<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Harlingerland</id>
	<title>Harlingerland - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Harlingerland"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harlingerland&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T06:03:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harlingerland&amp;diff=566144&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12 am 23. März 2026 um 13:53 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harlingerland&amp;diff=566144&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-23T13:53:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt einen ostfriesischen Landstrich. Für das Schiff siehe [[Harlingerland (Schiff)]].}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harlingerland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Landstrich an der Nordseeküste in [[Ostfriesland]]. Während man heutzutage meistens den gesamten [[Landkreis Wittmund]] als Harlingerland zu bezeichnen pflegt, ist es historisch vor allem der nördliche Teil des heutigen Landkreises, der das alte [[Friesen|friesische]] Land dieses Namens bildete. Zu nennen sind vor allem die Gebiete um [[Esens]] und [[Wittmund]]. Das Gebiet um [[Friedeburg]] gehörte zu der Zeit noch zu dem friesischen Land [[Östringen (Gau)|Östringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprache ist für viele Menschen im Harlingerland das [[ostfriesisches Platt|ostfriesische Platt]] in seiner vom übrigen Ostfriesland etwas abweichenden Harlinger Ausprägung. Die alte [[ostfriesische Sprache|friesische Sprache]] hielt sich im Harlingerland allerdings länger als in den meisten anderen ostfriesischen Landstrichen. In Wittmund erscheint die Heimatzeitung des Harlingerlandes, der [[Anzeiger für Harlingerland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Seelandeharlingerland.png|mini|Das Harlingerland um 1300]]Das Harlingerland nimmt in der ostfriesischen Geschichte eine besondere Stellung ein. In der Zeit der friesischen Landesgemeinden war der Landstrich als &amp;#039;&amp;#039;Herloga&amp;#039;&amp;#039; bekannt und hatte sich vermutlich etwa in der Mitte des 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts aus Teilen der alten Gaue &amp;#039;&amp;#039;Nordwidu&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wanga&amp;#039;&amp;#039; gebildet. Politisch trat die Landesgemeinde ab 1237 in Erscheinung, bereits zuvor waren die Harlinger allerdings schon an innerfriesischen Streitigkeiten beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Häuptling [[Sibet Attena]] in den Jahren 1454/55 die Herrschaften [[Esens]], Wittmund und [[Stedesdorf]] vereinigt hatte, bewahrte das geeinte Harlingerland nach der Zeit der [[Friesische Freiheit|friesischen Freiheit]] und der [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingsherrschaft]] noch lange seine Eigenständigkeit. Geschah dies zunächst im friedlichen Neben- und Miteinander mit den ostfriesischen Grafen, so kam es bald zu Konflikten mit den [[Cirksena]], den Landesherren von Ostfriesland. Insbesondere die Harlinger Häuptlinge [[Hero Omken]] und sein Sohn [[Balthasar von Esens]] waren äußerst streitbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Graf [[Enno II. (Ostfriesland)|Enno II.]] im Jahr 1530 das Harlingerland auf militärischem Wege einnahm, floh Balthasar in die [[Grafschaft Rietberg]], mit deren Herrscherhaus er familiär verbunden war. Von dort gelangte er zu Herzog [[Herzogtum Geldern|Karl von Geldern]]. Dieser half ihm ab Jahr 1531 in der [[Geldrische Fehde (Ostfriesland)|Geldrischen Fehde]], das Harlingerland zurückzugewinnen. Allerdings stellte Balthasar sein Land unter die [[Lehnswesen|Lehnshoheit]] von Geldern. Damit verlor das Harlingerland seine Eigenständigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Balthasars im Jahr 1540 fiel das Harlingerland an die Grafen von [[Rietberg]], da Balthasar keine Kinder hatte, seine Schwester [[Onna Attena|Onna]] aber mit einem Grafen von Rietberg verheiratet war. Deren Sohn, Graf [[Johann II. (Rietberg)|Johann II. von Rietberg]], brach noch einmal Streit mit [[Ostfriesland]] vom Zaun und wurde als der „tolle Johann“ bekannt. In der Folgezeit legte sich der Konflikt zwischen dem Harlingerland und Ostfriesland. Graf [[Enno III. (Ostfriesland)|Enno III.]] von Ostfriesland heiratete sogar eine Erbtochter der Rietberger. Aus dieser kurzen Ehe überlebten jedoch nur zwei Töchter, die Erben des Harlingerlandes geworden wären. Nachdem aber die männliche Linie der Rietberger ausgestorben war, einigte sich Enno mit seinen Töchtern im Jahr 1600 im [[Berumer Vergleich]]: Enno erhielt das Harlingerland, seine Töchter die Grafschaft Rietberg und finanzielle Abfindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1600 gehörte das Harlingerland also zu Ostfriesland, auch wenn es rechtlich in vielerlei Hinsicht noch eine Sonderstellung einnahm. So hatten die [[Ostfriesische Landschaft|ostfriesischen Stände]], mit denen die Grafen in ständigem Konflikt lagen, keine Handhabe im Harlingerland. Erst mit der Neugründung der Landstände nach der Franzosenzeit Anfang des 19. Jahrhunderts waren auch die Harlinger dort vertreten. Im [[Kirchenrecht]] gibt es ebenfalls bis in die Neuzeit einige Besonderheiten. Auch führten die Rietberger Herren, zumal ohne im Besitz des Landstriches zu sein, nach wie vor den Titel &amp;quot;Herr von Esens, Stedesdorf und Wittmund&amp;quot; – wie übrigens auch die ostfriesischen Grafen und Fürsten sich &amp;quot;Grafen von Rietberg&amp;quot; nennen durften. Der Titel ist bis zum Aussterben der österreichisch-mährischen Familie [[Kaunitz (Adelsgeschlecht)|Kaunitz-Rietberg]], Nachkommen der rietbergischen Cirksena, im Jahr 1845 belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hendrik Gröttrup]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verfassung und Verwaltung des Harlingerlandes 1581-1744&amp;#039;&amp;#039; (= Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands 38). Aurich 1962.&lt;br /&gt;
* Waldemar Reinhard: &amp;#039;&amp;#039;151 Das Harlingerland&amp;#039;&amp;#039; In: Archäologische Denkmäler zwischen Weser und Ems Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland Beiheft 34 Isensee 2000.&lt;br /&gt;
* [[Almuth Salomon]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Harlingerlandes bis 1600&amp;#039;&amp;#039; (= Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands, Band 41), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1965.&lt;br /&gt;
* [https://www.niedersaechsische-bibliographie.de/REL?PPN=1042609004 Literatur über das Harlingerland] in der [[Niedersächsische Bibliographie|Niedersächsischen Bibliographie]]&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kleinadel und andere: &amp;#039;&amp;#039;Harlinger Heimatkalender.&amp;#039;&amp;#039; C. L. Mettcker, Wittmund/Esens 1948–2022 &amp;lt;!-- vgl. etwa https://www.nwzonline.de/landkreis-wittmund/dieser-harlinger-heimatkalender-wird-der-letzte-sein_a_51,10,149083619.html --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4094748-8|VIAF=248553707}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königreich Hannover]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Ostfriesland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Ostfriesland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
	</entry>
</feed>