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	<title>Harnstoffzyklus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:48:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harnstoffzyklus&amp;diff=349595&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Assoziative Verweise entfernt</title>
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		<updated>2026-02-06T14:16:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Assoziative Verweise entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel für Sir Hans A. Krebs in der Medizinischen Uniklinik Freiburg auf Station De la Camp.jpg|mini|hochkant=2|Gedenktafel an der Uniklinik Freiburg]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harnstoffzyklus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ornithin-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krebs-Henseleit-Zyklus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), 1932 an der [[Universitätsklinikum Freiburg|Uniklinik Freiburg]] von [[Hans Adolf Krebs]] und [[Kurt Henseleit]] entdeckt, ist eine biochemische Kaskade bei [[Säugetiere]]n, die [[stickstoff]]haltige Abbauprodukte, vor allem [[Ammonium]], zu [[Harnstoff]] umwandelt, der dann über die Niere ausgeschieden wird. Bei [[Vögel]]n und an Land lebenden Echsen wird stattdessen [[Harnsäure]] produziert und ausgeschieden. Fische benötigen keine Umwandlung von Ammoniak, bei ihnen bietet die Haut mit direktem Kontakt zum Wasser den einfachen Weg der Osmose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Harnstoffbildung findet in den [[Leber]]zellen &amp;#039;&amp;#039;(Hepatozyten)&amp;#039;&amp;#039; und zu einem kleineren Teil in der [[Niere]] statt. Der Zyklus ist teilweise im [[Mitochondrium]], teilweise im [[Zytosol|Cytosol]] lokalisiert, weshalb [[Transportprotein]]e notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktionen des Harnstoffzyklus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Urea cycle.svg|mini|hochkant=2|Schema des Harnstoffzyklus. Die Reaktionen finden sowohl im Mitochondrium (oben) als auch im Cytosol (unten) statt. 1: [[Enantiomer#Nomenklatur|&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;]]-[[Ornithin]]; 2: [[Carbamoylphosphat]]; 3: [[Enantiomer#Nomenklatur|&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;]]-[[Citrullin]]; 4: [[Argininosuccinat]]; 5: [[Fumarsäure|Fumarat]]; 6: [[Enantiomer#Nomenklatur|&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;]]-[[Arginin]]; 7: [[Harnstoff]]; &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Asp: [[Enantiomer#Nomenklatur|&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;]]-[[Asparaginsäure|Aspartat]]; CPS-1: [[Carbamoylphosphat-Synthetase I]]; OTC: [[Ornithin-Transcarbamylase]]; ASS: [[Argininosuccinat-Synthase]]; ASL: [[Argininosuccinat-Lyase]]; ARG1: [[Arginase 1]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaskade im Mitochondrium ===&lt;br /&gt;
Teilreaktionen der CPS-I (durch &amp;#039;&amp;#039;Carbamoylphosphat-Synthetase I&amp;#039;&amp;#039; katalysiert):&lt;br /&gt;
# [[Hydrogencarbonate]] werden [[Phosphorylierung|phosphoryliert]] und damit aktiviert&amp;lt;br /&amp;gt;(1. [[Adenosintriphosphat|ATP]]-abhängige Reaktion)&lt;br /&gt;
# Anlagerung von Ammoniak unter Abspaltung des [[Phosphate|Phosphatrests]], es entsteht [[Carbamate|Carbamat]].&lt;br /&gt;
# Carbamat wird wieder phosphoryliert und damit aktiviert&amp;lt;br /&amp;gt;(2. ATP-abhängige Reaktion)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende steht [[Carbamoylphosphat]], welches das Eintrittsprodukt in den eigentlichen Harnstoffzyklus im Cytosol ist. Katalysiert werden beide Schritte durch die [[Carbamoylphosphat-Synthetase I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es keinen [[Transportprotein|Carrier]] zum Transport von Carbamoylphosphat aus dem Mitochondrium gibt, muss zunächst ein Umweg über [[Ornithin]]-[[Citrullin]] stattfinden. Beides sind nicht-[[Aminosäuren|proteinogene]] alpha-&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Aminosäuren, sie unterscheiden sich genau durch den Carbamat-Rest und für sie existieren Carrier. Carbamoylphosphat wird also unter Dephosphorylierung auf Ornithin überführt, wodurch Citrullin entsteht. Die Reaktion wird durch die [[Ornithin-Transcarbamylase]] katalysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Citrullin wird über die [[Mitochondrieller Ornithin-Transporter|mitochondriellen Ornithin-Transporter]] 1 und 2 im Antiport gegen Ornithin in das Cytosol transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaskade im Cytosol ===&lt;br /&gt;
Citrullin wird im Cytosol unter Anlagerung von &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Aspartat [[Adenosintriphosphat|ATP]]-abhängig zu Argininosuccinat umgesetzt, katalysiert durch das Enzym [[Argininosuccinat-Synthase]] (ASS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend erfolgt die durch [[Argininosuccinat-Lyase]] (ASL) vermittelte Reaktion von Argininosuccinat zu Arginin unter Abspaltung von Fumarat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Schritt katalysiert das Enzym [[Arginase 1]] (ARG1) die Umwandlung von Arginin zu Ornithin unter Verbrauch von H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O. Der dabei anfallende Isoharnstoff steht mit Harnstoff im Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aspartatzyklus ===&lt;br /&gt;
Der Aspartatzyklus dient der Rückgewinnung von Aspartat aus Fumarat. Die Reaktionen entsprechen denen des [[Citratzyklus]]. Fumarat wird durch die zytosolischen Enzyme [[Fumarase]] und [[Malatdehydrogenase|Malat-Dehydrogenase]] erst in [[Malat]] und danach in [[Oxalacetat]] umgewandelt. Bei der Oxidation von Malat zu Oxalacetat wird [[Nicotinamidadenindinukleotid|NAD]] zu [[Nicotinamidadenindinukleotid|NADH]] reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oxalacetat wird mit einer α-Aminosäure zu &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Aspartat transaminiert. Als α-Aminosäure dient meist [[Glutaminsäure]], das bei der Transaminierung zu der α-Ketosäure [[α-Ketoglutarat]] deaminiert wird. Das katalysierende Enzym ist die [[Aspartat-Aminotransferase]]. Oxalacetat kann alternativ auch in die [[Gluconeogenese]] eingeschleust werden oder über Transporter [[Anaplerotische Reaktion|anaplerotisch]] in den [[Citratzyklus]] im Mitochondrium gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von der zytosolischen Fumarase aus Fumarat gewonnene Malat kann auch über den [[Malat-Aspartat-Shuttle]] zurück ins Mitochondrium transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energiebilanz ==&lt;br /&gt;
Die Summengleichung des Harnstoffzyklus ist:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{CO_2 + NH_4^+ + 3\ ATP + Aspartat + 2\ H_2O \longrightarrow}&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{Harnstoff + 2\ ADP + 4\ P_i + AMP + Fumarat}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Synthese eines Harnstoffmoleküls werden vier energiereiche Verbindungen gespalten (3&amp;amp;nbsp;ATP und ein Pyrophosphat). Dies entspricht der Energie von 4&amp;amp;nbsp;ATP Molekülen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John L. Tymoczko, Lubert Stryer |Titel=Stryer Biochemie |Auflage=7. Aufl |Verlag=Spektrum |Ort=Heidelberg |Datum=2012 |ISBN=978-3-8274-2988-9 |Seiten=697}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Regeneration von Aspartat im Aspartatzyklus entsteht jedoch ein NADH:&amp;lt;ref&amp;gt;Donald Voet, Judith G. Voet, Charlotte W. Pratt: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Biochemie.&amp;#039;&amp;#039; Weinheim 2019, ISBN 978-3-527-34286-0, S. 892&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{Fumarat + 2\ H_2O + NAD^+ \longrightarrow Oxalacetat + NADH + H_3O^+}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NADH wird in der [[Atmungskette]] im [[Mitochondrium]] zu ATP umgesetzt. Ein NADH entspricht hier 2,5&amp;amp;nbsp;ATP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Harnstoffzyklusdefekte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeborene Defekte in den Enzymen des Harnstoffzyklus führen zu einem Anstieg des [[Ammonium]]-Spiegels im Blut ([[Hyperammonämie]]). Im Harnstoffzyklus wird mit jedem Schritt ein Ammonium-Ion in eine Aminosäure eingebaut und damit entfernt. Daher ist die Stoffwechselstörung am schwersten, wenn die frühen Schritte des Harnstoffzyklus, Carbamoylphosphat-Synthetase und Ornithin-Transcarbamoylase betroffen sind. Defekte späterer Schritte, der Argininosuccinat-Lyase und Arginase, führen zu weniger schweren Krankheitsbildern. Der Anstieg des Ammonium-Spiegels führt zu Störungen der Gehirnfunktion ([[Enzephalopathie]]) bis zum [[Koma]]. Vor 1979 wurde mit [[Austauschtransfusion]] und [[Peritonealdialyse]] behandelt. Seit 1979 wird auch [[Phenylessigsäure|Phenylacetat]] und [[Benzoesäure|Benzoat]] gegeben. Phenylacetat und Benzoat reagieren mit [[Glutamin]] und [[Glycin]] zu [[Phenacetylglutamin]] und [[Hippursäure|&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Benzoylglycin (Hippursäure)]], die über den Urin ausgeschieden werden und so Stickstoff entfernen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=G.M. Enns et al. |Titel=Survival after Treatment with Phenylacetate and Benzoate for Urea-Cycle Disorders |Sammelwerk=N Engl J Med |Nummer=356 |Datum=2007 |Seiten=2282–2292 |DOI=10.1056/NEJMoa066596}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ulf Dettmer, Malte Folkerts, Eva Kächler, Andreas Sönnichsen&lt;br /&gt;
   |Titel=Intensivkurs Biochemie&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elsevier&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-437-44450-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Biochemie und Pathobiochemie: Harnstoffzyklus}}&lt;br /&gt;
* [http://homepage.ufp.pt/pedros/bq/urea.htm The chemical logic behind the urea cycle] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://reactome.org/content/detail/R-HSA-70635 &amp;#039;&amp;#039;Urea synthesis&amp;#039;&amp;#039;.] reactome; {{DOI|10.3180/REACT_847.1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zellbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemische Reaktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechselweg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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