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	<title>Hans Welzel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Welzel&amp;diff=771539&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften) umbenannt in Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft): laut Diskussion</title>
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		<updated>2026-04-12T06:17:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Sachbuchautor_(Rechtswissenschaften)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften)&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Sachbuchautor_(Rechtswissenschaft)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft)&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2026/April/5&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2026/April/5 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Welzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. März]] [[1904]] in [[Artern]]; † [[5. Mai]] [[1977]] in [[Andernach]]) war ein deutscher Strafrechtler und Rechtsphilosoph.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Hans Welzel.jpg|mini|Das Grab von Hans Welzel und seiner Ehefrau Sigrid geborene Fischer im Familiengrab auf dem [[Poppelsdorfer Friedhof]] in Bonn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welzel studierte von 1923 bis 1927 an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]] und der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]  Rechtswissenschaft. Mit einer Doktorarbeit über [[Samuel Pufendorf]] wurde er 1928 in Jena zum [[Dr. iur.]] promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Welzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Naturrechtslehre Samuel Pufendorfs: ein Beitrag zur Ideengeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; (Teilweise zugleich: Dissertation an der Universität Jena 1930). De Gruyter, Berlin 1958.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1935 [[Habilitation|habilitierte]] er sich an der [[Universität zu Köln]] über &amp;#039;&amp;#039;Naturalismus und Wertphilosophie im Strafrecht&amp;#039;&amp;#039;. Ein Jahr später wurde er zum Professor an der [[Georg-August-Universität Göttingen]] ernannt. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] verfocht er nationalsozialistische Thesen, was er später damit rechtfertigte, nie ein Anhänger des [[Nationalsozialismus]] gewesen zu sein und lediglich aus Angst um seine berufliche Existenz diese Standpunkte vertreten zu haben. So begrüßte Welzel die Aufweichung des [[Analogieverbot]]es und die Bezugnahme auf das [[Gesundes Volksempfinden|gesunde Volksempfinden]] mittels des 1935 neu formulierten §&amp;amp;nbsp;2 [[Reichsstrafgesetzbuch]] (RStGB). Zu § 2 RStGB schrieb er, dass der ideelle Grundgedanke des § 2 RStGB mit dem Rechtsbewusstsein des Volkes wachse und durch die Tat des Gesetzgebers gestaltet würde; „beide Kräfte gestalten das Recht“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Heike Stopp: &amp;#039;&amp;#039;Hans Welzel und der Nationalsozialismus - Zur Rolle Hans Welzels in der nationalsozialistischen Strafrechtswissenschaft und zu den Auswirkungen der Schuldtheorie in den NS-Verfahren der Nachkriegszeit.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen (Mohr Siebeck) 2018, ISBN 978-3-16-156410-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Welzel war Mitglied der [[NSDAP]] und des [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NSD-Dozentenbundes]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kai Ambos]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistisches Strafrecht.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 2019. S. 136, Fn. 720, ISBN 978-3-8487-5631-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945/46 war er in Göttingen [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät. In ihrer Sitzung am 7. Januar 1946 würdigte er den kurz vor Kriegsende gefallenen Privatrechtler [[Hans Tägert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Brief an Tägerts Witwe vom 12. Januar 1946&amp;lt;/ref&amp;gt; 1951 beschrieb er mit dem &amp;#039;&amp;#039;Weichenstellerfall&amp;#039;&amp;#039; ein bekanntes [[Gedankenexperiment]], das auch als [[Trolley-Problem]] bezeichnet wird. Die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]] berief ihn 1952 auf ihren [[Lehrstuhl]] für Strafrechtsprofessur. 1962 wurde Welzel dort [[Rektor#Akademische Ämter|Rektor]]. Seine Antrittsrede befasste sich mit „Wahrheit und Grenze des Naturrechts“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/anzeige/index.php?type=rektor&amp;amp;id=690378103 Rektoratsreden (HKM)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Welzel durch die Begründung der [[Finale Handlungslehre|finalen Handlungslehre]] im Strafrecht. Nach der finalen Handlungslehre, die Welzel auf den Gedanken der [[Willensfreiheit]] des Individuums gründete, ist der [[Vorsatz (Deutschland)|Vorsatz]] als Wissen und Wollen der [[Tatbestand]]sverwirklichung nicht mehr als Bestandteil der Schuld anzusehen, sondern aufgrund der Sinn- und Zweckgerichtetheit der menschlichen Handlung bereits als Voraussetzung der bloßen Tatbestandsverwirklichung aufzufassen. Möglich wurde diese Auffassung durch die sich durchsetzende Schuldtheorie, die zwar den Vorsatz noch als Schuldelement, jedoch das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit der eigenen Handlung (Unrechtsbewusstsein) nicht mehr als Vorsatzbestandteil (dolus malus) sah, sondern als eigenständiges Schuldelement neben dem Vorsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch bleibt nach der finalen Handlungslehre nur das Element des (potenziellen) Unrechtsbewusstseins als Kernbestandteil der persönlichen Vorwerfbarkeit, der Schuld. Diesem Verbrechensaufbau folgt bis heute mit Abwandlungen ein bedeutender Teil der deutschen Strafrechtswissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Welzel begründete finale Handlungslehre wurde auch im Ausland rezipiert, so dass Welzel als einer der bekanntesten deutschen Strafrechtswissenschaftler gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern zählen [[Hans Joachim Hirsch]], [[Günther Jakobs]], [[Armin Kaufmann (Jurist)|Armin Kaufmann]], [[Fritz Loos]] und [[Günter Stratenwerth|Günther Stratenwerth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1959 war er korrespondierendes Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]. Hans Welzel starb am 5. Mai 1977 im Alter von 73 Jahren in [[Andernach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naturalismus und Wertphilosophie im Strafrecht&amp;#039;&amp;#039;, 1936&lt;br /&gt;
* Welzels Lehrbuch zum Strafrecht erschien von 1940 bis 1969 in zahlreichen Auflagen. Der Titel wurde zwei Mal geändert, weswegen auch die Auflagennummerierung ab der ersten Änderung neu begonnen wurde.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der Allgemeine Teil des Deutschen Strafrechts in seinen Grundzügen&amp;#039;&amp;#039;, De Gruyter, 1. Aufl. 1940; 2. Aufl. 1943; 3. Aufl. 1944&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Strafrecht in seinen Grundzügen&amp;#039;&amp;#039;, De Gruyter, 1. Aufl. 1947 (Digitalisat mit beschränktem Zugang via [https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783111529592/html De Gruyter]), 2. Aufl. 1949 (Digitalisat mit beschränktem Zugang via [https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783111529615/html De Gruyter])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Strafrecht. Eine systematische Darstellung&amp;#039;&amp;#039;, De Gruyter, 3. Aufl. 1954 (Digitalisat mit beschränktem Zugang via [https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783111529585/html De Gruyter]); 4. Aufl. 1954; 5. Aufl. 1956; 6. Aufl. 1958; 7. Aufl. 1960; 8. Aufl. 1963 (unveränderte Neuauflage); 9. Aufl. 1965; 10. Aufl. 1967; 11. Aufl. 1969 (Digitalisat mit beschränktem Zugang via [https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110897302/html?lang=de De Gruyter])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Um die finale Handlungslehre – eine Auseinandersetzung mit ihren Kritikern&amp;#039;&amp;#039;, 1949&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naturrecht und materiale Gerechtigkeit&amp;#039;&amp;#039;, 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das neue Bild des Strafrechtssystems&amp;#039;&amp;#039;, 1951&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|763|765|Welzel, Hans|[[Uwe Murmann]]|118631136}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Joachim Hirsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Würdigung Hans Welzel&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft]] 2004, S. 1–14&lt;br /&gt;
* [[Fritz Loos]]: &amp;#039;&amp;#039;Hans Welzel (1904–1977)&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Juristenzeitung]] 2004, S. 1115&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Frisch (Jurist)|Wolfgang Frisch]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebendiges und Totes in der Verbrechenslehre Hans Welzels&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen 2015, ISBN 978-3-16-153966-4&lt;br /&gt;
* Oliver Sticht:&amp;#039;&amp;#039; Sachlogik als Naturrecht? Zur Rechtsphilosophie Hans Welzels&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn [u. a.] 2000, ISBN 3-506-73390-7&lt;br /&gt;
* Heike Stopp: &amp;#039;&amp;#039;Hans Welzel und der Nationalsozialismus. Zur Rolle Hans Welzels in der nationalsozialistischen Strafrechtswissenschaft und zu den Auswirkungen der Schuldtheorie in den NS-Verfahren der Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039; (=[[Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts]]; 103). Mohr Siebeck, Tübingen 2018, ISBN 978-3-16-156410-9&lt;br /&gt;
* [[Günter Stratenwerth]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Hans Welzel zum 70. Geburtstag am 25. März 1974&amp;#039;&amp;#039;, Berlin [u. a] 1974, ISBN 3-11-004345-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118631136}}&lt;br /&gt;
* [[Günter Stratenwerth]]: [http://www.enzyklopaedie-rechtsphilosophie.net/inhaltsverzeichnis/19-beitraege/83-welzel-hans &amp;#039;&amp;#039;Hans Welzel.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie zur Rechtsphilosophie&amp;#039;&amp;#039; (Onlinelexikon).&lt;br /&gt;
* [https://www.sammlungen.ulb.uni-bonn.de/de/historische-sammlungen/nachlaesse/welzel-hans Teilnachlass von Hans Welzel] in der ULB Bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118631136|LCCN=n/83/222778|VIAF=108211589|NDL=00527254}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Welzel, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Welzel, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher [[Rechtswissenschaftler]], [[Rechtsphilosoph]] &lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. März 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Artern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Mai 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Andernach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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