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	<title>Hans von Weber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:08:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_von_Weber&amp;diff=483426&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rack Pack: /* Elternhaus und Erziehung */ Interner Link</title>
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		<updated>2025-09-28T12:08:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Elternhaus und Erziehung: &lt;/span&gt; Interner Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1912 DerTod in Venedig.jpg|mini|Mann, Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Der Tod in Venedig. Novelle&amp;#039;&amp;#039;. München: 13. Hundertdruck Hyperion-Verlag Hans von Weber 1912. Exemplar LXXI/C. Original-Verlagseinband (Meistereinband von E. Ludwig, Frankfurt).]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans von Weber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. April]] [[1872]] in [[Dresden]]; † [[22. April]] [[1924]] in [[München]]) war ein deutscher [[Verleger]] und [[Mäzen|Kunstmäzen]]. Er gehörte zur Gruppe der [[Kulturverleger|literarischen Individualverleger]] und prägte maßgeblich die deutsche [[Buchgestaltung|Buchkunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Elternhaus und Erziehung ===&lt;br /&gt;
Hans von Weber entstammte einer sächsischen Beamtenfamilie; sein Urgroßvater, Konsistorialpräsident [[Karl Gottlieb von Weber]] schuf das sächsische Kirchenrecht und wurde dafür in den Adelsstand erhoben; sein Großvater war der Historiker [[Karl von Weber (Historiker)|Karl von Weber]]. Einer seiner Großväter war ein Vetter von [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]]. Der Rechtswissenschaftler und Kriminologe [[Hellmuth von Weber]] war ein Cousin zweiten Grades; ein verwandtschaftliches Verhältnis zum Komponisten [[Carl Maria von Weber]] bestand nicht. Nach seiner Schulzeit an der [[Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra|Fürstenschule St. Afra]] und dem [[Dreikönigschule|Gymnasium Dresden Neustadt]] studierte er ohne Abschluss in Lausanne, Freiburg, Heidelberg und Leipzig und schloss sich verschiedenen Künstlerkreisen an. 1898 übersiedelte er nach München und bezog ein Haus in Nymphenburg. Am 29. März 1898 heiratete er Anna Jäger, am 10.&amp;amp;nbsp;August&amp;amp;nbsp;1900 wurde sein Sohn Wolfgang geboren. Die Dichterin und Journalistin [[Charlo Mor von Weber|Charlotte von Weber]], die erstmals in den 1920er-Jahren als Autorin des Verlages Hans von Weber in Erscheinung trat, war seine Schwiegertochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans von Weber galt als äußerst wohlhabender Bohemien und führte ein dementsprechendes Leben innerhalb der Schwabinger Künstlerszene. Er gehörte keiner der bekannten Künstlervereinigungen an, hatte aber zahlreiche Kontakte zu bekannten Künstlern wie zum Beispiel [[Richard Dehmel]], [[Eduard Graf von Keyserling]] oder über seinen Vetter [[Kurt Martens]] zum jungen Schriftsteller [[Thomas Mann]]. Um die Jahrhundertwende agierte er als Mäzen und Geschäftsmann. Er gilt als Entdecker [[Alfred Kubin]]s, dessen erste Kunstmappe er zwischen 1901 und 1903 verlegte. Kubin setzte ihm später in seinem Roman [[Die andere Seite (Roman)|&amp;#039;&amp;#039;Die andere Seite&amp;#039;&amp;#039;]] (1909) ein literarisches Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hyperion-Verlag ===&lt;br /&gt;
1905 verlor Hans von Weber einen Großteil seines Vermögens bei Börsenspekulationen. Mit den verbliebenen Mitteln gründete er am 22. September 1906 den [[Hyperion-Verlag|Hyperion Verlag Hans von Weber]]. Dessen Buchprogramm widmete sich zunächst vornehmlich jungen internationalen Autoren. So erschienen die ersten deutschen Werke von [[André Gide]] und [[Gilbert Keith Chesterton]] bei Hans von Weber. Von 1908 bis 1910 schuf er mit der Zeitschrift [[Hyperion (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;Hyperion&amp;#039;&amp;#039;]] seinem Verlag ein wichtiges, wenngleich für sich betrachtet finanziell wenig erfolgreiches Aushängeschild. &amp;#039;&amp;#039;Hyperion&amp;#039;&amp;#039; stand in der Tradition der Kunst- und Literaturzeitschriften [[Jugend (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;Jugend&amp;#039;&amp;#039;]], [[Pan (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;Pan&amp;#039;&amp;#039;]] und [[Die Insel (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;Die Insel&amp;#039;&amp;#039;]]. Als Wegbereiter einer neuen Künstlergeneration veröffentlichte die Zeitschrift unter anderem Texte von [[Hugo von Hofmannsthal]], [[Franz Kafka]], [[Heinrich Mann]], [[Rainer Maria Rilke]] und [[Robert Musil]]. Hinzu kamen Abbildungen der Kunstwerke von [[Aristide Maillol]], [[Camille Pissarro]], [[Auguste Rodin]], [[Hans von Marées]] und anderen. Nach dem dritten Jahrgang wurde der &amp;#039;&amp;#039;Hyperion&amp;#039;&amp;#039; 1910 eingestellt. Grund dafür war wahrscheinlich ein Zerwürfnis zwischen Weber und seinem Herausgeber [[Franz Blei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli 1909 gründete Hans von Weber gemeinsam mit den Verlegern [[Eugen Diederichs]], [[Samuel Fischer (Verleger)|Samuel Fischer]] und [[Julius Zeitler]], dem Schriftgießer Georg Hartmann und dem Drucker und Verleger [[Carl Ernst Poeschel]] den &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tempel. Bund Deutscher Verleger GmbH|Tempel-Verlag]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Ziel des Verlagsverbands bestand in der Herausgabe deutscher Klassiker. Die Idee zu dem Gemeinschaftsprojekt entstand im Jahr 1906, als sowohl Dietrichs als auch Fischer bei Poeschel &amp;amp; Trepte den Druck ihrer Goethe-Ausgaben beauftragen wollten. Poeschel überzeugte sie, gemeinsam eine ästhetisch und handwerklich hochwertige Klassikerreihe aufzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls ab 1909 änderte Weber seinen verlegerischen Schwerpunkt. Neben die moderne Belletristik traten nun bibliophile Reihenwerke: ab 1909 die [[Hundertdruck]]e, ab 1912 die Hyperiondrucke, die nach Verkauf des Hyperion-Verlages im Jahr 1913 unter dem Namen Dreiangeldrucke weitergeführt wurden, sowie die gemeinsam mit S. Fischer herausgegebenen Hundertfünfzigdrucke. Damit wurde der Verlag zu einem der Vorreiter der deutschen [[Buchkunstbewegung]], die das bibliophile, qualitativ hochwertige Buch förderte. Besonders die Hundertdrucke waren ein großer Erfolg. Bis 1929, also weit über den Tod des Verlegers hinaus, erschienen 44 Bände in kleiner Auflage mit einer auf 100 Exemplare limitierten, signierten und in der Regel besonders hochwertig gebundenen Vorzugsausgabe. Inhaltlich orientierten sie sich am klassischen Kanon des Bildungsbürgers: Lessing, Goethe, Schiller, Wieland, Heine, und so fort. Einige wenige Ausgaben waren illustriert, [[Max Unold]], [[Emil Preetorius (Grafiker)|Emil Preetorius]], [[Bruno Goldschmitt]], [[Franz Kolbrand]] und [[Hans Meid]] zählten zu den Künstlern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reihenwerke waren das eine Standbein, das den Fortbestand des Verlages sicherte. Das zweite bildete die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Zwiebelfisch]]&amp;#039;&amp;#039;, die, ursprünglich nur als Marketingmaßnahme gedacht, zwischen 1909 und 1948 in insgesamt 25&amp;amp;nbsp;Jahrgängen erschien. Die ersten drei Nummern nennen Franz Blei als Herausgeber, ab 1910 zeichnete Hans von Weber persönlicher den Inhalt verantwortlich. Inhaltlich eine Mischung aus (Buch-)kunst- und Satirezeitschrift, traf der &amp;#039;&amp;#039;Zwiebelfisch&amp;#039;&amp;#039; genau den Geschmack des Publikums. Er war zugleich die erste deutsche Zeitschrift, die sich eingehend mit der typographischen Gestaltung von Büchern beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Verlag Hans von Weber ===&lt;br /&gt;
1913 verkaufte Hans von Weber den Hyperionverlag inklusive aller Rechte an den Werken in Auflagen über 1000 Exemplaren an [[Kurt Wolff (Verleger)|Kurt Wolff]] und [[Julius Schröder|Dr. Julius Schröder]]. Die Geschäftsführung übernahm [[Ernst Rowohlt]], Verlagsort wurde Berlin. Seine Anteile am Tempel-Verlag und anderen Verlagen gab Weber 1914 ebenfalls ab. Er firmierte nun in München unter eigenem Namen als „Hans von Weber, Verlag, München“ und konzentrierte sich fortan auf seine Luxuspublikationen sowie auf die Herausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Zwiebelfisch&amp;#039;&amp;#039;. Der Verlag konnte sich während der schwierigen Kriegs- und Nachkriegsjahre des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] behaupten; doch im Jahr 1920 erkrankte Hans von Weber an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung mit fortschreitender Gefäßverkalkung. Er zog sich immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück und verbrachte einen großen Teil seiner Zeit in der Einsamkeit der Tölzer Berge; am 20. April 1924 bekam Hans von Weber plötzlich hohes Fieber, wurde dann bewusstlos und verstarb am 22. April, seinem 52. Geburtstag. Der Verlag wurde zunächst von seinem Sohn Wolfgang von Weber weitergeführt und im Jahr 1928 schließlich an die ehemalige Verlagssekretärin Anna Roith verkauft, die einen Neuanfang in Österreich versuchte. Anfang der 30er Jahre wurde die Verlagstätigkeit eingestellt. Unter der Leitung von Anna Roith erschienen von 1946 bis 1948 drei weitere Hefte der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Zwiebelfisch&amp;#039;&amp;#039; sowie bis 1950 einige wenige Buchausgaben, dann stellte der Hans von Weber Verlag endgültig seine Tätigkeit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Eyssen: &amp;#039;&amp;#039;Buchkunst in Deutschland. Vom Jugendstil zum Malerbuch&amp;#039;&amp;#039;. Hannover 1980, S. ?.&lt;br /&gt;
* [[Georg Kurt Schauer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Buchkunst 1890–1960&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1963, S. ?.&lt;br /&gt;
* Julius Rodenberg: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Pressen. Eine Bibliographie&amp;#039;&amp;#039;. Zürich, Wien, Leipzig 1925, S. ?.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Zils]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geistiges und künstlerisches München in Selbstbiographien&amp;#039;&amp;#039;. Kellerer, München 1913, S. 385–386 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:29-bv000916821-4 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwiebelfisch&amp;#039;&amp;#039;, XVII. Jahrgang Heft 3/4 (Hans von Weber Gedächtnisheft). München 1924&lt;br /&gt;
* Ralph Berger: &amp;#039;&amp;#039;Hans von Weber – Ein Verleger aus München&amp;#039;&amp;#039;. Magisterarbeit, Erlangen 1993 (nicht veröffentlicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119164086}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wortwelle.com/zwiebelfische-und-hundertdrucke/ Biographisches zu H. v. Weber bei „wortwelle“]&lt;br /&gt;
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=898864239&amp;amp;db=100 Der Nachlass in der Bayerischen Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119164086|LCCN=nr/99/38010|VIAF=30340591}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weber, Hans Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstmäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weber, Hans von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger und Kunstmäzen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. April 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. April 1924&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rack Pack</name></author>
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