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	<title>Harde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T00:42:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Harde&amp;diff=169117&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vfb1893: BKL Friesisch aufgelöst</title>
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		<updated>2024-04-19T10:04:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL &lt;a href=&quot;/index.php/Friesisch&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Friesisch&quot;&gt;Friesisch&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Administrative division of denmark in medieval times.jpg|mini|Harden in Dänemark im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordfriesland_Karte_1823.jpg|mini|Vom Kartographen [[Johannes Mejer (Kartograf)|Mejer]] rekonstruierte Inseln und Harden in Nordfriesland vor 1840]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeelandia Insula with subdivision by Blaeu 1665.jpg|mini|Harden &amp;#039;&amp;#039;(herrit)&amp;#039;&amp;#039; von [[Seeland (Dänemark)|Seeland]] 1665]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Slesvig-counties.png|mini|Harden in Schleswig bis 1865]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Olandmunicippast.png|mini|Harden auf der schwedischen Insel [[Öland]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, früher auch &amp;#039;&amp;#039;Herden&amp;#039;&amp;#039; genannt, bezeichnete man in [[Skandinavien]], namentlich im späteren [[Dänemark]] (einschließlich des [[Herzogtum Schleswig|Herzogtums Schleswig]] und der [[Skåneland|Provinzen östlich des Öresunds]]) und in Teilen des späteren [[Schweden]]s und [[Norwegen]]s, die unteren Verwaltungsbezirke. Der Begriff bedeutete ursprünglich etwa „[[Hundertschaft]]“ und lautet in den skandinavischen Sprachen [[Schwedische Sprache|schwedisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;härad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (altschwedisch &amp;#039;&amp;#039;hæraþ&amp;#039;&amp;#039;), [[Dänische Sprache|dänisch]]/[[Norwegische Sprache|norwegisch]] ([[Bokmål]]/[[Riksmål]]) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;herred&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Norwegische Sprache|neunorwegisch]] ([[Nynorsk]]) &amp;#039;&amp;#039;herad&amp;#039;&amp;#039; und [[Isländische Sprache|isländisch]] &amp;#039;&amp;#039;hérað&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Etymologie des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Harde&amp;#039;&amp;#039; ist umstritten. Meist wird angenommen, dass das Wort aus zwei Teilen bestehe: &amp;#039;&amp;#039;hær&amp;#039;&amp;#039; „Schar“ und einem Wort, das mit &amp;#039;&amp;#039;ride&amp;#039;&amp;#039; „reiten“ verwandt ist ([[Althochdeutsch|ahd.]] &amp;#039;&amp;#039;hariraida, heriraita&amp;#039;&amp;#039;). Die Bedeutungsentwicklung kann also von „reitende Schar“ über „Schar, die zur gleichen Stelle reitet“ zu „Gebiet einer gemeinsamen Versammlungsstätte, [[Thing]]platz, Opferstätte“ verlaufen sein – oder von „reitende Schar“ als militärische Einheit zu „Siedlungsraum“ einer reitenden Schar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dänische Harde bestand im [[Mittelalter]] aus ein bis vier &amp;#039;&amp;#039;[[Wikingerschiff|Schiffen]]&amp;#039;&amp;#039;. Da die Schiffsgröße wesentlich einheitlicher war als die Größe einer Harde, ist die Einteilung in Harden als älter anzusehen als die Schiffseinteilung, die in die [[Wikingerzeit]] zurückreicht.&lt;br /&gt;
Aus einem altdeutschen Gesetz geht hervor, dass ein &amp;#039;&amp;#039;heriraita&amp;#039;&amp;#039; aus 42&amp;amp;nbsp;Mann bestand. In den ältesten [[Angelsachsen|angelsächsischen]] und [[Frieslande|friesischen]] Gesetzen wird &amp;#039;&amp;#039;hær&amp;#039;&amp;#039; für 36&amp;amp;nbsp;Mann gebraucht. Da die Schiffsbesatzung nach mittelalterlichen Quellen ca. 42&amp;amp;nbsp;Mann betrug, geht man davon aus, dass in der [[Eisenzeit]] und danach eine Harde ein Gebiet umfasste, das ein solches Schiff bemannen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
In historischer Zeit waren die Harden keine Militärdistrikte mehr, sondern sie erhielten die Bedeutung als Rechtskreise um ein [[Thing|Hardenthing]]. Eine Harde umfasste mehrere [[Siedlung]]en, die gemeinsam ihren Beitrag für die Landesverteidigung zu leisten hatten. Die Versammlung der [[Einwohner]], das &amp;#039;&amp;#039;Hardesting,&amp;#039;&amp;#039; bekam immer mehr Bedeutung als ordentliches Untergericht. Leiter desselben war ein vom Landesherrn ernannter &amp;#039;&amp;#039;[[Vogt|Hardesvogt]],&amp;#039;&amp;#039; der in der Regel aus der Mitte der Einwohner gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Christianisierung]] wurde zunächst in jeder Harde eine erste Hardeskirche errichtet, von der dann weitere [[Kirchspiel]]e abgelegt wurden. Diese entwickelten sich zu untergeordneten Verwaltungseinheiten, bekamen jedoch keine Bedeutung als Polizei- und Gerichtsbezirke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Jütland]] inklusive des sich um 1200 entwickelnden [[Herzogtum Schleswig]]s (=[[Sønderjylland]]) waren mehrere Harden in [[Syssel]] zusammengefasst, die vermutlich ebenso alt sind und deren ursprüngliche Bedeutung ebenfalls schwierig zu deuten ist. Diese wurden im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert durch die Lehnsdistrikte bzw. Ämter verdrängt, welche sich um die inzwischen entstandenen landesherrlichen Burgen entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hardeneinteilung wurde von König [[Erich von Pommern]] bei seiner großen Reform in der finnischen Verwaltung 1405–1407 auch in [[Finnland]] eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Norwegen kamen die Harden als Rechtsbegriff von Dänemark über das damals noch norwegische [[Bohuslän]]. Da das Wort auch anderswo in Norwegen zu finden ist, ist von zwei Bedeutungen auszugehen:&lt;br /&gt;
# eine bestimmte rechtliche Organisation und&lt;br /&gt;
# eine kleine Siedlung.&lt;br /&gt;
Letztere Bedeutung war die meistverbreitete. Der juristische Hardenbegriff, der an das Hardenthing anknüpft, breitete sich über [[Østlandet|Ostnorwegen]], [[Oppland]] und [[Gudbrandsdalen]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwächt wurde die Stellung der Harden ab dem [[Spätmittelalter]] dadurch, dass sowohl mit [[Stadtrechte]]n bewidmete Städte, [[Adliges Gut|adlige Güter]], geistliche Besitzungen und ab dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch [[Oktroyierte Köge]] (eine Besonderheit im [[Herzogtum Schleswig]]) eigene Gerichts- und Polizeibezirke wurden. Dennoch behielten die Harden ihre Funktion als landesherrliche Untergerichts- und Polizeibezirke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Hardesvögte eingesessene Bauern. Obwohl vom Landesherren zu ernennen, wurde das Amt nicht selten vererbt. Ab dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden die rechtlichen Verhältnisse komplizierter, und man ging immer mehr dazu über, gelehrte [[Jurist]]en als Hardesvögte anzustellen. Dies brachte gewisse Probleme mit sich, da alte [[Gewohnheitsrecht]]e oftmals noch mehr Autorität besaßen als neu erlassene Verordnungen und Gesetze. Dennoch setzte sich die landesherrliche Verwaltung hier allmählich durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
In der [[Neuzeit]] kam es in [[Dänemark]] 1791 zu einer Neuordnung sämtlicher Verwaltungsgrenzen, so dass die dortigen Harden zu abgerundeten Territorien wurden. Eine Reform der [[Ämter und Harden in Schleswig]] blieb jedoch aus. Erst 1850 vereinheitlichte man einige Amts-, Hardes- und Kirchspielsgrenzen, und mit der Verordnung vom 3. Juni 1853 fügte man die adligen Güter, die oktroyierten Köge und die verbliebenen geistlichen Besitzungen wieder in die Harden ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieges]] und der Gründung der preußischen [[Provinz Schleswig-Holstein]] wurde in dieser am 22. Juni 1867 eine neue Gerichtsordnung eingeführt: Die im Prinzip heute noch bestehenden [[Amtsgericht]]e ersetzten die alten Hardes- und Stadtgerichte. Die Harden fungierten nur noch als Polizeidistrikte und hießen fortan &amp;#039;&amp;#039;Hardesvogteien&amp;#039;&amp;#039;. Es folgte eine erneute Abtrennung der adligen Güter. Ab dem 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1889 wurden die Hardesvogteien durch kleinere [[Amtsbezirk (Preußen)|Amtsbezirke]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dänemark dagegen bildeten die Harden noch bis 1919 die unteren Rechts- und Polizeibezirke. In diesem Jahr wurden die Hardesvögte (dänisch &amp;#039;&amp;#039;Herredfogeder,&amp;#039;&amp;#039; Einzahl &amp;#039;&amp;#039;Herredfoged&amp;#039;&amp;#039;) endgültig durch in ihren Ämtern getrennte Polizeimeister und Untergerichts-Richter ersetzt. Die Harden blieben als Bezirke jedoch noch bis zur Rechtsreform 1956 bestehen. Bis 1970 bildeten sie noch die Grundlage für die Einteilung Dänemarks in evangelische [[Propstei (Kirche)|Propsteien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch die Harden heute verschwunden sind, leben einige ihrer Namen noch als Landschafts- oder (ehemaligen) Amtsbezirksbezeichnungen fort, vor allem in [[Nordfriesland]] ([[Karrharde]], [[Wiedingharde]] und [[Bökingharde]]), [[Angeln (Halbinsel)|Angeln]] ([[Husbyharde]], [[Nieharde]] und [[Schliesharde]]), in [[Nordjütland]] ([[Han Herred]]) und [[Seeland (Dänemark)|Seeland]] ([[Hornsherred]], [[Odsherred]]). Auch auf dem [[Geestrücken]] nördlich der [[Eider]] hat sich der Name [[Hohner Harde]] bis heute erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige [[Kommune (Norwegen)|norwegische Kommunen]] benutzen noch heute die Bezeichnung „herad“ anstelle von „kommune“ in ihrem offiziellen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Honnschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Huntare]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Herred.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturhistorisk leksikon for nordisk middelalder fra vikingetid til reformationstid.&amp;#039;&amp;#039; Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Gästning – hovedgard.&amp;#039;&amp;#039; Rosenkilde og Bagger, København 1961.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Strauch (Rechtshistoriker)|Dieter Strauch]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliches nordisches Recht bis 1500. Eine Quellenkunde&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Ergänzungsbände.&amp;#039;&amp;#039; Band 73). Walter de Gruyter, Berlin / New York 2011, ISBN 978-3-11-025076-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hundred (county division)|Harde}}&lt;br /&gt;
* {{internetquelle |url=https://geschichte-s-h.de/harde/ |hrsg=Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte |titel=Harde |zugriff=25. Oktober 2010}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harde| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vfb1893</name></author>
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