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	<title>Hans Venatier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Alazon: /* Bis 1945 */ Formulierung</title>
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		<updated>2026-04-25T06:57:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bis 1945: &lt;/span&gt; Formulierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Februar]] [[1903]] in [[Breslau]]; † [[19. Januar]] [[1959]] in [[Düsseldorf]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Lehrer]] und [[Nationalsozialismus|NS]]-Literat.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Gerd Jaschke: &amp;#039;&amp;#039;Politischer Extremismus&amp;#039;&amp;#039;. VS Verlag für Sozialwissenschaften&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Bis 1945 ===&lt;br /&gt;
Eigenen Angaben zufolge nahm Venatier als Schüler 1920 am [[Kapp-Putsch|Kapp-Lüttwitz-Putsch]] teil. 1921 begann er sein Studium an der Friedrich-Wilhelms-Universität in [[Breslau]], in dessen Verlauf er sich für den Lehrerberuf entschied und die Fächer Deutsch, Geschichte, Latein, Kunstgeschichte und evangelische Religion belegte. Während seines Studiums schloss er sich den [[Freikorps]], die sich für den Schutz [[Schlesien]]s einsetzten, und offenbar der sog. [[Schwarze Reichswehr|Schwarzen Reichswehr]] an. Nach seinem Abschluss war er ein halbes Jahr an der Gerhart-Hauptmann-Oberrealschule und dann ab April 1929 am Gymnasium zu Sankt Maria-Magdalena beschäftigt. Im Zuge des sog. Abbauerlasses vom 30. September 1931 entlassen, konnte Venatier seine volle Lehrtätigkeit erst 1933 nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wieder ausüben – am Friedrichs-Gymnasium in Breslau.&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 233–238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1932 bekleidete er ein Amt innerhalb des [[Kampfbund für deutsche Kultur|Kampfbundes für deutsche Kultur (KfdK)]]; im selben Jahr (1. Mai 1932) wurde er Mitglied in der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. 1934 traten er und seine Frau aus der Kirche aus. Nicht zuletzt seine Funktion innerhalb des [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB)]] – er war bis 1935 sog. Kreiswalter für den Bereich Breslau Stadt – sprach für Venatiers Zuverlässigkeit im Sinne der [[Nationalsozialismus|NS-Ideologie]]. Dass man sich von ihm eine ideologiekonforme Erziehung versprach, macht seine Ernennung zum planmäßigen Dozenten für Deutsche Geschichte und Methodik des Geschichtsunterrichts im Oktober 1935 deutlich. Für diese Stelle an der Hirschberger Hochschule war Venatier mit seiner Familie von [[Breslau]] nach [[Malinnik (Cieplice Śląskie-Zdrój)|Herischdorf]] (Kreis Hirschberg) gezogen. Hier beteiligte er sich an den Aktivitäten der [[Sturmabteilung|SA]] und nahm an Reserveoffiziersübungen der [[Wehrmacht]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 237, 240, 244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Leutnant der Reserve|Leutnant d. Res.]] und Kompanieführer war Venatier im Mai 1940 am Feldzug gegen Frankreich beteiligt. Er bekam das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] II. Klasse und das [[Infanterie-Sturmabzeichen]] verliehen. Im folgenden Winter wurde er als Ausbilder im Landesschützenbataillon in Jägerndorf/Sudetenland eingesetzt, bevor er anschließend wieder seiner Lehrtätigkeit in Hirschfeld nachging. Im März 1942 nahm er als Oberleutnant am [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Russlandfeldzug]] teil. Nach Venatiers vorzeitiger Heimkehr aufgrund gesundheitlicher Probleme wurde er am 13. März 1943 durch das [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Propagandaministerium]] vom Arbeitseinsatz freigestellt. Ab September 1943 war er Schulungs- und Gauhauptstellenleiter der NSDAP in Breslau.&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 251–253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46164835|Titel=Helden im Spind|Jahr=1967|Nr=50|Seiten=50}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)]] war es in den letzten Kriegsmonaten seine Aufgabe, die Zivilbevölkerung aus dem von sowjetischen Truppen eingeschlossenen Breslau zu evakuieren. Seine Familie flüchtete nach Rhanwalting. Am 31. Mai 1945 wurde Venatier von amerikanischen Truppen verhaftet und interniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 254.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Journalistische, schriftstellerische Tätigkeit ====&lt;br /&gt;
Seit 1932 verfasste Venatier Artikel für die nationalsozialistische &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039;, die kulturpolitische NS-Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Volk im Werden]]&amp;#039;&amp;#039; und später dann u.&amp;amp;nbsp;a. für &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Volkserziehung&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Schlesische Erzieher LXV&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistisches Bildungswesen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Für die Zeitschrift der Reichsfachschaft 4 des [[NSLB]] &amp;#039;&amp;#039;Die Volksschule&amp;#039;&amp;#039; schrieb er ab 1935. Seine hier (ab 1937) abgedruckten „Zeitbriefe“ zeugen laut Denis Schimmelpfennig „wohl am deutlichsten von der völkisch-rassistischen Gesinnung Venatiers und können als klassische politische NS-Kampfschriften angesehen werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 245.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 wurde er unter dem Pseudonym „Avenrieth“ in die Hauptfachschaft „Wissenschaftliche und Fachschriftsteller“ des [[Reichsverband Deutscher Schriftsteller|Reichsverbands Deutscher Schriftsteller (RDS)]] aufgenommen. Im selben Jahr kam der Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Menschen, Erde, Sterne&amp;#039;&amp;#039; heraus, in dem „Venatier zentrale völkische Ideologeme wie Volk, Glaube, Gott und Blut erstmals in lyrischer Form“&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; verarbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 238–241, 244f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 erhielt er für seinen im Jahr zuvor erschienenen Debütroman &amp;#039;&amp;#039;Vogt Bartold. Der große Zug nach dem Osten&amp;#039;&amp;#039;, dessen Thema die deutsche Besiedelung [[Schlesien]]s ist, den Volkspreis für Dichtung / [[Wilhelm Raabe]] Preis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=41121054|Titel=Leiche im Auto|Jahr=1957|Nr=4 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Carola L. Gottzmann und Petra Hörner nennen den Roman „eine Programmschrift nationalsozialistischer Ideologeme“.&amp;lt;ref&amp;gt;Carola L. Gottzmann, Petra Hörner (1998): &amp;#039;&amp;#039;Verheißung und Verzweiflung im Osten: Die Siedlungsgeschichte der&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039; [https://books.google.de/books?id=iRtKUyK5EV4C&amp;amp;pg=PA84&amp;amp;lpg=PA84&amp;amp;dq=Hans+Venatier&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=9ECxJgDeWO&amp;amp;sig=Pp_PMt5vB5X5xZmdZNH10QbIlBg&amp;amp;hl=de Google Books]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der thematisierten Kolonisierung der Ostens eignete sich der Roman äußerst gut, „die Eroberungspolitik des Reiches literarisch zu popularisieren und zu rechtfertigen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1942 erschien &amp;#039;&amp;#039;Vogt Bartold&amp;#039;&amp;#039; auf Niederländisch: &amp;#039;&amp;#039;Baljuw Bartold: de groote trek naar het Oosten&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzer war der niederländische, nationalsozialistische Historiker und SS-Funktionär Johannes Theunisz. Das Werk wurde von dem niederländischen NS-Verlag Hamer, der vor allem Propaganda für die [[Schutzstaffel|SS]] betrieb, publiziert. Insgesamt erreichte der Roman bis 1944 siebzehn Auflagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In Anlehnung an den Buchtitel wird der Aufbau einer Verteidigungslinie im Großraum Breslau August 1944 mit dem Decknamen [[Unternehmen Barthold]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 publizierte Venatier seinen zweiten Gedichtband mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Symfonie&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;um Gott. Sinngedichte&amp;#039;&amp;#039;, der wie der erste aber keinen großen Erfolg hatte. Die lyrischen Texte sollen, so Denis Schimmelpfennig, „den Volksgenossen den Krieg und das Leben allgemein als Teil einer bestimmten göttlichen Ordnung begreiflich machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nahm an den „Tagen deutscher Dichter“ in Weimar teil, die 1941 und 1942 stattfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://swbplus.bsz-bw.de/bsz110949552rez.htm |wayback=20180108062718 |text=Bibliographische Beschreibung |format= |()= |original= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
1945 wurden seine Schriften von der Militärregierung eingezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik51&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.betzdorf-sieg.de/freiherr/Chronik51.htm|wayback= 20071021132000|text=Zeitstrahl Betzdorf-Sieg}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seiner dreijährigen [[Internierung]]szeit widmete er sich weiterhin dem Schreiben. Im Zuge des gegen Venatier eingeleiteten [[Spruchkammerverfahren]]s forderte der öffentliche Kläger im Dezember 1947, den Dichter der Gruppe I (Hauptschuldige) zuzuordnen. Venatiers Anwalt [[Theophil Woschek]] erreichte die Haftentlassung seines Mandanten am 26. April 1948, indem er der [[Spruchkammer]] u.&amp;amp;nbsp;a. mitteilte, dass der Angeklagte sich „korrekt verhalten und die nationalsozialistischen Methoden der Gewaltherrschaft insbesondere auch auf dem Kulturgebiet keineswegs mitgemacht“&amp;lt;ref&amp;gt;Th. Woschek an die Spruchkammer Regensburg vom 13. Oktober 1947. StAAm, SprKa. Zit. n. Schimmelpfennig (2011), S. 256f.&amp;lt;/ref&amp;gt; habe. Das an die Heimatspruchkammer des Kreises [[Cham (Oberpfalz)|Cham]] weitergeleitete Verfahren endete mit der Sitzung am 8. Juni 1948, in der Venatier letztendlich in die Gruppe IV (Mitläufer) eingestuft und mit einer Geldstrafe von 50 [[Reichsmark|RM]] belegt wurde. In der Urteilsbegründung heißt es, Venatier sei 1932 der „nationalsozialistischen Propaganda zum Opfer gefallen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Spruch vom 8. Juni 1948. StAAm, SprKa. Zit. n. Schimmelpfennig (2011), S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die zahlreichen der Spruchkammer vorgelegten sog. [[Persilschein]]e haben zu dieser Entscheidung beigetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 254–257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 wurde er Gymnasiallehrer in [[Betzdorf]]/Sieg,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik51&amp;quot; /&amp;gt; ein Jahr später Studienrat am Staatlichen Gymnasium in Betzdorf für die Fächer Deutsch, Geschichte, Politische Gemeinschaftskunde, Evangelische Religion und Latein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“. Band 2. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: Aisthesis 2011, S. 258.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1951 ist das Jahr, in dem viele NS-Belastete aufgrund des [[Entnazifizierung#Entnazifizierungsschluss|Entnazifizierungsschlussgesetzes]] als Beamte wieder eingestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venatier war weiterhin schriftstellerisch aktiv und erzielte vor allem in [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] Kreisen Erfolge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; In &amp;#039;&amp;#039;Der Major und die Stiere&amp;#039;&amp;#039; (1953) behandelt er im derben Volkston, wie sich bayerische Dörfler mit den amerikanischen Besatzungssoldaten „zusammenraufen“, ein ehemaliger NS-Funktionär dabei aber immer gewitzter ist. Die „[[National-Zeitung (München)|Deutsche Soldaten-Zeitung]]“ zur darauf beruhenden Verfilmung: „Film nach unserem Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Der Boß&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; und seine Narren&amp;#039;&amp;#039; (1956), einer Satire auf die bundesrepublikanische Regierung und Bürokratie, verbreitet er altbekannte [[Stereotyp]]e: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„…&amp;amp;nbsp;wie solle man Negersoldaten für die Besatzungsmacht engagieren, wenn bei ihnen bekannt würde, daß&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; die deutschen Frauen, nach denen ihnen die Zunge zum Halse heraushänge und wegen derer sie einzig und allein die Überfahrt wagten, nachdem ihnen die weißen Frauen der Ozeanier verboten seien, wie solle man die Negersoldaten über den Ozean kriegen, wenn die deutschen Frauen ihren Männern treu blieben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=41121054|Titel=Leiche im Auto|Jahr=1957|Nr=4|Seiten=46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Major und die Stiere&amp;#039;&amp;#039; erschien sowohl im Klosterhaus Verlag Lippoldsberg, dessen Besitzer [[Hans Grimm]] war, als auch bei [[Universitas Verlag|Universitas]] oder der [[Buchgemeinschaft Donauland]]. Im Klosterhaus Verlag Lippoldsberg wurde auch &amp;#039;&amp;#039;Vogt Bartold&amp;#039;&amp;#039; neu aufgelegt. 1955 nahm Venatier an den [[Pürgger Dichterwochen]] 1955 teil, bei denen er andere NS-Autoren wie etwa Hans Grimm wieder traf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://ejournal.thing.at/Essay/teilnahm.html |wayback=20070523062622 |text=Vollständige Teilnehmerliste  der Pürgger Dichterwochen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://diepresse.com/home/kultur/literatur/225283/print.do Die Presse online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Selbsttötung 1959 ging ein kleiner politischer Skandal voraus. Venatier wurde ins Kultusministerium (unter der damaligen CDU-Regierung) einbestellt, da er einen Beitrag „Ist das Neofaschismus?“ (1958), in der er „Führertum“ und Demokratie für vereinbar erklärt hatte, für die rechtsextreme Zeitschrift [[Nation und Europa|Nation Europa]] geschrieben hatte. Die Reaktion seines Dienstherren entsprach nicht seinen Vorstellungen, Venatier tötete sich selbst. Für die extreme Rechte ist dies bis heute ein „Märtyrertod“. Eine erste Serie von Leserbriefen im [[Der Spiegel|Spiegel]] anlässlich dessen Kurzmeldung zum Tod Venatiers besteht ausschließlich aus Leserbriefen, die die These vom Märtyrertod stützen, in späteren Leserbriefen wird dieses bestritten und sein schlechter Gesundheitszustand verantwortlich gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
13/1959, S. 4f. nach [https://www.nadir.org/nadir/archiv/Antifaschismus/Organisationen/Hochschulgruppen/Mainz/ntrp.html#Fussnotentext14 nadir.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Märtyrertod“ von Venatier wurde im Jahr 2000 noch von der Redaktion von &amp;#039;&amp;#039;Nation Europa&amp;#039;&amp;#039; vertreten&amp;lt;ref&amp;gt;Nation &amp;amp; Europa. Deutsche Monatshefte, Coburg, Heft 6/2000, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt; oder findet sich auch heute noch auf rechtsextremen Webseiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Website Nationales Forum Passau&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben &amp;#039;&amp;#039;Nation Europa&amp;#039;&amp;#039; war er für Zeitschriften des Vertriebenenspektrums wie etwa &amp;#039;&amp;#039;Der Schlesier&amp;#039;&amp;#039; aktiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LiteraturarchivMarbach&amp;quot;&amp;gt;[https://www.dla-marbach.de/index.php?id=450&amp;amp;ADISDB=BF&amp;amp;WEB=JA&amp;amp;ADISOI=12887 &amp;#039;&amp;#039;Literaturarchiv Marbach&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachlass wurde von seiner Frau Annelise Venatier&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundestag1301329&amp;quot;&amp;gt;Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag: {{Webarchiv|url=http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/13/013/1301329.asc |wayback=20160304115444 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der „Studentenbund Schlesien“ (SBS), die „Hochschulgruppe Pommern“ und der Rechtsextremismus&amp;#039;&amp;#039;}} am 10. Mai 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt; betreut und befindet sich heute im [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LiteraturarchivMarbach&amp;quot; /&amp;gt; Annelise Venatier wurde 1983 der schlesische Kulturpreis der Jugend vom Studentenbund Schlesien, einer vom NPD-Multifunktionär [[Hans-Michael Fiedler]] dominierten Gruppierung, verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundestag1301329&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lesebogen für die höhere Schule im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.) o. J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menschen – Erde – Sterne&amp;#039;&amp;#039;, Dichtungen, [[Breslau]], [[Wilhelm Gottlieb Korn-Verlag]], 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der verhängnisvolle Zwiespalt im Wesen des Deutschritterordens. Eine rassenseelenkundliche Betrachtung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; 26, 1936, S. 580–592; Zeitschrift, herausgegeben von der Reichsfachschaft&amp;amp;nbsp;VI (Geschichte) im NS-Lehrerbund&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Japanische Suite&amp;#039;&amp;#039;, Lyrik&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Polykrates&amp;#039;&amp;#039;, Theaterstück&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Saul&amp;#039;&amp;#039;, Theaterstück&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Narren Gottes&amp;#039;&amp;#039;. Historischer Roman über die schlesischen Glaubenskämpfe&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vogt Bartold. Der große Zug nach dem Osten&amp;#039;&amp;#039;, Roman, 1939 (1942 auch holländisch)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Symphonie um Gott –  Sinngedichte&amp;#039;&amp;#039;, Schwarzhäupter Leipzig, 1942&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Major und die Stiere&amp;#039;&amp;#039;, Roman, F. M. Bourg Verlag, Düsseldorf, 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Boß und seine Narren&amp;#039;&amp;#039;. Kein Roman. Düsseldorf. Dr. L. Muth Verlag 1956&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Major und die Stiere]]&amp;#039;&amp;#039; (1955) von [[Eduard von Borsody]], mit [[Attila Hörbiger]], [[Hans von Borsody]], [[Chris Howland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Denis Schimmelpfennig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Venatier – der völkische Erzieher&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Rolf Düsterberg]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das »Dritte Reich«&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2. Aisthesis, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-89528-855-5, S. 231–268.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117369969}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0892896}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lyrikwelt.de/autoren/venatier.htm Lyrikwelt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117369969|LCCN=n/2003/77010|VIAF=50001256}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Venatier, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im SV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Venatier, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Februar 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alazon</name></author>
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