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	<title>Harnleiterektopie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T23:47:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harnleiterektopie&amp;diff=2251042&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: Linkfix</title>
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		<updated>2024-02-14T10:18:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harnleiterektopie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ureterektopie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine angeborene [[Fehlbildung]] der [[Harnleiter]], die vor allem beim [[Haushund|Hund]] vorkommt und dort bei einigen [[Hunderasse|Rassen]] [[Erbkrankheit|erblich]] zu sein scheint. Hündinnen sind wesentlich häufiger betroffen als Rüden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim gesunden Hund münden die Harnleiter innerhalb des &amp;#039;&amp;#039;[[Trigonum vesicae]]&amp;#039;&amp;#039; (Harnblasendreieck) in die [[Harnblase]], wo der [[Urin]] bis zur [[Miktion]] durch den &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus urethralis]]&amp;#039;&amp;#039; zurückbehalten wird. Bei Harnleiterektopie liegt die [[Ostium ureteris|Mündung eines oder beider Harnleiter]] unterhalb dieses [[Schließmuskel]]s und mündet statt in die Harnblase in die [[Harnröhre]], die [[Vagina der Säugetiere|Vagina]] oder die [[Gebärmutter]]. Weil der Urin nicht zurückbehalten werden kann, kommt es zu [[Harninkontinenz]], die sich in ständigem leichtem Harntröpfeln äußert. Als [[Komplikation]]en können lokale Hautreizungen und aufsteigende [[Harnwegsinfekt]]ionen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinik ==&lt;br /&gt;
=== Signalement ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krankheit tritt bei [[Norwegischer Elchhund|Norwegischen Elchhunden]], [[Siberian Husky|Siberian Huskies]], [[Neufundländer]]n, [[Golden Retriever|Golden]] und [[Labrador Retriever]]n, [[West Highland White Terrier]]s, [[Foxterrier]]s und [[Zwergpudel]]n gehäuft auf, kann aber bei allen Rassen sporadisch auftreten. Hündinnen sind achtmal so oft betroffen wie Rüden. Die meisten Fälle werden zwischen dem Alter von drei und sechs Monaten vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Symptome ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leitsymptom]] der Harnleiterektopie ist Harninkontinenz mit ständigem Harntröpfeln. Tiere mit einem normalen und einem ektopischen Harnleiter zeigen zusätzlich auch normales Harnabsatzverhalten, während Tiere mit beidseitig ektopischen Harnleitern nicht normal urinieren können. Durch das ständige Harntröpfeln kann es bei Hündinnen zu Hautreizungen und Infektionen im Bereich der [[Vagina]] und [[Vulva]] kommen, die bis in die Nieren aufsteigen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rüden entwickeln seltener Symptome, weil sie die Umgehung des &amp;#039;&amp;#039;M. urethralis&amp;#039;&amp;#039; normalerweise durch den &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus sphincter urethrae internus]]&amp;#039;&amp;#039; kompensieren können, der die gesamte Länge der [[Harnröhre]] umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diagnose ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diagnose erfolgt über die [[Injektion (Medizin)|Injektion]] eines [[Kontrastmittel]]s in den [[Blutkreislauf]], das über die Nieren ausgeschieden wird. Mittels [[Röntgen]]aufnahmen kann der Weg des Kontrastmittels durch Niere und Harnleiter bis in die Harnblase nachvollzogen werden. Ist ein ektopischer Harnleiter vorhanden, zeigen die Röntgenbilder dessen Verlauf an der Blase vorbei bis zu seiner Mündung. Gleichzeitig erlaubt diese Diagnosemethode auch die Darstellung von eventuell vorhandenen zusätzlichen Anomalien im Harntrakt, wie etwa einer [[Hydronephrose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Therapie und Prognose ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kurative Behandlung erfolgt [[Chirurgie|chirurgisch]]. Bei einer einseitigen Harnleiterektopie kann eine [[Nephrektomie]] der betroffenen Niere durchgeführt werden, insbesondere auch, wenn Komplikationen wie etwa eine Hydronephrose oder [[Pyelonephritis]] vorhanden sind. Bei einer beidseitigen Harnleiterektopie ist die Behandlung der Wahl eine [[Transplantation]] der ektopischen Harnleitermündungen in die Harnblase, wodurch in den Harnwegen eine funktionell normale Situation erreicht werden kann. Die Transplantation ist auch bei einseitiger Ektopie möglich, falls die Niere der betroffenen Seite normal ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer beidseitigen Harnleiterektopie sowie bei einer einseitigen Ektopie mit einer nicht vollkommen gesunden kontralateralen Niere ist die Nephrektomie [[Kontraindikation|kontraindiziert]]. In solchen Fällen besteht die Behandlung aus der Transplantation der ektopischen Uretermündung in die Harnblase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In leichten Fällen kann die Harninkontinenz auch symptomatisch behandelt werden, beispielsweise durch Gaben von [[Phenylpropanolamin]] oder [[Ephedrin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer erfolgreichen chirurgischen Behandlung ist die Prognose gut. Gelegentlich kommt es zu Komplikationen wie persistierender Harninkontinenz oder [[Dysurie]] sowie zu Hydronephrose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genetik und Zuchthygiene ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erbgang (Biologie)|Erbgang]] der Harnleiterektopie beim Hund ist nicht bekannt, vermutlich handelt es sich um eine [[Polygenie|polygene]] Krankheit. Betroffene Hunde sollten nicht zur Zucht verwendet werden; Verpaarungen, aus denen [[Welpe]]n mit Harnleiterektopie hervorgingen, sollten nicht wiederholt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ureteral Anomalies. In: &amp;#039;&amp;#039;The Merck Veterinary Manual&amp;#039;&amp;#039;, 9. Auflage, Whitehouse Station, NJ, USA, 2005, ISBN 0-911910-50-6, S. 1254&lt;br /&gt;
* Harnleiterektopie beim Hund. In: &amp;#039;&amp;#039;Pareys Lexikon der Syndrome – Erb- und Zuchtkrankheiten der Haus- und Nutztiere&amp;#039;&amp;#039;. Parey Buchverlag, Berlin, ISBN 3-8263-3237-7, S. 179&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbkrankheit des Hundes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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