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	<title>Hans Ulrich Lenzlinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T17:17:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;At40mha: Hilfe:Wikisyntax/Validierung#Fehlendes End-Tag behoben</title>
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		<updated>2025-11-01T09:47:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Hilfe:Wikisyntax/Validierung&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Hilfe:Wikisyntax/Validierung (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Hilfe:Wikisyntax/Validierung#Fehlendes End-Tag&lt;/a&gt; behoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Ulrich Lenzlinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Juli]] [[1929]] in [[Uster]]; † [[5. Februar]] [[1979]] in [[Zürich]]) war ein [[Schweiz]]er [[Fluchthelfer]], [[Lebemann]] und Abenteurer. Polizeiakten, die Ende 2012 veröffentlicht wurden, ergaben, dass die Vermutung, er sei Opfer der [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] geworden, unbegründet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lenzlinger wurde als Sohn eines Innenarchitekten und einer Bauerstochter geboren. Insider beschrieben ihn als «liebenswerten Kerl»,&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZ&amp;quot;&amp;gt;Ricardo Tarli: «Der Pate von Höngg», Mordfall Lenzlinger, Aargauer Zeitung, 15. Januar 2013 ([https://web.archive.org/web/20240517233458/https://ricardotarli.com/wp-content/uploads/2014/10/fall-lenzlinger_tarli.pdf PDF, Archiv]).&amp;lt;/ref&amp;gt; hilfsbereit und charmant, aber auch als aufbrausend, exzentrisch und unberechenbar. Seine Mutter, die mit ihm bis zu ihrem Tod gemeinsam in seinem stattlichen Haus in Zürich-[[Höngg]], Ackersteinstrasse 116, gewohnt hatte, vergötterte er. Von 1971 bis 1973 und dann noch einmal von 1975 bis 1977 war er mit der zwanzig Jahre jüngeren&amp;lt;!-- Wirtstochter --&amp;gt; Bernadette&amp;lt;!-- Hatte die keinen Nachnamen? --&amp;gt; verheiratet. Im Keller seines Hauses betrieb er mit ihr ein florierendes Bordell mit dem Namen «Salon Procot», das als Massagesalon getarnt war. Ein halbes Jahr nach Eröffnung wurde es durch die Polizei geschlossen, Lenzlinger und seine Ehefrau wurden 1972 wegen [[Kuppelei]] verurteilt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höngger&amp;quot;&amp;gt;Stefan Hohler: [https://hoengger.ch/wer-hat-hans-ulrich-lenzlinger-ermordet-2/ &amp;#039;&amp;#039;Wer hat Hans Ulrich Lenzlinger ermordet?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Höngger Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 14. August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Polizeiakten ist ferner von «Müßiggang» die Rede, neben einem «bemerkenswerten Frauenverschleiss»&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZ&amp;quot;/&amp;gt; hatte er ein Faible für Reitpferde und schnelle Autos. Später kam seine Liebe zu [[Liste der Haushunde|Doggen]] hinzu, von denen er sechs auf seinem Grundstück hielt. Ferner besass er dort [[Serval]]e, [[Kragenbär]]en, [[Gepard|Indische Geparden]], [[Löwe]]n, einen [[Puma]] und einen [[Leopard]]en. In den 1960er-Jahren erhielt Lenzlinger zahlreiche [[Strafanzeige]]n wegen unterschiedlichster Delikte: [[Betrug (Schweiz)|Betrug]], Kuppelei, [[Freiheitsberaubung]], [[Hehlerei]], [[Nötigung (Schweiz)|Nötigung]], [[Körperverletzungsdelikt|Körperverletzung]], [[Erpressung]]sversuch, [[Ausweisfälschung]] und [[Waffenrecht|illegaler Waffenbesitz]] sowie einige Strafuntersuchungen wegen [[Vermögensdelikt]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lenzlinger lebte vom schnellen Geld und handelte mit diversen verbotenen Waren. Er kannte Bezugsquellen von [[Chinchillas|Chinchilla-Fellen]] und von Kunstgegenständen aus Afrika, er schmuggelte Gold, Devisen, Antiquitäten und Menschen. Ferner war er laut Polizeiakten auch an Waffengeschäften beteiligt. Diese Straftaten brachten ihm mehrjährige Haftstrafen ein, die ihn aber nicht von weiteren Geschäften dieser Art abhielten. Ein Fluchtversuch aus einer [[Haft]] im Bezirksgefängnis [[Meilen]], der von seinen Mitarbeitern vorbereitet worden war, misslang wegen eines Hinweises an die Polizei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit der Verabschiedung des deutsch-deutschen [[Transitabkommen]]s 1971 geriet Lenzlinger auch in den Fokus internationaler Sicherheitsorgane. Er hatte sich auf die Fluchthilfe in besonders präparierten Fahrzeugen spezialisiert und damit seit der Mitte der 1960er-Jahre den Unmut der Grenz- und Sicherheitsorgane der DDR zugezogen. Auch die [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] sowie die Schweiz waren nicht länger an diesem Treiben interessiert, drohten doch dadurch nicht zuletzt die wirtschaftlichen Beziehungen zurückzugehen. Lenzlinger und seine Leute, die unter seiner [[Treuhand]]firma &amp;#039;&amp;#039;Aramco&amp;#039;&amp;#039; handelten, hatten sich auf hochspezialisierte Arbeitskräfte wie Ärzte und medizinisches Personal konzentriert und kassierten 50&amp;#039;000 [[Deutsche Mark|D-Mark]] pro Erfolg. Er selbst brüstete sich mit über 700 Personen, die er in den Westen brachte, während die Stasi von 122 sprach. Dieser Ansicht waren auch die Schweizer Behörden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höngger&amp;quot;/&amp;gt;. Der deutsche Fluchthelfer [[Rainer M. Schubert]], der 1976 in der DDR zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, arbeitete für ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Nawrocki]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20200225232302/https://www.zeit.de/1976/06/die-profis-im-menschenhandel/komplettansicht Die Profis im Menschenhandel.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Januar 1976 (Archiv).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. April 1973 traf sich der Schweizer Konsul [[Max Kissling]] mit Vertretern des [[Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR|Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR]] in [[Ost-Berlin]]. Weitere Vorstösse auf politischer Ebene folgten. Trotz mehrerer Einschüchterungsversuche sowohl vom [[Staatsschutz#Situation in der Schweiz|Schweizer Staatsschutz]] als auch von der Stasi – nachweisen konnte man ihm nichts – betrieb er dieses Unternehmen bis zu seiner Verhaftung im Sommer 1976.&amp;lt;!-- Was war zwischen 1976 und 1979? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ermordung ==&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 1979 wurden auf Lenzlinger in seinem Haus in der Ackersteinstrasse fünf Schüsse abgefeuert, von denen zwei tödlich trafen. Er wurde 49 Jahre alt. Man geht heute von einem Einzeltäter aus, der eher im kriminellen Umfeld Lenzlingers zu suchen sein dürfte. Vermutungen, die Stasi habe hinter dem Attentat gesteckt, gelten als widerlegt. Zum Zeitpunkt der Tat waren seine Aktivitäten als Fluchthelfer seit mehreren Jahren eingeschlafen. Ausserdem wäre der Ort des Verbrechens der Stasi wegen des Risikos der Entdeckung und der schwierigen Bedingungen für eine Flucht viel zu riskant gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Ulrich Lenzlingers persönliche Karriere war zum Zeitpunkt seiner Ermordung bereits mehrere Jahre im Fallen begriffen. Er war finanziell schwer angeschlagen und legte keinen Wert mehr auf sein Äusseres. Auch wurde er mit seiner eigenen Sicherheit nachlässiger. Morgens um kurz nach acht Uhr hatte seine Freundin mit den sechs Doggen das Haus für einen Morgenspaziergang verlassen. Der Mörder muss zur Waschküchentür eingedrungen sein, die offensichtlich unverschlossen war – beides Tatsachen, die dem Eindringling bekannt gewesen sein müssen. Im Arbeitszimmer kam es zu einem kurzen Handgemenge, was zur Vermutung führte, dass die Ermordung nicht durch einen professionellen Auftragsmörder durchgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesanzeiger.ch/lenzlinger-kaempfte-mit-seinem-moerder-998541896361 Lenzlinger kämpfte mit seinem Mörder], im [[Tages-Anzeiger]] vom 15. Januar 2013; abgerufen am 19. Februar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 30 Jahren, im Jahr 2009, verjährte der Mord, sodass der Täter nicht mehr gerichtlich belangt werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höngger&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stefan Hohler: &amp;#039;&amp;#039;Hans Ulrich Lenzlinger: Fluchthelfer, Abenteurer und Lebemann&amp;#039;&amp;#039;, Stämpfli, Bern 2012, ISBN 978-3-7272-1264-2, unter anderem mit der Geschichte von [[Peter und Christa Gross-Feurich]].&lt;br /&gt;
* Daniel Durandet: &amp;#039;&amp;#039;Le Passeur&amp;#039;&amp;#039;, Ramsay, Paris 1981, ISBN 2-8595-6205-2, S. 110&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Marc Tribelhorn: [https://www.nzz.ch/schweiz/bundeshaus-die-verrueckte-geschichte-des-hans-ulrich-lenzlinger-ld.1552142 &amp;#039;&amp;#039;Ein Mann sieht rot – Selbstjustiz vor dem Bundeshaus.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. April 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Video, Dokumentation ==&lt;br /&gt;
* [https://www.srf.ch/play/tv/-/video/-?urn=urn:srf:video:b27e243e-0d75-4d53-81a6-57923d99e411 &amp;#039;&amp;#039;Zürich, Berlin – Geschäft mit der Freiheit.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rundschau (SRF)]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Februar 1972 (10 Min.).&lt;br /&gt;
* Martin Meier: &amp;#039;&amp;#039;Der Mord an Fluchthelfer Lenzlinger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[DOK (Fernsehsendung)|SRF DOK]]&amp;#039;&amp;#039;, «Ungelöste Kriminalfälle», 2006.&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=sWUFXpkgEnM &amp;#039;&amp;#039;Hans Ulrich Lenzlinger – Fluchthelfer, Abenteurer und Lebemann.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[YouTube]], 19. November 2012 (Buchvernissage mit Stefan Hohler; 8 Min.).&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=-_dMOR59buo &amp;#039;&amp;#039;Hans Ulrich Lenzlinger sein mysteriöse Leben – Geschäfte – Tod.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Wolf Entertainment&amp;#039;&amp;#039;, [[YouTube]], 19. Dezember 2024 (19 Min.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20190529134935/https://www.tagesanzeiger.ch/19603159/print.html/ereignis-i/der-fall-lenzlinger/s.html Der Fall Lenzlinger] Dossier beim &amp;#039;&amp;#039;[[Tages-Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039; (Archiv).&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160108132018/https://www.nzz.ch/newzzDLDFK5NR-12-1.312380 &amp;#039;&amp;#039;Neue Spur im Mordfall Lenzlinger.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 4. Oktober 2003 (Archiv).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=135843790|LCCN=n/81/98484|VIAF=80292327}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lenzlinger, Hans Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluchthelfer (deutsche Teilung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer eines ungeklärten Tötungsdelikts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lenzlinger, Hans Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Fluchthelfer, Lebemann und Abenteurer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juli 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Uster]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Februar 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;At40mha</name></author>
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