]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harrassage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Sprungsage]] aus dem sächsischen [[Zschopau (Fluss)|Zschopautal]]. Heute schreibt man sie dem Ritter [[Dietrich von Harras|Diedrich von Harras]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Fassung der Sage ist dem &amp;#039;&amp;#039;Sagenbuch des Königreiches Sachsen&amp;#039;&amp;#039; von [[Alfred Meiche]] entnommen. Die mündlich überlieferte Sage ist erstmals am 4. Juli 1801 im &amp;#039;&amp;#039;[[Chemnitzer Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht worden. Darin kamen Reiter und Pferd unverletzt ans Ufer. [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]], der 1810 seine berühmte Ballade &amp;#039;&amp;#039;Harras, der kühne Springer&amp;#039;&amp;#039; unter der [[Harraseiche]] sitzend verfasste, hat sicher diesen Artikel gekannt, dennoch schilderte er, dass das Ross in den Fluten ertrank. Seitdem wurde die Sage in zahlreichen Sagenbüchern erwähnt, sogar im Sagenbuch der [[Brüder Grimm]]. Zur Entstehung der Sage machte man sich schon oft Gedanken. In der eher langweiligen Hügellandschaft würden hohe und bizarre Felsen und tiefe Täler hervorstechen und zu kühnen Gedanken anregen. Man verknüpfte dies mit geschichtlichen Ereignissen und es entstanden eine Reihe von sogenannten [[Sprungsage]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Niederwiesa - view from the Harras rock 2 (aka).jpg|mini|Blick vom Harrasfelsen auf die [[Zschopau (Fluss)|Zschopau]], wenige Kilometer nördlich der Schellenburg und der [[Flöha (Fluss)|Flöha]]-Mündung]]&lt;br /&gt;
Ritter [[Dietrich von Harras]] saß im 15. Jahrhundert auf [[Schloss Lichtenwalde|Burg Lichtenwalde]]. Das gute Einvernehmen mit dem Besitzer der [[Jagdschloss Augustusburg|Schellenburg]] hatte durch irgendwelche Einflüsse Trübung erfahren, und Feindschaft zwischen beiden gebracht. Harras war unbeweibt, und er hatte sich in Luitgard, die schöne Tochter des Schellenbergers verliebt. Alle Versöhnungsversuche blieben umsonst. Die Feindschaft wurde größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages brachte ein Knappe dem Ritter Götz die Botschaft, dass Harras in wenigen Stunden sich mit seinen Knappen nach der [[Flöha (Fluss)|Flöhamündung]] begeben werde, um dort Besuch zu erwarten. Schnell war der Plan gefasst, den verhassten Gegner dort zu überwältigen. Götz begab sich zur Flöha und verbarg sich mit seinen Rittern im Walde. Groß war die Freude, als Harras arglos heranritt. Schon brachen die feindlichen Reiter aus dem Walde hervor. Harras riss blitzschnell sein Ross herum und sprengte in den Wald hinein, während seine Knappen sich gegen die Feinde wendeten. Bald lagen sie tot oder verwundet am Boden, und die Verfolgung wurde aufgenommen. Schon hörte Harras die Verfolger hinter sich. Da sah er eine lichte Stelle im Walde. Es war der Haustein. Drüben lag seine Burg, tief unter ihm flossen die Wasser der Zschopau, und hinter ihm erschienen die Feinde – nirgends ein Ausweg! Was sollte er tun? In der größten Not empfahl Harras seine Seele Gott, gab seinem scheuenden Pferde die Sporen, und hinab ging es in die schaurige Tiefe. Der kühne Sprung gelang. Zwar kam das Ross zu Tode, aber Harras war unversehrt geblieben. Er schwamm zum anderen Ufer und dankte Gott. Dies sei im Jahre [[1449]] geschehen. Übrigens soll der Abdruck des Hufeisens eines sich bäumenden Pferdes noch heute im Fels zu sehen sein. Die wunderbare Rettung und die Bitten Luitgards sollen Götz bewogen haben, in eine Aussöhnung einzuwilligen. Beide, Luitgard und Harras, lebten dann lange und glücklich miteinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harras unternahm daraufhin eine Wallfahrt zur [[Stiftskirche Ebersdorf]]. Zum Andenken an die glückliche Rettung hinterließ er dort ein silbernes [[Hufeisen]]. Sein Sohn [[Georg II. von Harras]] soll dieses aber 1529 gegen ein Eisernes getauscht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit der Sage in Zusammenhang gebrachten Personen auf der Schellenburg haben wohl nie existiert. Es ist auch nicht bekannt, dass Dietrich mit einer Luitgard vermählt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ballade von Theodor Körner ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Körnerkreuz.jpg|mini|Körnerkreuz ([[:Bild:Niederwiesa - plate at the Koerner cross (aka).jpg|Großansicht der Inschrift]])]]&lt;br /&gt;
Aus der [[Ballade (Gedicht)|Ballade]] „Harras, der kühne Springer“ von [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]] seien hier exemplarisch die erste und die letzte Strophe wiedergegeben&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.projekt-gutenberg.org/antholog/dballade/chap097.html |titel=Deutsches Balladenbuch |abruf=2023-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
I.&lt;br /&gt;
Noch harrte im heimlichen Dämmerlicht&lt;br /&gt;
Die Welt dem Morgen entgegen,&lt;br /&gt;
Noch erwachte die Erde vom Schlummer nicht,&lt;br /&gt;
Da begann sich&amp;#039;s im Thale zu regen.&lt;br /&gt;
Und es klingt herauf wie Stimmengewirr,&lt;br /&gt;
Wie flüchtiger Hufschlag und Waffengeklirr,&lt;br /&gt;
Und tief aus dem Wald zum Gefechte&lt;br /&gt;
Sprengt ein Fähnlein gewappneter Knechte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
X.&lt;br /&gt;
Und der kühne, gräßliche Sprung gelingt,&lt;br /&gt;
Ihn beschützen höh&amp;#039;re Gewalten;&lt;br /&gt;
Wenn auch das Roß zerschmettert versinkt,&lt;br /&gt;
Der Ritter ist wohl erhalten;&lt;br /&gt;
Und er theilt die Wogen mit kräftiger Hand,&lt;br /&gt;
Und die Seinen stehn an des Ufers Rand&lt;br /&gt;
Und begrüßen freudig den Schwimmer.&lt;br /&gt;
Gott verläßt den Mutigen nimmer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Harrasfelsen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Niederwiesa - view at the Harras rock (aka).jpg|mini|Blick auf den Harrasfelsen {{Coordinate|NS=50.888449|EW=13.024070|type=landmark|dim=250|region=DE-SN|text=ICON1|name=Harrasfelsen}} aus einer Entfernung von 0,9 km]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Harrasfelsen.jpg|mini|links|Harrasfelsen mit Körnerkreuz auf einer Postkarte vor 1905]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in der Sage genannte &amp;#039;&amp;#039;Haustein&amp;#039;&amp;#039; im Tal der [[Zschopau (Fluss)|Zschopau]] ist heute als &amp;#039;&amp;#039;Harrasfelsen&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Er liegt im Ortsteil [[Altenhain (Frankenberg)|Altenhain]] der Stadt [[Frankenberg/Sachsen|Frankenberg/Sa.]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Harrasfelsen kann von Westen über einen Anstieg mit 111 Stufen bestiegen werden. Von Osten führt ein weiterer Wanderweg etwas flacher hierher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Körnerkreuz zur Erinnerung an [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]] wurde durch die [[Frankenberg/Sachsen|Stadt Frankenberg/Sa.]] auf Initiative des Ortschaftsrates [[Altenhain (Frankenberg)|Altenhain]] sowie des Kunst- und Kulturvereines Frankenberg/Sa. e.V. restauriert (gefördert mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtages]] beschlossenen Haushaltes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 86 Meter langen Tunnel durchquert die [[Bahnstrecke Roßwein–Niederwiesa]] den Fels. Am 14. Dezember 1913 ereignete sich am Südportal des Tunnels ein [[Eisenbahnunfall von Braunsdorf|Eisenbahnunfall]], bei dem 10 Personen starben, nachdem ein Zug in abgestürzte Gesteinsmassen des Harrasfelsens gefahren war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WdH|28|35–39}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.schindlerandreas.de/Floeha/harrasfelsen.html Der Harrasfelsen]&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Harras, der kühne Springer|Theodor Körner: &amp;#039;&amp;#039;Harras, der kühne Springer&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sage aus Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Landkreis Mittelsachsen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gudrun Meyer</name></author>
	</entry>
</feed>