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	<title>Hans von der Groeben - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Redaktor GLAM: Higher resolution version of image</title>
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		<updated>2025-10-31T14:05:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Higher resolution version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Diplomaten und Publizisten Hans von der Groeben. Zum Geheimrat siehe [[Hans Ludwig von der Groeben]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:HansvonderGroben1965.jpg|mini|Hans von der Groeben (1965)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Hans von der Groeben.jpg|mini|Das Grab von Hans von der Groeben auf dem [[Zentralfriedhof Bad Godesberg]] in Bonn]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Georg Max Joachim von der Groeben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Mai]] [[1907]] in [[Łankiejmy|Langheim]], [[Kreis Rastenburg]]; † [[6. März]] [[2005]] in [[Rheinbach]]) war ein deutscher [[Diplomat]], [[Rechtswissenschaft]]ler und [[Publizist]] und von 1958 bis 1970 [[Europäische Kommission|EWG-Kommissar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Langheim-Sammlung Duncker (5361602).jpg|mini|Schloss Langheim um 1860, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
Hans von der [[Groeben (Adelsgeschlecht)|Groeben]] war der Sohn des [[Ostpreußen|ostpreußischen]] Gutsbesitzers Georg von der Groeben und dessen Ehefrau Eva [[Mirbach (Adelsgeschlecht)|von Mirbach]]. Sein älterer Bruder [[Klaus von der Groeben]] wurde Verwaltungsjurist. Hans besuchte Gymnasien in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] und in der ostpreußischen Stadt [[Reszel]]. Nach dem Abitur im Jahr 1925 war er zunächst Praktikant bei [[Siemens-Schuckertwerke|Siemens-Schuckert]] und studierte dann zwei Semester an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Charlottenburg]] Elektrotechnik und Betriebswirtschaft. Schließlich nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] und der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] auf. Während des Studiums wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, einer nicht-farbentragenden [[Studentenverbindung]]. Nach der großen juristischen Staatsprüfung trat er als Oberregierungsrat 1933 in das [[Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft|Reichsernährungsministerium]] ein, wo er 1937 die Leitung des Referats für das Kredit- und Genossenschaftswesen übernahm, zuletzt als Oberregierungsrat. Am 21. Januar 1938 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai 1937 aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 7.041.828).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11991016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Dornheim: &amp;#039;&amp;#039;Beamte, Adjutanten, Funktionäre. Personenlexikon zum Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Reichsnährstand.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-040086-3, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1941 wurde er stellvertretender Kommissar der Reichsregierung bei der [[Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt|Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ende 1939 und von 1942 bis 1945 diente er in der [[Wehrmacht]], zuletzt als Oberleutnant der Reserve. Zugleich arbeitete von der Groeben während des Krieges als Ministerialbeamter im Reichsernährungsministerium, das unter der Leitung von [[Walther Darré]] stand. Nach dem Sturz von Darré im Mai 1942 wurde [[Herbert Backe]] dessen kommissarischer Nachfolger, woraufhin er von der Groeben absetzte und [[Fritz-Dietlof von der Schulenburg]], ein Mann des aktiven Widerstandes gegen [[Adolf Hitler]], sein Amt übernahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KoenigSchulz89f&amp;quot;&amp;gt;Mareike König, Matthias Schulz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bundesrepublik Deutschland und die europäische Einigung 1949–2000. Politische Akteure, gesellschaftliche Kräfte und internationale Erfahrungen.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2004, S. 89 f., ISBN 3-515-08465-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im Sommer 1942 wurde von der Groeben erneut einberufen und im Herbst des Jahres nach [[Südfrankreich]] versetzt; sein letzter [[Dienstgrad]] war [[Oberleutnant]] der [[Reserve (Militärwesen)|Reserve]]. Während dieser Zeit blieb von der Groeben in Kontakt mit Schulenburg und war auch über dessen Widerstandspläne unterrichtet. Im Frühjahr 1944 versuchte er in [[Avignon]] zusammen mit Heeresrichter [[Karl Sack (Jurist)|Karl Sack]] General [[Georg von Sodenstern]] für den Umsturz zu gewinnen. Sack, der als Folge des [[Attentat vom 20. Juli 1944]] im April 1945 im [[KZ Flossenbürg]] hingerichtet wurde, und von Sodenstern verrieten ihn offenkundig nicht. Eine Verfolgung durch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] blieb aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KoenigSchulz89f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde er als Regierungsdirektor im Finanzministerium von [[Niedersachsen]] tätig. Bundeswirtschaftsminister [[Ludwig Erhard]] warb ihn dort ab und übertrug ihm die Leitung der Unterabteilung „Schuman-Plan“. Seit 1953 vertrat der [[Ministerialdirigent]] die Bundesregierung auch im Koordinierungsausschuss der [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|Montan-Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zählt zu den Vätern der [[Europäische Wirtschaftsgemeinschaft|Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft]] (EWG). Groeben gehörte zu den Verfassern des für die Gründung und Struktur der EWG maßgeblichen „[[Paul-Henri Spaak|Spaak-Berichts]]“. Als Vorsitzender des Ausschusses „Gemeinsamer Markt“ war er auf der Regierungskonferenz in [[Brüssel]] 1956 tätig. Hauptsächlich sorgte er dafür, dass die EWG einen vertraglich festgelegten marktwirtschaftlichen Ordnungsrahmen erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Römische Verträge|Römischen Verträge]] am 1. Januar 1958 in Kraft traten, entsandte ihn Bundeskanzler [[Konrad Adenauer]] als zweites Mitglied aus der Bundesrepublik – neben Kommissionspräsident [[Walter Hallstein]] – in die neue EWG-Kommission nach Brüssel, und zwar mit den oft und gern zitierten hellsichtigen Worten: „Helfen Sie, schnell zu Resultaten zu kommen. Nach 30 Jahren fängt alles wieder an“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Verantwortlicher für die Wettbewerbspolitik setzte von der Groeben Marksteine für das europäische Kartellrecht, für die Einführung des Mehrwertsteuersystems sowie insgesamt für die Angleichung der Steuersysteme und für das europäische Gemeinschaftspatent. Das im Dezember 1961 verabschiedete europäische Kartellrecht geht in erster Linie auf seine Bemühungen zurück, das französische und das deutsche Kartellrecht zu vereinen. 1967 erhielt er die [[Ehrendoktor]]würde der Universität [[Frankfurt am Main]]. Nach seinem Ausscheiden aus der Kommission 1970 beriet er die [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] in Fragen der europäischen Politik und betätigte sich rege als Wissenschaftler und Publizist. 1987 erhielt er den Jean-Monnet-Preis der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung in Basel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 heiratete er Gunhild von Rosenberg. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau heiratete er 1974 Ilse Freiin von und zu Gilsa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1967: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
* 1982: [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich|Großes Silbernes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Europa. Plan und Wirklichkeit. Reden – Berichte – Aufsätze zur europäischen Politik&amp;#039;&amp;#039;, 1967&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die europäische Wirtschaftsgemeinschaft als Motor der gesellschaftlichen und politischen Integration&amp;#039;&amp;#039;, Vorträge und Aufsätze des Walter Eucken Instituts, 25. 1970&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ziele und Methoden der europäischen Integration&amp;#039;&amp;#039;, Bericht über eine Arbeitsgemeinschaft im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld. Frankfurt, 1972, mit Ernst-Joachim Mestmäcker (Hrsg.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verfassung oder Technokratie für Europa&amp;#039;&amp;#039;, 1974&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum EWG-Vertrag&amp;#039;&amp;#039;, 2., neubearb. Auflage, 2 Bände, 1974, mit Hans von Boeckh und Jochen Thiesing (Hrsg.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Möglichkeiten und Grenzen der Europäischen Union&amp;#039;&amp;#039; mit Hans Möller, 1976–1980&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Deutschen Landkreistages&amp;#039;&amp;#039;, mit Hans-Jürgen von der Heide, 1981&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Combat pour l’Europe. La construction de la Communauté européenne de 1958 à 1966&amp;#039;&amp;#039;, 1984&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Europäische Gemeinschaft und die Herausforderungen unserer Zeit. - Aufsätze und Reden 1967–1987&amp;#039;&amp;#039;, 1987, ISBN 3-7890-1406-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum Vertrag über die Europäische Union und Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, 6. Auflage, 4 Bände, 2003&amp;#039;&amp;#039;, mit Jürgen Schwarze (Hrsg.), ISBN 3-7890-8292-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vertrag über die Europäische Union von Maastricht mit Schlußfolgerungen des Europäischen Rates von Lissabon&amp;#039;&amp;#039;, mit Vorwort von Jacques Delors, Anlage zum Kommentar zum EWG-Vertrag, mit Jochen Thiesing und [[Claus-Dieter Ehlermann]], 1992&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschland und Europa in einem unruhigen Jahrhundert. Erlebnisse und Betrachtungen&amp;#039;&amp;#039;, 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Dornheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Beamte, Adjutanten, Funktionäre. Personenlexikon zum Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Reichsnährstand.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-040086-3, S. 199–200.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Hrbek]], Volker Schwarz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;40 Jahre Römische Verträge. Der deutsche Beitrag. Dokumentation der Konferenz anläßlich des 90. Geburtstages von Dr. h.c. Hans von der Groeben&amp;#039;&amp;#039;. Nomos, Baden-Baden 1998, ISBN 3-7890-5435-6.&lt;br /&gt;
* Albrecht Rothacher: Hans von der Groeben. In: Die Kommissare. Vom Aufstieg und Fall der Brüsseler Karrieren. Nomos, Baden-Baden 2012, ISBN 978-3-8329-7097-0, S. 67–80&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11922464X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11922464X|LCCN=n50062089|VIAF=109406891}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Groeben, Hans Von Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Europäischen Kommission]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Finanzverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirigent (Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Groeben|Hans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Goethe-Universität Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Groeben, Hans von der&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Groeben, Hans Georg Max Joachim von der (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (unabhängig), Wissenschaftler, Publizist und Mitglied der Europäischen Kommission (1958–1970)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Łankiejmy|Langheim]], [[Kreis Rastenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rheinbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
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