<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Stieber</id>
	<title>Hans Stieber - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Stieber"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Stieber&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T15:01:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Stieber&amp;diff=1583887&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Schulzeit und Musikstudium */ Konservatorium Sondershausen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Stieber&amp;diff=1583887&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-08T17:09:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schulzeit und Musikstudium: &lt;/span&gt; Konservatorium Sondershausen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Albert Oskar Stieber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. März]] [[1886]] in [[Naumburg (Saale)|Naumburg an der Saale]]; † [[18. Oktober]] [[1969]] in [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Dirigent]], [[Komponist]] und [[Geiger (Musiker)|Geiger]]. Er war Gründungsdirektor der [[Staatliche Hochschule für Theater und Musik Halle|Staatlichen Hochschule für Theater und Musik Halle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Familie ===&lt;br /&gt;
Stiebers Urgroßmutter mütterlicherseits Friederike Komitsch, geb. Schaffner, war Schauspielerin am [[Schauspielhaus Berlin|Berliner Hoftheater]] und in erster Ehe mit dem Schauspieler [[Ludwig Devrient]] verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider201&amp;quot; /&amp;gt; Sein Großvater war der promovierte Jurist [[Wilhelm Stieber]], der als Polizeidirektor und Geheimer Regierungsrat beim [[Preußisches Staatsministerium|preußischen Innenministerium]] in Berlin wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Stieber wurde 1886 als ältester von vier Söhnen des Juristen Paul Stieber (1856–1944), und dessen Frau Elsbeth (Else) (1861–1940), geb. Biermann, in Naumburg an der Saale in der preußischen [[Provinz Sachsen]] geboren. Der Vater schaffte es bis zum 1. Direktor der Norddeutschen [[Knappschaft]]s-Pensionskasse in Halle an der Saale. Darüber hinaus machte er sich als Heilstättengründer einen Namen. Außerdem war er geschäftlicher Leiter der Luther-Festspiele und organisierte die Bergkonzerte in Halle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://glass-portal.hier-im-netz.de/suelzhayn/person/stieber1.htm Paul Stieber], glass-portal.hier-im-netz.de, abgerufen am 11. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hans Stiebers Bruder [[Paul Devrient|Walter Stieber]] (1890–1973) war Opern- und Konzertsänger (Tenor), insbesondere ein gefragter [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]]- und [[Giuseppe Verdi|Verdi]]-Interpret.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hugo Thielen]]: &amp;#039;&amp;#039;Stieber, Hans&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Klaus Mlynek]], [[Waldemar R. Röhrbein]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 605.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war [[evangelisch-lutherisch]]er Konfession und ab 1920 mit der aus [[Ostfriesland]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter8&amp;quot; /&amp;gt; stammenden Gretel Elisabeth, geb. Runge, verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulzeit und Musikstudium ===&lt;br /&gt;
Stieber besuchte das [[Stadtgymnasium Halle]]. Als Schüler begeisterte er sich für das [[Puppentheater]], gleichzeitig erhielt er Klavierunterricht durch seinen musikinteressierten Vater.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider201&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein musikalisches Interesse mündete 1902&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig, Archiv, A, I.1, 8622 (Studienunterlagen)&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Aufnahme eines Musikstudiums am [[Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig|Leipziger Konservatorium]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider201&amp;quot; /&amp;gt; Er studierte beim ehemaligen Konzertmeister des [[Gewandhausorchester]]s [[Arno Hilf]] (Violine) und beim Gewandhauskapellmeister [[Arthur Nikisch]] (Dirigieren) sowie bei [[Stephan Krehl]] (Theorie) und [[Heinrich Zöllner]] (Komposition). Von 1906 bis 1908 führte er seine Studien wohl aus gesundheitlichen Gründen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter8&amp;quot; /&amp;gt; am Fürstlichen [[Konservatorium Sondershausen]] in [[Schwarzburg-Sondershausen]] fort. Dort wurde er entscheidend vom Institutsdirektor [[Carl Corbach]] gefördert. 1909 legte er öffentlich seine Prüfungen ab. Er spielte als Bratschist [[Antonín Dvořák|Dvořáks]] 14. Streichquartett, dirigierte eine Arie aus [[Felix Mendelssohn Bartholdy|Mendelssohns]] Oratorium &amp;#039;&amp;#039;[[Elias (Mendelssohn)|Elias]]&amp;#039;&amp;#039; und wirkte als Solist beim [[Violinkonzert e-Moll (Mendelssohn)|Violinkonzert e-Moll]] des Komponisten mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider201&amp;quot;&amp;gt;Klaus Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Hans Stieber. Lebensdaten, Werkverzeichnis, Bibliographie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversche Geschichtsblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, NF 26 (1972) 3/4, S. 199–215, hier: S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stationen als Dirigent ===&lt;br /&gt;
Ab 1908 war er zunächst Violinist im [[Loh-Orchester Sondershausen]]. 1910 wurde er 2. Geiger der [[Anhaltische Philharmonie|Hofkapelle Dessau]] in [[Anhalt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter8&amp;quot;&amp;gt;Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Katalog zu den Sammlungen des Händel-Hauses in Halle&amp;#039;&amp;#039;. Teil 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachlässe und Teilnachlässe&amp;#039;&amp;#039;. Teil: H. 1: &amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. Händel-Haus, Halle an der Saale 1986, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Jahr wurde er außerdem Assistent des Hofkapellmeisters [[Franz Mikorey (Komponist)|Franz Mikorey]] und wirkte bis 1915 als [[Korrepetitor]] und Chorleiter am [[Anhaltisches Theater|Hoftheater]]. In den Sommermonaten war er als Geiger bei den [[Kurorchester Bad Kissingen|Kurorchestern Bad Kissingen]] (Bayern) und Bad Elster (Sachsen) tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider202&amp;quot;&amp;gt;Klaus Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Hans Stieber. Lebensdaten, Werkverzeichnis, Bibliographie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversche Geschichtsblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, NF 26 (1972) 3/4, S. 199–215, hier: S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach arbeitete er an verschiedenen deutschen Häusern: Er war Opernkapellmeister und Konzertdirigent am [[Theater Koblenz|Stadttheater Koblenz]] (1916) und an der Kammeroper München (1917). Am [[Opernhaus Kiel|Stadttheater Kiel]], wo er von 1917 bis 1920 wirkte, verantwortete er die Neuinszenierung von [[Luigi Cherubini|Cherubinis]] Oper &amp;#039;&amp;#039;Der Wasserträger&amp;#039;&amp;#039; mit selbst komponierten Rezitativen. 1920 wurde er Symphoniekonzert-Dirigent beim [[Staatskapelle Halle|Stadttheater-Orchester Halle]]. Die [[Generalprobe]]n des Orchesters öffnete er für den freien Besuch von Schulklassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider202&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großen Erfolg feierte 1921 die Uraufführung seiner ersten Oper &amp;#039;&amp;#039;Der Sonnenstürmer&amp;#039;&amp;#039; in Chemnitz, an dem auch sein Bruder als Sänger mitwirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Josef Kutsch]], [[Leo Riemens]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Großes Sängerlexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Rasa – Sutton&amp;#039;&amp;#039;. 4. erweiterte und aktualisierte Auflage, Saur, München 2003, ISBN 3-598-11598-9, S. 4539.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er komponierte in den 1920er und 1930er Jahren zahlreiche Bühnen- und Chorwerke, die in Hannover, Essen, Bremen, Wien, Leipzig und Breslau uraufgeführt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider202&amp;quot; /&amp;gt; 1928 führte das [[Gewandhaus-Quartett]] sein Streichquartett F-Dur urauf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter10&amp;quot;&amp;gt;Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Katalog zu den Sammlungen des Händel-Hauses in Halle&amp;#039;&amp;#039;. Teil 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachlässe und Teilnachlässe&amp;#039;&amp;#039;. Teil: H. 1: &amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. Händel-Haus, Halle an der Saale 1986, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1922 war er 15 Jahre freischaffend in Hannover tätig: Bis 1938 leitete er den &amp;#039;&amp;#039;Hannoverschen Männer-Gesangs-Vereins&amp;#039;&amp;#039;. 1923 debütierte er im Kuppelsaal der [[Hannover Congress Centrum|Stadthalle Hannover]]. Als Konzertdirigent interpretierte er u.&amp;amp;nbsp;a. [[Franz Liszt|Liszts]] [[Faust-Sinfonie]], [[Anton Bruckner|Bruckners]] [[5. Sinfonie (Bruckner)|5. Sinfonie]] und [[Gustav Mahler|Mahlers]] [[2. Sinfonie (Mahler)|2. Sinfonie]] (&amp;#039;&amp;#039;Auferstehungssinfonie&amp;#039;&amp;#039;). 1924 brachte er mit dem Männerchor und dem von ihm gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Hannoverschen Konzertchor&amp;#039;&amp;#039;, der späteren Singakademie, [[Hans Pfitzner|Pfitzners]] romantische Kantate &amp;#039;&amp;#039;[[Von deutscher Seele]]&amp;#039;&amp;#039; zur hannoverschen [[Erstaufführung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider202&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit am Leipziger Opernhaus ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1938 bekam Stieber eine Stelle als [[Dramaturg]], musikalischer Berater und Kapellmeister an der [[Oper Leipzig|Städtischen Oper Leipzig]]. Außerdem war er für die Komposition von Bühnen- und Schauspielmusiken zuständig, etwa &amp;#039;&amp;#039;Gutenberg in Mainz&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Schauspieldirektor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Mumanz&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Madame Devrient&amp;#039;&amp;#039;. Stieber wurde ferner Nachfolger von [[Gustav Wohlgemuth]] beim [[Leipziger Männerchor]]. 1941 reorganisierte er die [[Leipziger Singakademie]] und wurde deren Musikdirektor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider202f&amp;quot;&amp;gt;Klaus Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Hans Stieber. Lebensdaten, Werkverzeichnis, Bibliographie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversche Geschichtsblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, NF 26 (1972) 3/4, S. 199–215, hier: S. 202f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er komponierte in seiner Leipziger Zeit auch sinfonische Werke und Kantaten, die u.&amp;amp;nbsp;a. unter der Leitung von [[Hermann Abendroth (Dirigent)|Hermann Abendroth]] und [[Paul Schmitz (Dirigent)|Paul Schmitz]] im [[Gewandhaus (Leipzig)|Gewandhaus]] aufgeführt wurden. Die Uraufführung seiner Oper &amp;#039;&amp;#039;Der Dombaumeister&amp;#039;&amp;#039; fand 1942 am [[Oper Breslau|Opernhaus Breslau]] statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider202f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stieber war kein Parteimitglied, gehörte zum Freundeskreis des Leipziger Oberbürgermeisters und Widerstandskämpfers [[Carl Friedrich Goerdeler]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider203&amp;quot;&amp;gt;Klaus Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Hans Stieber. Lebensdaten, Werkverzeichnis, Bibliographie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversche Geschichtsblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, NF 26 (1972) 3/4, S. 199–215, hier: S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verstand sich als [[Spätromantik]]er. Nach Gert Richter (1986) prägten „bürgerliche christlich-humanistische Traditionen“ seine Tätigkeit. Stiebers Werke sind „von hohen moralischen Normen getragen“. Er ließ sich „nicht von nationalsozialistischer Idee korrumpieren oder in seinem Ethos bedrängen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter6&amp;quot;&amp;gt;Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Katalog zu den Sammlungen des Händel-Hauses in Halle&amp;#039;&amp;#039;. Teil 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachlässe und Teilnachlässe&amp;#039;&amp;#039;. Teil: H. 1: &amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. Händel-Haus, Halle an der Saale 1986, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stieber „vertonte nationalsozialistische Jubeltexte“, wie [[Harry Waibel]] (2011) darstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harry Waibel]]: &amp;#039;&amp;#039;Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-631-63542-1, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründungsdirektor der Musikhochschule Halle ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Staatliche Hochschule für Theater und Musik Halle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:HAL-Burgstr46 Lehmann1.JPG|mini|Ehemalige Staatliche Hochschule für Theater und Musik in Halle (2017)]]&lt;br /&gt;
Im Juni 1946 beauftragt von der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|sowjetischen Militäradministration]], gründete er 1947&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter12&amp;quot;&amp;gt;Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Katalog zu den Sammlungen des Händel-Hauses in Halle&amp;#039;&amp;#039;. Teil 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachlässe und Teilnachlässe&amp;#039;&amp;#039;. Teil: H. 1: &amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. Händel-Haus, Halle an der Saale 1986, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; u.&amp;amp;nbsp;a. gemeinsam mit [[Max Schneider (Musikhistoriker)|Max Schneider]], [[Walther Davisson]], [[Bronisław von Poźniak]] und [[Sigfrid Grundeis]] die &amp;#039;&amp;#039;Staatliche Hochschule für Theater und Musik&amp;#039;&amp;#039; in Halle, die er bis 1948 leitete. Von 1948 bis 1955 war er Professor und Leiter der Meisterklassen für [[Komposition (Musik)|Komposition]], Dirigieren und Operndramaturgie. Nach der Umwandlung in ein Schulmusikinstitut 1955 wurde er [[Emeritierung|emeritiert]], war aber als Senatsmitglied und Abteilungsleiter für die Fächer Komposition und Theorie weiterhin am Institut tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider203&amp;quot; /&amp;gt; Zu seinen Schülern gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Fritz Ihlau]] und [[Manfred Weiss (Komponist)|Manfred Weiss]]. Daneben baute er als musikalischer Leiter von 1948 bis 1953 die [[Singakademie Halle|Robert-Franz-Singakademie]] in Halle wieder auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider203&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastdirigate führten ihn u.&amp;amp;nbsp;a. nach Prag, Frankfurt am Main, Lübeck, Hannover und Leipzig. Eine Einladung zur &amp;#039;&amp;#039;Musik-Olympiade&amp;#039;&amp;#039; 1951 nach Salzburg schlug er indes aus. 1952 nahm er als Gast der [[Gesellschaft der Musikfreunde in Wien]] am 1. Internationalen Musikkongress teil. Er wurde Juror beim Solistenwettbewerb der Gesellschaft. Das &amp;#039;&amp;#039;Niederrheinische Chormusikfest&amp;#039;&amp;#039; in Mönchengladbach berief  ihn in deren Ehrenausschuss. Stieber war ferner Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Richard-Strauss-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; und der [[Gesellschaft für Musikforschung]]. Im Auftrag der Leipziger Musikhochschule nahm er musikdramaturgische Forschungen an Opernwerken der Gegenwart vor. Außerdem war er u.&amp;amp;nbsp;a. in der Kommission für Musiktheater im [[Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR]] tätig, für den er auch Gutachten anfertigte. Stieber war Ehrenmitglied des [[Richard-Wagner-Verband]]es und des &amp;#039;&amp;#039;Hannoverschen Männer-Gesangs-Vereins&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter15&amp;quot;&amp;gt;Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Katalog zu den Sammlungen des Händel-Hauses in Halle&amp;#039;&amp;#039;. Teil 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachlässe und Teilnachlässe&amp;#039;&amp;#039;. Teil: H. 1: &amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. Händel-Haus, Halle an der Saale 1986, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem war er fruchtbringend als Komponist tätig. Sein &amp;#039;&amp;#039;Zwiegespräch&amp;#039;&amp;#039; für Violine und Viola (1965) widmete er dem sowjetischen Violinvirtuosen [[Dawid Fjodorowitsch Oistrach|David Oistrach]], der die Partitur während eines Konzertes in Halle persönlich entgegennahm. Für [[Saschko Gawriloff]] komponierte er das Violinkonzert D-Dur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter13&amp;quot;&amp;gt;Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Katalog zu den Sammlungen des Händel-Hauses in Halle&amp;#039;&amp;#039;. Teil 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachlässe und Teilnachlässe&amp;#039;&amp;#039;. Teil: H. 1: &amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. Händel-Haus, Halle an der Saale 1986, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch befasste er sich musikalisch mit den Werken des Bildhauers [[Ernst Barlach]]. So wurde er Mitglied der [[Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg|Barlach Gesellschaft]] und im Barlach-Arbeitskreis im [[Kulturbund der DDR]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter14&amp;quot;&amp;gt;Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Katalog zu den Sammlungen des Händel-Hauses in Halle&amp;#039;&amp;#039;. Teil 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachlässe und Teilnachlässe&amp;#039;&amp;#039;. Teil: H. 1: &amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. Händel-Haus, Halle an der Saale 1986, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stieber verstarb 1969 an einer [[Lungenentzündung]] in Halle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter15&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Hans Stiebers Werke werden im &amp;#039;&amp;#039;Stieber-Archiv&amp;#039;&amp;#039; in der [[Stadtbibliothek Hannover]] und als teilweise erschlossener [[Nachlass|Teilnachlass]] (bearbeitet von Gert Richter&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.haendelhaus.de/de/hh/forschung/bibliothek/archivbest%C3%A4nde |wayback=20180705235504 |text=Archivbestände in der Bibliothek der Stiftung Händel-Haus}}, haendelhaus.de, abgerufen am 10. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;) in der Bibliothek der Stiftung [[Händel-Haus]] der Stadt Halle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem [[Œuvre]] gehören musikdramaturgische Werke wie [[Oper]]n, [[Kammeroper]]n und [[Singspiel]]e, [[Vokalmusik|Vokalwerke]], inklusive [[Chormusik|Chorsinfonik]], sowie [[Orchestermusik|Orchester-]] und instrumentale [[Kammermusik]]werke. Außerdem war er Autor mehrerer Bühnenschauspiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Sonnenstürmer&amp;#039;&amp;#039;  1921&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heilig Land&amp;#039;&amp;#039; (1925)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Eulenspiegel&amp;#039;&amp;#039; (1936)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Dombaumeister&amp;#039;&amp;#039; 1942&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rübezahls Brautfahrt&amp;#039;&amp;#039; 1944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise ==&lt;br /&gt;
* 1961: Kunstpreis der Stadt Halle (anlässlich ihrer 1000-Jahr-Feier)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider203&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1965: [[Händel-Preis]] des Rates des Bezirkes Halle&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter15&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hans-Stieber-Preis ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hans-Stieber-Preis}}&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Hallische Musiktage|Hallischen Musiktage]] wurde ab 1977 (postum) auf Vorschlag des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR der &amp;#039;&amp;#039;Hans-Stieber-Preis&amp;#039;&amp;#039; verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter15&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Abert]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Illustriertes Musik-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. J. Engelhorns Nachf., Stuttgart 1927.&lt;br /&gt;
* Ingrid Bigler-Marschall: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Theater-Lexikon]]. Biographisches und bibliographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Singer – Tzschoppe&amp;#039;&amp;#039;. Begründet von [[Wilhelm Kosch]]. Saur, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1998, ISBN 3-907820-30-4, S. 2344.&lt;br /&gt;
* Sigrid Fritzlar: &amp;#039;&amp;#039;Stieber, Hans&amp;#039;&amp;#039;. In: Gabriele Baumgartner, [[Dieter Hebig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der SBZ, DDR&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Maassen – Zylla&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1997, ISBN 3-598-11177-0, S. 898f.&lt;br /&gt;
* [[Walther Killy]] (†), [[Rudolf Vierhaus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche biographische Enzyklopädie]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 9: &amp;#039;&amp;#039;Schmidt – Theyer&amp;#039;&amp;#039;. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Saur, München 2005, ISBN 3-598-23299-3, S. 540.&lt;br /&gt;
* Erich H. Müller (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Musiker-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. W. Limpert-Verlag, Dresden 1929.&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 7323–7327. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
* Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Katalog zu den Sammlungen des Händel-Hauses in Halle&amp;#039;&amp;#039;. Teil 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachlässe und Teilnachlässe&amp;#039;&amp;#039;. Teil: H. 1: &amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. Händel-Haus, Halle an der Saale 1986.&lt;br /&gt;
* Gert Richter: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Händel-Hausmitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 1/1999, S. 37–41.&lt;br /&gt;
* Klaus Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Hans Stieber. Lebensdaten, Werkverzeichnis, Bibliographie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversche Geschichtsblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, NF 26 (1972) 3/4, S. 199–215.&lt;br /&gt;
* [[Horst Seeger]]: &amp;#039;&amp;#039;Musiklexikon. In zwei Bänden&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;L–Z&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Verlag für Musik VEB, Leipzig 1966, S. 449.&lt;br /&gt;
* Horst Seeger: &amp;#039;&amp;#039;Opern Lexikon&amp;#039;&amp;#039; Henschelverlag Kunst und Gesellschaft Berlin 1978, Lizenz-Nr. 414.235/15/78 &amp;#039;&amp;#039;Stieber Hans&amp;#039;&amp;#039; S. 523&lt;br /&gt;
* [[Hugo Thielen]]: &amp;#039;&amp;#039;Stieber, Hans&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Klaus Mlynek]], [[Waldemar R. Röhrbein]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 605.&lt;br /&gt;
* [[Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR]]: &amp;#039;&amp;#039;Komponisten und Musikwissenschaftler der Deutschen Demokratischen Republik. Kurzbiographien und Werkverzeichnisse&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neue Musik, Berlin 1959, S. 182f.&lt;br /&gt;
* [[Harry Waibel]]: &amp;#039;&amp;#039;Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-631-63542-1, S. 325.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Weiss (Komponist)|Manfred Weiss]]: &amp;#039;&amp;#039;Hallische Musikgeschichte: Erinnerungen an Hans Stieber&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Händel-Hausmitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 3/2000, S. 31–33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117244635}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117244635}}&lt;br /&gt;
* {{BMLO|s1876}}&lt;br /&gt;
* {{Kalliope|Person|117244635|Hans Stieber}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lvdk.homepage.t-online.de/hsp.html Hans Stieber und Hans-Stieber-Preis] beim Landesverband Sachsen-Anhalt Deutscher Komponisten e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren der Staatlichen Hochschule für Theater und Musik Halle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117244635|LCCN=n/2003/83326|VIAF=3243551}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stieber, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Direktor einer Hochschule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chorleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dramaturg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Geiger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Hochschule für Theater und Musik Halle)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassische Musik (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiktheater (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stieber, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stieber, Hans Albert Oskar (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist, Dirigent und Geiger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. März 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Naumburg (Saale)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
	</entry>
</feed>