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	<title>Hans Zehetmair - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-15T09:47:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|betrifft den Politiker.&lt;br /&gt;
* Für den Unternehmer Hans Zehetmaier siehe [[Hans Zehetmaier]].&lt;br /&gt;
* Für den Boxer Hans Zehetmayer siehe [[Hans Zehetmayer]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2010-01-28 Zehetmair.jpg|mini|hochkant|Hans Zehetmair (2010)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Baptist „Hans“ Zehetmair&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Oktober]] [[1936]] in [[Langengeisling]] bei [[Erding]]; † [[27. November]] [[2022]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bayern.de/trauer-um-prof-dr-h-c-mult-hans-zehetmair-ministerpraesident-dr-markus-soeder-bildungsland-bayern-nachhaltig-gepraegt/ Trauer um Prof. Dr. h.&amp;amp;nbsp;c. mult. Hans Zehetmair Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Bildungsland Bayern nachhaltig geprägt“], Meldung vom 28. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] der [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]. Er war von 1986 bis 1998 bayerischer [[Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus|Staatsminister für Unterricht und Kultus]], von 1989 bis 2003 [[Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst|Staatsminister für Wissenschaft und Kunst]] sowie von 1993 bis 1998 stellvertretender Ministerpräsident des [[Bayern|Freistaates Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2004 bis 2014 war Zehetmair Vorsitzender der [[Hanns-Seidel-Stiftung]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://ssl.br.de/nachrichten/maennle-hanns-seidel-stiftung-100.html | wayback=20150201151250 | text=br.de: Ursula Männle wird Chefin}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und von 2004 bis 2016 Vorsitzender des [[Rat für deutsche Rechtschreibung|Rates für deutsche Rechtschreibung]]. Zehetmair war ein wichtiger Vertreter des katholischen Flügels der CSU. In seine Ära als Landrat fällt die Genehmigung und Planung des Flughafens Franz Josef Strauß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Lehrtätigkeit ===&lt;br /&gt;
Der als Sohn eines Bauern und Wagnermeisters geborene Johann Zehetmair besuchte das [[Humanistisches Gymnasium|humanistische]] [[Dom-Gymnasium Freising|Dom-Gymnasium]] in [[Freising]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.das-dom.de/chronik/geschichte/|titel=175 Jahre Dom-Gymnasium Freising|hrsg=Freunde des Dom-Gymnasiums Freising e.&amp;amp;nbsp;V.|autor=Martin Gleixner|datum=2003|zugriff=2013-06-24|archiv-datum=2016-01-27|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160127032051/http://www.das-dom.de/chronik/geschichte/|offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur 1957 studierte Johann „Hans“ Zehetmair bis 1962 [[Klassische Philologie]], [[Germanistik]], [[Geschichte]] und [[Sozialkunde]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] und kehrte nach der Ablegung des zweiten Staatsexamens 1964 zunächst bis 1974 als Gymnasiallehrer und Gymnasialprofessor an das Dom-Gymnasium in Freising zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politischer Werdegang ===&lt;br /&gt;
Zehetmair begann seine Karriere 1966 als Stadtrat in Erding und war dort von 1976 bis 1978 zweiter Bürgermeister. 1972 wurde er zum stellvertretenden Landrat des [[Landkreis Erding|Landkreises Erding]] gewählt. Von 1972 bis 2001 war er CSU-Kreisvorsitzender von Erding. Bei der [[Landtagswahl in Bayern 1974|Landtagswahl 1974]] gewann er den [[Stimmkreis Erding]], den er von 1975 bis 1978 im Landtag vertrat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bundestag.de/parlament/gremien/kommissionen/enqkultur/zehetmair.html|archiv-url=https://web.archive.org/web/20070925022534/http://www.bundestag.de/parlament/gremien/kommissionen/enqkultur/zehetmair.html|zugriff=2013-06-24|hrsg=Deutscher Bundestag|titel=Biografie von Hans Zehetmair|archiv-datum=2007-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1978 gewann Zehetmair gegen den Amtsinhaber [[Simon Weinhuber]] von der [[Bayernpartei]] das Amt des Landrats des Landkreises Erding, das er acht Jahre innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerpräsident [[Franz Josef Strauß]] ernannte Zehetmair 1986 zum [[Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus|Staatsminister für Unterricht und Kultus]]. Nach dem Rücktritt [[Wolfgang Wild]]s im Juni 1989 führte er zunächst kommissarisch auch die Geschäfte des [[Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst|Staatsministers für Wissenschaft und Kunst]], bis Ministerpräsident [[Max Streibl]] im Oktober 1990 die beiden Ministerien wieder zum Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst zusammenlegte. Bei der Landtagswahl im selben Monat wurde Zehetmair erneut in den bayerischen Landtag gewählt, dem er anschließend für drei Legislaturperioden angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerpräsident [[Edmund Stoiber]] ernannte Zehetmair 1993 zum stellvertretenden Ministerpräsidenten. Nach der [[Landtagswahl in Bayern 1998|Landtagswahl 1998]] wurde Zehetmairs Haus von Stoiber geteilt; die bisherige Staatssekretärin [[Monika Hohlmeier]] bekam die Zuständigkeit für Unterricht und Kultus, Zehetmair übernahm das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Zehetmair war 15 Jahre lang Vertreter der Länder der Bundesrepublik Deutschland im [[Rat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport|EU-Rat der Bildungs- und Kulturminister]] und von 1989 bis 2003 Senator der [[Max-Planck-Gesellschaft]]. Nach der [[Landtagswahl in Bayern 2003]] schied Zehetmair aus Kabinett und [[Bayerischer Landtag|Landtag]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juli 2003 engagierte sich Zehetmair als Sachverständiger in der [[Enquete-Kommission]] „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges Engagement ===&lt;br /&gt;
Seit der Gründung des &amp;#039;&amp;#039;Vereins der Freunde und Förderer des [[Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern|Zentrums für Umwelt und Kultur]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Benediktbeuern]] hatte er den Vorstandsvorsitz inne, den er 2010 an [[Georg Fahrenschon]] übergab. Von 11. Februar 2004 bis Mai 2014&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Welt |Titel=Ursula Männle: Neue Chefin für Hanns-Seidel-Stiftung gewählt |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2014-05-12 |Online=https://www.welt.de/regionales/muenchen/article127922787/Neue-Chefin-fuer-Hanns-Seidel-Stiftung-gewaehlt.html |Abruf=2022-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war Zehetmair Vorsitzender der [[Hanns-Seidel-Stiftung]]. Zudem war er von Dezember 2004 bis Dezember 2016&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article128323122/Feuilleton-Kompakt.html |titel=Zehetmair gibt Amt im Rechtschreibrat ab |datum=2014-05-24 |abruf=2022-09-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140524031235/https://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article128323122/Feuilleton-Kompakt.html |archiv-datum=2014-05-24 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorsitzender des von der [[Kultusministerkonferenz]] eingesetzten [[Rat für deutsche Rechtschreibung|Rates für deutsche Rechtschreibung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bastian Sick |Titel=Zwiebelfisch: Hossa, die Rehform is da! |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2006-08-01 |Online=https://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-hossa-die-rehform-is-da-a-429432.html |Abruf=2022-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied im Programmbeirat des Fernsehsenders [[ARTE]], Ehrenvorsitzender des [[Katholischer Männerverein Tuntenhausen|Katholischen Männervereins Tuntenhausen]] und war Verwaltungsratsvorsitzender des [[Germanisches Nationalmuseum|Germanischen Nationalmuseums]]. Des Weiteren betätigte sich Zehetmair ehrenamtlich im Verwaltungsrat des [[TSV 1860 München]] und als Kurator der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.baw-online.de:80/ueber-die-baw | wayback=20131105025312 | text=Über die BAW}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Hans Zehetmair war seit September 1961 und somit mehr als 60 Jahre mit seiner Frau Ingrid Zehetmair verheiratet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merkur.de/lokales/erding/erding-ort28651/strauss-anruf-stellte-ihr-leben-auf-den-kopf-90995308.html |titel=Diamantene Hochzeit: Hans und Ingrid Zehetmair seit 60 Jahren verheiratet |sprache=de |abruf=2022-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die am 25. Juli 2022, etwa vier Monate vor ihm selbst, starb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merkur.de/lokales/erding/erding-ort28651/trauer-um-hans-zehetmair-ehemaliger-landrat-und-kultusminister-stirbt-im-alter-von-86-jahren-viele-verdienste-91944035.html |titel=Trauer um Hans Zehetmair |sprache=de |abruf=2022-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ehe entstammen drei Kinder. Zuletzt lebte Zehetmaier bei seiner Tochter in [[Neumarkt-Sankt Veit]]. Er starb nach langer Krankheit im Alter von 86&amp;amp;nbsp;Jahren in einem Krankenhaus an Herzversagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stmwk.bayern.de/pressemitteilung/12606/nr-166-vom-28-11-2022.html Trauer um Hans Zehetmair] Pressemitteilung StMWK vom 28. November 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.km.bayern.de/pressemitteilung/12257/nr-175-vom-29-11-2022.html Piazolo: &amp;#039;&amp;#039;Verlieren eine charismatische Persönlichkeit, die mit viel Herzblut die Bildungslandschaft prägte&amp;#039;&amp;#039;.] Pressemitteilung StMUK vom 29. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
=== Schulpolitik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Seidel-DW-Bayern-Muenchen-jpg.jpg|mini|Hans Zehetmair, vor 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauptanliegen Zehetmairs war der Ausbau der [[Fachhochschule]]n in Bayern. Seinen Nachfolger [[Thomas Goppel]] mahnte er in Anspielung auf dessen massive Kürzungen seit 2003 zur Kontinuität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1988 verordnete Zehetmair, dass zukünftig alle Unterrichtsfächer „die religiöse Dimension der Gegenstände einbeziehen“ sollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13491902 |Titel=Zeugung hamma net – Bayerns Kultusminister Zehetmair, klerikaler Fundi der CSU, gerät in der eigenen Partei zum Gespött |Jahr=1991 |Nr=43 |Datum=1991-10-21 |Seiten=72–75}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter seiner Verantwortung erhielten bayerische Grundschüler je eine Wochenstunde Musik- und Kunstunterricht, während pro Woche drei Stunden Religionsunterricht vorgesehen war. Der Umfang des Religionsunterrichts für Gymnasiasten und Hauptschüler belief sich auf zwei Wochenstunden, während diesen gleichzeitig nur eine Stunde für Geschichte und Sozialkunde zur Verfügung stand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehetmair führte das abgeschaffte Schulgebet wieder ein, woraufhin der Bayerische Elternverband diesen Schritt mit einem „Trip in das Biedermeier“ verglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehetmair stellte in seiner Amtszeit sicher, dass die bayerischen Richtlinien zur Sexualkunde nicht verändert wurden. Ihnen zur Folge zeigten bayerische Schulbücher statt nackter Menschen lediglich mit Strichmännchen stilisierte Symbolbilder. Unter Zehetmairs Ägide wurde in den Biologiebüchern des Freistaats unter der Thematik „Entstehung menschlichen Lebens“ der Aspekt „Zeugung“ ersatzlos gestrichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Amtszeit erklärte Zehetmair in den 1980er Jahren, dass zum Frauenbild, das Bayerns Schulbücher vermitteln sollen, die moderne Frau gehört, die im Gebet Halt findet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13530616 |Titel=Zitate |Jahr=1988 |Nr=33 |Datum=1988-08-15 |Seiten=174 |Zitat=Zum Frauenbild, das Bayerns Schulbücher vermitteln sollen, gehört die moderne Frau, die im Gebet Halt findet.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der religiöse „Freundeskreis Maria Goretti“ gefordert hatte, den Kinderbuch-Klassiker „Der Krieg der Knöpfe“ von [[Louis Pergaud]] aus dem Kanon der bayerischen Schulliteratur zu entfernen, weil in ihm die Kopulation zweier Hunde beschrieben wird, kam Zehetmair den Forderungen nach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehetmair wandte sich gegen Lehrer, „die unsere Jugend gegen den demokratischen Staat und seine gewählten Institutionen verhetzen“. Er bezeichnete ideologisch ausgerichtete Pädagogen als „Krebsübel in der Gesellschaft“. Seine Grundauffassung in dieser Frage war „Wer den Staat nicht aktiv vertritt, soll gehen…“ Aufgrund der ihn täglich erreichenden vielen Bewerbungen könne er „jederzeit jede Stelle zehnfach“ besetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kultusminister Zehetmair 1987&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13522679 |Titel=Ins Krankhafte hinein – Kultusminister Zehetmair, von Strauß ins CSU-Kabinett berufen, fällt über Aids-Kranke, Homosexuelle und unbotmäßige Lehrer her. |Jahr=1987 |Nr=17 |Datum=1987-04-20 |Seiten=56–59}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Landrat hatte Zehetmair einen Gitarrenlehrer an seiner Kreismusikschule beinahe entlassen, nachdem dieser ein Notenbuch aus der DDR verwendet hatte. Zehetmair kommentierte den Vorgang später mit den Worten „Wehret den Anfängen!“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13519766 |Titel=Handlicher und spritziger – Bayerns Ministerpräsident Strauß wollte eigentlich „kein Massensterben“ veranstalten – nun hat er doch das halbe Kabinett um- oder neubesetzt |Jahr=1986 |Nr=45 |Datum=1986-11-03 |Seiten=26–28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politischer Katholizismus ===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Max Streibl]] nach dem Tod von [[Franz Josef Strauß]] 1988 das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten übernommen hatte, folgte ihm Zehetmair als Vorsitzender des in Bayern einflussreichen [[Katholischer Männerverein Tuntenhausen|Katholischen Männervereins Tuntenhausen]]. Der Verein gilt als Herz des [[Politischer Katholizismus|politischen Katholizismus]] im Freistaat Bayern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fundamentalisten&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13688721 |Titel=Zur letzten Reife – Katholische Fundamentalisten setzen die CSU unter Druck. Ihr Generalthema ist die Abtreibung |Jahr=1992 |Nr=24 |Datum=1992-06-08 |Seiten=44–47}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1990er Jahren war insbesondere die Verhinderung der Reform des [[Schwangerschaftsabbruch#Deutschland|Paragraphen 218]] das zentrale Hauptthema der Mitglieder des Vereins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fundamentalisten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität ===&lt;br /&gt;
Zehetmair bezeichnete [[Homosexualität]] 1987 im [[Bayerisches Fernsehen|Bayerischen Fernsehen]] als „contra naturam“ (wider die Natur) „und im Grunde […] krankhaftes Verhalten“ und ergänzte, dass „dieser Rand […] ausgedünnt werden“ müsse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de&amp;quot; /&amp;gt; Zehetmair hatte zuvor im selben Jahr bereits [[HIV]] als „Symptom einer maroden Gesellschaft“ bezeichnet und Homosexualität im „Randbereich der Entartung“ verortet. Er empfahl auch in diesem Zusammenhang erneut: „Das Umfeld der ethischen Werte muß wiederentdeckt werden, um diese Entartung auszudünnen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kultusminister Zehetmair 1987&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eric Gujer |url=https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/scholz-nimmt-impf-verweigerer-und-corona-demonstranten-ins-visier-ld.1660603 |titel=Warum es falsch ist, Impf-Verweigerer und Corona-Demonstranten zu Sündenböcken zu machen |werk=NZZ.ch (Neue Zürcher Zeitung) |datum=2021-12-17 |sprache=de |abruf=2021-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-bayern-aids-infizierte-zwangsmassnahmen-100.html |titel=Stichtag - 19. Mai 1987: Bayern beschließt Zwangsmaßnahmen gegen HIV-Infizierte |datum=2017-05-19 |sprache=de |abruf=2022-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=»Wollen wir den Aids-Staat?« |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=1987-03-01 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/wollen-wir-den-aids-staat-a-cecd1b25-0002-0001-0000-000013520785 |Abruf=2022-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später entschuldigte er sich mehrfach für diesen Ausdruck, nannte seinen Ausfall gar „Schwachsinn“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Füller |url=https://taz.de/Landrat-mit-Pinakothek/!719909/ |titel=Landrat mit Pinakothek |werk= |hrsg=taz |datum=2003-08-26 |abruf=2025-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pinakothek der Moderne ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Städtischer Friedhof (Erding-Sankt Paul) Grab Kultusminister Hans Zehetmair.jpg|mini|Zehetmairs Grab auf dem Städtischen Friedhof Erding-Sankt Paul]]&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren gelang es Zehetmair, das 130-Millionen-Euro-Projekt [[Pinakothek der Moderne]] zu retten. Nachdem er sich 1991 gegen eine praktisch schon beschlossene teure Planung durchgesetzt hatte, verhinderte er 1994 den von Staatskanzlei und Finanzministerium gewollten Verzicht auf das Projekt, indem er versicherte, zehn Prozent der Bausumme privat einwerben zu können. Er setzte sein Versprechen in den Folgejahren erfolgreich um.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=CHRISTIAN FÜLLER |Titel=Landrat mit Pinakothek |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2003-08-26 |Seiten=5 |Online=https://taz.de/Landrat-mit-Pinakothek/!719909/ |Abruf=2022-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1985 [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz am Bande]]&lt;br /&gt;
* 1992 [[Amberg]]er Bürgermedaille&lt;br /&gt;
* 1995 Ehrenkreuz des [[Pegnesischer Blumenorden|Pegnesischen Blumenordens]]&lt;br /&gt;
* 2000 Ehrenring des Landkreises Erding&lt;br /&gt;
* 2000 [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf |titel=Anfragebeantwortung |abruf=2022-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2003 Ehrensenator der [[Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden|Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.oth-aw.de/informieren-und-entdecken/aktuelles/neuigkeiten/202211297600-trauer-um-ehrensenator-prof-dr-hans-zehetmair/ |titel=Trauer um Ehrensenator Prof. Dr. Hans Zehetmair |hrsg=Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden |sprache=de |datum=2022-11-29 |abruf=2022-12-23 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2004 [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Bundesverdienstkreuz]]&lt;br /&gt;
* 2004 Goldener Ehrenring der Stadt Bamberg&lt;br /&gt;
* 2004 erhielt er die Medaille „Bene merenti“ der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] in Gold für die Förderung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.&lt;br /&gt;
* 2005 [[Ehrendoktorwürde]] der Philosophie &amp;#039;&amp;#039;honoris causa&amp;#039;&amp;#039; (Dr. phil. h.&amp;amp;nbsp;c.) der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der [[Universität Augsburg]] („In Anerkennung seiner Verdienste um die Fortentwicklung der Geisteswissenschaften und die Anwendung ihrer ethischen Grundlagen in politischer und pädagogischer Praxis“)&lt;br /&gt;
* 2007 verlieh ihm die Technische Universität MIREA in Moskau den Titel eines Honorarprofessors.&lt;br /&gt;
* 2008 überreichte ihm die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Ehrenmedaille&lt;br /&gt;
* 2009 Ernennung zum Mitglied der russischen Akademie der Naturwissenschaften&lt;br /&gt;
* 2012 [[Orden Bernardo O’Higgins]]&lt;br /&gt;
* 2013 [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Bayerischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
* Ehrendoktorwürde der Medizin der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
* Ehrendoktorwürde der Philosophie der [[Ukrainische Freie Universität München|Ukrainischen Freien Universität München]]&lt;br /&gt;
* Ehrensenator der [[Akademie der Bildenden Künste München]]&lt;br /&gt;
* Ehrensenator der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg]]&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[KBStV Rhaetia München|Katholischen Bayerischen Studentenverbindung Rhaetia München]].&lt;br /&gt;
* Ehrenvorsitzender des CSU-Kreisverbands Erding&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Zukunft braucht Konservative&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-451-30295-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Krieger]]: &amp;#039;&amp;#039;Zehetmairs Mut und Chance. Der Ex-Kultusminister soll den [[Rechtschreibfrieden|Rechtschreib-Frieden]] stiften&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bayerische Staatszeitung&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 50 vom Freitag, 10. Dezember 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120406721}}&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|120406721}}&lt;br /&gt;
* [[Christian Füller (Journalist)|Christian Füller]]: [https://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2003/08/26/a0130 Landrat mit Pinakothek] ([[taz]], 28.&amp;amp;nbsp;August 2003).&lt;br /&gt;
* Nedad Memić: [http://dastandard.at/2000009758494/ Sprachverfall: Die Aufwärmung von Mythen] ([[Der Standard]], 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 2014).&lt;br /&gt;
* Sämtliche Pressekonferenzen vom Rat für deutsche Rechtschreibung mit Hans Zehetmair als Audio: [https://web.archive.org/web/20160627150825/https://o-ton.radio-luma.net/php/rfdr_pk_index Übersichtsseite im offenen O-Ton Archiv von radio-luma].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Korporierter in der K.B.St.V. Rhaetia zu München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zehetmair, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zehetmair, Johann Baptist&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CSU), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1936&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Langengeisling]] bei [[Erding]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. November 2022&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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