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	<title>Harnstoffharz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T09:09:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harnstoffharz&amp;diff=431174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Assoziative Verweise entfernt.</title>
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		<updated>2026-02-06T14:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Assoziative Verweise entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harnstoffharze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind nach [[DIN]] 7728 [[Aminoplast]]e ([[Kunststoff]]e), welche als [[Kondensationsreaktion|Kondensationsprodukte]] aus [[Harnstoff]] (bzw. Harnstoffderivaten) und [[Aldehyd]]en (insbesondere [[Formaldehyd]]) hergestellt und chemisch bzw. thermisch ausgehärtet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Harnstoff-Formaldehyd-Harze werden kurz als UF-Harze (von engl. &amp;#039;&amp;#039;urea&amp;#039;&amp;#039; = Harnstoff) bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RÖMPP&amp;quot;&amp;gt;[[Otto-Albrecht Neumüller]] (Hrsg.): [[Römpp Lexikon Chemie|&amp;#039;&amp;#039;Römpps Chemie-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;]] Band 3: &amp;#039;&amp;#039;H–L.&amp;#039;&amp;#039; 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1983, ISBN 3-440-04513-7, S. 1631.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Technisch erfolgt die Herstellung von UF-Harzen in großen [[Chemischer Reaktor|Reaktoren]] (etwa 20 bis 40&amp;amp;nbsp;[[Kubikmeter|m³]]), welche mit einem [[Rührwerk]], Heiz- und Kühlschlangen sowie Dosiermöglichkeiten für die „großen“ Rohstoffe sowie [[Säure]]n, [[Alkalische Lösung|Laugen]] und eventuelle [[Additiv]]e ausgestattet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „klassische“ Herstellungsverfahren für UF-Harze verläuft technisch entsprechend folgenden Schritten:&lt;br /&gt;
* Methylolierung: Zugabe von Harnstoff zu [[Formaldehyd]]lösung&lt;br /&gt;
* Kondensation: Zugabe von [[Säure]] bzw. sauren [[Salze]]n (wie beispielsweise [[Ammoniumsulfat]])&lt;br /&gt;
* Beenden der Kondensation: durch Erhöhen des pH-Wertes mittels Lauge (pH&amp;amp;nbsp;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;7)&lt;br /&gt;
* Einstellen des richtigen [[Stoffmengenkonzentration|molaren]] Verhältnisses von Formaldehyd und Harnstoff&lt;br /&gt;
* Einstellen des richtigen Feststoffgehaltes (falls nötig, durch Entfernen von Wasser durch [[Destillation]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für spezielle Anwendungen, wie beispielsweise Leime für Tischlerei-Anwendungen, finden die weitgehend getrockneten [[Pulverleim]]e Einsatz. Diese werden durch [[Sprühtrocknung]] der UF-Flotte anstelle des Destillationsschrittes hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Methylolierung ===&lt;br /&gt;
In einer [[Additionsreaktion]] von Formaldehyd an Harnstoff entstehen im Wesentlichen Methylolharnstoffe (siehe auch [[Hydroxymethylgruppe]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Methylolierung.svg|450px|Methylolierung von Harnstoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kondensation ===&lt;br /&gt;
Durch eine über [[Zeit]], [[Temperatur]] und [[pH-Wert]] gesteuerte [[Kondensationsreaktion]] der Methylolharnstoffe mit Harnstoff bzw. auch untereinander verbinden sich die [[Monomer]]e zu größeren [[Molekül]]en ([[Oligomer]]e und [[Polymer]]e). Dabei bilden sich Methylenbrücken und [[Carbonsäureamide|Amidbrücken]]. Die Kontrolle des Kondensationsgrades erfolgt durch Messung kondensationsgrad-abhängiger Parameter wie [[Viskosität]] oder Wasserverträglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Harnstoffharz Kondensation.svg|650px|Bildung des Vorkondensats]]&lt;br /&gt;
: Kettenverlängerung durch Kondensationsreaktion unter Ausbildung von [[Methylengruppe]]n&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Harnstoffzugabe ===&lt;br /&gt;
Die letzte Harnstoffzugabe stellt jenes molare Verhältnis von Formaldehyd zu Harnstoff (F/U) ein, welches für die Anwendung benötigt wird. Dabei werden teilweise wieder Amidbrücken aufgespalten. Auch endständige Methylole (-CH&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-OH) reagieren noch mit dem zugegebenen Harnstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Harnstoffharz ausgehaertet.svg|mini|350px|Mögliche Struktur eines ausgehärteten Harnstoffharzes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flüssiges Harz ===&lt;br /&gt;
Dies ist das Produkt, welches als [[Leim]] eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
Folgende Parameter werden als Einsatzkriterien bzw. im Rahmen der [[Qualitätssicherung]] überprüft (daneben typische Werte):&lt;br /&gt;
* [[Viskosität]]: ca. 300–2000&amp;amp;nbsp;mPa·s&lt;br /&gt;
* [[Gelierzeit]]: je nach Härter und Temperatur unter 1 Minute bis zu Stunden&lt;br /&gt;
* [[pH-Wert]]: etwa 8 bis 9&lt;br /&gt;
* [[Trockensubstanz]] (auch als [[Festharz]] bezeichnet): etwa 66 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgehärtetes Harz ===&lt;br /&gt;
Harnstoffharze bilden bei Aushärtung sehr lichtechte, schwer brennbare, meist weiße Massen, die jedoch nicht [[hydrolyse]]beständig sind. Besonders von starken [[Säure]]n und [[Alkalische Lösung|Laugen]] sowie kochendem [[Wasser]] werden sie angegriffen.&lt;br /&gt;
Harnstoff-Formaldehyd-Harze liefern lichtbeständige, harte, kratzfeste und gut schleifbare Filme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der relativ niedrigen Kosten (sowohl der Herstellung als auch der [[Rohstoff]]e) sowie der schnellen Aushärtung (= hohe Reaktivität) und der guten Trockenbindefestigkeit wird der Großteil der UF-Harze als Klebstoff zur Herstellung von (nicht außenklimabeständigen) [[Holzwerkstoff]]en und [[High Pressure Laminate|HPL]]-Platten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Resopal]]) verwendet. Unter den Markennamen [[Pollopas]] wurden in den 1930er Jahren Haushaltsgegenstände produziert, die im Gegensatz zu den verbreiteten [[Phenoplast]]en ein großes Farbspektrum aufwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Einsatzgebiete sind:&lt;br /&gt;
* [[Imprägnierharz]]e ([[Tränkharz]]e)&lt;br /&gt;
* [[Isolierharz]]e&lt;br /&gt;
* Textilveredlungsmittel&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauptmann&amp;quot;&amp;gt;[[Siegfried Hauptmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Organische Chemie&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1985, S. 737, ISBN 3-342-00280-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bindemittel]] für nassfeste Papiere&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauptmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgabe von [[Formaldehyd]] aus dem Harz kann gesundheitlich bedenklich sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nsc.org/EHC/indoor/formald.htm |titel=Health Center Formaldehyde FAQ |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060207043419/http://nsc.org/ehc/indoor/formald.htm |archiv-datum=2006-02-07  |abruf=2022-12-30 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2004/pr153.html |titel=Press Release N° 153 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180910152550/http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2004/pr153.html |archiv-datum=2018-09-10 |abruf=2017-05-11 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Occupational-toxicological risk related to the exposure to MDF wood dust |Sammelwerk=Archives des Maladies Professionnelles et de l’Environnement |Band=69 |Sprache=en |Seiten=655–666 |DOI=10.1016/j.admp.2008.09.007 |Online=[http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1775878508003019 Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit vielen Jahren in Gebäuden verbaute UF-Harze müssen jedoch nicht unbedingt ausgetauscht werden, da die flüchtigen Komponenten im Laufe der Zeit oft schon ausgegast sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller ==&lt;br /&gt;
* [[BASF]]&lt;br /&gt;
* [[Dynea Chemicals]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klebstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstharz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Duroplast]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imprägnierungsmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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