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	<title>Hans van Ghetelen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T19:34:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_van_Ghetelen&amp;diff=631170&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-16T14:02:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ghetelen1c.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Des dodes dantz&amp;#039;&amp;#039; (Totentanz): [[Kolophon (Schriftstück)|Explicit]] der [[Inkunabel]], gedruckt von Hans van Ghetelen 1489 mit seinen Druckermarken: Reichswappen, Stadtwappen, „Mohnköpfe“-Wappen und der sog. &amp;#039;&amp;#039;T-Marke&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans van Ghetelen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* vor 1460; † vor dem 31. Januar 1528) war ein [[Inkunabel]]-Buchdrucker in [[Lübeck]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Ghetelen2.jpg|mini|Die [[Birgitta von Schweden|Hl. Birgitta]]. Holzschnitt aus &amp;#039;&amp;#039;Sunte Birgitten Openbaringe&amp;#039;&amp;#039;, gedruckt von Hans van Ghetelen 1496; [[Dänische Königliche Bibliothek|Königliche Bibliothek]], Kopenhagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ghetelen stammt wahrscheinlich aus einer Lübecker Kaufmannsfamilie und ist für das Jahr 1480 durch den Erwerb von Grundbesitz in der [[Mengstraße]] als [[Mitgift]] bei seiner Heirat mit Metteke, der Tochter des Lübecker Bürgers Hans Lange und Witwe des Kaufmanns Hans Voß, erstmals urkundlich nachgewiesen; ein weiteres Haus in der [[Hundestraße]] gehörte ebenfalls zu seinem Besitz. Unbekannt ist, wann und wo er Handwerk und Geschäft des Buchdruckens erlernte. Für den Juni 1526 ist er letztmals als lebend erwähnt. Im Januar 1528 wurde seinem Sohn Jacob der Erbschein erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Zwei der weiteren Söhne, der Übersetzer [[Henning van Ghetelen|Henning]] und der [[Weltgeistlicher|Weltgeistliche]] Hieronymus,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100009082 Eintrag] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; studierten an der Universität Rostock; sein Sohn [[Augustinus van Ghetelen|Augustinus]] wurde [[Dominikaner]] und trat als [[Kontroverstheologe]] und Gegner [[Johannes Bugenhagen]]s während der [[Reformation]] hervor, bevor er sich als [[Domherr]] nach [[Riga]] zurückzog.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Kötter: &amp;#039;&amp;#039;Hans van Ghetelen als Drucker der Mohnkopfoffizin&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;ZVLGA&amp;#039;&amp;#039; Band 71 (1991), S. 360 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Lübecker Mohnkopf-Offizin ==&lt;br /&gt;
Die neuere Forschung ordnet ihm wegen der Übereinstimmung der [[Druckermarke]], die drei [[Mohn]]köpfe (die [[Kapselfrucht|Kapselfrüchte]] des Mohns) in einem Wappenschild zeigt, mit dem Familienwappen der Familie van Ghetelen die danach benannte &amp;#039;&amp;#039;Mohnkopfoffizin&amp;#039;&amp;#039; als [[Offizin|Druckwerkstatt]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Druck dieser Werkstatt, das [[Mittelniederdeutsche Sprache|mittelniederdeutsche]] &amp;#039;&amp;#039;Bedeboek&amp;#039;&amp;#039;, datiert auf das Jahr 1487. Anschließend erschienen in relativ kurzen Abständen eine Reihe [[Niederdeutsche Sprache|volkssprachlicher]] Werke, darunter neben einigen liturgischen Texten auch im Jahr 1489 unter dem direkten Eindruck des [[Lübecker Totentanz]]es &amp;#039;&amp;#039;[[Des dodes dantz]]&amp;#039;&amp;#039;, der 1496 eine nur geringfügig überarbeitete Neuauflage erfuhr. Ebenfalls 1489 erschien [[Thomas von Kempen]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Nachfolge Christi]]&amp;#039;&amp;#039; in einer mittelniederdeutschen Fassung als &amp;#039;&amp;#039;Dat boek van der navolghinge Ihesu Christi&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-bibliothek-mv.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:9-g-5102041 Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den zahlreichen anderen mittelniederdeutschen Werken aus seiner Werkstatt gehören ein &amp;#039;&amp;#039;Speygel der leyen&amp;#039;&amp;#039; (1496), &amp;#039;&amp;#039;[[Das Narrenschiff (Brant)|Dat narren schyp]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Sebastian Brant]] (1497), das &amp;#039;&amp;#039;[[Henselynboek]]&amp;#039;&amp;#039; (nach 1497) und &amp;#039;&amp;#039;[[Reynke de vos]]&amp;#039;&amp;#039; (1498), der, ausgehend von seiner Verbreitung im [[Hanse]]raum, seit dem 16. Jahrhundert zu einem besonderen Vertriebserfolg wurde und als hochdeutscher &amp;#039;&amp;#039;[[Reineke Fuchs]]&amp;#039;&amp;#039; bis heute überliefert ist. Die Verfasser oder Bearbeiter bildeten einen Kreis, dessen geistig-geistlicher Mittelpunkt im [[Franziskanische Orden|franziskanischen]] [[Katharinenkloster (Lübeck)|Katharinenkloster]] und in der [[Devotio moderna]] angenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den letzten datierten Drucken der Werkstatt gehört eine zweite, weit einfacher aufgebaute  Fassung des [[Totentanz]]es: &amp;#039;&amp;#039;Dodendantz&amp;#039;&amp;#039; (1520). Ihr Abhängigkeitsverhältnis zum Druck von 1489/1496 ist bis heute umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augustinus van Ghetelen bestätigt die drei Mohnköpfe in einer Urkunde des Jahres 1542 im [[Baltikum]] als Familienwappen der Ghetelen und belegt damit urkundlich seinen Vater Hans van Ghetelen eindeutig als Inhaber der Lübecker Mohnkopfoffizin.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Kötter: &amp;#039;&amp;#039;Hans van Ghetelen als Drucker der Mohnkopfoffizin&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;ZVLGA&amp;#039;&amp;#039; Band 71 (1991), S. 362&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig setzt aber auch eine seiner Schriften eine neue Endmarke für das zeitliche Bestehen dieser Lübecker Druckerei der Zeit der Frühdrucke. Ein [[Letter|Typenvergleich]] seiner 1526 im Druck erschienenen Schrift &amp;#039;&amp;#039;Wedder erdichteden seudebreff Imm namen ernn Johan Puggenhagen uthgeghaen Antwort … an deu erbaren rath to Hamborch&amp;#039;&amp;#039; belegt die Verwendung von Lettern der Mohnkopfoffizin, die in der 1496 gedruckten &amp;#039;&amp;#039;Sunte Birgitten Openbaringe&amp;#039;&amp;#039; Verwendung fanden, und belegt damit diesen Druck als den (vorläufig) letzten dieser Werkstatt,&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Kötter: &amp;#039;&amp;#039;Hans van Ghetelen als Drucker der Mohnkopfoffizin&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;ZVLGA&amp;#039;&amp;#039; Band 71 (1991), S. 363 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; deren Ende zuvor im Jahr 1520 angenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|352||Getelen, Hans van|[[Ahasver von Brandt]]|104095865}}&lt;br /&gt;
* Christoph Gerhardt: &amp;#039;&amp;#039;Hans van Ghetelen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon|Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Hg. von [[Kurt Ruh]]. Bd. 3. Berlin und New York 1981, Sp. 451–455&lt;br /&gt;
* Ralf Kötter: &amp;#039;&amp;#039;Hans van Ghetelen als Drucker der Mohnkopfoffizin&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;[[ZVLGA]]&amp;#039;&amp;#039; Band 71 (1991), S. 353–367&lt;br /&gt;
* Friederike Voß: &amp;#039;&amp;#039;Das mittelniederdeutsche Narrenschiff (Lübeck 1497) und seine hochdeutschen Vorlagen.&amp;#039;&amp;#039; (Niederdeutsche Studien 41) Wien: Böhlau 1994 ([https://www.lwl.org/komuna/pdf/Bd_41.pdf Volltext als .pdf])&lt;br /&gt;
* [[Dieter Lohmeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Ghetelen, Hans van&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck&amp;#039;&amp;#039;. Band 10, Neumünster 1994, S. 132–135, ISBN 3-529-02650-6&lt;br /&gt;
* Dieter Lohmeier: &amp;#039;&amp;#039;Hans van Ghetelen&amp;#039;&amp;#039;. In: Alken Bruhns und Dieter Lohmeier: &amp;#039;&amp;#039;Die Lübecker Buchdrucker im 15. und 16. Jahrhundert. Buchdruck für den Ostseeraum&amp;#039;&amp;#039;. Heide in Holstein 1994, ISBN 3-8042-0668-9&lt;br /&gt;
* Brigitte Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Des Dodes Dantz, Lübeck 1489&amp;#039;&amp;#039;. In: Hartmut Freytag (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Totentanz der Marienkirche in Lübeck und der Nikoliakirche in Reval (Tallinn). Edition, Kommentar, Interpretation, Rezeption&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 1993 (Niederdeutsche Studien Band 39), S. 345–348, ISBN 3-412-01793-0&lt;br /&gt;
* [[Olaf Schwencke]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Mohnkopf-Offizin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon|Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Kurt Ruh, Bd. 5. Berlin und New York, Sp. 927–932.&lt;br /&gt;
* Timothy Sodman (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Dodendantz Lübeck 1520&amp;#039;&amp;#039;. Faksimileausgabe mit Textabdruck, Glossar und einem Nachwort. Achterland, Vreden und Breedevoort 2001, ISBN 3-933377-00-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bis.uni-oldenburg.de/~havekost/needer/rey1-1.htm | wayback=19980710161714 | text=Reynke de vos}} – Transkript des Lübecker Drucks von 1498 mit den Illustrationen der Mohnkopfdruckerei&lt;br /&gt;
* {{GW|Hans+van+Ghetelen|d}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104095865|LCCN=no2008067810|VIAF=32426079}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ghetelen, Hans van}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchdrucker (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inkunabeldrucker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ghetelen, Hans van&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Inkunabel-Buchdrucker in Lübeck&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 1460&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=zwischen Juni 1526 und 31. Januar 1528&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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