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	<title>Harput - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|article=/|NS=38/42/15/N|EW=39/15/07/E|type=city|region=TR|map=right|mapsize=}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Elazığ 101.jpg|miniatur|Harput Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts: Das armenische Viertel unterhalb der Festung existiert nicht mehr.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harput&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hyS|Խարբերդ|Charpert}}) war eine bedeutende historische Stadt in der [[Türkei|türkischen]] Provinz [[Elazığ (Provinz)|Elazığ]]. Durch den Ausbau von [[Elazığ]] verlor Harput ab dem 19. Jahrhundert seine Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Zitadelle von Harput – und somit auch die älteste Ansiedlung – geht auf die [[Urartäer]] zurück. Die Stadt gehörte zur antiken armenischen Provinz [[Sophene]] und wird gelegentlich mit deren Hauptstadt [[Carcathiocerta]]  in Verbindung gebracht, die jedoch auch in [[Eğil]] lokalisiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=James Lacey |Titel=Great Strategic Rivalries: From The Classical World to the Cold War |Verlag=Oxford University Press |Datum=2016-10-11 |ISBN=978-0-19-062047-9 |Online=https://books.google.com/books?id=gxuhDQAAQBAJ |Abruf=2025-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://nayiri.com/imagedDictionaryBrowser.jsp?dictionaryId=61&amp;amp;query=%D5%AD%D5%A1%D6%80%D5%A2%D5%A5%D6%80%D5%A4 |titel=Հայաստանի եւ հարակից շրջանների տեղանունների բառարան, Թ.Խ. Հակոբյան, Ստ.Տ. Մելիք-Բախշյան, Հ.Խ. Բարսեղյան - խարբերդ |abruf=2025-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den Ausbau der Festung während der [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Besetzung Armeniens gelangte die Stadt zu größerer Bedeutung, wurde jedoch 1085 von den [[Seldschuken]] erobert. Zunächst war Harput Teil des Beyliks der [[Çubukoğulları]], später des Beyliks der [[Ortoqiden]]. Des Weiteren herrschten in Harput die [[Ilchane]], das [[Beylik]] der [[Dulkadir]], die [[Aq Qoyunlu]], die [[Safawiden]] und ab 1516 die [[Osmanisches Reich|Osmanen]]. Harput war ein wichtiger Ort und später Hauptstadt eines osmanischen [[Vilayet]]s, darunter das [[Vilâyet Mamuretül-Aziz]].  Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte Harput zu den wichtigsten Zentren armenischen Lebens im Osmanischen Reich: In der Stadt selbst und den 56 umgebenden Dörfern lebten zusammen 39788 Armenier, im ganzen Vilâyet 124289.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raymond Kévorkian |Titel=The Armenian Genocide: A Complete History |Verlag=Bloomsbury Publishing |Datum=2011-03-30 |ISBN=978-0-85771-930-0 |Online=https://books.google.com/books?id=tbaKDwAAQBAJ |Abruf=2025-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben fünf [[Armenische Apostolische Kirche|armenisch-orthodoxen]] Kirchen gab es eine protestantische Kirche und zahlreiche Missionsschulen, davon mindestens zwei im 800 Einwohner zählenden [[Assyrer (Gegenwart)|assyrischen]] Viertel,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arman Arkopian |Titel=The Syriacs of Kharberd (Kharput) on the Eve of the 1915 Genocide |Sammelwerk=Hugoye: Journal of Syriac Studies |Band=23 |Nummer=1 |Datum=2020-01-01 |ISSN=1097-3702 |DOI=10.31826/hug-2020-230110 |Seiten=279–322 |Online=https://www.degruyterbrill.com:443/document/doi/10.31826/hug-2020-230110/html |Abruf=2025-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zudem sechs armenische Schulen. Während den [[Hamidische Massaker|Hamidischen Massakern]] wurden bereits circa 700 Armenier von türkischen Angreifern ermordet. Das Ende der armenischen Bevölkerung brachte jedoch erst der [[Völkermord an den Armeniern]], der in Harput sehr gut dokumentiert ist. Ein ausführlicher Bericht stammt zum Beispiel vom amerikanischen Konsul [[Leslie A. Davis]], der 80 Armenier im Keller der Botschaft in [[Mezre]] versteckte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Edward White |url=https://www.theparisreview.org/blog/2017/02/03/the-great-crime/ |titel=The Great Crime by Edward White |werk=The Paris Review |datum=2017-02-03 |sprache=en |abruf=2025-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gesamte armenische Bevölkerung wurde innerhalb kurzer Zeit deportiert und ermordet, zudem wurde Harput aufgrund seiner zentralen Lage zu einem der größten Vernichtungszentren: Zehntausende Armenier wurden aus anderen Provinzen in die Region verschickt und ermordet, so dass Davis die gesamte Provinz als „Schlachthaus“ bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthew Karanian |url=https://armenianweekly.com/2015/01/06/kharpert/ |titel=Kharpert: The Golden Plain of the Armenian Plateau |datum=2015-01-06 |sprache=en-US |abruf=2025-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Teil der wenigen Überlebenden, denen die Flucht gelungen war, gründeten 1929 in Armenien das Dorf [[Nor Kharberd]] (Neu-Kharberd).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arman Arkopian |Titel=The Syriacs of Kharberd (Kharput) on the Eve of the 1915 Genocide |Sammelwerk=Hugoye: Journal of Syriac Studies |Band=23 |Nummer=1 |Datum=2020-01-01 |ISSN=1097-3702 |DOI=10.31826/hug-2020-230110 |Seiten=279–322 |Online=https://www.degruyterbrill.com:443/document/doi/10.31826/hug-2020-230110/html |Abruf=2025-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Harput kalesi-Harput-Elazığ - panoramio.jpg|miniatur|Festung von Harput]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Minarett Ulu Camii Harput.jpg|mini|hochkant|Schiefes Minarett der Ulu Cami]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Festungen ===&lt;br /&gt;
Die Festung von Harput, auch Milchfestung (&amp;#039;&amp;#039;Süt Kalesi&amp;#039;&amp;#039;) genannt, liegt im Südosten der Stadt und überragt das Tal. Die Festung wurde von den [[Urartäer]]n errichtet und später von den Römern, Byzantinern und [[Araber]]n restauriert. Die Festung besteht aus einer inneren und einen äußeren Burg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moscheen ===&lt;br /&gt;
* Ulu Cami, die &amp;#039;&amp;#039;Große Moschee&amp;#039;&amp;#039; wurde von dem [[Ortoqiden|ortoqidischen]] Herrscher [[Fahrettin Karaslan]] zwischen 1156 und 1157 erbaut. Sie zählt damit zu den ältesten und wichtigsten Moscheen Anatoliens.&lt;br /&gt;
* Die Kurşunlu Cami zählt zu den schönsten osmanischer Moscheen.&lt;br /&gt;
* Die Ağa Camii liegt links von der Hauptstraße in Harput. Ihre Kuppel ist eingestürzt und nur ein Minarett steht noch. Sie soll 1559 von [[Pervane Ağa]] errichtet worden sein.&lt;br /&gt;
* Alacalı Cami, [[Artukiden|artukidische]] Moschee vom Anfang des 13. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchen ===&lt;br /&gt;
* Meryem Ana Kilisesi: Die Kirche der heiligen Mutter [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] liegt in der Nähe der Festung. Die Rückwand der Kirche lehnt sich an den Felsen, auf dem die Festung steht und wirkt daher wie ihre Verlängerung. Sie wurde 1179 errichtet und ist auch als Kızıl Kilise (Rote Kirche), Süryani Kilisesi ([[Aramäer (Gegenwart)|Aramäische]] Kirche) und Yakubi Kilisesi ([[Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien|Jakobiter]]-Kirche) bekannt.&lt;br /&gt;
* Bis zum [[Völkermord an den Armeniern]] gab es in Harput fünf [[Armenische Apostolische Kirche|armenisch-apostolische]] Kirchen, darunter Surp Hagop, Surp Garabed, Surp Istepanos und Surp Nschan.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuğlacı274&amp;quot;&amp;gt;[[Pars Tuğlacı]]: &amp;#039;&amp;#039;Tarih boyunca Batı Ermenileri tarihi. Cilt 3. (1891 - 1922)&amp;#039;&amp;#039;, Pars Yayın ve Tic., Istanbul und Ankara 2004, ISBN 9757423068, Seite 274&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höhlen ===&lt;br /&gt;
Vier Kilometer von der Stadt Harput entfernt liegt die &amp;#039;&amp;#039;Buzluk Mağarası&amp;#039;&amp;#039; (Eishöhle). In der Höhle herrscht im Sommer ein kühles und im Winter ein warmes Klima. Einwohner der umgebenden Dörfer versteckten früher oft ihre Nahrung in dieser Höhle. Früher nutzten [[Karawane]]n die &amp;#039;&amp;#039;Deve Mağarası&amp;#039;&amp;#039; (Kamelhöhle), sechs Kilometer von Harput in einem Tal gelegen, als Rastplatz, was ihr den Namen gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen ==&lt;br /&gt;
Das Harputmuseum präsentiert Funde aus der Stadt und Umgebung. Es ist seit 2003 geschlossen und soll nach einem Umbau als Kulturhaus wieder eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedenes ==&lt;br /&gt;
Der österreichische Botaniker [[Franz Joseph Freyn]] (1845–1903) benannte eine weißblühende wilde [[Lauch]]art, die in der östlichen Türkei und im Iran vorkommt (&amp;#039;&amp;#039;Allium kharputense&amp;#039;&amp;#039;) nach der Stadt. Auch andere [[Endemit|endemische]] Arten der Region tragen den Namen der Stadt, auch als Harput ([[Alyssum harputicum]]), Karput ([[Astragalus karputanus]]) oder Charput ([[Verbascum charputense]] Murb.) geschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Uğur Çakılcıoğlu, Şemsettin Civelek 2007, Some uncommon and endemic Plants of Harput (Elazığ). &amp;#039;&amp;#039;Doğu Anadolu Bölgesi Araştırmaları&amp;#039;&amp;#039; 2007, S. 48–54.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hier geborene Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Sahag II.|Sahag II. Khabayan]] (1849–1939), [[Katholikos]] des [[Katholikat von Kilikien|Großen Hauses von Kilikien]]&lt;br /&gt;
* [[Ashour Yousef]] (1858–1915), Professor, Journalist und Opfer des [[Völkermord an den syrischen Christen|Völkermords an den syrischen Christen]]&lt;br /&gt;
* [[Karekin Deveciyan]] (1867 oder 1868–1964), Funktionär&lt;br /&gt;
* [[Schahan Natali]] (1884–1983), Politiker und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Fuat Sanaç]] (* 1954), Präsident der [[Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich|Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich]] (IGGiÖ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* https://elazig.ktb.gov.tr/TR-187349/harput.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Provinz Elazığ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für eine Pflanzenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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