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	<title>Hariti - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hariti&amp;diff=2439668&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;0000ff: /* Japan */ komma, satzbau</title>
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		<updated>2026-02-08T16:54:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Japan: &lt;/span&gt; komma, satzbau&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GoddessHaririWithBaby.jpg|mini|hochkant|Hariti, [[Gandhara]], 2. oder 3.&amp;amp;nbsp;Jh.&amp;lt;ref&amp;gt;[[British Museum]]: [https://www.britishmuseum.org/collection/object/A_1886-0611-1 &amp;#039;&amp;#039;Seated Hārītī with children&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PharroAndArdoxsho.jpg|mini|hochkant|Hariti/Ardoxso und Panchika/Pharro, Gandhara, Darstellung in [[Graeco-Buddhismus|graeco-buddhistischem]] Stil&amp;lt;ref name=&amp;quot;kaladarshan&amp;quot;&amp;gt;Beschreibung der Skulptur {{Webarchiv | url=http://kaladarshan.arts.ohio-state.edu/studypages/internal/dl/SouthAsia/Buddhist/pgs/u5/DL0227m.htm | wayback=20070615000000 | text=&amp;#039;&amp;#039;Pancika/Pharro - Hariti/Ardoxsho&amp;#039;&amp;#039; (Takht-i-Bahi, Pakistan, Kushan Period)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hariti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]] {{lang|sa|हारिती}} {{IAST|hāritī}}, auch {{lang|sa|हारीती}} {{IAST|hārītī}}, „Die Blaue“; {{zh|t=訶利帝|v=诃利帝|p=hēlìdì}}, jap. &amp;#039;&amp;#039;Karitei&amp;#039;&amp;#039;) ist eine weibliche Gottheit oder Dämonin aus vorbuddhistischer Zeit, die als Beschützerin der Kinder Eingang in die Mythologie des [[Mahayana]]-[[Buddhismus]] fand. Besonders bekannt ist sie in Ostasien bei den Anhängern des [[Nichiren-Buddhismus]] und des [[Lotos-Sutra]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lurker&amp;quot;&amp;gt;Stichwort „Hariti“. In: [[Manfred Lurker]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Götter und Dämonen. Namen, Funktionen, Symbole / Attribute&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 463). 2., erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1989, ISBN 3-520-46302-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Im Sanskrit wird sie als Hariti bezeichnet, chinesisch als Hēlìdì wiedergegeben und davon abgeleitet japanisch Karitei. Sie ist unter mehreren weiteren Namen bekannt. So wird sie auch als Karitei-mo (jap., von {{zh|t=訶梨帝母|v=诃利帝母|p=hēlìdìmǔ|b=blaue Mutter}}), Kangimo ({{lang|ja|歓喜母}}, „Freudenmutter“), Kishi-mojin oder Kishi-bojin ({{lang|ja|鬼子母神}}, „teuflische Muttergöttin“) bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lurker&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot; /&amp;gt; In [[Nepal]] und der Himalaya-Region (vgl. [[Buddhismus in Tibet]]) ist sie auch als Ajimā, „Großmutter“, bekannt und wird in dieser Form als Schutzgottheit gegen [[Pocken]] verehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pal42&amp;quot;&amp;gt;[[Pratapaditya Pal]]: &amp;#039;&amp;#039;The Arts of Nepal. Volume One: Sculpture.&amp;#039;&amp;#039; Brill Academic Pub 1997, ISBN 978-90-04-03776-2 ([http://books.google.at/books?id=7sgUAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA42 S. 42 f.])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Zur Herkunft Haritis gibt es unterschiedliche Deutungen. Zum einen wird sie als ursprünglich der [[Hinduismus|hinduistischen]] bzw. [[Brahmanismus|brahmanischen]] Götterwelt entstammende [[Yaksha|Yakshi]] (Naturgeist oder Gottheit niederen Ranges) betrachtet&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.onmarkproductions.com/html/kariteimo.html Kariteimo]&amp;#039;&amp;#039; In: Mark Schumacher: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.onmarkproductions.com/html/buddhism.shtml A–Z Photo Dictionary of Japanese Buddhist Statuary.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, zum anderen mit der vormals lokal in [[Baktrien]] bekannten Göttin [[Ardoxso]] des [[Zoroastrismus]] gleichgesetzt, die im Zuge der Ausbreitung des Buddhismus in dieser Region in dessen Überlieferung übernommen wurde. Ihr Begleiter [[Panchika]] gilt dementsprechend entweder ebenfalls als Yaksha oder als Übernahme des zoroastrischen Gottes [[Pharro]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;kaladarshan&amp;quot; /&amp;gt; Der Mythos ihrer Bekehrung versinnbildlicht in beiden Fällen den Übergang von vorbuddhistischen Religionen zum Buddhismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Gemäß der buddhistischen Überlieferung war Hariti eine Dämonin oder niedere Gottheit, die nahe der Stadt [[Rajgir]] in Nordindien lebte. Mit ihrem Mann Panchika hatte sie fünfhundert Kinder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lurker&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;JAANUS&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kariteimo.htm Kariteimo]&amp;#039;&amp;#039; im Japanese Architecture and Art Net Users System JAANUS.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie lebte [[Kannibalismus|kannibalisch]] und tötete die Kinder anderer Mütter, um sie zu essen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lurker&amp;quot; /&amp;gt; oder ihre eigenen Kinder mit ihnen zu füttern. Dafür nahm sie die Hilfe von zehn weiblichen [[Rakshasa]]s (Dämonen; {{zh|t=十羅剎女|v=十罗刹女|p=shí luó chà nǚ}}, jap. &amp;#039;&amp;#039;Jūrasetsunyo&amp;#039;&amp;#039;), in Anspruch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mütter der ermordeten Kinder baten [[Siddhartha Gautama]], den [[Buddha]], um Hilfe und dieser versteckte eines ihrer Kinder, um Hariti auf ihr böses Tun hinzuweisen. Als sie über das Verschwinden ihres Kindes klagte, erklärte er ihr, dass der Schmerz einer Mutter, deren &amp;#039;&amp;#039;einziges&amp;#039;&amp;#039; Kind sie tötete, ungleich größer sein müsste als der, den sie ob des Verlusts des einen ihrer fünfhundert Kinder habe. Hariti bereute ihr Tun und wurde fortan Beschützerin der Kinder und Mütter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lurker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Bedeutung als Hüterin der Kinder gilt sie schon früh auch als Schutzgöttin des [[Vihara]], des Zufluchtsortes von Wandermönchen aus dem sich später buddhistische Klosteranlagen entwickelten. Im Volksglauben Nordindiens wurde Hariti/Ajimā mitunter irrtümlich mit der aus dem [[Brahmanismus]] bekannten Göttin [[Shitala|Sitala]] gleichgesetzt, die ebenfalls zur Hilfe gegen Pocken und andere Hautkrankheiten, für die besonders Kinder empfindlich sind, angerufen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pal42&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japan ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kariteimo.jpg|mini|hochkant|Karitei-mo, Darstellung aus der Kamakura-Periode (heute im [[Daigo-ji]], [[Kyōto]])]]&lt;br /&gt;
In den [[Buddhismus in Japan]] wurde Hariti mit dem Beginn der [[Kamakura-Zeit]] (12. bis 14. Jahrhundert) eingeführt und erlangte als Karitei-mo insbesondere im [[Nichiren-Buddhismus]] Bedeutung. Sie gilt als Beschützerin der Kinder und Schutzgöttin der Kindererziehung und der Harmonie zwischen Mann und Frau, der Liebe und des Wohlbefindens, sowie der Sicherheit der Familie. Frauen mit Kinderwunsch wenden sich in der Hoffnung an sie, schwanger zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ikonographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Reliëf op de Candi Mendut TMnr 20026894.jpg|mini|hochkant|Hariti, Relief im Tempel Candi Mendut, Java, frühes 9.&amp;amp;nbsp;Jh.]]&lt;br /&gt;
Darstellungen der Hariti bzw. Karitei-mo zeigen sie meist mit einem [[Granatapfel]] als Fruchtbarkeitssymbol in der rechten Hand&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot; /&amp;gt; und einem kleinen Kind im linken Arm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früheste noch erhaltene Statuen und Reliefs der Hariti ab dem 2. Jahrhundert stammen aus [[Gandhara]] und [[Mathura]] sowie aus umliegenden Regionen wie etwa Nepal, wo mehrere Bildnisse aus der Frühzeit der [[Licchavi]]-Dynastie in [[Lalitpur (Nepal)|Lalitpur]] und im Tempelkomplex [[Swayambhunath]] bei [[Kathmandu]] überliefert sind. Sie zeugen in der sich über mehrere Jahrhunderte entwickelnden Formensprache vom Übergang der indischen, noch hinduistisch geprägten, zur auch von [[Baktrien|baktrischen]] Stilen gekennzeichneten späteren [[Buddhistische Kunst|buddhistischen Kunst]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pal42&amp;quot; /&amp;gt; Entsprechend dem Einfluss der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] in Gandhara und dem darauf folgenden Reich [[Kuschana]], der zu einem teilweisen [[Synkretismus]] mit der buddhistischen Überlieferung führte ([[Graeco-Buddhismus]]), wurde Hariti gelegentlich mit [[Tyche]] gleichgesetzt, was unter anderem in der Darstellung mit einem [[Füllhorn]], einem Attribut der Tyche, zum Ausdruck kam. In der späten Periode der buddhistischen Reiche Zentralasiens (heute Afghanistan und Pakistan), waren gemeinsame Darstellungen Haritis mit ihrem Begleiter Panchika weit verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kaladarshan&amp;quot; /&amp;gt; Gegen Ende des 8. Jahrhunderts verlor die Verehrung Haritis in Nordindien und Nepal an Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pal42&amp;quot; /&amp;gt; Zugleich wurde sie als Teil der Überlieferung mit dem Buddhismus in Teilen Ost- und Südostasiens bekannt, wo u.&amp;amp;nbsp;a. im Tempel Candi Mendut nahe [[Borobudur]] ([[Java (Insel)|Java]]) eine Reliefdarstellung aus dem frühen 9. Jahrhundert zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bekanntesten Darstellungen der Karitei-mo Japans befindet sich im [[Hokekyō-ji (Ichikawa)|Hokekyō-ji]], dem Haupttempel des Nichiren-Buddhismus, in [[Ichikawa]] und soll von Nichiren selbst stammen. In Tokio finden sich Bildnisse in der Kishimojindō ({{lang|ja|鬼子母神堂}}) des Tempels Hōmyō-ji ({{lang|ja|法明寺}}) in [[Zōshigaya]] und im Himon’ya Kishibojin ({{lang|ja|碑文谷鬼子母神}}) in [[Meguro]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Daigo-ji]] in [[Kyōto]] ist ein Rollbild aus der Kamakura-Periode erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://darkwing.uoregon.edu/~jrowan/hariti/haritipics.html &amp;#039;&amp;#039;Hariti, Mother of Demons.&amp;#039;&amp;#039;] Abbildungen mit Beschreibungen von Darstellungen der Hariti aus Gandhara im British Museum (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.onmarkproductions.com/html/kariteimo.html &amp;#039;&amp;#039;Kariteimo.&amp;#039;&amp;#039;] In: Mark Schumacher: [http://www.onmarkproductions.com/html/buddhism.shtml &amp;#039;&amp;#039;A–Z Photo Dictionary of Japanese Religious Sculpture &amp;amp; Art.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.aisf.or.jp/~jaanus/deta/k/kariteimo.htm &amp;#039;&amp;#039;Kariteimo.&amp;#039;&amp;#039;] JAANUS – Japanese Architecture and Art Net Users System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119148188|LCCN=no2017102475|NDL=00576170|VIAF=30340331|NDLSachbegriff=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottheit des Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologisches Wesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mahayana]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;0000ff</name></author>
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