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	<title>Hanscarl Leuner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leuner.jpg|mini|Hanscarl Leuner]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hanscarl Leuner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Januar]] [[1919]] in [[Bautzen]]; † [[22. Juni]] [[1996]] in [[Göttingen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Psychiater]] und [[Psychotherapeut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist Begründer der [[Katathym-Imaginative Psychotherapie|Katathym-Imaginativen Psychotherapie]] und gilt darüber hinaus als Pionier bei der wissenschaftlichen Erforschung und psychotherapeutischen Nutzung [[Psychotrope Substanz|psychoaktiver Substanzen]] (siehe [[Psychotherapie mit Psychedelika]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bald nach dem [[Abitur]] an der Oberschule in Bautzen bekundete der in [[Sachsen]] als Sohn von Johanna Leuner, geborene Koch, und des Fabrikanten und Konsuls Johannes Leuner geborene Hanscarl Leuner Interesse am Beruf des [[Psychotherapeut]]en und studierte zunächst von 1939 bis 1946 – unterbrochen durch Militärdienst – [[Studium der Medizin|Medizin]] in Frankfurt am Main, Würzburg und Marburg, wo er 1946 zum Dr. med. promoviert wurde. Nach Abschluss des Studiums machte er eine [[Lehranalyse]] bei dem [[Carl Gustav Jung|Jung]]-Schüler [[Gustav Schmaltz]] in Frankfurt und arbeitete ab 1947 in der [[Psychiatrische Klinik|Psychiatrischen Klinik]] in [[Marburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Aufforderung von [[Klaus Conrad (Mediziner)|Klaus Conrad]] wechselte er 1959 von Marburg nach [[Göttingen]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich dort mit einer bereits in Marburg abgeschlossenen Schrift über [[Modellpsychose]]n. Noch im gleichen Jahr begann er seine Lehrtätigkeit an der Universität Göttingen und innerhalb der Psychiatrischen Klinik Göttingen einen eigenen Bereich „[[Psychosomatik]] und [[Psychotherapie]]“ aufzubauen, die er als Professor für Psychotherapie und Psychoanalyse ab 1965 leitete. 1975 &amp;lt;!-- oder wie im Satz zuvor 1965? --&amp;gt;wurde daraus eine eigenständige „Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie“, die Leuner bis zu seiner [[Emeritierung]] im Jahr 1985 leitete. Leuner wohnte in [[Geismar (Göttingen)|Göttingen-Geismar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins letzte Lebensjahr aktiv, erlitt Hanscarl Leuner im Februar 1996 einen Herzinfarkt und starb nach einer kurzen Phase der Besserung wenige Monate später. Er war evangelisch, ab 1946 mit der Medizinerin Barbara Leuner, geborene Recker, verheiratet, mit der er die drei Kinder Christian, Thomas und Claudia hatte. Im Jahr 1969 hatte er in zweiter Ehe Erdmute Kaups geheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Leuner entwickelte intensive psychotherapeutische Verfahren. Schon Ende der 1940er Jahre in Marburg begann er – angeregt durch Lektüre vor allem von [[Ernst Kretschmer]]s Werken – die [[Therapie|therapeutische Wirkung]] von [[Imagination]] auf seine Patienten zu erproben und zu untersuchen. 1954 beschrieb er dieses Verfahren in ersten Veröffentlichungen unter dem Begriff „Katathymes Bilderleben“, heute bekannt und verbreitet als [[Katathym-Imaginative Psychotherapie]]. Ein weiteres seiner Verfahren war das [[Kassenantrag#Kassenantrag bei tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (TP)|Respiratorische Feedback]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa Mitte der 1950er Jahre begann er auch, zusätzlich verschiedene [[Halluzinogen]]e zur Unterstützung der imaginativen Psychotherapie einzusetzen. Der kontrollierte ärztliche Einsatz psychoaktiver und [[Psychedelika|psychedelischer Substanzen]] zur Vertiefung psychotherapeutischer Prozesse wurde unter anderem unter dem Namen [[Psychotherapie mit Psychedelika|Psycholytische Psychotherapie]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 initiierte Leuner das „Erste europäische Symposion für die Psychotherapie unter [[LSD|LSD 25]]“ an der Göttinger Universität. 1964 wurde er Vorstandsmitglied im Göttinger Ausbildungszentrum für Psychotherapie und Psychoanalyse. Im selben Jahr begründete er die „Europäische ärztliche Gesellschaft für psycholytische Therapie“ (EPT). Auf dem Hintergrund zunehmender öffentlicher und politischer Verurteilung des nicht ärztlich kontrollierten [[Droge]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;ge- und missbrauchs zogen sich Ende der 60er Jahre jedoch immer mehr Ärzte aus dieser Forschung zurück, und die EPT wurde nach ihrem fünften [[Tagung|Symposium]] 1971 aufgelöst. 1966 war er Visiting Professor an der [[Yale University]] in den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 wurde auf Leuners Initiative hin „die Arbeitsgemeinschaft für Katathymes Bilderleben und imaginative Verfahren in der Psychotherapie“ ([[AGKB]]) ins Leben gerufen, deren 1. Vorsitzender er wurde. Er war zudem Präsident der „Internationalen Gesellschaft für Katathymes Bildererleben“ (IGKB) und gehörte der Redaktion des Mitteilungsblattes &amp;#039;&amp;#039;Katathymer Bilderbote&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa &amp;#039;&amp;#039;Katathymer Bilderbote. Mitteilungsblatt der Internationalen Gesellschaft für Katathymes Bilderleben (IGKB).&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4 (&amp;#039;&amp;#039;Psychoherapie mit dem Tagtraum&amp;#039;&amp;#039;), Winter 1989/1990. Selbstverlag der AGKB, Göttingen 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1985 gründete Leuner, der Fachmitgliedschaften im In- und Ausland erhalten hatte, zusammen mit anderen Forschern das „Europäische Collegium für Bewußtseinsstudien“ (ECBS) und übernahm die Präsidentschaft. Seit seiner Gründung hat das ECBS mehrere Symposien über spezifische Themen durchgeführt und drei Kongresse unter dem Titel „Welten des [[Bewusstsein|Bewußtseins]]“ veranstaltet. Der zweite Kongress 1996 in Heidelberg wurde noch von Leuner selbst initiiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Leuner publizierte eine Vielzahl von medizinischen Fachartikeln und Lehrbüchern. Die nachfolgenden Publikationen stellen nur eine kleine Auswahl dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die experimentelle Psychose. Ihre Psychopharmakologie, Phänomenologie und Dynamik in Beziehung zur Person.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1962, ISBN 978-3-540-02883-3. Reprint 1997: Berlin VWB.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katathymes Bilderleben: Unterstufe. Einführung in die Psychotherapie mit der Tagtraumtechnik. Ein Seminar.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 1970; 5. Auflage: &amp;#039;&amp;#039;Katathym-imaginative Psychotherapie (K.I.P.): „Katathymes Bilderleben“. Einführung in die Psychotherapie mit der Tagtraumtechnik. Ein Seminar.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 1994.&lt;br /&gt;
* als Hrsg. mit Josuttis: &amp;#039;&amp;#039;Religion und die Droge.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* als Hrsg. mit Horn und Klessmann: &amp;#039;&amp;#039;Katathymes Bilderleben bei Kindern und Jugendlichen.&amp;#039;&amp;#039; 1979.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Halluzinogene: Psychische Grenzzustände in Forschung und Psychotherapie.&amp;#039;&amp;#039; Huber, Bern 1981, ISBN 3-456-80933-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Katathymen Bilderlebens.&amp;#039;&amp;#039; Huber, Bern 1985; 3. Auflage: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Katathym-imaginativen Psychotherapie.&amp;#039;&amp;#039; Huber, Bern 1994, ISBN 3-456-82430-0.&lt;br /&gt;
* Mitteilung für die Deutsche Vereinigung für Jugendpsychiatrie über die &amp;#039;&amp;#039;Arbeitstagung über die Probleme der §§ 105, 21, 43, 3, 10 II des Jugendgerichtsgesetzes v. 4. 8. 1953&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Monatsschrift für Kriminologie und Strafrecht&amp;#039;&amp;#039;, Band 38, Nr. 1–2, S. 58–62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leuner, Hanscarl.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 759.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115398538}}&lt;br /&gt;
* [http://www.agkb.de/public_html/article.php?story=20050305182344848 Vortrag von H. Leuner] gehalten an der medizinischen Fakultät der Universität Göttingen aus Anlass einer Feier zu seinem 75. Geburtstag.&lt;br /&gt;
* [http://www.maps.org/news-letters/v07n1/07146leu.html Torsten Passie: Hanscarl Leuner Pioneer of Hallucinogen Research and Psycholytic Therapy] – {{Webarchiv | url=http://www.schamanismus-information.de/psychedelik/leuner.htm | wayback=20080403033606 | text=Hanscarl Leuner (1918-1996) - Pionier der Halluzinogenforschung und psycholytischen Therapie}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gestalt-institut-frankfurt.de/download/RolfWelten.pdf Rolf Verres: Nachruf zum Tode von Hanscarl Leuner.] In: Gestalt-Institut Frankfurt, S. 11. (PDF;&amp;amp;nbsp;220 kB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ecbs.ch/intro_g.shtml | wayback=20080327005627 | text=Europäisches Collegium für Bewußtseinsstudien (ECBS)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115398538|LCCN=n/83/59954|NDL=01188500|VIAF=69659774}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Leuner, Hanscarl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychosomatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychotherapeut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leuner, Hanscarl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychiater und Psychotherapeut&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Januar 1919&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bautzen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Juni 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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