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	<title>Hans von Dohnanyi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mirmok12 am 29. April 2026 um 21:19 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-29T21:19:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans von Dohnanyi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|doˈnaːni}}] (Taufname &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann von Dohnányi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈdohnaːɲi}}], * [[1. Januar]] [[1902]] in [[Wien]]; † [[9. April]] [[1945]] im [[KZ Sachsenhausen]]) war ein deutscher [[Jurist]]. Als [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]] wurde er kurz vor Kriegsende [[Hinrichtung|hingerichtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans von Dohnanyi ist eines von mehreren prominenten Mitgliedern der ungarischen [[Adelsfamilie]] [[Dohnányi (Adelsgeschlecht)|Dohnányi]]. Er wurde als Sohn des ungarischen Komponisten [[Ernst von Dohnányi]] und dessen Frau, der Pianistin [[Elisabeth Kunwald]], geboren. Nach der Trennung seiner Eltern wuchs er in [[Berlin]] auf. Er besuchte dort gemeinsam mit [[Dietrich Bonhoeffer|Dietrich]] und [[Klaus Bonhoeffer]] das [[Walther Rathenau-Schule|Grunewald-Gymnasium]]. Von 1920 bis 1924 studierte er in Berlin [[Rechtswissenschaft]]. 1925 promovierte er zum Dr. jur. mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Der internationale Pachtvertrag und der Anspruch der Tschechoslowakei auf das Pachtgebiet im Hamburger Hafen&amp;#039;&amp;#039; über den [[Moldauhafen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem ersten Staatsexamen 1924 („[[vollbefriedigend]]“) heiratete er 1925 [[Christine Bonhoeffer]], eine Schwester seiner Schulfreunde Dietrich und Klaus Bonhoeffer und Tochter von [[Karl Bonhoeffer]]. Mit der Heirat verdeutschte er die Aussprache und Schreibung seines Familiennamens, indem er die [[Wortakzent|Wortbetonung]] auf das „a“ verschob (im Ungarischen auf der ersten Silbe) und den [[Akut]] entfernte (der im Ungarischen Vokallänge anzeigt). Mit seiner Frau hatte er drei Kinder, Barbara (1926–2016), [[Klaus von Dohnanyi|Klaus]] (*&amp;amp;nbsp;1928) und [[Christoph von Dohnányi|Christoph]] (1929–2025). Christine Bonhoeffer brach für ihre drei kurz hintereinander geborenen Kinder und angesichts des vielbeschäftigten Ehemanns ihr [[Zoologie|Zoologie-Studium]] ab und verzichtete auf eine eigene Berufstätigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Solloch: {{Webarchiv |url=http://www.ndr.de/ndrkultur/audio164017.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Klaus von Dohnanyi zum 85.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131024142434}} [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]], 19. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hans von Dohnanyi erwarb etwas später in [[Sacrow (Potsdam)|Sacrow]] ein Haus, wo er mit seiner Familie wohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 bestand Hans von Dohnanyi die zweite juristische Staatsprüfung („gut“). Nach kurzer Tätigkeit beim [[Hamburg]]er [[Senat]] im Jahre 1928 begann Dohnanyi in [[Berlin]] 1929 eine Laufbahn beim [[Reichsjustizministerium]] als persönlicher Referent mehrerer [[Justizministerium|Justizminister]] mit der Dienstbezeichnung [[Staatsanwalt]] und seit 1934 als [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]]. Durch den Reichsjustizminister [[Franz Gürtner]] wurde er gefördert. Gürtner und Dohnanyi waren befreundet. 1932 war Dohnanyi zwischenzeitlich [[Adjutant]] des [[Gerichtspräsident|Reichsgerichtspräsidenten]] [[Erwin Bumke]] und bearbeitete in dieser Funktion die Klage des [[Freistaat Preußen|Landes Preußen]] gegen das Reich, die Preußen nach dem vom Reich geführten [[Preußenschlag]] erhoben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den von [[Adolf Hitler|Hitler]] befohlenen Ermordungen im Verlauf der „[[Röhm-Affäre]]“ fertigte Dohnanyi für sich Aufzeichnungen über Verbrechen des Regimes an, um nach einem eventuellen Regierungsumsturz [[Beweismittel]] für einen rechtsstaatlichen Prozess zur Hand zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Juni 1934 nahm Dohnanyi als Referent des NS-Reichsjustizministers [[Franz Gürtner]] neben diesem und [[Roland Freisler]] sowie [[Fritz Grau (Jurist)|Fritz Grau]] an der 37. Sitzung der Strafrechtskommission teil,&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den weiteren Teilnehmern siehe: Wolf Gruner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich 1933–1937&amp;#039;&amp;#039;. München 2008, S. 346, Anm. 4; [https://books.google.it/books?id=ETNJAAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA346&amp;amp;lpg=PA346&amp;amp;dq=false books.google.it]&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Alexandra Przyrembel]] als „erstes bedeutendes Brainstorming“ zur Vorbereitung der [[Nürnberger Gesetze]] und ihrer Ausführungsbestimmungen bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexandra Przyrembel: &amp;#039;&amp;#039;›Rassenschande‹: Reinheitsmythos und Vernichtungslegitimation im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2003; vgl. Entwurf des Protokolls der Sitzung (BArch R22/852, Bl. 75).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Sitzung kritisierte er, dass mit dem dort ausgearbeiteten Gesetzentwurf nicht das übergeordnete Ziel der „Rassengesetzgebung“ erreicht würde, nämlich die Garantie eines grundsätzlichen „Rassenschutzes“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexandra Przyrembel: &amp;#039;&amp;#039;›Rassenschande‹: Reinheitsmythos und Vernichtungslegitimation im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2003, [https://books.google.it/books?id=4G4CaJFe-e4C&amp;amp;pg=PA142&amp;amp;dq=false#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 142].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als seine zunehmend kritische Haltung zur [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|NS-Rassenpolitik]] 1938 bekannt wurde, versetzte ihn Minister Franz Gürtner als [[Reichsgerichtsrat]] an das [[Reichsgericht]] nach [[Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] forderte [[Generalmajor]] [[Hans Oster]] ihn als [[Sonderführer]] für das von [[Admiral]] [[Wilhelm Canaris]] geleitete [[Amt Ausland/Abwehr]] des [[Oberkommando der Wehrmacht|Oberkommandos der Wehrmacht]] in Berlin an, das gegen Kriegsende zu einem Zentrum des [[Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus|Widerstands]] gegen [[Adolf Hitler]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende November 1941 wurde er vom Reichsgericht entlassen. Dohnanyi ermöglichte 1942 im Rahmen der sogenannten [[Unternehmen Sieben|Operation U-7]] 14 [[Juden]], darunter den Berliner Rechtsanwälten [[Fritz Arnold (Jurist)|Fritz Arnold]] und [[Julius Fliess]] mit ihren Familienangehörigen getarnt als Agenten der Abwehr, die Flucht in die [[Schweiz]]. Bei einem geheimen Aufenthalt in der Schweiz hatte Dohnanyi die Aufnahme der Flüchtlinge vorbereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1943 beteiligte er sich am [[Attentat]]s- und Putschversuch [[Henning von Tresckow]]s gegen Hitler. Die in [[Smolensk]] in dessen Flugzeug geschmuggelte Bombe versagte jedoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. April 1943&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ferdinand Schlingensiepen]]: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Bonhoeffer.&amp;#039;&amp;#039; DTV, München 2010, ISBN 978-3-423-34609-2, S. 328.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Dohnanyi festgenommen (unter dem Vorwurf angeblicher Devisenvergehen, unter anderem Geldgeschäfte mit [[Aon Jauch &amp;amp; Hübener|Jauch &amp;amp; Hübener]]). [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Heeresrichter]] [[Karl Sack (Jurist)|Karl Sack]] verschleppte das Verfahren gegen ihn absichtlich. 1944 wurde Dohnanyi in das [[KZ Sachsenhausen]] eingeliefert. Nachdem das [[Attentat vom 20. Juli 1944]] auf Hitler und der Umsturzversuch gescheitert waren, wurden am 22. September 1944 geheime Aufzeichnungen Dohnanyis gefunden;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Brakelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Bonhoeffers Tätigkeit in der Konspiration 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; In: ders., [[Traugott Jähnichen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Bonhoeffer – Stationen und Motive auf dem Weg in den politischen Widerstand&amp;#039;&amp;#039;. Lit, Münster 2005,  ISBN 3-8258-8945-9, S. 111–158, hier S. 151 (&amp;#039;&amp;#039;Zeitansage&amp;#039;&amp;#039;, Band 2); [https://books.google.de/books?id=ZWElNMgvNc0C&amp;amp;pg=PA151 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; später, am 5. April 1945, auch ein geheimes [[Tagebuch]] von Canaris im [[Bunker Wünsdorf Zeppelin]] in [[Zossen]]. Damit verschärfte sich die Beweislage gegen Dohnanyi (und auch gegen [[Pastor]] [[Dietrich Bonhoeffer]], Admiral [[Wilhelm Canaris]], [[Generalmajor]] [[Hans Oster]], [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Generalstabsrichter]] [[Karl Sack (Jurist)|Karl Sack]] und [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] [[Ludwig Gehre]]) erheblich. Hitler befahl [[Ernst Kaltenbrunner]], der ihm die Sachlage darstellte, die Beschuldigten [[Hinrichtung|hinrichten]] zu lassen. Dieser beauftragte den Abteilungsleiter im [[Reichssicherheitshauptamt]] [[Walter Huppenkothen]] damit. Huppenkothen reiste nach Sachsenhausen und fungierte dort als Ankläger eines für den 6. April 1945 einberufenen „[[Sondergericht]]s“, dem ein SS-Richter vorsaß und dem weitere SS-Leute angehörten – auch der Kommandant des [[Konzentrationslager]]s. Es gab keinen [[Protokollführer]] und keine [[Strafverteidiger (Deutschland)|Verteidiger]] für Dohnanyi. In dem Schnellverfahren wurde der in der Haft [[Misshandlung|misshandelte]] und bereits schwer erkrankte, auf einer Trage liegende Dohnanyi [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]]; am 9. April 1945 wurde er [[Hängen|gehängt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Personen des 20. Juli 1944}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
Der Ankläger in [[KZ Sachsenhausen|Sachsenhausen]] und [[KZ Flossenbürg|Flossenbürg]] [[Walter Huppenkothen]] wurde (neben dem Vorsitzenden des Standgerichts Flossenbürg [[Otto Thorbeck]]) nach dem Ende des NS-Regimes in der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] wegen Beihilfe zum [[Mord (Deutschland)|Mord]] angeklagt. Nachdem der [[Bundesgerichtshof]] 1952 zunächst zwei Freisprüche des [[Schwurgericht]]s aufgehoben hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Urteil des [[Bundesgerichtshof]]s gegen Otto Thorbeck und Walter Huppenkothen im Jahr 1952: BGH, Urteil vom 12. Februar 1952 – Az.:{{Rspr|1 StR 658/51}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; wechselte er 1956 im dritten Revisionsverfahren seine Ansicht. Er hob die Verurteilung Thorbecks und Huppenkothens auf und sprach sie vom Vorwurf der Beihilfe zum Mord durch die Beteiligung am Standgerichtsverfahren frei,&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, 19. Juni 1956 – Az.:{{Rspr|1 StR 50/56}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; weil das [[Standgericht]] ordnungsgemäß errichtet gewesen sei und nach dem damals geltenden Recht geurteilt habe; man könne den Angeklagten nicht vorwerfen, dieses [[Rechtsbeugung|Recht gebeugt]] zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Unverständnis rief die Begründung des Bundesgerichtshofs für diese Verurteilung hervor. Demnach war Grund für die Verurteilung nicht die Beteiligung an der Hinrichtung, sondern der Tatbestand, dass Huppenkothen es versäumt hätte, vor der Tötung von Wilhelm Canaris, Ludwig Gehre, Hans Oster und Karl Sack die Bestätigung des Urteils durch den obersten Gerichtsherrn, in diesem Fall [[Ernst Kaltenbrunner]], einzuholen. Mit Kaltenbrunners Unterschrift wäre das Handeln Huppenkothens nach Auffassung des BGH von 1956 also rechtmäßig gewesen. Vom Vorwurf einer unrechtmäßigen Tötung von Dohnanyis wurde Huppenkothen außerdem freigesprochen, weil [[In dubio pro reo|im Zweifel für den Angeklagten]] nicht festgestellt werden könne, dass der Gerichtsherr dieses „Urteil“ doch bestätigt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ingo Müller (Jurist)|Ingo Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Niedergang des Strafrechtssystems im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heribert Ostendorf]], [[Uwe Danker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die NS-Strafjustiz und ihre Nachwirkungen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 2003, ISBN 3-8329-0136-1, S.&amp;amp;nbsp;20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 distanzierte sich der Bundesgerichtshof erstmals von dieser seiner Rechtsprechung aus dem Jahre 1956, dies in einem Urteil zur Richtertätigkeit in der ehemaligen [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&amp;lt;!-- Urteil vom ..... ? --&amp;gt; Das Urteil gegen Dohnanyi und andere wurde durch das zum 1. September 1998 in Kraft getretene [[Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Günter Hirsch]], Präsident des Bundesgerichtshofs von 2000 bis 2008, sagte 2002 anlässlich eines Festaktes zum 100. Geburtstag von Hans von Dohnanyi: „Für dieses Urteil“ (aus dem Jahr 1956) „des Bundesgerichtshofs, an dem im übrigen ein Richter mitgewirkt hat, der im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] Beisitzer eines Sondergerichts und später [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Oberkriegsgerichtsrat]] war, muß man sich schämen.“ Außerdem führte er aus: „Die Täter wurden letztendlich durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs 1956 von diesem [[Justizmord]] freigesprochen mit einer Begründung, die zur Folge hatte, daß kein einziger der Richter, die während der Nazi-Herrschaft 50.000 [[Todesstrafe|Todesurteile]] gefällt hatten, zur Rechenschaft gezogen wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Hirsch]]: [https://www.bundesgerichtshof.de/DE/DasGericht/Praesidenten/Hirsch/HirschReden/rede08032002.html?nn=544442 &amp;#039;&amp;#039;100. Geburtstag von Hans von Dohnanyi.&amp;#039;&amp;#039;] Ansprache. Bundesgerichtshof.de, 8. März 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andenken ==&lt;br /&gt;
Der Staat [[Israel]] hat Hans von Dohnanyi am 26. Oktober 2003 als „[[Gerechter unter den Völkern|Gerechten unter den Völkern]]“ geehrt, weil er unter eigener Lebensgefahr die Familien Arnold und Fliess rettete. Sein Name wurde an der Gedenkstätte [[Yad Vashem]] eingemeißelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yadvashem.org/press-release/23-october-2003-13-44.html &amp;#039;&amp;#039;Yad Vashem to Recognize Hans von Dohnanyi as a Righteous Among the Nations.&amp;#039;&amp;#039;] Yad Vashem, Pressemitteilung, 20. Oktober 2003 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Leipzig wurde ihm zu Ehren die Dohnanyistraße nach ihm benannt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=André Loh-Kliesch |url=https://www.leipzig-lexikon.de/STRASSEN/02166.HTM |titel=Dohnanyistraße |sprache=de |abruf=2017-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso in [[Leverkusen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leverkusen.com/strasse/index.php?view=Dohnanyi Dohnanyi.] Leverkusener Straßenverzeichnis, leverkusen.com&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Karlsruhe]], [[Oranienburg]] und [[Haßfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutsche Post AG ehrte ihn zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2002 durch die Herausgabe einer Sonderbriefmarke von 0,56 €.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Sonderbriefmarken |Sammelwerk=Physikalische Blätter |Band=35 |Nummer=9 |Datum=1979-09 |ISSN=0031-9279 |Seiten=408–408 |DOI=10.1002/phbl.19790350904}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumente ==&lt;br /&gt;
* Winfried Meyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verschwörer gegen Hitler: „Mir hat Gott keinen Panzer ums Herz gegeben.“ Briefe aus Militärgefängnis und Gestapohaft 1943–1945.&amp;#039;&amp;#039; DVA, München 2015, ISBN 978-3-421-04711-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elisabeth Chowaniec: &amp;#039;&amp;#039;Der „Fall Dohnanyi“ 1943–1945. Widerstand, Militärjustiz, SS-Willkür&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 62). Oldenbourg, München 1991, ISBN 3-486-64562-5.&lt;br /&gt;
* Marikje Smid: &amp;#039;&amp;#039;Hans Dohnanyi – Christine Bonhoeffer – Eine Ehe im Widerstand gegen Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloher Verlagshaus, 2002, ISBN 3-579-05382-5.&lt;br /&gt;
* Andrea Tam: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Hans von Dohnanyi. Von der Verurteilung zur Rehabilitierung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue d’Allemagne et des pays de langue allemande&amp;#039;&amp;#039;, April–Juni 2005, Band 37, Nr. 2, S. 197–215; {{ISSN|0035-0974}}.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Thies]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Dohnanyis. Eine Familienbiographie.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2004, ISBN 3-549-07190-6. S. 114–218.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Mielke]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Marion Goers, [[Stefan Heinz]], Matthias Oden, Sebastian Bödecker: &amp;#039;&amp;#039;Einzigartig – Dozenten, Studierende und Repräsentanten der Deutschen Hochschule für Politik (1920–1933) im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Lukas, Berlin 2008, ISBN 978-3-86732-032-0, S. 314–319.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Karl Kaul]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Reichsgerichts.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (DDR) 1971, S. 266.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Stern]], Elisabeth Sifton: &amp;#039;&amp;#039;Keine gewöhnlichen Männer, Dietrich Bonhoeffer und Hans von Dohnanyi im Widerstand gegen Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen von Ruth Keen und Erhard Stölting. C. H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-65373-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118869566}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG |Bio=hans-dohnanyi |Autor=Susanne Eckelmann}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|hans-von-dohnanyi}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dietrich-bonhoeffer.net/bonhoeffer-umfeld/hans-von-dohnanyi/ dietrich-bonhoeffer.net]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/2a685652-a270-46f6-a03a-8810283b6d09/ Nachlass N 2358.] Bundesarchiv.de&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118869566 |Name=Dohnanyi, Hans von (eigentlich Johann Georg von Dohnanyi) |NDB-online=1 |Autor=Winfried Meyer |Datum=2023-04-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118869566|LCCN=n91126207|VIAF=45099872}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dohnanyi, Hans von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Dohnányi|Hans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Abwehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Amts Ausland/Abwehr im Widerstand gegen den Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folteropfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied (Dietrich Bonhoeffer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klaus von Dohnanyi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dohnanyi, Hans von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dohnanyi, Johann von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Januar 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Sachsenhausen|Konzentrationslager Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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