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	<title>Hans Scholl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Scholl&amp;diff=14046&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brighida: Änderungen von ~2026-25818-10 (Diskussion) auf die letzte Version von Brighida zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-28T12:19:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-25818-10&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-25818-10&quot;&gt;~2026-25818-10&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-25818-10&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-25818-10 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Brighida&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Brighida (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Brighida&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Scholl1 (Remini enhanced).jpg|mini|Hans Scholl]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Fritz Scholl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. September]] [[1918]] in [[Ingersheim an der Jagst]], [[Volksstaat Württemberg|Württemberg]], heute Teil von [[Crailsheim]]; † [[22. Februar]] [[1943]] in [[München]]) war ein deutscher [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]]. Er war Mitbegründer und prägendes Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe [[Weiße Rose]]. Zusammen mit [[Alexander Schmorell]] verfasste, vervielfältigte und verschickte er im Sommer 1942 die ersten vier [[Flugblätter der Weißen Rose]]. Auch an den späteren Aktivitäten der Weißen Rose war er maßgeblich beteiligt. Mit ihren sechs Flugblättern rief die Weiße Rose zum Widerstand gegen die [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Diktatur]] auf. Im [[Weiße-Rose-Prozesse|ersten Weiße-Rose-Prozess]] wurden Hans Scholl, seine Schwester [[Sophie Scholl]] und [[Christoph Probst]] vor dem [[Volksgerichtshof]] unter dem Vorsitz [[Roland Freisler]]s zum Tod verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Hans Scholls Eltern waren Magdalena Scholl geb. Müller (1881–1958), die bis zur Eheschließung [[Diakonisse]] war, und der Politiker [[Robert Scholl]] (1891–1973). Er hatte eine ältere Schwester, [[Inge Aicher-Scholl|Inge]] (1917–1998), und vier jüngere Geschwister: [[Elisabeth Hartnagel|Elisabeth]] (1920–2020), [[Sophie Scholl|Sophie]] (1921–1943), Werner (1922–1944) und die jüngste Schwester Thilde (1925–1926), die vor ihrem ersten Geburtstag starb. Zu den Kindern, mit denen Hans Scholl aufwuchs, gehörte auch Ernst Gruele (1915–1991),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Florian Kech |url=https://www.badische-zeitung.de/wie-ein-schwarzwaldbauer-die-angehoerigen-der-geschwister-scholl-versteckte--179985866.html |titel=Wie ein Schwarzwaldbauer die Angehörigen der Geschwister Scholl versteckte |werk=badische-zeitung.de |datum=2019-11-29 |abruf=2024-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein älterer Halbbruder aus einer vorehelichen Beziehung des Vaters. Die Kinder wurden von den Eltern zu christlichen und liberalen Werten erzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie Scholl lebte von 1919 bis 1930 in [[Forchtenberg]] und danach bis 1932 in [[Ludwigsburg]], wo Hans die Oberrealschule besuchte (das heutige Mörike-Gymnasium).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albert Sting]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Ludwigsburg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Von 1816 bis zum Kriegsende 1945.&amp;#039;&amp;#039; Ungeheuer + Ulmer, Ludwigsburg 2005, ISBN 3-930872-08-0, S. 476–478.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1932 zog die Familie Scholl nach [[Ulm]]. Dort besuchte Hans die Kepler-Oberrealschule (das heutige [[Kepler-Gymnasium Ulm]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ulm_artikel,-auf-den-spuren-der-geschwister-scholl-in-ulm-_arid,10820894.html | wayback=2018-02-17 |text=&amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren der Geschwister Scholl in Ulm&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Hans Scholl wurde im Alter von zwölf Jahren Mitglied im [[Christlicher Verein Junger Menschen|Christlichen Verein Junger Männer (CVJM)]]. Er wurde gegen den erklärten Willen des Vaters ab 15. April 1933 ein zunächst begeistertes Mitglied der [[Hitlerjugend]] und nahm anfangs Führungsposten im [[Deutsches Jungvolk|Jungvolk]] der Hitlerjugend ein. Er gehörte dem ‚Jungbann Donauland‘ des Jungvolks an. Das Ulmer Jungvolk, in dem Hans Scholl ab Oktober 1933 Führungsaufgaben hatte, war von Max von Neubeck aufgebaut worden. Dieser war ein ehemaliges Mitglied der [[Deutsche Jungenschaft vom 1. November 1929|Deutschen Jungenschaft vom 1. November 1929]] (dj.1.11), einer [[Bündische Jugend|bündischen]] Jugendgruppe. Die Gruppe pflegte deswegen andere Stilformen, z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Kohte]]nzelt, andere Lieder (u.&amp;amp;nbsp;a. russische) und trug eine andere Fahne als die Hitlerjugend oder das sonstige Jungvolk. Dass sich Neubeck nach seiner Beförderung zum Stammführer des Ulmer Jungvolks von den von ihm selbst eingeführten Formen und Gedanken der bündischen Jugend/dj.1.11 abkehrte, brachte Hans Scholl gegen ihn auf. Am 1. Mai 1935 wurde er gleichwohl vom Jungzugführer zum Fähnleinführer befördert. Assistiert von [[Ernst Reden]] (1914–1942) aus Köln, der als Soldat in Ulm diente, führte Hans Scholl mit seinem Fähnlein in der HJ eine dj.1.11-Horte von etwa zehn Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1935 nahm er als einer von drei Fahnenträgern aus Ulm am „Reichsparteitag der Freiheit“ der NSDAP in Nürnberg teil. In dieser Zeit begann sich seine Haltung gegenüber dem [[NS-Regime]] allmählich zu wandeln. Eine Ursache war, dass der in der Hitlerjugend geförderte Fanatismus und die bedingungslose Unterordnung unter die dort herrschenden Machtstrukturen ihm mehr und mehr zuwider wurden. Vom 9. August bis zum 3. September 1936 nahm Scholl zusammen mit Rolf Futterknecht und acht weiteren Jungen an einer Nordlandfahrt nach [[Lappland]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert M. Zoske: &amp;#039;&amp;#039;Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose – Eine Biografie.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2018, S. 30 und 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Abitur ===&lt;br /&gt;
Dem [[Abitur]] am 16. März 1937 folgte ein halbes Jahr [[Reichsarbeitsdienst]] in Göppingen und die Einberufung zum Wehrdienst bei der [[Wehrmacht]] ([[Kavallerie-Regiment 18 (Wehrmacht)#Angehörige des Regiments|Kavallerie-Regiment 18]]) nach [[Bad Cannstatt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1937 entwarf [[Fritz Stelzer]] ein Briefkopfwappen für Hans Scholl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert M. Zoske |Titel=Flamme sein!: Hans Scholl und die Weiße Rose |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=C. H. Beck |Ort= |Datum=2018-01-26 |ISBN=9783406700262 |Seiten=40 |Online=https://books.google.de/books?id=wj1EDwAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq= |Abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Scholl hatte konkrete Vorstellungen und wollte als [[Klischee (Drucktechnik)|Klischee]] ein waagerechtes Schwert mit einer Blume und dem darunter stehenden Wort &amp;#039;&amp;#039;Trabanten.&amp;#039;&amp;#039; Stelzer brachte die Blume auf einem Schild unter und ein [[Druckstock]] entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert M. Zoske |Titel=Sehnsucht nach dem Lichte – Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl: Unveröffentlichte Gedichte, Briefe und Texte |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Herbert Utz Verlag |Ort= |Datum=2014-09-25 |ISBN=9783831643219 |Seiten=217 ff. |Online=https://books.google.de/books?id=w2ObBAAAQBAJ&amp;amp;pg= |Abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sinnbildlich streckt der Trabant den Gegnern eine Blume entgegen, welche untergelagert das Schwert hat, wodurch die Aussage nach Schönheit und Stärke vereint wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1937 wurden Hans Scholl und seine Geschwister Inge, Sophie und Werner für kurze Zeit inhaftiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SWR&amp;quot; /&amp;gt; Hans Scholl selbst wurde am 14. Dezember 1937 wegen „bündischer Betätigung“ nach einer Strafanzeige nach §&amp;amp;nbsp;175&amp;amp;nbsp;a StGB (homosexuelle Betätigung) am 25. November 1937 in der Kaserne in [[Bad Cannstatt]] verhaftet. Ein weiterer Grund für die Klageerhebung gegen Scholl durch das Sondergericht Stuttgart waren Vorwürfe zu homosexuellen Handlungen mit einem anderen Jungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Leander F. Badura |Titel=Buchmesse Spezial – „Er dichtete über Gott, über Maria“ |Sammelwerk=Der Freitag |ISSN=0945-2095 |Online=https://www.freitag.de/autoren/lfb/er-dichtete-ueber-gott-ueber-maria |Abruf=2024-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Hans Scholl und andere wurde ein Verfahren nach §&amp;amp;nbsp;174 und §&amp;amp;nbsp;175 sowie wegen Fortsetzung der mittlerweile verbotenen bündischen Jugend eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.scholl.rosa-winkel.de/ Biografie auf &amp;#039;&amp;#039;rosa-winkel.de&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 4. April 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30. Dezember 1937 wurde Hans Scholl nach Aufhebung des Haftbefehls vom 15. Dezember 1937 wieder freigelassen. Am 6. Januar 1938 war er wieder in der Kaserne. Am 2. Juni 1938 wurde durch das Sondergericht Stuttgart das Strafverfahren gegen Hans Scholl nach dem [[Straffreiheitsgesetz#Nationalsozialismus|Straffreiheitsgesetz vom 30. April 1938]] eingestellt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.evangelisch.de/inhalte/151846/22-09-2018/widerstandskaempfer-mitbegruender-weisse-rose-hans-scholl-100-geburtstag |titel=Hans Scholl: &amp;quot;Gott ist bei uns&amp;quot; |sprache=de |abruf=2026-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, was als [[Amnestie]] zu werten ist; Ernst Reden dagegen wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert M. Zoske: &amp;#039;&amp;#039;Sehnsucht nach dem Lichte – Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl: Unveröffentlichte Gedichte, Briefe und Texte&amp;#039;&amp;#039;, Herbert Utz Verlag, 2014, S. 407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium in München ===&lt;br /&gt;
Ab dem Frühjahr 1939 studierte Scholl an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] [[Medizin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://weisse-rose-stiftung.de/fkt_standard2.php?aktion=ls&amp;amp;ma=cs&amp;amp;c_id=mamura&amp;amp;id=08569437&amp;amp;page=1&amp;amp;topic=013&amp;amp;mod=2%E3%80%88=de |titel=Hans Scholl |hrsg=Weiße Rose Stiftung e.&amp;amp;nbsp;V. |werk=weisse-rose-stiftung.de |abruf=2017-01-13 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170112071735/http://weisse-rose-stiftung.de/fkt_standard2.php?aktion=ls&amp;amp;ma=cs&amp;amp;c_id=mamura&amp;amp;id=08569437&amp;amp;page=1&amp;amp;topic=013&amp;amp;mod=2%E3%80%88=de|archiv-datum=2017-01-12 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Universität kam er in Kontakt mit Professoren, Lehrkräften und Studenten, die deutlich christlich-ethische und regimekritische Positionen vertraten. Daher begann Hans Scholl, seine eigene [[Weltanschauung|weltanschauliche]] Position kritischer zu hinterfragen. Viele seiner oft widersprüchlichen Eindrücke und die Auseinandersetzung mit christlichen Haltungen drängten nach Antworten. „Ich sehne mich nach einem geschlossenen Weltbild“ bekannte er seiner Freundin Rose Nägele.&amp;lt;ref&amp;gt;München 22. Mai 1941 in: Robert M. Zoske: &amp;#039;&amp;#039;Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose – Eine Biografie.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2018, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Semesterferien wurde er als Sanitäter zum Frontdienst eingezogen und nahm im Range eines Sanitätsfeldwebels am [[Westfeldzug|Frankreichfeldzug]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das während der direkten Fronteinsätze Erlebte verstärkte seine persönliche Haltung gegen die Machthaber und den Krieg im Besonderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abwendung vom Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
In der Folge wandten sich Hans und seine Geschwister vom [[Nationalsozialismus]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SWR&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-06 |url=https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=11088450/property=download/nid=660374/gq43kj/swr2-wissen-20130414.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Wendepunkt im Leben von Hans und Sophie Scholl – Wie das NS-Regime aus Anhängern Gegner machte&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2025-06-19 02:36:15 InternetArchiveBot}} swr.de, SÜDWESTRUNDFUNK, SWR2 AULA, 14. April 2013, PDF.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen Wendepunkt schilderte Hans Scholl in einem Brief an den katholischen Publizisten [[Carl Muth]] vom 22. Dezember 1941:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich bin erfüllt von der Freude, zum ersten Mal in meinem Leben Weihnachten eigentlich und in klarer Überzeugung christlich zu feiern. Wohl sind die Spuren der Kindheit nicht verweht gewesen, als man unbekümmert in die Lichter und das strahlende Antlitz der Mutter blickte. Aber Schatten sind darüber gefallen; ich quälte mich in einer gehaltlosen Zeit in nutzlosen Bahnen, deren Ende immer dasselbe verlassene Gefühl war und immer dieselbe Leere. Zwei tiefe Erlebnisse, von denen ich Ihnen noch erzählen muß. Und schließlich der grauenhafte Krieg, dieser Moloch, der von unten herauf in die Seelen aller Männer schlich und sie zu töten versuchte, machten mich noch einsamer. Eines Tages ist dann von irgendwoher die Lösung gefallen. Ich hörte den Namen des Herrn und vernahm ihn. In diese Zeit fällt meine erste Begegnung mit Ihnen. Dann ist es von Tag zu Tag heller geworden. Dann ist es wie Schuppen von meinen Augen gefallen. Ich bete. Ich spüre einen sicheren Hintergrund und ich sehe ein sicheres Ziel. Mir ist in diesem Jahr Christus neu geboren.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Scholls Jugendzeit ging zu Ende, und er machte Bekanntschaft mit Mädchen, Philosophie und Religion. Im Sommer 1941 hatte er die Medizinstudentin [[Traute Lafrenz]] bei einem Konzert kennengelernt und verliebten sich „einen Sommer lang“. Bald darauf sind Traute Lafrenz und Hans Scholl ein Paar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christina Warta |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/weisse-rose-ausstellung-die-liebe-fuehrte-sie-in-den-widerstand-1.786544 |titel=Die Liebe führte sie in den Widerstand |datum=2010-05-17 |sprache=de |abruf=2026-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach der Liebesbeziehung blieb Lafrenz Hans Scholl und seiner Familie eng verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begegnungen mit Theologen wie [[Theodor Haecker]] (1879–1945) und dem Schriftsteller [[Carl Muth]] (1867–1944) fanden später ihren Niederschlag in den Texten der verfassten Flugblätter. Resonanz fanden bei ihm auch die philosophischen Anschauungen von [[Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew|Nikolai Berdjajew]] (1874–1948) in den Schriften &amp;#039;&amp;#039;Das neue Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Der Sinn der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sönke Zankel]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit Flugblättern gegen Hitler: Der Widerstandskreis um Hans Scholl und Alexander Schmorell&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2007, S. 236–240.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser brandmarkte den Staat als „allesverschlingendes Idol“. Der Mensch steht also, nach Berdjajew am „Scheideweg“ und muss sich entscheiden zwischen Gott und dem Kaiser bzw. dem „Führer“. Um seine „geistige Freiheit“ nicht zu verlieren, muss der Mensch handeln, was Hans Scholl durch doppelte Anstreichungen im Text hervorhob. Mitte 1941 war ihm also klar geworden, dass es zu dieser Zeit nicht mehr um die Freiheit der Gedanken gehen konnte, sondern um einen Widerstand der Tat. Im Februar 1942 begann Hans Scholl dann, Leseabende für einen kleinen ausgesuchten Kreis von Studenten zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Brief an seine Schwester Elisabeth vom 28. Februar 1943 in: Robert M. Zoske: &amp;#039;&amp;#039;Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose – Eine Biografie.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2018, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt; An diesen Abenden wurden Vorträge gehalten, Diskussionen geführt und nicht selten ging es dabei auch kontrovers zu. So auch am 17. Juni 1942, als der Psychologe, Musikwissenschaftler und späteres Mitglied der Widerstandsgruppe [[Kurt Huber]] (*&amp;amp;nbsp;1893, hingerichtet 1943) teilnahm. Die Diskussion entbrannte an dem Thema, wie man „der Zerstörung der inneren Werte“ begegnen könne. „Man muss etwas tun, und zwar heute noch“, soll Huber verzweifelt gerufen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Verteidigungsrede Hubers in: Alexander Schmorell, Christoph Probst: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Briefe&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Christiane Moll (= Schriftenreihe der [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]], Reihe B: Quellen und Zeugnisse, Bd. 3). Lukas-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-065-8, S. 490.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Hans Scholl dann als letzten Auslöser dazu gebracht hatte, aktiven Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten, ist auch heute nicht bis ins Letzte bekannt. Einige Anhaltspunkte finden sich in Briefen, Aufzeichnungen und Erinnerungen von Menschen seines direkten Umfelds. Auch aus den Protokollen der Gestapo und aus Gerichtsunterlagen lassen sich einige Rückschlüsse ziehen. Hier ist aber die Wahrheitsfindung dadurch erschwert, dass es Dokumente seiner Gegner sind und Hans Scholl in den Vernehmungen bei der Gestapo Sachverhalte, Zusammenhänge und vor allem handelnde Personen verschleiert hat. Offenbar haben viele Bausteine eine wichtige Rolle gespielt, darunter Predigten des Bischofs von Münster, [[Clemens August Graf von Galen]], die [[Heinz Brenner (Widerstandskämpfer)|Heinz Brenner]] und [[Walter Hetzel]] unter anderem an die Familie Scholl geschickt hatten. In ihnen berichtete der Bischof über die Tötung von [[Geisteskrankheit|Geisteskranken]] und forderte zum Durchhalten gegen den „braunen Terror“ auf. Fest steht auch, dass sich Hans Scholl und Alexander Schmorell sehr intensiv mit den über Radio BBC ab März 1941 ausgestrahlten Rundfunkansprachen von [[Thomas Mann]] (1875–1955) auseinandersetzten und sich an den Themen und Inhalten orientierten. Denn auch sein Ziel war es, damit Menschen für den „passiven Widerstand“ zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vernehmung von Hans Scholl am 20. Februar 1943 in: Ulrich Chassy, Gerd R. Ueberschär: &amp;#039;&amp;#039;Es lebe die Freiheit. Die Geschichte der Weißen Rose&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2013, S. 293.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich wie Thomas Mann in einem Text vom Dezember 1941 argumentierte Hans Scholl, dass der Nationalsozialismus die Menschen vergewaltigt, „jeden einzelnen in ein geistiges Gefängnis gesteckt hat“, und forderte auf: „leistet passiven Widerstand ... ehe es zu spät ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Auszug aus dem 1. Flugblatt vom Juni 1942 in: Robert M. Zoske: &amp;#039;&amp;#039;Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose – Eine Biografie.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2018, S. 288ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über Schmorell lernte er die Medizinstudentin [[Traute Lafrenz]] kennen, die ab 1941 in München studierte. Mit ihr verband ihn bald eine enge Freundschaft, eine Zeitlang (Sommer 1941) waren beide ein Liebespaar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Traute Lafrenz: Die letzte Weiße Rose ist gestorben |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2023-03-10 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/kultur/traute-lafrenz-ist-tot-die-letzte-weisse-rose-a-5988d671-3fe4-4943-b7dd-cc17ac55e6f8 |Abruf=2024-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formierung der Weißen Rose ===&lt;br /&gt;
Die Widerstandsgruppe Weiße Rose entstand im Sommer 1942 als Flugblatt-Aktion von Hans Scholl und Alexander Schmorell. Erst später kamen weitere Freunde hinzu, die ebenfalls das NS-Regime ablehnten. Scholl und Schmorell fertigten die ersten vier Flugblätter an und verbreiteten sie. Die Flugblätter entstanden innerhalb von 16 Tagen, zwischen dem 27. Juni und dem 12. Juli 1942. In einer Auflage von jeweils ungefähr 100 Exemplaren wurden sie an „ausgewählte“ Personen versandt, deren Anschriften größtenteils aus „Telefon- und Adressbüchern“ stammten, wie Hans Scholl später im Verhör sagte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vernehmung Hans Scholl am 21. Februar 1943, in: Ulrich Chaussy, Gerd R. Ueberschär: &amp;#039;&amp;#039;Es lebe die Freiheit. Die Geschichte der Weißen Rose und ihrer Mitglieder in Dokumenten und Berichten&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2013, S. 239 und 351.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese vier Flugblätter hatten die Überschrift &amp;#039;&amp;#039;Flugblätter der Weißen Rose&amp;#039;&amp;#039;. Wie es zu dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Weiße Rose&amp;#039;&amp;#039; kam, ist unklar (vgl. [[Weiße Rose#Name]]). In den späteren Flugblättern wurde der Name &amp;#039;&amp;#039;Weiße Rose&amp;#039;&amp;#039; nicht mehr verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Flugblätter verstanden sich als Auftakt zu intensiverem Widerstand. Das erste beginnt mit den Worten: „Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ‚regieren‘ zu lassen.“ Am Schluss wird zum passiven Widerstand aufgerufen. Im zweiten Flugblatt wird über die [[Geschichte der Juden in Polen|Ermordung von 300.000 polnischen Juden]] berichtet: „Hier sehen wir das fürchterlichste Verbrechen an der Würde des Menschen, ein Verbrechen, dem sich kein Ähnliches in der ganzen Menschheitsgeschichte an die Seite stellen kann.“ Im dritten wird eindringlich zur [[Sabotage]] aufgefordert. Das vierte Flugblatt endet mit den Worten: „Wir schweigen nicht, wir sind Euer böses Gewissen; die Weiße Rose läßt Euch keine Ruhe!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== An der Ostfront ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Scholl und Alexander Schmorell.webp|mini|Alexander Schmorell und Hans Scholl 1942 in [[Gagarin (Smolensk)|Gschatsk]], Russland&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/biographien-ueber-hans-scholl-es-lebe-die-freiheit-15788388.html &amp;#039;&amp;#039;„Es lebe die Freiheit“&amp;#039;&amp;#039;] faz.net, 16. September 2018, Bildbeschreibung (Symbol auf dem Bild anklicken).&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ende Juli bis Anfang November 1942 wurden Hans Scholl und sein Mitstreiter [[Alexander Schmorell]] an die [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|„Ostfront“]] abkommandiert, wo sich der bereits am 13. Juni 1942 geschlossene Kontakt zu dem 24-jährigen [[Willi Graf]] weiter festigte. Auf der Hinfahrt sah Scholl, wie im [[Warschauer Ghetto]] mit der jüdischen Bevölkerung umgegangen wurde. In Russland erlebte er großes Elend. Verschlüsselt teilte er in einem Brief vom 17. August 1942 mit, dass dieses Elend „auf alle einen sehr entschiedenen Eindruck gemacht“ hat, er aber fernab „zur Inaktivität“ verdammt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Brief Hans Scholls vom 17. August 1942 an Kurt Huber in: Robert M. Zoske: &amp;#039;&amp;#039;Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose – Eine Biografie.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2018, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortsetzung des Widerstands ===&lt;br /&gt;
Im November 1942 kehrten Scholl, Schmorell und Graf zurück. Die Erfahrungen während des fünfzehnwöchigen Einsatzes in Russland stärkten den Willen zur Tat. Willi Graf beteiligte sich nun am Widerstand, ebenso Sophie Scholl, die im Mai 1942 zum Studieren von Ulm nach München gezogen war. Außerdem wurde der 49-jährige Musikwissenschaftler und Münchner Universitätsprofessor [[Kurt Huber]], der bei [[Opposition (Politik)|Oppositionellen]] angesehen war, für die Gruppe gewonnen. Die Gruppe nahm Kontakt mit anderen Widerstandsgruppen im [[Saarland]] und in [[Hamburg]] auf. In Ulm verbreitete eine Schülergruppe um [[Hans Hirzel (Politiker)|Hans Hirzel]] und [[Franz J. Müller]] die Flugblätter. Kontakte waren bis zu Verbindungsleuten der Harro-Schulze-Boysen/Arvid-Harnack-Gruppe in [[Berlin]] geschlossen worden. Diese hatte Alexander Schmorells Bekannte [[Lilo Ramdohr]] im November 1942 über [[Falk Harnack]] vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ton der Flugblatt-Texte verschärfte sich von der apokalyptischen Polemik hin zur politischen Vision: Im fünften Flugblatt, das Hans Scholl verfasst und Kurt Huber verbessert hatte, wird programmatisch von der &amp;#039;&amp;#039;Widerstandsbewegung in Deutschland&amp;#039;&amp;#039; gesprochen. Anlass für das sechste und letzte Flugblatt war der Ausgang der [[Schlacht von Stalingrad]]. Die Gruppe rief zum Kampf gegen die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gestapo photo of Hans Scholl.jpg|mini|hochkant|Hans Scholl, fotografiert von der Gestapo bei seiner Verhaftung im Februar 1943]]&lt;br /&gt;
Am 18. Februar 1943 verteilte Hans Scholl zusammen mit seiner Schwester Sophie in der Münchner Universität das Stalingrad-Flugblatt. Zuletzt stieß Sophie im zweiten Stock einen Stapel Flugblätter in den Lichthof der Eingangshalle hinab. Als der [[Pedell]] [[Jakob Schmid (Pedell)|Jakob Schmid]] die fallenden Blätter sah, hielt er die Geschwister Scholl fest und lieferte sie an die [[Geheime Staatspolizei]] (Gestapo) aus. Beide wurden inhaftiert. Am 20. Februar wurde auch [[Christoph Probst]] in Innsbruck festgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verurteilung und Hinrichtung ===&lt;br /&gt;
Am 22. Februar wurden die Geschwister Scholl und Christoph Probst durch den [[Volksgerichtshof]] unter der Leitung von [[Roland Freisler]] wegen „[[Wehrkraftzersetzung]]“, „[[Feindbegünstigung]]“ und „Vorbereitung zum [[Hochverrat]]“ zum Tod durch das [[Guillotine|Fallbeil]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/themen/PIOQQ3,0,0,Das_Todesurteil_und_die_Begr%FCndung.html &amp;#039;&amp;#039;Das Todesurteil und die Begründung.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bundeszentrale für politische Bildung]].&amp;#039;&amp;#039; 20. April 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Sophie und Hans Scholl Christoph Probst-1.jpg|mini|Grab von Hans und Sophie Scholl sowie von Christoph Probst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der evangelische Gefängnisseelsorger [[Karl Alt]] besuchte Sophie und anschließend Hans Scholl in der Todeszelle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sonntagsblatt.de/sophie-scholl-weisse-rose-gefaengnis-muenchen-pfarrer-karl-alt &amp;#039;&amp;#039;Weiße Rose: Wie der evangelische Pfarrer Karl Alt Sophie Scholl bis in den Tod begleitete&amp;#039;&amp;#039;] sonntagsblatt.de, 1. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er berichtete in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Todeskandidaten&amp;#039;&amp;#039; (1946), Hans habe ihn gebeten, das [[Hohelied der Liebe (1. Korinther 13)|Hohelied der Liebe]] und den [[Psalm 90|90. Psalm]] vorzulesen und das Abendmahl mit ihm zu feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Todesurteile wurden noch am Tag der Verurteilung im [[Justizvollzugsanstalt München|Gefängnis München-Stadelheim]] vom Henker [[Johann Reichhart]] vollstreckt. [[Walter Roemer]], Leiter der Vollzugsabteilung des Münchner Landgerichts, beaufsichtigte die Hinrichtungen. Hans Scholls letzte Worte sollen gewesen sein: „Es lebe die Freiheit!“ Er wurde 24 Jahre alt.&lt;br /&gt;
Die Geschwister Scholl und Christoph Probst wurden auf dem [[Friedhof am Perlacher Forst]] bestattet (Grab Nr. 73-1-18/19).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Februar wurden Hans’ Schwestern Elisabeth und Inge sowie seine Eltern in Ulm in „[[Sippenhaftung#Nationalsozialismus|Sippenhaft]]“ genommen. Elisabeth Scholl wurde wegen ihres Gesundheitszustands im April 1943 freigelassen. Die Mutter und die Schwester Inge wurden am 29. Juli 1943 vorläufig aus der Haft entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landtag-bw.de/contents/gedenkbuch/abgeordnete/VA_Scholl%2c%20Robert~134.html landtag-bw.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung und Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GedenktafelSchollFJS.JPG|mini|hochkant|Gedenktafel in der Franz-Joseph-Straße 13 in München. Ein Beispiel für hunderte gemeinsame Ehrungen der Geschwister Scholl.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsame Ehrungen:&lt;br /&gt;
* Hans Scholl wurde und wird auf vielfältige Weise zusammen mit anderen Mitgliedern der Weißen Rose geehrt, von Denkmalen und Ausstellungen bis zur Rezeption in Filmen, Theaterstücken und musikalischen Werken. Siehe dazu [[Würdigung der Weißen Rose]].&lt;br /&gt;
* Hans Scholl wurde und wird zumeist zusammen mit seiner Schwester Sophie geehrt. Siehe dazu [[Geschwister Scholl#Würdigung und Rezeption]].&lt;br /&gt;
* In [[Crailsheim]] wird Hans Scholl gemeinsam mit [[Eugen Grimminger]] geehrt, der ebenfalls aus Crailsheim stammte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadtarchiv-crailsheim.de/projekte/weisse-rose-erinnerung/ &amp;#039;&amp;#039;Weiße Rose-Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;] stadtarchiv-crailsheim.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Individuelle Ehrungen für Hans Scholl sind selten.&lt;br /&gt;
* Ein Wagen der [[Straßenbahn Ulm#Combino|Straßenbahn Ulm]], Baujahr 2008, trägt seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ulmereisenbahnen.de/strassenbahn/strassenbahn_fahrzeuge_combino_tw-49.htm Straßenbahn Ulm: Combino Tw 49 Hans Scholl]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2012: Das [[Auditorium maximum]] der [[Sanitätsakademie der Bundeswehr]] in der [[Ernst-von-Bergmann-Kaserne]] wurde nach Hans Scholl benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wehrmed.de/fuehrung-organisation/gedenkveranstaltung-weisse-rose-der-militaerische-widerstand-gegen-das-ns-regime.html &amp;#039;&amp;#039;Gedenkveranstaltung „Weiße Rose und der militärische Widerstand gegen das NS Regime“&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wehrmedizin und Wehrpharmazie]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2018: Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Es lebe die Freiheit&amp;#039;&amp;#039; zum 100. Geburtstag von Hans Scholl. Autoren: [[Elvira Lauscher]], [[Jörg Neugebauer (Autor)|Jörg Neugebauer]] und Thomas Laengerer, Regie: Thomas Laengerer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tw-ulm.com/archiv Archiv] auf tw-ulm.com (TheaterWerkstatt Ulm), Spielsaison 2018/19: Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Es lebe die Freiheit!&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2018: In Crailsheim fanden Veranstaltungen zum 100. Geburtstag von Hans Scholl statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtarchiv Crailsheim: Broschüre &amp;#039;&amp;#039;100. Geburtstag von Hans Scholl. Crailsheimer Veranstaltungen 2018&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.stadtarchiv-crailsheim.de/fileadmin/images/web/stadtarchiv/projekte/weisse-rose/100.Geburtstag_Hans-Scholl.pdf PDF]; 236 KB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Höhepunkt war die Enthüllung des neuen Scholl-Grimminger-Denkmals auf dem Weiße-Rose-Platz in Crailsheim am 22. September (Scholls Geburtstag).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadtarchiv-crailsheim.de/projekte/weisse-rose-erinnerung/scholl-grimminger-denkmal/ &amp;#039;&amp;#039;Scholl-Grimminger-Denkmal&amp;#039;&amp;#039;] stadtarchiv-crailsheim.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Sibylle Bassler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Weiße Rose – Zeitzeugen erinnern sich.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 2006, ISBN 978-3-498-00648-8.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Chaussy]], [[Gerd R. Ueberschär]]: &amp;#039;&amp;#039;„Es lebe die Freiheit“. Die Geschichte der Weißen Rose und ihrer Mitglieder in Dokumenten und Berichten&amp;#039;&amp;#039;.  Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-596-18937-3.&lt;br /&gt;
* Barbara Ellermeier: &amp;#039;&amp;#039;Hans Scholl. Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 2012, ISBN 978-3-455-50244-2.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Perlentaucher|barbara-ellermeier/hans-scholl.html|b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bernd Hamacher: &amp;#039;&amp;#039;Die Poesie im Krieg. Thomas Manns Radiosendungen.&amp;#039;&amp;#039;  in: &amp;#039;&amp;#039;Thomas Mann Jahrbuch 14&amp;#039;&amp;#039;, Herausgeber Thomas-Mann-Gesellschaft Lübeck e.V&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Herrmann (Pädagoge, 1939)|Ulrich Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom HJ-Führer zur Weißen Rose. Hans Scholl vor dem Stuttgarter Sondergericht 1937/38.&amp;#039;&amp;#039; Beltz Juventa, Weinheim und Basel 2012, ISBN 978-3-7799-2650-4 ([https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/978-3-7799-2650-4.pdf Leseprobe online] als PDF).&lt;br /&gt;
* Eckard Holler: &amp;#039;&amp;#039;Hans Scholl zwischen Hitlerjugend und dj.1.11 – Die Ulmer Trabanten.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Jugendbewegung, Stuttgart 1999.&lt;br /&gt;
* [[Inge Jens]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe und Aufzeichnungen von Hans und Sophie Scholl.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-10-036402-3.&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|445|446|Scholl, Hans|[[Michael Kißener]]|118610309}} (Text unter [https://www.deutsche-biographie.de/gnd118610317.html Scholl, Sophie]).&lt;br /&gt;
* [[Jakob Knab]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich schweige nicht. Hans Scholl und die Weiße Rose&amp;#039;&amp;#039;. wbg Theiss, Darmstadt 2018. ISBN 978-3-8062-3748-1.&lt;br /&gt;
* Henning Petershagen: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschwister Scholl.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Stadt Ulm. Zentrale Dienste, Öffentlichkeitsarbeit und Repräsentation, Nr. 3, 2001.&lt;br /&gt;
* Fritz Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;In Ulm, um Ulm und um Ulm herum. Illegale dj.1.11 in Stuttgart und Ulm 1933–1938.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;dj.1.11-Trilogie.&amp;#039;&amp;#039; Edermünde 2005.&lt;br /&gt;
* [[Inge Aicher-Scholl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Weiße Rose.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 1952 (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer-Taschenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 88); erweiterte Neuausgabe 1994, ISBN 3-596-11802-6.&lt;br /&gt;
* [[Harald Steffahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Weiße Rose.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1992, ISBN 3-499-50498-7.&lt;br /&gt;
* Peter Normann Waage: &amp;#039;&amp;#039;Es lebe die Freiheit! – Traute Lafrenz und die Weiße Rose.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8251-7809-3.&lt;br /&gt;
* [[Sönke Zankel]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit Flugblättern gegen Hitler. Der Widerstandskreis um Hans Scholl und Alexander Schmorell.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 2007.&amp;lt;ref&amp;gt;Rezensionen von Josef Henke: [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/aus-der-perspektive-der-gestapo-1671152.html &amp;#039;&amp;#039;Aus der Perspektive der Gestapo.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Juli 2008; [[Michael Kißener]]: [http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-9960 &amp;#039;&amp;#039;Rezension zu Zankels »Mit Flugblättern gegen Hitler. Der Widerstandskreis um Hans Scholl und Alexander Schmorell«.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[H-Soz-Kult]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Juli 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Robert Zoske|Robert M. Zoske]]: &amp;#039;&amp;#039;Sehnsucht nach dem Lichte – Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl. Unveröffentlichte Gedichte, Briefe und Texte.&amp;#039;&amp;#039; Herbert Utz, München 2014, ISBN 978-3-8316-4321-9.&lt;br /&gt;
* Robert M. Zoske: &amp;#039;&amp;#039;Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose – Eine Biografie.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-70025-5 [https://www.beck-shop.de/fachbuch/leseprobe/21921731_Leseprobe_Flammesein.pdf (Leseprobe online als PDF).]&lt;br /&gt;
* Fritz Schmidt: Hans Scholl. „Noch nie in meinem Leben war ich so Patriot ...“. Hans Scholl im Umfeld von dj.1.11 und sein verschlungener Weg in den Widerstand. Baunach 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118610309}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/biografie/hans-scholl Lebenslauf] bei [[LeMO]]&lt;br /&gt;
* {{GDW|hans-scholl}}&lt;br /&gt;
* [[Alexander Zinn (Historiker)|Alexander Zinn]]: [http://www.scholl.rosa-winkel.de/ Biografie] bei rosa-winkel.de&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/widerstandskreis-weisse-rose-hoeren-wir-endlich-auf-das-bild-von-halbgoettern-zu-zeichnen-a-436915.html &amp;#039;&amp;#039;„Hören wir endlich auf, das Bild von Halbgöttern zu zeichnen“&amp;#039;&amp;#039;] Interview mit dem Historiker [[Sönke Zankel]], spiegel.de, 14. September 2006&lt;br /&gt;
* Freimut Köster: [http://www.fkoester.de/kreiten/freisler/seite7.html &amp;#039;&amp;#039;Der Prozess gegen Hans und Sophie Scholl&amp;#039;&amp;#039;] (private Website zu [[Karlrobert Kreiten]])&lt;br /&gt;
* [https://www.quellen-weisse-rose.de/verzeichnisse/hans-scholl/ Quellen zu Hans Scholl], in: &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur „Weissen Rose“ im Jahr 1943&amp;#039;&amp;#039;, ein Kompendium von Martin Kalusche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118610309|LCCN=n79026409|NDL=00455712|VIAF=61619938}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scholl, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschwister Scholl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Weißen Rose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Jugendbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:München in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scholl, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Scholl, Hans Fritz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. September 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ingersheim an der Jagst|Ingersheim]] (heute zu [[Crailsheim]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Februar 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brighida</name></author>
	</entry>
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