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	<title>Hans Seibold - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Seibold&amp;diff=1780253&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 16. Januar 2026 um 23:12 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-16T23:12:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SeiboldHans.jpg|mini|Hans Seibold]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Seibold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, genannt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Seibold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1904]] in [[Unterkochen]]; † [[20. Mai]] [[1974]] in [[Seemoos (Friedrichshafen)]]), war ein deutscher Politiker ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) und [[Sturmabteilung|SA]]-Führer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Arbeiters besuchte die [[Volksschule]] in Unterkochen und die [[Oberrealschule]] in Aalen, die er 1919 mit der [[Mittlere Reife|Mittleren Reife]] abschloss. Bis 1923 absolvierte er eine technische Lehre beim [[Schwäbische Hüttenwerke|Schwäbischen Hüttenwerk Wasseralfingen]]. Anschließend war er für ein Jahr als Zeichner bei der J.M. [[Voith (Unternehmen)|Voith]] in [[Heidenheim an der Brenz]] tätig. Von 1924 bis 1927 wurde er an der [[Hochschule Esslingen|Staatlichen Höheren Maschinenbauschule]] in [[Esslingen am Neckar]] weitergebildet, die er nach der Abschlussprüfung als Maschineningenieur verließ. Vom Frühjahr 1927 bis zum 1. Januar 1934 war Seibold als Konstrukteur bei den [[Dornier-Werke|Dornier Metallbauten]] in [[Friedrichshafen]] tätig. 1929 heiratete Seibold; aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seibold trat zum 14. Dezember 1927 der NSDAP bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 72.024),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/41090093&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er am 6. März 1928 Bezirksleiter und am 1. Oktober 1932 Kreisleiter für Friedrichshafen/Tettnang wurde. In der [[Sturmabteilung|SA]] erreichte er 1933 den Rang eines Sturmbannführers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 24. April 1932 bis zur Auflösung dieser Körperschaft im Herbst 1933 war Seibold Mitglied des [[Landtag des freien Volksstaates Württemberg|Württembergischen Landtages]]. Anschließend saß er von [[Reichstagswahl November 1933|November 1933]] bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 als Abgeordneter für den Wahlkreis 31 (Württemberg) im [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|nationalsozialistischen Reichstag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Ausscheiden bei Dornier war Seibold ab 1934 hauptamtlicher NSDAP-Kreisleiter. In dieser Funktion geriet Seibold in Konflikt mit dem Friedrichshafener Polizeidirektor [[Eduard Quintenz (Landrat)|Eduard Quintenz]], der sich gegen Eingriffe der Kreisleitung in seinen Zuständigkeitsbereich wehrte. Nachdem Quintenz einen an Seibold gerichteten Privatbrief geöffnet hatte, wurde er auf Druck von Seibold aus der NSDAP ausgeschlossen. Später wurde der Parteiausschluss in eine Verwarnung abgemildert; Quintenz wurde als Landrat nach [[Oberndorf am Neckar|Oberndorf]] versetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Raberg383&amp;quot;&amp;gt;Raberg, &amp;#039;&amp;#039;Seibold, (Johannes) Hans&amp;#039;&amp;#039;, S. 383.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Seibold im April 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Nach der Teilnahme am [[Westfeldzug|deutschen Angriff im Westen]] wurde er im Oktober 1940 [[Unabkömmlichstellung|uk-gestellt]]. Im Herbst 1941 erneut einberufen, wurde Seibold im März 1942 an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] schwer verwundet und im Herbst 1942 als „dauerhaft arbeitsverwendungsunfähig“ entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Endphase des Krieges unterstützte Seibold die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] bei Erschießungen in Friedrichshafen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Raberg383&amp;quot; /&amp;gt; Kurz vor dem Eintreffen französischer Truppen in der Stadt flüchtete er, wurde jedoch im nahegelegenen [[Kressbronn am Bodensee|Kressbronn]] gefangen genommen. Nach Zeitzeugenberichten soll Seibold ähnlich wie der NSDAP-Kreisleiter von Schwäbisch Hall, [[Otto Bosch]], von den Besatzungstruppen öffentlich an den Pranger gestellt worden sein, „damit sie von Bürgern geschlagen, beworfen oder bespuckt werden konnten“. Zudem soll er gezwungen worden sein, „beim Tettnanger Schloß sein eigenes Grab zu schaufeln und nackt hineinzusteigen; dabei habe man ihn mit Salzwasser übergossen und stundenlang in der prallen Sonne liegenlassen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Arbogast: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftsinstanzen der württembergischen NSDAP. Funktion, Sozialprofil und Lebenswege einer regionalen NS-Elite 1920–1960.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1998, ISBN 3-486-56316-5, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben wurde Seibold in Paris an amerikanische Stellen übergeben; anschließend wurde er gemäß dem [[Automatischer Arrest|automatischen Arrest]] in Wiesbaden, Stuttgart und [[Internierungslager Dachau|Dachau]] interniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 5. bis 7. März 1947 wurde gegen Seibold und zwei weitere Angeklagte in einem der [[Fliegermorde|Fliegerprozesse]], die im Rahmen der [[Dachauer Prozesse]] stattfanden, vor einem amerikanischen [[Militärgericht]] verhandelt. Seibold wurde vorgeworfen, im Juli 1944 den Befehl zum Mord an einem US-Piloten gegeben zu haben,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Raberg384&amp;quot;&amp;gt;Raberg, &amp;#039;&amp;#039;Seibold, (Johannes) Hans&amp;#039;&amp;#039;, S. 384.&amp;lt;/ref&amp;gt; der nach einem Luftangriff auf Friedrichshafen bei [[Ailingen]] abgesprungen war. Der Pilot befand sich zunächst im Gewahrsam des Ailinger Bürgermeisters; während der Überführung zur Wehrmacht wurde er von einem Hilfspolizisten erschossen, angeblich bei einem Fluchtversuch. Seibold gab zu seiner Verteidigung an, er habe von dem Vorfall „erst am übernächsten Tag im Rahmen der eingehenden Fliegerangriff-Schadenmeldung“ erfahren. Das Gericht verurteilte Seibold und einen Mitangeklagten zu lebenslanger Haft; der dritte Angeklagte wurde zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde später auf 28 Jahre reduziert; im Juni 1955 wurde Seibold vorzeitig entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Maier: &amp;#039;&amp;#039;Friedrichshafen. Die Geschichte der Stadt vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; Gessler, Friedrichshafen 1994, ISBN 3-922137-46-6, S. 400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Haftentlassung arbeitete Seibold zunächst als Ingenieur bei einer Firma im Friedrichshafener Stadtteil Seemoos. Bei einem Verkehrsunfall im Dezember 1955 wurde er schwer verletzt. Zuletzt war er als kaufmännischer Angestellter bei einer Baufirma in Friedrichshafen tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Raberg384&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770052544|Seite=609}}&lt;br /&gt;
* {{bibISBN|3170166042|Seite=861}}&lt;br /&gt;
* [[Frank Raberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Seibold, (Johannes) Hans.&amp;#039;&amp;#039; In: Bernd Ottnad, Fred Ludwig Sepaintner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Baden-Württembergische Biographien.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Kohlhammer, Stuttgart 2002, ISBN 3-17-017332-4, S. 382–384.&lt;br /&gt;
* Frank Raberg: &amp;#039;&amp;#039;Hans Seibold: Verblendeter Wahnsinn und Sturheit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter, Helfer, Trittbrettfahrer. Band 5. NS-Belastete aus dem Bodenseeraum&amp;#039;&amp;#039;, Kugelberg, Gerstetten 2016, S. 236–247. ISBN 978-3-945893-04-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130526533}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;United States vs. Hans Seibold et al. - Case No. 12-931&amp;#039;&amp;#039; [https://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/fs65.pdf (pdf; 2,5&amp;amp;nbsp;MB)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130526533|VIAF=72502345}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seibold, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Friedrichshafen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Dachauer Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Volksstaat Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seibold, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Seibold, Johannes (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Unterkochen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Mai 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Seemoos (Friedrichshafen)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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